In der Mitte der Nacht

Historischer Roman

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September 1348: Seit Monaten wütet die Pest in Südengland. Lady Anne of Develish ist es gelungen, ihre Schutzbefohlenen in Sicherheit zu bringen. Doch die Versorgung wird mit der Zeit immer schwieriger. Ihr geliebter Verwalter Thaddeus ist losgezogen, um Vorräte zu beschaffen und weitere Überlebende zu retten. Da er als Bastard eines Leibeigenen über keinerlei Einfluss verfügt, nennt er sich mit Lady Annes Billigung kurzerhand »Milord of Athelstan«. Eine hochgefährliche Strategie: Auf eine derartige Titelanmaßung steht nichts anderes als der Tod. Der Plan geht gut, bis Hugh de Courtesmain auftaucht, der neidzerfressene ehemalige Verwalter von Develish. Thaddeus wird gefangengenommen und verhört. Wird Lady Anne ihn retten können, bevor er – und mit ihm die Gesellschaft von Develish – verloren ist?

»Kluge Dialoge, vielschichtige Charaktere und gut recherchierte historische Hintergründe machen auch das Finale zum einem großen Lesegenuss.«

Dorle Neumann, Westfälische Nachrichten (29. Mai 2019)

Aus dem Englischen von Sabine Lohmann, Peter Pfaffinger
Originaltitel: The Turn Of Midnight
Originalverlag: Allen & Unwin UK
eBook epub (epub), 3 s/w Abbildungen
ISBN: 978-3-641-22674-9
Erschienen am  13. Mai 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Rezension

Von: wunderweltenbuecher

11.12.2019

Der zweite Teil knüpft nathlos an den ersten Teil an. Nach dem grandiosen Ende von Band eins konnte ich gar nicht anders, als direkt weiterzulesen, wobei ich nochmals betonen möchte, dass man den ersten Teil gelesen haben muss, um das Geschehen verstehen zu können, anders als die vielen anderen Bücher, welche Minette Walters bereits verfasst hat und die man, soweit ich weiß, getrost unabhängig voneinander lesen kann. Ebenfalls ist dabei noch zu erwähnen, dass es sich hierbei um einen historischen Roman handelt, im Gegensatz zu den vielen Kriminalgeschichten der Autorin. Was mich auch dazu bewegt hat, dieses Buch zu lesen, da der Schreibstil von Minette Walters phänomenal und so spannend ist. Jedes ihrer Bücher ist komplett anders und hat seine eigene Geschichte. Noch kurz zu Band eins, da ich dazu keine Rezension hier auf meinem Blog veröffentlicht haben. Im ersten Teil hat es mir ein wenig an der Tiefe gefehlt, die ich sonst von all den Kriminalgeschichten der Autorin kannte. Ich wurde am Anfang einfach nicht direkt warm mit den Charakteren, weil keiner etwas so besonderes an sich hatte, dass mich berührt hat. In Band zwei war es ganz anders, meine gewünschte Tiefe habe ich in all den Worten wiedergefunden. Es ist echt unglaublich, wie Minette Walters es immer wieder schafft so einzigartig und auch vorstellbar zu schreiben, sodass ich immer wieder das Gefühl hatte, als würde ich hautnah dabei wäre. Hier konnte ich mich viel besser in die Personen hineinfühlen, was mich wirklich überrascht hat, da ich es nicht erwartet hätte, nachdem ich Band eins beendet hatte. Umso glücklicher war ich also auch, dass man noch mehr in die Charaktere eintauchen zu können. Man konnte dadurch die Personen einfach noch viel besser kennenlernen. Gegen Ende von Band eins hatte ich schon viele der Figuren in mein Herz geschlossen, doch diese Bindung wurde dabei verstärkt. Ebenfalls, da der Band direkt an der ersten anknüpfte, hatte ich keine Probleme damit wieder in die Handlung einzutauchen. Was mir gut gefallen hat, da dadurch keine unnötigen Längen entstanden sind. Allerdings muss ich auch sgaen, dass ich diese Dilogie ein klein wenig schwächer fand, als all die Kriminalgeschichten, die ich auch schon zum größten Teil gelesen habe.

