Mademoiselle Marie hat von der Liebe genug

Roman

(6)
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Marie hat von den Männern genug – bis sie die Briefe eines heimlichen Verehrers erhält ...

Nachdem Marie Lavigne von ihrem langjährigen Freund verlassen und aus der gemeinsamen Wohnung geworfen wurde, ist sie am Boden zerstört. Als ihr Scheusal von Chef sie am nächsten Tag auch noch demütigt, werden Marie zwei Dinge klar: Nicht nur ist die Liebe Quelle allen weiblichen Unglücks, sondern es wird auch höchste Zeit, der Männerwelt an sich abzuschwören. Doch das Leben ist voll Zauber, und Maries wunderbare Freunde lassen sie nicht lange an Bitterkeit festhalten. Und als sie geheimnisvolle Briefe von einem charmanten Verehrer bekommt, gerät ihr Entschluss, der Liebe zu entsagen, bedenklich ins Wanken ...

"Mit viel Humor geschriebener Liebesroman voller Romantik."

TV für mich (28. Januar 2016)

Aus dem Französischen von Karin Ehrhardt
Originaltitel: Ça peut pas rater
Originalverlag: Fleuve Noir
eBook epub (epub), 2 s/w Abbildungen
ISBN: 978-3-641-16615-1
Erschienen am  18. Januar 2016
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Nette Unterhaltung für Zwischendurch

Von: Marie

28.10.2018

Nachdem ihr Freund sie betrogen und aus der gemeinsamen Wohnung geworfen hat, ist Marie Lavigne am Boden zerstört. Und als ihr Chef sie dann auch noch vor der gesamten Belegschaft demütigt, weiß Marie vor allen Dingen eins: sie muss der Männerwelt abschwören und somit jedwede Quelle ihres Unglücks vernichten. Doch natürlich kommt es immer anders als man denkt und als Marie mysteriöse Briefe von einem heimlichen, unbekannten Verehrer bekommt, wendet sich das Blatt... Nette Geschichte mit unausgeschöpftem Feel-Good-Potenzial Französische Literatur ist irgendwie eigenwillig – ob das nun an der Übersetzung oder schlichtweg am Stil französischer Schriftsteller liegt, habe ich bisher noch nicht herausgefunden, allerdings ist sie entweder schrullig-herzerwärmend oder total skurril. Mademoiselle Marie hat von der Liebe genug ist eine Mischung aus beidem und sicherlich eine nette Lektüre für Zwischendurch, mehr aber auch nicht. Die Geschichte hätte ziemlich niedlich werden können, eine richtige Feel-Good-Story, wenn so einige Details nicht gewesen wären. Leider waren sie da und leider haben sie dafür gesorgt, dass die Geschichte um Marie und die Männerwelt ziemlich konstruiert wirkt und wenig Lesernähe bietet. Irgendwie süß ist das Buch aber doch… Zunächst kann man sagen, dass die Handlung ziemlich vorhersehbar ist. Wer der mysteriöse Briefeschreiber sein könnte, weiß man als Leser schon von Anfang an, auch wenn Legardinier ständig versucht, falsche Fährten auszulegen, die er dann schließlich auflöst. Generell wirkt so alles ein wenig konstruiert, die Figuren sind flache Stereotypen, die einen einfach kaum erreichen können und die Dialoge wirken gestelzt und schlicht unecht. Protagonistin Marie beispielsweise wird nach der Trennung von Hugues aus der gemeinsamen Wohnung geworfen und bekommt dann durch Zufall für ein Jahr quasi kostenlos eine unheimlich große und teure Wohnung in einem luxuriösen Wohnviertel, in dem alle nett und gemeinschaftlich sind. Auf der Arbeit wird sie in einer brenzligen Situation von dem stillen Mauerblümchen ,das sie vorher war, plötzlich zur Löwin und beweist ungewöhnlich viel Mut und Rückgrat, was allerdings so prompt geschieht, dass es unglaubwürdig wirkt. Unstete Figuren, gestelzte Dialoge und konstruierte Situationen Generell ist Marie eine ziemlich unstetige Protagonistin, die einerseits unheimlich naiv wirkt, in ihrem Kopf die merkwürdigsten Szenarien zerdenkt und von einem Tag auf den anderen mit allen gut zurecht kommt. Sie ist gleichzeitig sehr überlegt und impulsiv und irgendwie nimmt man ihr diese Eigenschaften nicht richtig ab. Das gilt leider auch für alle anderen Figuren, deren Beziehungen zueinander sich so schnell und unvorhersehbar entwickeln, dass man keine Zeit hat, sich einzufühlen, was schließlich dafür sorgt, dass man nicht wirklich mit ihnen mitfiebern kann und sie einem tatsächlich sogar relativ gleichgültig sind. Zudem werden einige Konstellationen nicht aufgelöst (zum Beispiel die Sache mit Tanya und ihrer Katze), was schade ist und dem Buch sicherlich mehr Tiefe gegeben hätte. Man merkt, dass Legardinier diese Tiefe oft hineinzubringen versucht, indem er beispielsweise Krankheiten wie Alzheimer oder Familienbeziehungen anspricht, diese jedoch so schnell wieder fallen lässt, als wären sie gar nicht da gewesen, dass diese Versuche ständig nach hinten losgehen. Schade! Die Situation mit Marie und ihren Briefen ist keine neue Idee und wird leider auch nicht sonderlich originell umgesetzt. Tatsächlich fand ich den Inhalt der Briefe ziemlich merkwürdig und anmaßend – würde ich solche Briefe bekommen, hätte ich vermutlich eher Angst, als dass sie mir schmeicheln würden. Der Briefeschreiber selbst hat nur wenige Auftritte und sein Kontakt zu Marie hält sich auch zum Ende hin sehr in Grenzen – ihre Gefühle zueinander kann man daher auch bis zum Ende überhaupt nicht verstehen, auch wenn ein paar Szenen sicherlich niedlich sind. Aber niedlich reicht nun einmal nicht aus, nicht einmal für eine nette Unterhaltungslektüre. Mademoiselle Marie hat von der Liebe genug ist eine nette Geschichte. Mehr aber auch nicht. Der Handlung fehlt es an Tiefe und Substanz, die Figuren sind blass und die Beziehungen untereinander unverständlich. Das Buch hätte einiges an Potenzial gehabt, schöpft aber leider nichts davon aus. Wer auf der Suche nach einer netten und sehr kurzweiligen Unterhaltung ist, kann sich das Buch anschauen, allerdings gibt es so viel schönere Bücher, die dieses Bedürfnis eindeutig besser erfüllen können. Eckdaten Goldmann Verlag / 8,99€ / 448 Seiten / Ça peut pas rater (OT) / Karin Ehrhardt (Übers.)

