Die Kosmetikerin

Roman

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In Bogotás exklusivster Wohngegend liegt der Kosmetiksalon „Haus der Schönheit“. Eine der gefragtesten Kosmetikerinnen ist die alleinerziehende Karen. Ihre Kunden teilen ihre intimsten Geheimnisse mit ihr, ob sie will oder nicht. Karen weiß alles über ihre Affären, ihre Ängste, ihre Geheimnisse. An einem regnerischen Nachmittag kommt ein junges Mädchen in Schuluniform zur Behandlung. Sie riecht nach Alkohol und will sich ganz offensichtlich für ein Rendezvous schön machen lassen. Am nächsten Tag ist das Mädchen tot. Karen war die letzte Person, die das Mädchen lebend gesehen hat, und eine mörderische Dynamik nimmt ihren Lauf.


Aus dem Spanischen von Sybille Martin
Originaltitel: La casa de la belleza
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-22348-9
Erschienen am  09. September 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

DIE KOSMETIKERIN: Roman mit ~kriminellen Elementen~

Von: Valérie

15.10.2019

Handlung: Bogotá. Im edlen Kostmetiksalon "Haus der Schönheit" treffen Socialites, Unternehmergattinnen, reiche Akademikerinnen und unsichere Schulmädchen aufeinander. Gezupft, gewachst, massiert, frisiert und geschminkt werden sie von Karen, einer jungen indigenen Frau vom Land. Eines Tages wird ein Kundin von Karen kurz nach einem Waxing-Termin tot aufgefunden. Die Polizei erklärt den Fall schnell zum Selbstmord und legt ihn damit ad acta. Doch Karen hegt Zweifel - und befindet sich bald selbst in großer Gefahr. Darum geht's eigentlich: Sexismus, Rassismus und die Mechanismen einer korrupten Gesellschaft. ⚠ Achtung: Triggerwarnung (Vergewaltigung/Gewalt gegen Frauen). Meinung: Melba Escobar entführt in die obersten und untersten Kreise Bogotás. Sie zeichnet das Porträt einer Stadt, die von Machokultur, Korruption und Drogenkriegen dominiert wird. Karens Geschichte wird dabei sehr unruhig erzählt: der Auftritt einer fremden Ich-Erzählerin mit eigenen Ansichten und Interessen, Handlungs- und Perspektivensprünge, gleich zwei Charaktere namens Karen und dann noch eine Tote, die eigentlich nur eine Randfigur ist, machen die Lektüre teils ziemlich wirr. Auch handelt es sich nicht um einen Kriminalroman, sondern eher um eine düstere Milieustudie. Wie gut diese gelungen ist, vermag ich leider nicht zu beurteilen, dafür bin ich zu wenig mit den Gegebenheiten Kolumbiens vertraut. Im Klappentext wird der Roman als weibliche Antwort auf Narcos beworben; vielleicht finden sich unter den Serienfans ja auch die Fans des Buches. Mich konnte es leider nicht ganz überzeugen.

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Spannend, erschreckend und regt zum Nachdenken an

Von: ich_bin_eine_leseratte

18.09.2019

Erzählt wird das Buch aus der Sicht einer Psychologin Namens Claire Dalvard, in der Ich-Perspektive. Claire erzählt uns, von Karen, die im "Haus der Schönheit" arbeitet, jeden Cent spart um ihren Sohn, der bei ihrer Mutter lebt, nachholen zu können. Sie erzählt uns außerdem von ihrer Freundin Lucía und deren Exmann, von einem jungen Mädchen Namens Sabrina, das sinnlos sterben muss und deren Mutter, die alles tut um zu erfahren was ihrem Mädchen passiert ist. Ich fand die Erzählweise anfangs recht verwirrend, zumal man es auch mit vielen Charakteren zu tun bekommt. Zwar hat die Autorin einen angenehm zu lesenden und bildlichen Schreibstil, aber Anfangs hatte ich stellenweise doch das Problem den Durchblick zu behalten, eben wegen der vielen Charaktere. Gefesselt hat mich das Buch allerdings von der ersten Seite an. Die Autorin spricht doch recht brisante Themen an und hat diese in ihrer Geschichte sehr gut verwoben. Wir bekommen es unter anderem mit Korruption, Gewalt und Missbrauch gegen/von Frauen, Prostitution und weiterem zu tun. Auf eine Art ist das Buch sehr ruhig erzählt, aber gleichzeitig aufgrund des Themas auch irgendwie echt harter Tobak. Um das genau darzulegen müsste ich allerdings spoilern und das ist, wie ihr wisst, nicht meine Art. Wie die Autorin es geschafft hat sämtliche Charaktere miteinander zu verweben und eine schlüssige, nachvollziehbare Geschichte zu kreieren, hat mir sehr gut gefallen. Ich kann euch dieses Buch wirklich empfehlen, muss aber auch eine Warnung aussprechen, wenn ihr auf das Thema Missbrauch und Gewalt von/gegen Frauen empfindlich reagiert. Zwar hält sich die Autorin mit ausführlichen Beschreibungen zurück, aber selbst ich musste stellenweise schlucken, obwohl ich da sonst nicht so sensibel bin.

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Vita

Melba Escobar, geboren 1976 in Kolumbien, schreibt regelmäßig für die Zeitungen El País und El Espectador. Neben ihrer Tätigkeit als Journalistin hat sie bislang drei Romane verfasst. Die Kosmetikerin wurde als bester Roman 2016 mit dem kolumbianischen Premio Nacional de Novela ausgezeichnet. Zudem arbeitet Melba Escobar an mehreren Literaturprojekten für Kinder mit. Sie lebt mit ihrer Familie in Bogotá.

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