Die Gesellschaft der Überlebenden

Deutsche Kriegsheimkehrer und ihre Gewalterfahrungen im Zweiten Weltkrieg

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Über die Folgen der Gewalterfahrungen deutscher Soldaten im Zweiten Weltkrieg

Svenja Goltermann erschließt in einem packenden Buch einen blinden Fleck der deutschen Zeitgeschichte: Sie geht der Frage nach, was die Gewalterfahrungen des Zweiten Weltkriegs für deutsche Soldaten und ihre Familien nach dem Krieg bedeuteten. Ein brisanter Beitrag zur Debatte um das Selbstverständnis der Deutschen und ihre Rolle als Täter und Opfer im Zweiten Weltkrieg.

In den letzten Jahren hat sich die zeitgeschichtliche Forschung verstärkt der Frage zugewandt, welche Opfer die Deutschen im Zweiten Weltkrieg hinnehmen mussten. Svenja Goltermann greift in diesem Zusammenhang ein besonders brisantes und bislang nicht behandeltes Thema auf: die Nachwirkungen der Gewalterfahrungen im Krieg bei den heimkehrenden Soldaten. Durch bislang ungenutztes Quellenmaterial – die Krankenakten psychiatrisch behandelter Soldaten – wird deutlich, wie schwierig es für die Betroffenen und ihre Angehörigen war, wieder in den Alltag zurückzufinden. Einfühlsam und ohne moralische Vorurteile bringt Goltermann diese Zeugnisse von Gewalt, Schuld, Rechtfertigung und einsamer Hilflosigkeit zum Sprechen. Zugleich wird deutlich, warum die damalige Psychiatrie psychisch bedingte Leiden nicht mit dem Krieg in Verbindung brachte und welche Konsequenzen sich daraus für Politik und Gesellschaft ergaben. Spannend beschreibt sie, warum die Rentenansprüche der Kriegsheimkehrer dabei mit den Entschädigungsansprüchen der Holocaust-Opfer in direkte Konkurrenz traten. Svenja Goltermann legt ein wichtiges Buch zur deutschen Zeitgeschichtsschreibung vor, das die Erinnerung an den Krieg und seine Verbrechen in ein neues Licht rückt.

• Erstmalige Thematisierung der Folgen der Gewalterfahrungen von deutschen Soldaten im Zweiten Weltkrieg
• Faszinierendes neues Quellenmaterial

Mit dem Historikerpreis 2008 ausgezeichnet.


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ISBN: 978-3-641-03807-6
Erschienen am  20. November 2009
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Ein schweres Buch

Von: Susanne Ullrich

31.10.2016

Es ist ein schweres Buch. Nicht nur wegen der vielen Seiten, auch vom Thema her und von der Umsetzung. Abgesehen vom ersten Teil, der durch die Zitate und Erinnerungen einzelner Personen gewinnt, ist das Buch reichlich trocken. Die ständige Verwendung ewig langer Schachtelsätze erschwert das Lesen enorm. Ganz zu schweigen von hochgeschraubten Formulierungen und ständig auftauchenden Fremdwörtern, die man nachschlagen muss. So löblich das Engagement von Svenja Goltermann auch ist, diese Lektüre taugt wohl eher als Fachliteratur.

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Vita

Svenja Goltermann, Jahrgang 1965, ist Professorin für Geschichte der Neuzeit an der Universität Zürich. Für diese Studie erhielt sie den renommierten Preis des Verbandes der Historiker und Historikerinnen Deutschlands.

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