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In der Mitte der Nacht (Minette Walters)

Von: Poldi

03.06.2019

Lady Anne muss das Landgut Develish nicht nur vor den eifersüchtig schielenden Nachbarn beschützen, denn für diese ist es immer noch schockierend, dass eine Frau dort die Geschicke fühlt. Viel mehr setzt ihr jedoch die immer noch tobende Pest in England zu, denn auch wenn sie die tödliche Epidemie bisher von ihren Einwohnern fernhalten konnte, werden die Vorräte immer knapper. Und so beschließt Lady Anne einen riskanten Plan, der besonders für Thaddeus schlimme Folgen haben kann... Minette Walters hat sich nach unzähligen erfolgreichen Krimiromanen in ein neues Genre gewagt und um die im Mittelalter wütende Pest einen Zweiteiler geschrieben, der nach „Die letzte Stunde“ in „In der Mitte der Nacht“ einen Abschluss zu finden. Zu Anfang gibt es noch einmal eine Vorstellung der wichtigsten Charaktere, sodass man schnell wieder in die Handlung findet – und das ist gut so, denn der Roman geht mit unvermindertem Tempo weiter und setzt direkt am Vorgänger an. Viele Probleme sind noch ungelöst, insbesondere die Beschaffung von genügend Nahrung für die Bewohner von Develish, neue kommen hinzu und fordern Lady Anne und ihre Verbündeten mehr denn je. Das Tempo zieht zunächst an, verliert sich dann aber in einigen ausschweifenden Beschreibungen, die immer wieder den Erzählfluss bremsen. Die Schaffung einer intensiven Stimmung leidet darunter keinesfalls, wieder wird die damalige Zeit sehr gekonnt und lebendig beschrieben. Die Wortwahl ist natürlich ein wenig an die heutige Zeit angepasst, wirkt aber dennoch authentisch. Umso mehr gilt dies jedoch für Werte, Normen und Rollenbilder, die besonders deutlich werden, dass Lady Anne eben vielen von dem widerspricht und ihren eigenen Weg geht. Die Charaktere wirken wieder sehr greifbar und authentisch, doch auch hier sind diese aus meiner Sicht wieder zu sehr in Schwarz-Weiß-Denken eingeteilt. Grautöne gibt es leider nur punktuell, wenn wenigen Figuren eine echte Wandlung zugestanden wird, diese haben es aber umso mehr in sich und haben mich auch emotional sehr eingefangen. Insofern gefällt mir die Mischung ganz gut – insbesondere im Hinblick auf das Finale, welches sehr gekonnt und überraschend geraten ist. Viele Stränge enden auf unerwartete und doch stimmige Weise, sodass man erst im Nachhinein erkennt, dass einige Entwicklungen wohl unaufhaltsam waren. Das schöpft die Kraft und die Energie der beiden Teile noch einmal sehr gut aus und tröstet über die vorhandenen Längen hinweg. Walters' Ausflug in den klassischen historischen Roman ist mit „In der Mitte der Nacht“ sehr geglückt und überzeugt mit einer vielfältigen Handlung, die in der Mitte dieses Romans jedoch ein wenig ins Stocken gerät. Die Charaktere sind sehr nahbar und intensiv beschrieben, die Stimmung des Mittelalters kommt intensiv zur Geltung. Besonders beeindruckt hat mich das Finale, bei dem ich das Buch kaum aus den Händen legen konnte, da hier alles so gekonnt zusammengeführt wird.

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Vita

Minette Walters arbeitete lange als Redakteurin in London, bevor sie Schriftstellerin wurde. Seit ihrem Debüt "Im Eishaus", das 1994 auf Deutsch veröffentlicht wurde, zählt sie zu den Lieblingsautoren von Millionen Leserinnen und Lesern in aller Welt. Alle ihre bisher erschienenen Romane wurden mit wichtigen Preisen ausgezeichnet und in zahlreiche Sprachen übersetzt. Minette Walters lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Söhnen in Dorset, England.

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