Die Würde ist antastbar

Essays

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»Die Würde des Menschen ist unantastbar, sagt das Grundgesetz. Aber das ist falsch. Denn sie wird jeden Tag angetastet.«

Ferdinand von Schirach beschäftigt sich in seinen Essays mit den großen Themen unserer Zeit – warum der Terrorismus letztlich über die Demokratie entscheidet – und geht zugleich sehr persönlichen Gedanken nach, über das Schreiben, das Lesen mit dem iPad und das Rauchen.

Oft ist es nur der Zufall, der den Einzelnen zum Täter oder Opfer macht. Schuld ist das, was einem Menschen persönlich vorgeworfen werden kann. Nicht zuletzt seine so überzeugend formulierten Gedanken über Gut und Böse, über die moralischen und ethischen Fragestellungen in unserer Gesellschaft, haben seine Stories und Romane zu Welterfolgen gemacht. In seinen Essays widmet sich Ferdinand von Schirach brisanten Themen wie den Herausforderungen an unsere Demokratie im Zeichen des Terrorismus, den Schauprozessen gegen Prominente, der Sicherheitsverwahrung oder der Folterandrohung gegen Kindermörder. Daneben geht er aber auch der Frage nach, wie es in Zeiten des iPads um unser Lesen bestellt ist oder was der Zwang zu schreiben für einen Schriftsteller wirklich bedeutet.


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ISBN: 978-3-641-20332-0
Erschienen am  13. Februar 2017
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Leserstimmen

„Die Würde ist antastbar“ ist ein Buch für Leute, die sich noch Gedanken über den tieferen Sinn des Lebens machen wollen

Von: Birgit Pirker

26.09.2019

„Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt“ Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland In „Die Würde ist antastbar“ hinterfragt Ferdinand von Schirach den ersten Satz des Grundgesetzes. Nein, er seziert ihn geradezu und macht den Hintergrund dieses offiziellen Gedankengutes für uns greifbar. Er gibt anschauliche Situationen aus unserem Alltag wieder um die Gesetzeslage und auch deren Hintertürchen verständlicher und logischer aufzubereiten. Wie nicht anders von Ferdinand von Schirach zu erwarten, hat mich auch dieses Buch wieder schwer zum Nachdenken gebracht. Auch wenn es nur 135 Seiten hat, ist es definitiv kein seichtes Betthupferl, das man schnell weglesen kann. Der Autor hebt zwar selbst nie den moralischen Zeigefinger, er findet aber sehr klare und einschlagende Worte um uns seine Überlegungen näher zu bringen. Und ich möchte ihm meine tiefste Anerkennung dafür aussprechen, dass man die Realität, die er hier zeichnet, völlig problemlos nachvollziehen konnte. Auch wenn das Buch erst 2017 erschienen ist, bezieht sich der Inhalt auf das Jahr 2010. Dadurch sind manche Geschichten aus heutiger Sicht etwas überholt. So beschreibt von Schirach beispielsweise, wie er sich das allererste iPad gekauft hat und dass diese Technologie auf jeden Fall die Zukunft des Lesens sei. Wenn auch zeitlich veraltet, sind diese Vorhersagen dennoch präzise und wahrheitsgetreu, genau wie die Anekdoten über vergangene Zeiten. Auch die persönlichen Schilderungen über seinen Großvater haben mich sehr bewegt. Baldur von Schirach war ein Nationalsozialist, der ab 1931 Reichsjugendführer der NSDAP und ab 1941 Reichsstatthalter in Wien war, wo er für die Deportation der Wiener Juden verantwortlich war. Diese Erzählung vermittelt dem Leser ein sehr breites Bild des Autoren. Es ist auch immer wieder bewundernswert, dass Ferdinand von Schirach in Zeiten allgegenwärtiger Auftragspublikationen, diesen Weg nicht beschreitet! „Die Würde ist antastbar“ ist ein Buch für Leute, die, wenn auch sehr pathetisch ausgedrückt, sich noch Gedanken über den tieferen Sinn des Lebens machen wollen und wo sicher einige noch ihre eigene Meinung finden werden.

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Persönliche Einblicke

Von: Patno

28.11.2018

Nach unserem Grundgesetz ist die Würde des Menschen unantastbar. 
 Aber hält sich unsere Gesellschaft immer an dieses Grundrecht? Wo sind Grenzen gesetzt und dürfen wir sie unter bestimmten Bedingungen überschreiten? 
 Ferdinand von Schirach widmet sich in seinem Buch „Die Würde ist antastbar“ausgiebig dieser Thematik. Das Buch beinhaltet eine Sammlung von Essays, die Ferdinand von Schirach bereits im Spiegel veröffentlicht hat. Einerseits geht um brisante Themen unserer Zeit, anderseits gewährt Schirach Einblicke in seine Persönlichkeit. Er schreibt über die Kunst des Rauchens, über das Schreiben und das Lesen via iPad. Besonders beeindruckt hat mich der Beitrag „Du bist, wer Du bist“, in welchem Schirach erklärt, warum er keine Antworten auf die Frage nach seinem Großvater geben kann. 
 Sein Schreibstil ist klar und deutlich. Schnell kommt er auf den Punkt und ich bin immer wieder verblüfft, wie viel Spannung Schirach in seine Episoden bringt. Die Texte sind kleine Anschubser, die mich zum Nachdenken und oftmals auch zum Umdenken animieren. Jede Geschichte ist einzigartig, interessant und meisterlich erzählt. Herr Schirach, vielen Dank für Ihr Plädoyer für die Würde des Menschen. Lesenswert!

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Vita

Der Spiegel nannte Ferdinand von Schirach einen »großartigen Erzähler«, die New York Times einen »außergewöhnlichen Stilisten«, der Independent verglich ihn mit Kafka und Kleist, der Daily Telegraph schrieb, er sei »eine der markantesten Stimmen der europäischen Literatur«. Die Erzählungsbände »Verbrechen« und »Schuld« und die Romane »Der Fall Collini« und »Tabu« wurden zu millionenfach verkauften internationalen Bestsellern. Sie erschienen in mehr als vierzig Ländern. Sein Theaterstück »Terror« zählt zu den weltweit erfolgreichsten Dramen unserer Zeit. Ferdinand von Schirach wurde vielfach mit Literaturpreisen ausgezeichnet. Er lebt in Berlin. Zuletzt erschienen von ihm die Spiegel-Bestseller »Die Herzlichkeit der Vernunft«, ein Band mit Gesprächen mit Alexander Kluge, die Erzählungen »Strafe« sowie sein persönlichstes Buch »Kaffee und Zigaretten«.

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