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Das Verbrechen Die wahre Geschichte hinter der spektakulärsten Mordserie Amerikas

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CHF 19,00*
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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-20753-3

Erschienen: 25.04.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

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In den 1920ern hatten nicht die Bewohner von New York oder Paris das höchste Pro-Kopf-Einkommen: die reichsten Menschen der Welt waren die Osage-Indianer im amerikanischen Bundesstaat Oklahoma. Das karge Land, das ihnen als Reservat zugewiesen worden war, barg gigantische Ölvorkommen, die ihnen ein Leben in ungeahntem Luxus ermöglichten. Doch der Reichtum brachte den Osage kein Glück: Eine mysteriöse Serie von Morden nahm ihren Anfang, der schließlich mehr als 300 Stammesmitglieder zum Opfer fallen sollten – sie wurden vergiftet, erschlagen oder erschossen.

Die Osage-Morde wurden zum ersten großen Fall für das noch junge FBI. Doch Korruption und Geldgier hatten auch hier bereits Einzug gehalten. Erst einer Gruppe von Undercover-Agenten gelingt es schließlich, diese wohl finsterste und spektakulärste Mordserie in der Geschichte der USA aufzuklären.

»Ein bravouröser Fact-Thriller«

stern crime, April 2017

David Grann (Autor)

DAVID GRANN, Jahrgang1967 ist preisgekrönter Journalist und Sachbuchautor. Er arbeitet als Redakteur bei The New Yorker und veröffentlicht Artikel u.a. in The Washington Post, The Atlantic Monthly, The Wall Street Journal.

»Ein bravouröser Fact-Thriller«

stern crime, April 2017

»sehr lesenswert«

Britta Bode, Berliner Morgenpost (02.06.2017)

»grandios recherchiert«

Wieland Freund, DIE WELT (03.06.2017)

»Ein schockierend brutaler und brutal schockierender Kriminalfall.«

Frankfurter Allgemeine Zeitung (04.12.2017)

Aus dem Englischen von Henning Dedekind
Originaltitel: Killers of the Flower Moon
Originalverlag: Simon & Schuster

eBook (epub)
Mit zahlreichen s/w Abbildungen

ISBN: 978-3-641-20753-3

€ 15,99 [D] | CHF 19,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: btb

Erschienen: 25.04.2017

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Spannend und lehrreich

Von: Burgherr Datum: 09.12.2017

meinblogistmeineburg.blogspot.de/

Der Untertitel "Die wahre Geschichte hinter der spektakulärsten Mordserie Amerikas" machte mich neugierig. Bücher aus dem Bereich "True crime" konnten mich schon häufig fesseln.

Der Autor David Grann arbeitet als Redakteur für "The New Yorker". Für darin und in anderen Magazinen erschienene Artikel hat er schon einige Auszeichnungen eingeheimst. Sein Buch-Debüt "The Lost City of Z: A Tale of Deadly Obsession in the Amazon" widmete sich Nachforschungen rund um das Verschwinden des britischen Forschers Percy Fawcett im Amazonas. Der Erfolg des Buchs führte zur schnellen Veröffentlichung einer Sammlung von Essays zu zwölf Kriminalfällen. Sein drittes und aktuelles Buch "Das Verbrechen" basiert ebenfalls auf tatsächlichen Vorgängen.

Vor ca. 100 Jahren kamen die amerikanischen Osage-Indianer zu Reichtum, da sie nach vielen Vertreibungen und Umsiedlungen auf Land angesiedelt wurde, welches sich später durch Erdölfunde als wertvoll erwies. Die Einnahmen aus der Förderung bzw. aus Handel mit den Förderrechten bescherte den Stammesbrüdern und -schwestern sprudelnde Einnahmen. Diese wiederum lockten findige Menschen an, die auf vielerlei Weise von diesem Reichtum profitieren wollten und dabei nicht vor Mord, Korruption und anderen Intrigen zurückschreckten.

"Das Verbrechen" gliedert sich in drei Teile: Zu Beginn werden recht sachlich die Todesfälle und Vorkommnisse um diese herum geschildert. Der zweite Teil widmet sich den Ermittlungen des FBI. Hier entwickelt sich Spannung, dank der ich das Buch erstaunlich schnell las. Die Mordserie an den Osage-Indianern war einer der Auslöser für die Neuausrichtung bzw. Gründung des FBI in seiner heutigen Form durch J. Edgar Hoover. Besonders die Schilderungen dieser Aspekte sind sehr interessant. Die Hinweise auf die im Vergleich zu den heutigen Methoden primitiven Möglichkeiten der Forensik erinnerten mich an "Anatomie des Verbrechens". Im dritten Teil darf dann Grann sogar von eigenen Nachforschungen und deren Ergebnissen berichten.

Die in "Das Verbrechen" geschilderten Vorfälle liegen fast ein Jahrhundert zurück. Entsprechend großen Respekt habe ich vor Granns vermutlich akribischer Arbeit. Einige seiner eigenen Nachforschungen wirken sehr bemüht. Über den Wahrheitsgehalt seiner Schlussfolgerungen kann man sicherlich streiten. Sie zeigen aber, dass dieses komplett niemals ganz aufgelöst werden konnte.