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Schön und absolut liebenswert!

Von: Sandra S.

31.12.2016

Marie versteht die Welt nicht mehr: Ihr Lebensgefährte hat sie in einer ziemlich miesen Art sitzen gelassen und sie auch noch aus der gemeinsamen Wohnung heraus geworfen. Ziemlich gedemütigt von dieser neuen Situation, hat Marie keine Lust mehr auf eine neue Beziehung. Das Vertrauen in die Männer ist ihr verloren gegangen, ebenso ihr Chef scheint nicht besser zu sein, indem er scheinbare Verschwörungen zum Stellenabbau anwirft. Trotz ihrem gesamten Pech findet sie glücklicherweise eine vorrübergehende Wohnung in einem sehr schönen Haus mit einem Hausportier, der mit seiner sehr geradlinigen und aufmerksamen Art einen Platz in ihrem Herzen hat. Und seit sie in diesem Haus wohnt, erhält sie schmeichelhafte Briefe von einem heimlichen Verehrer, der sich ihr jedoch trotz mehrerer Versuche nicht preisgibt. So vermutet sie in jedem sich ihr näherndem Mann den geheimnisvollen Briefverfasser, und ist immer etwas enttäuscht, wenn sich der Auserwählte als solcher nicht entpuppt. Doch auch ihre Freunde versuchen, Marie über ihren Kummer hinweg zu helfen, und dadurch entstehen teils witzige und sehr amüsante Situationen, aus denen sich Marie so gerade immer wieder heraus retten kann. Und auch die berufliche angespannte Situation scheint gerade einen sehr hohen Aktionismus auszulösen, der fast schief läuft … Mein Fazit: Dieses Buch ist ebenso wie die Vorgänger einfach nur schön und liebenswert! Marie ist ein solcher netter und quirliger Charakter, dass es Spaß macht, ihren chaotischen Aktionen und Gedankengängen zu folgen. Sie ist so, wie man sich eine kumpelhafte und nette aber auch peinliche Freundin vorstellt, mit der man viel erleben und eine Menge Spaß haben kann. Als Leserin wird man durch alle Höhen und Tiefen getragen und lacht Tränen über fast gescheiterte witzige Situationen. Du man fiebert bis zum Schluss mit, ob Marie denn jetzt ihre neue Liebe durch den geheimnisvollen Briefeschreiben findet … Ich habe dieses Buch sehr gerne gelesen und die tolle leichte Stimmung hat mich durchweg gefangen gehalten. Der Charme der französischen Romane ist einfach nur schön, das lesen beschwingt und die Protagonisten hat man sehr schnell lieb gewonnen. Immer mit einigen Weisheiten für das Leben untermalt, berührt Marie mit ihrer Lebensepisode sicher alle Fans von Gilles Legardinier. Ein wunderbares rundes Buch, das ich gerne empfehle. Wunderbar französisch eben! Ich freue mich auf das nächste Buch mit einer weiteren liebenswerten Geschichte!

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Vita

Gilles Legardinier wurde 1965 in Paris geboren und arbeitete lange Jahre in der Kinobranche. Mit seinen weisen, zauberhaften romantischen Komödien feiert er in Frankreich sensationelle Erfolge und sorgt auch international für Begeisterung. Sein Debüt „Julie weiß, wo die Liebe wohnt“ war 2013 das erfolgreichste Taschenbuch in Frankreich.

Zur AUTORENSEITE

Zitate

"Gilles Legardinier hat zwar mit Erfolg das Genre gewechselt, aber er kennt die Regeln für das Schreiben von sogenannten 'Feel-good'-Romanen genau."

NDR.de (21. Januar 2016)

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