Der evangelische Papst

Hält Franziskus, was er verspricht?

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Womit man bei diesem Papst noch rechnen muss

Am 13. März 2013 stieg weißer Rauch auf. Der Argentinier und Jesuit Jorge Mario Bergoglio wurde als erster Südamerikaner zum Papst gewählt. Nach fünf Jahren im Amt fragen viele Menschen: Was hat Franziskus eigentlich getan, zustande gebracht? Gibt es jenseits zu Herzen gehender Predigten und spektakulärer Gesten auch handfeste Ergebnisse der Veränderung in der Kirche? Oder ist alles nur Symbolpolitik?

Andreas R. Batlogg schaut auf diese fünf Jahre zurück: Auf das, was war; auf das, was in Gang gesetzt und auf den Weg gebracht wurde. Eine Bilanz, aber keine »Leistungsschau«. Wird sich die Lehre ändern? Oder scheitert der Papst? Resigniert er, weil er, wie manche Beobachter im heißen Frühjahr und Sommer 2017 meinten, zunehmend isoliert ist? Der Jesuit Andreas R. Batlogg gibt überraschende Antworten und zeichnet damit ein neues Bild von Papst Franziskus.

»Dieses kluge Buch hilft, ihn [Papst Franziskus] zu verstehen.«

Christ in der Gegenwart (20. Mai 2018)

eBook epub (epub), 1 s/w Abbildung
ISBN: 978-3-641-22454-7
Erschienen am  02. April 2018
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Leserstimmen

Der evangelische Papst

Von: Benedikt Bögle

23.03.2019

Papst Franziskus polarisiert. Während ein großer Teil des Kirchenvolkes seine Anstöße begrüßt und viele, teils auch nicht-christliche Menschen in ihm ein Vorbild sehen, gibt es in der Kirche immer wieder auch Stimmen, die ihm Häresie vorwerfen. Sie wollen nicht verstummen und werfen ihm den Bruch mit der Tradition vor, sehen seine Ausführungen in Amoris Laetita als häretisch an; ja, selbst vor einer Gleichsetzung des Heiligen Vaters mit dem in der Johannesoffenbarung beschriebenen Antichristen scheint mittlerweile ohne weiteres möglich zu sein. In diese Situation spricht ein hervorragendes Buch des Jesuiten Andreas Batlogg aus München: "Der evangelische Papst. Hält Franziskus, was er verspricht?", erschienen im Kösel-Verlag. Batlogg analysiert die Person des Papstes, seine Ausführungen in Schreiben, Interviews und Predigten sowie die großen Linien des Pontifikats. Er sieht Papst Franziskus im Lichte seiner jesuitischen Biographie, im Kontext der Gedanken, Ziele und der Sendung seiner Ordensgemeinschaft. Batlogg hat damit so etwas wie die Biographie eines Pontifikats vorgelegt. Der Jesuit geht den großen Spuren dieses Pontifikats nach und ordnet die Aussagen des Papstes dazu ein. Er fragt, was Synodalität der Kirche bedeuten kann, wie Kirche arm sein könnte, was Barmherzigkeit eigentlich bedeutet. Durchweg untermauert der Autor seine Thesen mit Zitaten des Heiligen Vaters und ordnet sie in ihren größeren Kontext ein. Vermeintlich skandlöse Aussagen von Franziskus erscheinen so plötzlich in einem anderen Licht: Was genau hatte es denn mit seiner Meinung auf sich, Christen müssten sich nicht verhalten wie die Kaninchen? Wie war das mit dem väterlichen Klaps für Kinder zu verstehen? Unaufgeregt versucht Batlogg diese Missverständnisse zu erklären und diesen Papst zu verstehen - ohne in subjektive Lobeshymnen oder gar eine Heiligsprechung zu verfallen. Daneben steht immer die Frage: Was hat dieses Pontifikat erreicht? All den Stimmen zum Trotz, die in Franziskus nicht mehr als einen Mann der großen und schönen Gesten sehen wollen, zeigt Batlogg die tatsächlichen Erfolge des Pontifikats auf; nicht als trockene To-Do-Liste, sondern immer als Frage nach den Intentionen des Papstes und seinen Wirkungen. Andreas Batlogg ist ein tolles Buch gelungen. Teilweise ist es eine Biographie von Jorge Mario Bergoglio, teilweise eine Innenansicht über den Jesuitenorden, dann wieder eine kirchengeschichtliche Abhandlung. Ganz einfach: Ein lesenswertes Buch über den Mann Franziskus, seine Ziele, seine Widerstände.

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Vita

Dr. Andreas R. Batlogg SJ, geboren 1962 in Lustenau/Vorarlberg, ist seit 1985 Jesuit. Studium der Philosophie und Theologie in Innsbruck, Israel und Wien. Von 2000 bis 2017 Redakteur der „Stimmen der Zeit“, seit September 2009 Herausgeber und Chefredakteur. Seit Oktober 2005 Mitherausgeber der „Sämtlichen Werke“ Karl Rahners. Von Februar 2008 bis März 2015 Leiter des Karl-Rahner-Archivs in München.

Zur AUTORENSEITE

Pressestimmen

»Zum fünften Jahrestag der Wahl von Jorge Mario Bergoglio zum Papst legt Andreas R. Batlogg einen überaus kundigen, materialreichen, ausgewogen urteilenden und zugleich engagierten Rückblick auf die bisherigen Jahre des Pontifikates von Franziskus vor.«

Stimmen der Zeit 08/2018 (25. Juli 2018)