Die der Idee des Buchs geschuldeten zahlreichen Quellenverweise störten ein wenig meinen Lesefluss, trotzdem ist "Das Verbrechen" eine spannende Lektüre und man lernt etwas über die Entstehung des FBI.

Das Verbrechen von David Grann - Eine True-Crime-Story.

Von: Bücherserien.de Datum: 04.12.2017

www.buecherserien.de/rezension-david-grann-das-verbrechen/

“Das Verbrechen: Die wahre Geschichte hinter der spektakulärsten Mordserie Amerikas”, so der vollständige Titel ist ein Sachbuch von David Grann über eines der größten Verbrechen, die in den USA stattgefunden haben. Und nicht zuletzt war es dieser Fall, der es J. Edgar Hoover ermöglichte, aus dem damals noch kleinen und eher unbedeutenden “Bureau of Investigation” (BOI) das heutige FBI zu formen. Dazu sei angemerkt, dass die Agenten des BOI zwar ermitteln, aber noch keine Verhaftungen vornehmen durften.

Um was geht es in “Das Verbrechen” von David Grann?

In dem sehr gut recherchierten Sachbuch schildert David Grann eine nahezu unglaubliche Geschichte, die sich aber tatsächlich so zugetragen hat. Die Osage, ein Stamm in Oklahoma, lebte in den 1920er Jahren in einem Reservat, das ein gigantisches Ölvorkommen barg. Es machte den Stamm unvorstellbar reich – und brachte ihm gleichzeitig nichts als Unglück. Denn das viele Geld, das den Stamm zunächst ein besseres Leben bescherte, weckte die Begehrlichkeiten vieler anderer. Es geschahen Morde, zahlreiche Morde, die scheinbar niemanden wirklich interessierten. Erst als endlich das Bureau of Investigation eingeschaltet wurde, nahmen die Ermittlungen Fahrt auf – und enthüllten die Hintergründe einer spektakulären Mordserie.

David Grann hat lange und tief in Archiven und alten Aufzeichnungen gegraben, um für seine True-Crime-Story “Das Verbrechen” zu recherchieren. Das hat sich mehr als gelohnt, denn im Laufe seiner Arbeit deckt er etwas auf, das bisher über den Fall noch nicht bekannt war – wer wissen will, was das ist, sollte es beim Lesen entdecken. Denn dieses Buch ist packend wie ein Thriller und so emotional wie eine gute Reportage. Hin und wieder wird die Geschichte etwas langatmig, denn David Grann hat eine ganze Fülle von Einzelschicksalen zu erzählen. Er tut das mit der Würde, die ihnen gebührt – für den einen oder anderen Leser mag dies allerdings gelegentlich den Leseflluss stören. Auch die immense Vielzahl an Namen fordert die Aufmerksamkeit des Lesers. Dies ist aber nicht als Kritik zu verstehen, sondern als Hinweis, wie umfangreich die Beteiligung an den Morden war, bzw. wie viele Verdächtige und (vermeintliche) Zeugen es in dieser Geschichte gab.
Und die hat es in sich. Sie offenbart das systematische Versagen von Recht und Gesetz in einer Zeit, in der Korruption und Rassismus (nicht nur) in diesem Teil Amerikas an der Tagesordnung waren. Der Polizei in Gestalt von Sheriffs und Marshalls fehlte die Erfahrung in modernen Ermittlungsmethoden, an Empathie und schlicht und einfach auch an Interesse, die Vielzahl der Morde an Indianern angemessen zu verfolgen. Noch dazu war ein Großteil der Behörden korrupt, (Bundes)Polizei, Richter und hochrangige Politiker bildeten hierbei absolut keine Ausnahme.

In seinem Buch “Das Verbrechen” konzentriert sich David Grann hauptsächlich auf die Geschichte der Familie Burkhart. In ihrem näheren und weitläufigen Umfeld geschahen über zwei Dutzend Morde innerhalb von wenigen Jahren. Der Familienvater selbst gehörte zu den Verdächtigen. Erst ein vom damaligen BOI-Chef J. Edgar Hoover gesandtes Ermittler-Team, um den ehemaligen Texas Ranger Tom White, schaffte es, die Verstrickungen aufzulösen und zumindest einen Teil der Morde aufzuklären. Im letzten Teil des Buches berichtet David Gann von seinen eigenen umfangreichen Recherchen und dem, was er schlussendlich aufgedeckt hat.

Mein Fazit:

“Das Verbrechen” ist auf weite Strecken spannend wie ein Thriller, eine exzellente Recherchearbeit und schlicht ein angenehm zu lesendes Sachbuch über ein wenig bekanntes Kapitel der amerikanischen Geschichte. Es wirft einen anderen Blickwinkel auf die 1920er, lehrt viel über den Stamm des Osage und bietet interessante Einblicke in die frühe FBI-Arbeit. Ein hochinformatives Buch für vielseitig interessierte Leser.

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