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»Das Herz droht mir manchmal zu zerspringen« Mein Leben mit Franz Marc

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-15980-1

Erschienen: 18.01.2016
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Eine Entdeckung: Die Memoiren der Maria Marc

Sie war Wegbegleiterin und Ehefrau des bedeutenden Expressionisten Franz Marc, kaum mehr als ein einziges Jahrzehnt der engen Verbundenheit war dem Paar vergönnt. Der Blaue-Reiter-Maler starb 1916 auf dem Schlachtfeld vor Verdun. Viel später auf die Zeit an seiner Seite zurückblickend, brachte Maria Marc ihre Erinnerungen – oft ungeschönt ehrlich – zu Papier. Hier werden sie erstmals veröffentlicht: ein eindrückliches Dokument von großer persönlicher und künstlerischer Kraft.

1905 lernte die Malerin Maria Franck den Kollegen Franz Marc kennen. Ab 1913 waren sie ein Ehepaar. Maria Marcs Aufzeichnungen rücken den Künstler Franz Marc und seine Persönlichkeit ins Rampenlicht. Sie verschweigen weder seinen Hang zur Melancholie noch seine Selbstzweifel, die ihn dazu trieben, zahlreiche seiner frühen Werke eigenhändig zu zerstören. Eindringlich, aber auch amüsant berichtet die Gefährtin von Liebes- und Heiratsdingen, von der eigenen damit verbundenen Verzweiflung, von Aufbruchstimmungen und maßgeblichen Freundschaften auf dem Weg in die Epoche des Blauen Reiters, von ihrem Leben im Krieg und von ihrer Witwenschaft.

Die Herausgeberin Brigitte Roßbeck macht die handschriftlich verfassten Erinnerungen Maria Marcs in dieser Lesefassung erstmals der Öffentlichkeit zugänglich.

"Maria Marcs Erinnerungen an Franz Marc" - merkur.de

»Ein ehrlicher Blick samt kluger Analyse.«

merkur.de, 28.01.2016

Brigitte Roßbeck (Herausgeberin)

Brigitte Roßbeck, geboren 1944, ist Historikerin und freie Journalistin. Sie schreibt seit vielen Jahren Biographien, darunter "Zum Trotz glücklich. Caroline Schlegel-Schelling" (Siedler 2008) und "Marianne von Werefkin. Die Russin aus dem Kreis des Blauen Reiters" (Siedler 2010). Zuletzt erschien "Franz Marc. Die Träume und das Leben" (Siedler 2015). Die Autorin ist Mitglied des Internationalen P.E.N.-Clubs.


Maria Marc (Autorin)

Maria Marc, geboren 1876 in Berlin, war Malerin, Bildwirkerin und Franz Marcs zweite Ehefrau. Nachdem Marc 1916 bei Verdun gefallen war, übernahm sie die Nachlassverwaltung seines Werks und startete eine zweite künstlerische Karriere als Weberin am Bauhaus in Weimar. Sie starb 1955 in Ried, Gemeinde Kochel am See.

»Ein ehrlicher Blick samt kluger Analyse.«

merkur.de, 28.01.2016

»Roßbeck verbindet die Memoiren zu einer stimmungsvollen, biografischen Geschichte.«

Ostthüringer Zeitung, 30.01.2016

»Wundervoll geschrieben, liest sich diese ganz besondere Biografie sehr einfühlsam, spannend, authentisch, nachvollziehbar und flüssig kurzweilig sowie informativ und glaubwürdig.«

heidizengerling.blogspot.de, 08.02.2016

eBook (epub)
mit Abbildungen

ISBN: 978-3-641-15980-1

€ 15,99 [D] | CHF 19,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Siedler

Erschienen: 18.01.2016

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Das muss wohl wahre Liebe gewesen sein

Von: AS Datum: 30.08.2016

https://storiesonpaper.wordpress.com

Es war mir ein Erlebnis dieses Buch zu lesen, denn es gewährt einen einzigartigen Blick sowohl in den künstlerischen Schaffensprozess, als auch in das Privatleben eines der bedeutensten deutschen Maler des 20. Jh. – Franz Marc. Aus all den Aufzeichnungen ist die aufrichtige und unbedingte Liebe Marias zu Franz herauszulesen. Über die Jahre bleib sie eine feste Konstante in seinem Leben; sozusagen sein Fels in der Brandung. Niemand konnte sich besser in sein tiefstes Inneres hineinversetzen als sie. Kein Hindernis war ihr zu groß, kein Weg zu aussichtlos für sie. Die Botschaft dieses Buch ist: Es lohnt sich für die große Liebe zu kämpfen!

