Die Kälte im Juli

Thriller

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Willkommen in der Finsternis...

Richard Dane ist ein anständiger Bürger und Familienvater. Doch eines Nachts ändert sich sein Leben von Grund auf. Richard stellt einen Einbrecher und erschießt ihn. Für die Polizei ist der Fall klar: Notwehr. Doch als der Vater des Erschossenen beschließt, Rache für seinen Sohn zu nehmen, wird eine Kette von blutigen Ereignissen in Gang gesetzt. Um seine Familie zu schützen, greift Richard zu extremen Mitteln ...

Der Roman erschien in Deutschland bereits 1997 unter dem Titel "Kalt brennt die Sonne über Texas".


Aus dem Amerikanischen von Teja Schwaner
Originaltitel: Cold in July
Originalverlag: Bantam Press
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-14392-3
Erschienen am  09. März 2015
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Väter und Söhne

Von: Jessi

01.03.2019

Schreibstil "Die Kälte im Juli" war nun mein fünfter Roman von Lansdale und wieder einmal habe ich diesen bei einer schönen gemütlichen Leserunde mit lieben Bloggerkolleginnen gelesen. Wir sind mittlerweile alle zu großen Lansdale-Fans geworden und stellten bei diesem Werk schnell fest, dass es hier doch ähnlich wie in "Kahlschlag" eine ernstere Thematik anschneidet. So fehlt hier der typische schwarze Humor und die derbe Sprache. Lange Zeit habe ich mich nicht einmal so gefühlt, als würde ich einen "echten" Lansdale lesen. Erst ab der Hälfte entwickelt sich dieser Roman dann doch in eine halbwegs typische Lansdale-Geschichte, die auch hier mit einigen unerwarteten Wendungen daherkommt. Auch wenn mir die Geschichte seichter und vielleicht auch weniger atmosphärisch vorkam, war ich dennoch gefesselt. Lansdale lässt sich auch hier nicht in die Karten schauen und genau das macht seine Bücher so einzigartig. Charaktere Richard Dane Das Geschehen erfahren wir hier aus der Sicht von Richard Dane, der eigentlich ein liebender Ehemann ist und einen Sohn namens Jordan hat. Gleich auf den ersten Seiten wird er mit einem Einbrecher konfrontiert, den er, um seine Familie zu beschützen, erschießt. Richard muss sich nun erst einmal damit abfinden, zum Mörder geworden zu sein! Hinzu kommt die Tatsache, dass der Vater des getöteten Einbrechers nun Rache will. Allerdings entwickelt sich die Geschichte dann doch in eine ganz andere Richtung und Richard gerät in eine Geschichte, die eigentlich gar nichts mit ihm zu tun, die ihn aber enorm beeinflussen wird. Richard war für mich ein angenehmer Protagonist, der allerdings nicht mit den doch teilweise sehr verrückten Charakteren aus anderen Lansdale-Werken vergleichbar ist. Richard kam mir sehr harmlos, brav und vielleicht auch ein klein wenig "zu normal" vor. Meine Meinung "Die Kälte im Juli" beginnt mit einem Paukenschlag - beziehungsweise einem Mord. Richard Dane tötet einen Einbrecher und wird zum Mörder. Obwohl es eindeutig Notwehr war, gibt er sich selbst die Schuld. Als plötzlich Ben Russel, der Vater des Ermordeten auf der Bildfläche erscheint und Rache will, gerät Richard in ein recht typisches Lansdale-"Abenteuer". Natürlich gibt es hier wieder Gewalt, ein klein wenig Biss in den Dialogen und ein paar Überraschungen, allerdings ist all das nicht so ausgeprägt wie in anderen Büchern Lansdales. So geht es hier lange Zeit doch recht ernst und beinahe zu ruhig und harmlos zu. Richard als Protagonist war mir hier vielleicht eine Spur zu "normal". Erst als weitere Personen auf der Bildfläche erscheinen, wird dieses Buch wirklich interessant. Die Geschichte entwickelt sich nämlich in eine ganzz andere Richtung als der Klappentext vermuten lässt. Im Nachwort gibt Joe R. Lansdale an, dass "Die Kälte im Juli" eins seiner intensivsten Schreiberfahrungen war und er dieses Werk für sein Stärkstes hält. Ich mochte das Buch ebenfalls, besonders da es wieder nicht einem Genre zugeordnet werden kann. Vielmehr ist ein toller Genremix und damit wieder einmal "typisch Lansdale"! Es gibt einige interessante Wendungen und einen Showdown, der es mal wieder in sich hatte. Besonders der letzte Teil des Buches war für mich ein echtes Highlight und überaus spannend. Für mich war "Die Kälte im Juli" auf jeden Fall ein absolut interessanter und lesenswerter Roman, der allerdings nicht an "Das Dickicht" oder "Ein feiner dunkler Riss" heranreicht! Fazit "Die Kälte im Juli" schlägt ernstere Töne an, entwickelt sich aber schließlich in eine typische Lansdale-Richtung. Ich bewundere ihn nach wie vor für seine Art, verschiedene Genres zu vermischen und eine überaus originelle und nicht vorhersehbare Geschichte zu verfassen. Dieses Buch ist für mich zwar nicht das Beste aus seiner Feder, aber dennoch absolut lesenswert!

