Die Isartürkin

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Die Münchner Journalistin Deniz Aykanat ist Tochter eines Türken und einer Deutschen. Sie betrachtet sich selbst als das Beste aus beiden Welten – eine Isartürkin eben. Doch irgendetwas läuft in ihren Augen gewaltig schief in der Beziehung zwischen diesen beiden Kulturen. Mangelt es an Verständnis und Neugier, oder stehen uns allen die Vorurteile einfach viel zu sehr im Weg? Von ihrem Leben als Isartürkin zwischen Baklava und Butterbrezn erzählt die Autorin in ihrem Debüt, das auf der gleichnamigen SZ-Kolumne basiert.

  • Für eine Türkin zu blond, für eine Deutsche zu laut - ja, was denn nun?

  • Die Autorin der SZ-Erfolgskolumne »Die Isartürkin« erzählt die ungewöhnliche Geschichte ihrer deutsch-türkischen Familie

  • MUTTER: katholische Oberpfalz

    VATER: zentralanatolisches Hochland

    TOCHTER: lebt die bayerisch-türkische Freiheit

  • Humorvoll auf den Punkt gebracht: für die Fans von der »Prenzl-Schwäbin« und Wladimir Kaminer


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ISBN: 978-3-641-23331-0
Erschienen am  18. März 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Die Blondine aus der Türkei

Von: AnnaikasBooks

16.07.2019

Wenn die Vorfahren aus verschiedenen Ländern stammen und die Kindheit in den jeweiligen Ländern stattfindet, zu welchem gehört man? Für Deniz Aykanat ist es eindeutig: In beide Länder! Und das zeigt sie mit ihrer Kolumnenreihe und ihrem Buch. Beide Länder und Kulturen haben ihre positiven und negativen Seiten. Deutlich wird, dass wir alle Menschen sind und als diese respektiert werden sollten, was leider nicht immer der Fall – auch nicht in der eigenen Verwandtschaft. Die sprachliche Ebene ist locker leicht, wodurch der Humor und Witz im Leben ihrer Familie verdeutlicht wird. Dennoch zeigt er auch ihre Zugehörigkeit zum Journalismus. Diese Zugehörigkeit bzw. der Grundgedanke einer Kolumne spiegelt sich auch im Aufbau wieder. Jedes Kapitel für sich kann einzeln betrachet werden, bestimmte Merkmale und Situationen werden immer wieder kurz erwähnt a’la „wissen Sie noch?“ bzw. „erinnern Sie sich?“ wie zum Beispiel, dass der Vater zwar fließend und relativ akzentfrei hochdeutsch spricht, aber alles „verdingstet“ oder die Erinnerung an die strengkatholische Familie mütterlicherseits, die ist schlimmer fand, dass ein Protestant in die Familie geheiratet hat als ein Muslim. Für mich ist das ein Buch für zwischendurch, für den Sommer und den Urlaub – zu der Zeit, wo man was leichtes braucht. Gelacht habe ich viel, aber auch nachgedacht. Denn einige Geschichten und Vorkomnisse sind so absurd lustig, aber leider Wirklichkeit, wodurch es eher traurig wird, wie grausam unsere Welt manchmal ist. Der Vermerk auf die immergleichen Situationen/Merkmale war mir jedoch zu oft, was den Gesamteindruck schmälert.

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Zwischen Baklava und Butterbrezn

Von: Bücherwurmin

13.04.2019

Die SZ-Journalistin Deniz Aykanat hat aus ihrer Kolumne „Die Isartürkin“ ein Buch gemacht. Liebevoll, lustig und ein bisschen nostalgisch erzählt sie von ihrer Kindheit in München und Marmaris, wie es ist, als weißes, blondes Mädchen in der Türkei zu leben und als Frau mit türkischem Namen in Deutschland auf Wohnungssuche zu sein. Sie beschreibt die kulturellen Unterschiede zwischen Bayern, Deutschland und der Türkei und vor allem die unendlich vielen Ähnlichkeiten. Mit dem Buch liefert die Autorin außerdem eine Liebeserklärung an die türkische Sprache, die mit ihren blumigen Ausdrücken und bildhaften Sprichwörtern zu unausweichlich brüllend komischen Situationen führt, wenn sie eins zu eins ins Deutsche übersetzt werden. So wechseln auch die Kapitelüberschriften zwischen bayrischen und türkischen Sprichwörtern, und wärmen damit ein bisschen das Herz. Ein wunderbares Buch für alle, die mehr über Türk*innen in Bayern und Bayer*innen in der Türkei erfahren wollen. Für mich als im fernen Berlin lebende gebürtige Münchnerin waren die Erzählungen ein tolles Mittel gegen die Sehnsucht nach Butterbrezn, Obazda und der Verwendung des Wortes „Schmarrn“, gleichzeitig konnte ich viel Neues dazulernen (zum Beispiel, dass das Wort meiner Jugend „Oida lan“ ein bayrisch-türkischer Fusionsausdruck ist). Es ist natürlich keine tiefgründige Abhandlung über Islamphobie oder Rassismus in Deutschland, die Themen werden aber durchaus angesprochen und sind dank des leichten Schreibstils und des gemächlichen Tempos auch für die zugänglich, die sich sonst wenig damit befassen. Aufklärungsarbeit ist aber auch nicht unbedingt Ziel der Geschichten. Es ist in erster Linie ein schönes, unterhaltsames Buch, das Lust macht auf Meer, Olivenöl und Wiesn.

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Vita

Deniz Aykanat, geboren 1985, ist Tochter eines Türken und einer Oberpfälzerin und mit zwei Kulturen aufgewachsen. Als Redakteurin der Süddeutschen Zeitung wurde die Politikwissenschaftlerin u. a. durch ihre deutsch-türkische Erfolgskolumne »Die Isartürkin« bekannt. Die Autorin lebt mit Mann und Sohn in München und Regensburg.

Zur AUTORENSEITE

Events

21. Sep. 2019

Lesung mit Deniz Aykanat

19:00 Uhr | Unna | Lesungen
Deniz Aykanat
Die Isartürkin

01. Okt. 2019

Lesung mit Deniz Aykanat

19:30 Uhr | München | Lesungen
Deniz Aykanat
Die Isartürkin