Flavia de Luce 1 - Mord im Gurkenbeet

Roman

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Dieser außergewöhnliche All-Age-Krimi hat die Herzen von Lesern, Buchhändlern und Kritikern aus aller Welt im Sturm erobert!

Die junge Flavia de Luce staunt nicht schlecht, als sie im ersten Morgenlicht das Opfer eines Giftmordes in ihrem Gurkenbeet entdeckt! Da jeder ihren Vater, den sanftmütigen Colonel de Luce, für den Mörder zu halten scheint, nimmt die naseweise Flavia persönlich die Ermittlungen auf. Hartnäckig folgt sie jeder noch so abwegigen Spur – bis sie einsehen muss, dass ihr Vater tatsächlich ein dunkles Geheimnis hütet. Und so befürchtet Flavia schließlich, dass sie vielleicht eine zu gute Detektivin ist ...


Aus dem Englischen von Gerald Jung, Katharina Orgaß
Originaltitel: The Sweetness at the Bottom of the Pie
Originalverlag: Orion, London 2009
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-03421-4
Erschienen am  02. Oktober 2009
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Mord im Gurkenbeet (Alan Bradley)

Von: Poldi

29.07.2020

Als ein Mann vergiftet im Gurkenbeet ihres Hauses liegt, steckt die elfjährige Flavia de Luce in ihrem ersten Kriminalfall. Denn ausgerechnet ihr Vater gerät unter Verdacht, nach einem Streit den Mord begangen zu haben. Mit ihren Kenntnissen der Chemie und verschiedenster Gifte, aber auch einer gehörigen Portion Mut und Besserwisserei will Flavia ihren Vater unbedingt entlasten. Doch auch sie ist bald nicht mehr überzeugt, dass er unschuldig ist… Ein elfjähriges Mädchen als Hauptfigur, das im Dauerclinch mit ihren Schwestern liegt und auch ansonsten allerlei vorpubertäres Gebaren zeigt – wer jetzt schon naserümpfend den ersten Band von „Flavia de Luce“ weglegen möchte, weil er von einem Kinderbuch ausgeht (was aufgrund der hübschen, aber ungewöhnlichen Covergestaltung sogar noch wahrscheinlicher wird), sollte seine Entscheidung noch einmal dringend überdenken. Denn mit seinem wunderbar britischen Humor und herrlich vielen Skurrilität ist „Mord im Gurkenbeet“ ein herrlicher Krimi für so ziemlich alle Altersklassen. Denn der Kriminalfall, der hier erzählt wird, ist komplexer und vielschichtiger, als es zunächst den Anschein hat. Es spielen viele Elemente mit ein, es gibt einige falsche Fährten, und auch wenn mich die Auflösung dann nicht mehr allzu sehr überrascht hat, habe ich mich von Anfang bis Ende gut unterhalten gefühlt. Sehr gut gefallen hat mir auch die Ausgestaltung der Charaktere, allen voran natürlich Flavia de Luce. Sie wird so überspitzt dargestellt, mit zahlreichen ungewöhnlichen Fähigkeiten versehen, stellt sich furchtlos aufkommenden Problemen und ist hochintelligent – ein skurriler und sehr präsenter Charakter, der jedoch auch anderen Figuren Platz gibt. Nun sind die allermeisten beteiligten Erwachsenen als etwas dümmlich oder langsam denkend dargestellt, was den Kontrast noch schärfer wirken lässt. Ich mag den Schreibstil des Autors Alan Bradley sehr gern, der Flavia als Ich-Erzählerin auftreten lässt und so sehr detailreich seine Hauptfigur strahlen lassen kann. Ihre oft verqueren Gedanken, der Scharfsinn, die Aufmüpfigkeit – all das habe ich schnell zu schätzen gelernt. Er schafft es, die vielen Widersprüche der Figur sinnvoll zu vereinen und gleichzeitig eine sehr dichte Stimmung zu schaffen. Die vielen Metaphern und die lebendig wirkenden Szenerien entführen den Leser in die Zeit nach dem zweiten Weltkrieg, ohne altbacken zu wirken. Im Gegenteil: Der erfrischend trockene Humor ist eine wunderbare Zugabe zu dem starken Skript. „Mord im Gurkenbeet“ ist ein sehr ungewöhnlicher Krimi mit einer besonderen Hauptfigur und einem einzigartigen Schreibstil. Für Puristen ist das sicherlich zu viel, nicht jeder wird sich in die skurrile und schwarzhumorige Szenerie einfinden – ich fand den Roman aber schlicht großartig. Dazu hat vor allem die hervorragend erdachte Hauptfigur beigetragen, auf deren weitere Abenteuer ich mich sehr freue!