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Nichts neues, aber verdammt gut erzählt!

Von: Sorrynotbroke

12.02.2017

Vor etwas längerer Zeit kam bei mir ein neuer Roman von Joe R. Lansdale an. Es handelte sich um "DIe Kälte im Juli" (1997 auch unter dem Namen "Die Sonne brennt über Texas erschienen). Nachdem sich die beiden Bücher "Drive-In" und "Im Dickicht" bei mir etwa im mittelmäßigen Teil der Skala wiederfanden, habe ich beschlossen mir noch ein anderes Buch von ihm zu holen. Richard und seine Frau Ann führen ein ganz normales Leben und sind gerade in ihrem Bett und schlafen, als sie auf einmal aus dem Schlaf hochschrecken. Ein Albtraum, wie ihn praktisch jeder schon mal gehabt hat. Ein Einbrecher ist in ihrem Haus. Richard nimmt sich einen Revolver, um seine Familie zu beschützen. Er geht nach unten, sieht den Eindringling, der gerade eine Waffe zückt und schießt auf ihn, woraufhin der ungebetene Gast seinen Verletzungen erliegt. Die Familie Dane wiegt sich in Sicherheit, bis der Vater des erschossenen Jungen auf einmal auftaucht und dem Ehepaar, als erstes subtil, aber dann offensichtlich und angetrieben von Rache klar macht, dass er seinen Sohn rächen würde. Was hat die Familie nun zu erwarten? Joe R. Lansdale schafft es auf 250 Seiten eine Geschichte sowohl glaubwürdig, als auch spannend und gut zu erzählen. Was mir bei den anderen Büchern schon aufgefallen ist, dass sein Scheibstil extremst gut und überzeugend ist, obwohl die Geschichte an manchen Stellen schon etwas absurd war. Allgemein handelt es sich bei dem Buch um einen tollen, aber leider schon etwas alten Plot, der aber noch lange nicht ausgelutscht ist. Ich werde auf alle Fälle in nächster Zeit mehr von Lansdale lesen und gebe dem Buch 3 von 5 Sternen.

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Vita

Als Krimiautor ist der Texaner Joe R. Lansdale, geboren 1951 berühmt geworden mit der Serie um Hap Collins, einen weißen, heterosexuellen Kriegsdienstverweigerer, und Leonard Pine, einen schwarzen, schwulen Vietnam-Veteranen. Außer Krimis schreibt Lansdale Horror, Science Fiction, Western und Fantasy, sowohl Romane als auch Shortstories und Comictexte. Neben diversen Auszeichnungen für seine Fantasy- und Horrorromane erhielt er 2000 den Edgar der American Crime Writers Association für den besten Kriminalroman des Jahres.

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