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Misbehaving Was uns die Verhaltensökonomik über unsere Entscheidungen verrät

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-23028-9

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Erschienen:  14.05.2018
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Wenn Wirtschaft auf den Menschen trifft: Ein Nobelpreisträger zeigt, warum wir uns immer wieder irrational verhalten

Warum fällt es uns so schwer, Geld fürs Alter zurückzulegen, obwohl dies vernünftig wäre? Warum essen wir zu viel fettige Speisen, obwohl wir wissen, dass es uns schadet? Warum sind unsere Neujahrsvorsätze fast immer zum Scheitern verurteilt?

Nobelpreisträger Richard Thaler hat als erster Ökonom anschaulich gezeigt, dass unser Handeln in Wirtschaft und Alltag zutiefst irrational und unberechenbar ist – und hat damit die traditionellen Grundannahmen der Ökonomie auf den Kopf gestellt. In diesem Buch fasst er die Forschungen der Verhaltensökonomik zusammen und zeigt anhand vieler Beispiele aus Beruf und Alltag, warum das Konzept des rational handelnden Homo Oeconomicus ein fataler Irrglaube ist.

Ein ebenso kluger wie amüsanter Blick auf die psychologischen Grundlagen unserer Entscheidungen - der unsere Sicht auf die Wirtschaft, auf die Welt und nicht zuletzt uns selbst für immer verändern wird.

»Richard Thaler, das kreative Genie, hat nicht nur das Fach Verhaltensökonomie erfunden – er ist auch ein begnadeter Erzähler und sehr lustig dazu. All das zeigt sich in diesem wunderbaren Buch.«

Daniel Kahneman, Nobelpreisträger und Autor von „Schnelles Denken, langsames Denken"

Richard Thaler (Autor)

Richard Thaler, geboren 1945, ist Professor für Behavioral Science and Economics an der University of Chicago. Er zählt zu den weltweit führenden Experten für Verhaltensökonomik und war u.a. Berater des US-Präsidenten Barack Obama. 2017 erhielt er für seine Forschungen zur Wirtschaftspsychologie den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften.

»Richard Thaler, das kreative Genie, hat nicht nur das Fach Verhaltensökonomie erfunden – er ist auch ein begnadeter Erzähler und sehr lustig dazu. All das zeigt sich in diesem wunderbaren Buch.«

Daniel Kahneman, Nobelpreisträger und Autor von „Schnelles Denken, langsames Denken"

»Die Geschichte hinter einigen der wichtigsten wirtschaftswissenschaftlichen Erkenntnisse unserer Zeit. Wenn ich mir einen Intellektuellen aussuchen dürfte, mit dem ich im Fahrstuhl stecken bleiben möchte, wäre es Richard Thaler.«

Malcolm Gladwell

Aus dem Englischen von Thorsten Schmidt
Originaltitel: Misbehaving. The making of the behavioral economics
Originalverlag: W.W. Norton

eBook (epub)
mit Abb.

ISBN: 978-3-641-23028-9

€ 19,99 [D] | CHF 24,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Siedler

NEU
Erschienen:  14.05.2018

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Anregender, verständlicher und der Realität zugewandte Betrachtungen

Von: Michael Lehmann-Pape Datum: 07.06.2018

www.rezensions-seite.de

Der reinen Lehr nach, zumindest derer der Volkswirtschaft bis vor einigen Jahren, verhält ein Mensch sich „auf dem Markt“ rational. Damit ist dann für Waren und Dinge ein Preis „berechenbar“, weil eben Nachfrage und Preis rational durch den „Menschen in der Wirtschaft“ (kurz „Econ“ genannt) ausbalanciert werden.

An dieser klaren These und den klaren Ableitungen hatte Richard Thaler schon als junger Wirtschaftswissenschaftler Zweifel. Die er zunächst eher als Ahnung verspürte, in Richtung eines: „D stimmt was nicht“.

