Die Kosmetikerin

Roman

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In Bogotás exklusivster Wohngegend liegt der Kosmetiksalon „Haus der Schönheit“. Eine der gefragtesten Kosmetikerinnen ist die alleinerziehende Karen. Ihre Kunden teilen ihre intimsten Geheimnisse mit ihr, ob sie will oder nicht. Karen weiß alles über ihre Affären, ihre Ängste, ihre Geheimnisse. An einem regnerischen Nachmittag kommt ein junges Mädchen in Schuluniform zur Behandlung. Sie riecht nach Alkohol und will sich ganz offensichtlich für ein Rendezvous schön machen lassen. Am nächsten Tag ist das Mädchen tot. Karen war die letzte Person, die das Mädchen lebend gesehen hat, und eine mörderische Dynamik nimmt ihren Lauf.

»Hintersinnig und doppelbödig, reflektiert und bös.«

Tobias Gohlis, Die ZEIT (09. Januar 2020)

Aus dem Spanischen von Sybille Martin
Originaltitel: La casa de la belleza
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-22348-9
Erschienen am  09. September 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Die Kosmetikerin

Von: Lea

12.12.2019

Ich habe gestern das Buch ‚Die Kosmetikerin‘ beendet, welches mir netterweise von dem Heyne Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt wurde. Beginnen wir mal mit dem Äußeren. Das Cover spricht mich sehr an, da ich es nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig gestaltet finde. Allerdings finde ich den Schriftzug bzw. den Ausschnitt rechts oben in der Ecke an dieser Stelle nicht so passend. Naja, kommen wir zum Inhalt das Buches. Ich finde die angesprochenen Themen wirklich wichtig. In dem Buch werden sie radikal & brutal dargestellt & beschrieben, weshalb dies nichts für schwache Nerven ist. Leider finde ich, dass das Buch ziemlich verzweigt & verwirrend geschrieben wurde, sodass ich ab & zu den Zusammenhang & Kontext nicht verstanden habe. Trotzdem hat sich zwischendurch immer mal wieder eine tolle Spannung aufgebaut, welche zum Ende hin auch wirklich richtig überraschend ausgeführt wurde. Trotzdem hat das Buch von mir nur 3,5/5⭐️ bekommen, weil es wie gesagt oft etwas verwirrend war & es leider auch kein Buch ist, was ich unbedingt noch einmal lesen muss. Trotzdem eine Leseempfehlung für ein einmaliges Leseerlebnis❣️

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Spannend, erschreckend und regt zum Nachdenken an

Von: ich_bin_eine_leseratte

18.09.2019

Erzählt wird das Buch aus der Sicht einer Psychologin Namens Claire Dalvard, in der Ich-Perspektive. Claire erzählt uns, von Karen, die im "Haus der Schönheit" arbeitet, jeden Cent spart um ihren Sohn, der bei ihrer Mutter lebt, nachholen zu können. Sie erzählt uns außerdem von ihrer Freundin Lucía und deren Exmann, von einem jungen Mädchen Namens Sabrina, das sinnlos sterben muss und deren Mutter, die alles tut um zu erfahren was ihrem Mädchen passiert ist. Ich fand die Erzählweise anfangs recht verwirrend, zumal man es auch mit vielen Charakteren zu tun bekommt. Zwar hat die Autorin einen angenehm zu lesenden und bildlichen Schreibstil, aber Anfangs hatte ich stellenweise doch das Problem den Durchblick zu behalten, eben wegen der vielen Charaktere. Gefesselt hat mich das Buch allerdings von der ersten Seite an. Die Autorin spricht doch recht brisante Themen an und hat diese in ihrer Geschichte sehr gut verwoben. Wir bekommen es unter anderem mit Korruption, Gewalt und Missbrauch gegen/von Frauen, Prostitution und weiterem zu tun. Auf eine Art ist das Buch sehr ruhig erzählt, aber gleichzeitig aufgrund des Themas auch irgendwie echt harter Tobak. Um das genau darzulegen müsste ich allerdings spoilern und das ist, wie ihr wisst, nicht meine Art. Wie die Autorin es geschafft hat sämtliche Charaktere miteinander zu verweben und eine schlüssige, nachvollziehbare Geschichte zu kreieren, hat mir sehr gut gefallen. Ich kann euch dieses Buch wirklich empfehlen, muss aber auch eine Warnung aussprechen, wenn ihr auf das Thema Missbrauch und Gewalt von/gegen Frauen empfindlich reagiert. Zwar hält sich die Autorin mit ausführlichen Beschreibungen zurück, aber selbst ich musste stellenweise schlucken, obwohl ich da sonst nicht so sensibel bin.

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Vita

Melba Escobar, geboren 1976 in Kolumbien, schreibt regelmäßig für die Zeitungen El País und El Espectador. Neben ihrer Tätigkeit als Journalistin hat sie bislang drei Romane verfasst. Die Kosmetikerin wurde als bester Roman 2016 mit dem kolumbianischen Premio Nacional de Novela ausgezeichnet. Zudem arbeitet Melba Escobar an mehreren Literaturprojekten für Kinder mit. Sie lebt mit ihrer Familie in Bogotá.

Zur AUTORENSEITE

Pressestimmen

»Mit spitzer Feder verfasst, ein Konzentrat schwarzen Humors. Bitterböse Unterhaltung — auf höchstem Niveau.«

Ulrich Noller (Jury Litprom-Bestenliste "Weltempfänger") (02. Dezember 2019)

»Was Melba Escobar in ihrer stark geplotteten Story beschreibt, ist eine Sphäre der Machtausübung durch Gewalt, Sexualität und Geld.

Sandra Kegel, FAZ (03. Februar 2020)

»Sagenhaft präzises, literarisch aufregendes Sittenbild.«

Elmar Krekeler, Welt am Sonntag (09. Februar 2020)

»Die Kosmetikerin ist ein bemerkenswerter gesellschaftskritischer Roman im Genregewand.«

Sonja Hartl, Deutschlandfunk Kultur (03. Januar 2020)

»Die Kosmetikerin, in dem nur die Reichen und Mächtigen Rechte haben, zerrt an den Nerven. Das Schlimme daran: Was Karen im Roman zustößt, bildet kolumbianischen Alltag ab.«

Eva Karnofsky, WDR5 Literaturmagazin "Bücher" (04. Januar 2020)

»Wirklich ein kleines Highlight in diesem beginnenden Bücherfrühling.«

rbb radioeins (Christian Koch, Hammett Krimibuchhandlung Berlin) (03. Februar 2020)

»Die Kosmetikerin ist eine scharfe Analyse der harten Lebensrealitäten in Kolumbien: Machokultur, Korruption, Rassismus.«

Tages-Anzeiger (CH) (05. Dezember 2019)