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#49 read in 2017 -> Flavia de Luce #1

Von: Jeanyjanez

08.06.2017

Die elf jährige Flavia wird von ihren Schwestern nicht wirklich gut behandelt und ist daher auch eher eine Einzelgängerin, die sogar ihrem Fahrrad einen Namen (Gladis) verpasst hat. Sie hat ihr eigenes Labor und führt dort Experimente durch. Eines Abends hört sie ihren Vater, wie er sich mit anderen lautstark unterhält und am nächsten Morgen entdeckt sie im Gurkenbeet eine Leiche von einem unbekannten Mann. Sofort ermittelt das junge Mädchen selbstständig, da sie ihren eigenen Vater im Verdacht hat, aber alles selbst erfahren möchte. Die Geschichte spielt in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und es geht hauptsächlich um eine gestohlene Briefmarke, die sehr wertvoll ist und irgendwann verschwunden ist. Aber das ist für mich nur eine Nebensache gewesen. Denn Flavia selbst fand ich so witzig und gerissen, dass ich sehr oft schmunzeln musste. Sie ist wirklich sehr pfiffig und ich hab sie ins Herz geschlossen – auch wenn es mir schwer fällt zu glauben, dass ein elfjähriges Mädchen tatsächlich so neunmalklug sein kann und teilweise so gut wie Sherlock Holmes kombinieren kann. Trotzdem ist es eine sehr liebenswerte Geschichte, die natürlich im Krimi – Genre zu Hause ist und doch sehr viel schwarzen Humor inne hat. Ich finde sie echt gut.

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Vita

Alan Bradley wurde 1938 geboren und ist in Cobourg in der kanadischen Provinz Ontario aufgewachsen. Nach einer Karriere als Elektrotechniker hat Alan Bradley sich 1994 aus dem aktiven Berufsleben zurückgezogen, um sich nur noch dem Schreiben zu widmen. »Mord im Gurkenbeet« war sein erster Roman und der viel umjubelte Auftakt zur Serie um die außergewöhnliche Detektivin Flavia de Luce. Alan Bradley lebt zusammen mit seiner Frau auf Malta.‹

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Gerald Jung

Gerald Jung studierte Germanistik, Amerikanistik und Anglistik, und übersetzt seit vielen Jahren Literatur für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Zum seinem Übersetzungswerk gehören u.a. AutorInnen wie Joyce Carol Oates, Jeffery Deaver, Ray Bradbury, Terry Pratchett, Mary E. Pearson und Jonathan Stroud. Seit einigen Jahren übernimmt er auch Übersetzungen im Bereich Kino- und TV-Filme. In seiner Freizeit beschäftigt er sich mit Literatur, Kino, Musik, Geschichte und Motorradfahren.

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Katharina Orgaß, Jahrgang 1963, lebt in Berlin und übersetzt seit 1997 Kinder- und Jugendbücher. Als Kind ist sie selbst gern in Bücherwelten eingetaucht. Heute macht es ihr Freude, bei der Arbeit an Formulierungen zu tüfteln, um Texte für ihre jungen Leserinnen und Leser in eine sowohl klare als auch fantasievolle Sprache zu übertragen.

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