Und richtig. Wenn er als Beispiel die Zeiten der Einführung der Kreditkarten in Amerika anführt und den damaligen Streit, ob die 0,3 Prozent Mehrkosten für die Abrechnung durch eine Kreditkarte als „Gebühr“ „aufgeschlagen“ wurde, oder ob das Zahlen mit Bargeld „Rabattiert“ wurde um 0,3 Prozent, für den „Econ“ wäre das gleich, denn kühl würde er den Preisunterschied bemerken und nur rational Vor- und Nachteile der beiden Zahlmethoden vergleichen, vielleicht noch einfließen lassen, dass ihm seine Bequemlichkeit eben 0,3 Prozent Aufschlag auf den Preis wert wären.

Doch es hatte seinen Grund, warum der Streit um die Benennung des Mehrpreises durch die Kreditkartengesellschaften so hart gekämpft wurde. Denn für die Psychologie des Menschen ist der „Normalpreis“ wichtig und entscheidend. So hat sich also eingebürgert, dass der Preis unter Zahlung mit Kreditkarte „Normalpreis“ ist und Barzahler einen „Rabatt“ bekommen.

Nur eines der zig verblüffenden Beispiele, mit denen Thaler seine Grundüberlegungen zu den Gesetzmäßigkeiten des Wirtschaftens dem Leser nahebringt.

Und wie unterschiedlich die gleiche Ausgangslage (Freikarten für ein beliebtes Sportevent bekommen zu haben) sich auswirkt.

Der eine geht mit einem Freund hin. Der andere verkauft die Karten sehr überlegt für einige Hundert Dollar. Beide verstehen den anderen dabei nicht. Der eine mit der Haltung: ist geschenkt, nutzt mir zum Genuss, kostet ja nichts“, der andere sieht allein den materiellen Wert der Karten und könnte (im eigenen Denken) eben ein Spiel nicht genießen, für das er gefühlt einige Hundert Dollar bezahlt hat, obwohl es Freikarten waren. Bezahlt mit dem „entgangenen Gewinn“.

Der „Endowment-Effekt“ (Besitztumseffekt) ist es, den Thaloer auf diese Weise eingängig erklärt und mit dem er beginnt, den Faden aufzurollen, dass es nicht die „reine Lehre der Volkswirtschaft“ mit ihrem „perfekt rationalen Econ“ ist, welche das wirtschaftliche Handeln des Menschen in der Tiefe erläutern kann, sondern das zumindest als Ergänzung, in mancherlei Hinsicht als die überlegen Wissenschaft zur Erklärung des menschlichen Verhaltens „auf dem Markt“ die Verhaltensökonomie ist.

Womit Thaler, ganz nebenbei, den Effekt der bereitwilligen sozialen Hilfe für „identifiziertes Leben“ (viele Spenden für eine konkrete Person in Not) gegenüber der mangelnden Zahlungsbereitschaft für „abstraktes“ Leben einer tragfähigen Erklärung zuführt und auch an diesem Beispiel beweist, dass der Mensch in nicht wenigen Hinsichten ein „schlechter“ Geschäftemacher ist, das kühle Zahlenwerk (dass für allgemeine Investitionen eher sprechen würde, da viel mehr Menschen gerettet werden könnten) zumindest oft ein eher untergeordnete Rolle für wirtschaftliche Entscheidungen trifft.

Seite für Seite beleuchtet Thaler seine Erkenntnisse, vielfache Beispiel illustrieren für den Leser später auch abstraktere Gedankengänge und am Ende der Lektüre verbleibt zum einen das Erlebnis, dass Thaler sehr gut zu erklären und zu beschreiben verssteht, vor allem aber die Wechselbeziehungen zwischen Mensch und Markt, Individuum und „kaufende“ (oder eben nicht) Vorgängen deutlich differenzierter und klarer durchleuchtet, als es reine Theorien unter „Laborbedingungen“ vermögen.

Eine hervorragende Lektüre für jeden, der sich für alltägliche und letztlich existenzielle Wirtschaft als „Bühne“ von Verhalten und dessen Ökonomie interessiert. Rationale Vernunft zumindest ist es nicht, was Entscheidungen im wirtschaftlichen Handeln begründet.

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