Im Visier des Mörders

Thriller

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»Sharon Bolton ist die weibliche Ausgabe von Simon Beckett.« www.denglers-buchkritik.de

Atmosphärische Handlung, vielschichtige Charaktere und mörderische Spannung – das sind Boltons Markenzeichen.
Friedliche Morgenstimmung liegt über den Hügeln und Wäldern nahe der schottischen Grenze. Zwölf Menschen genießen die prachtvolle Aussicht, die ihnen der Ausflug mit einem Heißluftballon bietet – und müssen plötzlich mit ansehen, wie am Boden eine Frau erschlagen wird. Als der Mörder von seinem Opfer ablässt und den Blick gen Himmel richtet, steht das Schicksal dieser Menschen auf Messers Schneide. Der Mann schultert sein Gewehr und nimmt die Verfolgung auf. Eine grausame Jagd beginnt. Am Ende wird nur eine Zeugin entkommen. Sie kennt das Gesicht des Mörders. Und er kennt ihres. Nun läuft sie um ihr Leben.

»Die Story ist so wendungsreich und packend, dass man das Buch am liebsten in einem Rutsch lesen würde.«

plan7, Hamburger Morgenpost (11. Oktober 2018)

Aus dem Englischen von Marie-Luise Bezzenberger
Originaltitel: Dead Woman Walking
Originalverlag: Transworld
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-22154-6
Erschienen am  01. August 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Nichts ist wie es scheint

Von: Tine_0111

04.12.2018

Über der Moorlandschaft des Northumberland National Park schwebt ein Heißluftballon mit zwölf Passagieren an Board. Diese genießen die schöne Morgenstimmung- bis sie plötzlich am Boden einen Mord mit ansehen müssen. Kurz darauf sind elf der Passagiere beim Absturz des Ballons tot.Nur eine Frau hat den Absturz überlebt und wird nun von der Polizei gesucht. Doch nicht nur die Polizei will sie finden, auch der Mörder ist hinter ihr her, denn sie hat sein Gesicht gesehen… Bolton hat mit diesem Thriller einen wirklichen Volltreffer bei mir gelandet. Mann muss aber vorweg sagen, dass es hier nicht “nur“ um die Jagd auf die Überlebende geht . Dieser Thriller ist vielfältiger als es auf den ersten Blick scheint. Die Jagd auf die Überlebende ist sehr spannend und ihre Verfolger kommen ihr nah – sehr nah! Durch Rückblenden, die parallel zur Gegenwart erzählt werden, lernt man die Hauptprotagonisten und deren Geschichte näher kennen. So knüpft sich das Band bis zur Auflösung zu einem tollen Handlungsstrang. Das Hauptthema ist keineswegs langweilig, sondern präsenter wie eh und je. Auch wenn man früh erfährt, wer den Mord begannen hat, wird doch erst am Ende aufgeklärt, wer wirklich dahinter steckt und warum. Fazit: Ein wirklich gut ausgearbeiteter Thriller mit einem Thema, das zum Nachdenken anregt.

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Ein wahrer Pageturner

Von: Annette Traks

10.09.2018

Jessica Lane hat ihrer Schwester Isabel, die seit 20 Jahren als Nonne im Kloster lebt, zum 40. Geburtstag einen Flug im Heißluftballon geschenkt. Zusammen mit dem Ballonführer und 10 weiteren Teilnehmern starten sie am frühen Morgen des 20. September nahe der schottischen Grenze. Alle genießen die fantastische Aussicht auf die Landschaft des Northumberland National Park, als sie plötzlich sehen, wie am Boden ein Mädchen von einem Mann erschlagen wird. Als der Täter nach oben schaut und die ihn beobachtenden Menschen sieht, ist deren Schicksal besiegelt: Mit einem Gewehrschuss trifft er den Ballonführer tödlich und verfolgt den aufsteigenden Ballon mit seinem Quad. Auf sich allein gestellt und ohne Handy-Empfang, kämpfen die Passagiere ums Überleben. Doch vergeblich - am Ende kommt nur Jessica mit dem Leben davon. Allerdings ist dem Mann nicht verborgen geblieben, dass sie ihn bei seiner Tat fotografiert hat ... und auch er kennt ihr Gesicht. Fortan ist sie auf der Flucht, dabei aber ständig "im Visier des Mörders" (Titel des Buches), der ihren nächsten Schritt immer zu kennen scheint. Doch warum meldet sie sich nicht bei der Polizei, obwohl sie mehr als einmal die Gelegenheit dazu hätte und weiß, dass sie gesucht wird? Resümee: Die Dramatik dieses Buches resultiert zum Großteil aus seinem Aufbau: Die aktuelle Handlung umfasst nur die drei Tage vom 20.9. bis zum 22.9. (mit Ausnahme einer kurzen Passage gegen Ende, die auf den 25.10. datiert ist). Eine zweite Zeitebene besteht jedoch aus Rückblenden, die zum Teil 28 Jahre zurückliegen, der Gegenwart aber immer näher kommen, bis sie in das Geschehen am 20. September münden. Diese vergangenen Ereignisse drehen sich primär um Isabels, vor allem aber Jessicas Leben und sind interessanterweise nicht chronologisch angeordnet. Durch diese Technik entsteht das Bild einer Schlinge, die sich unaufhaltsam enger zusammenzieht. Dadurch, dass der Leser immer mehr Hintergrund-Informationen erhält, steigt die Spannung im Laufe der Handlung stetig an, die Ereignisse gewinnen zunehmend an Dramatik. Es geht schon bald nicht mehr ausschließlich um Jessicas Überleben auf der Flucht vor dem Mörder, sondern um viel, viel mehr. Rätselhaft ist in diesem Zusammenhang z.B., warum Jessica ihr Leben riskiert, statt sich - auch mit ihrem Wissen über den begangenen Mord - an die Polizei zu wenden, zumal sie mitbekommt, dass sie als Überlebende des Ballon-Unglücks gesucht wird. Und warum scheint die Klostervorsteherin die weltliche, im realen Leben stehende Jessica viel mehr zu mögen als deren Schwester Isabel, die - das wird immer deutlicher - nicht aus religiöser Überzeugung dort zu leben scheint? Der Schluss hält einige heftige Überraschungen bereit, die zwar von Anfang an angelegt sind, auf die ich aber dennoch nie gekommen wäre. Im Grunde müsste man mit diesem Wissen das Buch gleich noch ein zweites Mal lesen. Fazit: Nach einem relativ moderaten Anfang entwickelt sich das Buch zu einem wahren Pageturner!

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Zum Interview mit Sharon Bolton

Vita

Sharon Bolton wurde im englischen Lancashire geboren, hat eine Schauspielausbildung absolviert und Theaterwissenschaft studiert. „Todesopfer“, ihr erster Roman, wurde von Lesern und Presse begeistert gefeiert und machte die Autorin über Nacht zum neuen Star unter den britischen Spannungsautorinnen. Ihrem ersten Triumph folgten mittlerweile acht weitere Thriller – darunter vier mit der grandiosen Ermittlerin Lacey Flint –, in denen Sharon Bolton ihr brillantes Können immer wieder unter Beweis stellte. Sie wurde bereits für zahlreiche Krimipreise nominiert und für "Schlangenhaus" mit dem Mary Higgins Clark Award ausgezeichnet sowie mit dem Dagger in the Library für ihr Gesamtwerk. Die Autorin lebt mit ihrem Mann und ihrem Sohn in Oxford.

Mehr zur Autorin und ihren Büchern finden Sie unter www.sjbolton.com

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