Als Kunsthistorikerin interessieten mich aber natürlich in erster Linie der in dem Buch ausführlich beschriebene, kreative Entwicklungsprozess der Künstlerfigur Franz Marcs. In seinen Anfängen noch oftmals recht unschlüssig gegenüber seinem eigenen Werk, fühlte er sich oftmals unverstanden von seinen Zeitgenossen und führte eine geraume Zeit ein recht isoliertes Leben, fernab des sogenannten „Mainstreams“. Den entscheidenden Wendepunkt in seiner Karriere brachte seine Begegnung mit August Macke und dessen Vetter Helmuth, sowie dem Sammler Berhard Koehler; in weiterer Folge dann seine Mitgliedschaft in der Neuen Künstler Vereinigung und die Gründung des „Blauen Reiters“ in Kooperation mit Wassily Kandisky. Ab dann lösten sich Schritt für Schritt seine anfangs gehegten Selbstzweifel. Marc wusste sich nun endlich auf künstlerischer Ebene verstanden und entwickelte daraufhin den für ihn so charakteristischen Stil hin zum Expressionismus. Eines seiner bekanntesten Gemälde Blaues Pferd I (1911, Öl auf Leinwand) befindet sich heute der Städtischen Galerie im Lenbachhaus, München. Noch nicht gesehen? Dann unbedingt anschauen!

Maria erzählt in berührender Weise von ihrer großen Liebe, ihren Wünschen, ihrer Sehnsucht und auch ihrer zeitweiligen Verzweiflung (Franz war zuweilen immer wieder in Beziehungen mit anderen Frauen verwickelt, ehelichte 1907 Marie Schnür). In ihrem tiefsten Inneren war es ihr jedoch bewusst, dass einzig allein sie seine ideale Partnerin war. Passend zu den einzelnen Lebensstationen wurden erfreulicherweise viele Bilder zu besseren Illustation in den Text eingefügt, was ohne Zweifel, eine große Bereicherung beim Lesen bewirkt.

Wer sich für die Kunstszene des 20. Jh. interessiert, sollte dieses Buch unbedingt lesen; alle anderen aber auch, denn es legt doch in erster Linie Zeugnis einer wahren, großen Liebe ab, die trotz allen Widrigkeiten des Lebens triumphiert!

Bewegende Memoiren einer Künstlerfrau

Von: YukBook Datum: 15.08.2016

www.yukbook.me

Was für einen Schatz Maria Marc uns mit ihren Memoiren hinterlassen hat und wie gut es Brigitte Roßbeck gelungen ist, sie in eine Lesefassung zu bringen! Die persönlichen Aufzeichnungen waren gar nicht zur Veröffentlichung gedacht, doch glücklicherweise sind sie zum 100. Todestag ihres Mannes Franz Marc unter dem Titel '"Das Herz droht mir manchmal zu zerspringen" – Mein Leben mit Franz Marc' erschienen und geben sehr persönliche Einblicke in das Lebens des Künstlerpaars.

Zunächst erzählt Maria Marc von der Zeit in Berlin, wo sie in bürgerlichen Verhältnissen aufwächst. Obwohl ihr künstlerisches Talent von den Eltern gefördert wird, kann sie es nicht richtig ausleben und geht nach München. Sie glaubt, im Schwabinger Künstlerviertel das passende Umfeld für ihre schöpferische Entfaltung gefunden zu haben, auch wenn sie sich anfangs schwertut und sich unter den Künstlerfamilien nirgends zugehörig fühlt. Erst durch die Begegnung mit Franz Marc erkennt sie ihre wahre Lebensaufgabe.

Mich hat erstaunt, wie gut Maria Marc ihren künftigen Ehemann von Anfang an einschätzen kann und sein wahres Wesen erkennt. Sie weißt sofort, dass er dazu berufen ist, große Kunst zu schaffen, nichts halbherzig tut und unterstützt ihn dabei, sich vom Schmerz durch unglückliche Liebesbeziehungen und Melancholie zu befreien.

Genossen habe ich vor allem die Passagen, in denen Maria Marc die unbeschwerten Stunden in Ried bei Kochel und in Sindelsdorf mit großem Enthusiasmus beschreibt. Man kann sich sehr gut ausmalen, wie Franz Marc sich von der hügeligen Landschaft und den weidenden Kühen und Pferden zu seinen Bildern inspirieren lässt. Er fühlt sich eins mit der Natur, befasst sich eingehend mit der Anatomie der Tiere und mit der Zeit wird das Pferd zum Hauptthema seiner Arbeit. Maria wächst unterdessen in die Rolle der Gefährtin hinein, spornte ihn an und freut sich über seine Schaffenskraft.

Zu einem späteren Zeitpunkt hat mich die Erzählerin erneut mit ihrer Begeisterung angesteckt. Grund dafür ist die langersehnte Begegnung mit gleichgesinnten Künstlern wie August Macke und Kandinsky. Endlich wird die eigene künstlerische Sprache Franz Marcs bestätigt und gewürdigt. Es sind jedoch nicht nur die großen Momente, die zum großen Lesevergnügen beitragen – auch die eingestreuten kleinen Anekdoten und Erinnerungen, zum Beispiel daran, wie Helmut Macke in ihrem Haus rheinische Reibekuchen zubereitete und die Küche fast in Brand setzte, berühren. Der Titel „Das Herz droht mir manchmal zu zerspringen“ beschreibt sehr treffend, welchen starken Emotionen sie im Laufe des gemeinsamen Lebens ausgesetzt war und wie ehrlich sie diese preisgibt.

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