Vernunft und Gefühl

Roman

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Der Klassiker in wunderschöner neuer Ausstattung

Die eine ist voller Lebenslust und Temperament, die andere beherrscht und vernünftig … Marianne Dashwood ist das genaue Gegenteil ihrer älteren Schwester Elinor, und so stürzt sie sich nach dem Tod ihres Vaters kopflos in eine Romanze mit dem begehrten Frauenschwarm John Willoughby – und wird bitter enttäuscht. Doch als auch Elinor entdeckt, dass sie von dem Mann ihres Herzens hintergangen wurde, müssen die ungleichen Schwestern lernen, dass sie den Weg der Liebe nur mit Unterstützung der jeweils anderen finden können ...


Aus dem Englischen von Andrea Ott
Originaltitel: Sense and Sensibility
Originalverlag: .
Mit Nachwort von Denis Scheck
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-20746-5
Erschienen am  13. März 2017
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Klassiker im floralen Design

Von: Verena

23.08.2020

„Je mehr die Gefühle weggedrückt werden, desto intensiver glühen sie unter der Oberfläche. Je heftiger sie verleugnet werden, desto intensiver brechen sie sich auf irgendeine Weise Bahn.“ Klassiker und Blumen, beides zeitlos und schön, da passt diese tolle florale Ausgabe von „Vernunft und Gefühl“ ganz wunderbar. Als Taschenbuch angenehm zu lesen undgleichzeitig macht sie auch im Regal etwas her. Da ich pastellige Töne gerne mag, gefiel mir die Ausgabe natürlich sofort. Einzig mit dem Nachwort von Denis Scheck konnte ich mich nicht anfreunden (Wirft er Austen tatsächlich vor, sie hätte über Politik schreiben sollen, weil sie in einer Zeit großer politischer Umbrüche lebte? Dass seine Vermutung, dass sie nie Sex hatte, sich auf ihr Schreiben auswirkte – ernsthaft?! Oder dass die Inschrift, die ihr Bruder für ihren Grabstein wählte, zwar der Person gerecht werden mag, aber nicht der Schriftstellerin, wie wir sie im 21. Jhd. Kennen?) – ich glaube, da hätte sich leicht ein besserer Text finden können. „Vernunft und Gefühl“, „Verstand und Gefühl“, „Sinn und Sinnlichkeit“ – Jane Austens erster Roman „Sense and Sensibility“ aus dem Jahr 1811 hat verschiedene Titel im Deutschen. Welche Übersetzung passt am besten? Nach langem Überlegen tendiere ich zu „Vernunft und Gefühl“. Gefühle, starke Gefühle, über das Erwachsenwerden, die Liebe, das Leben haben beide Protagonistinnen. Während Elinor Meisterin im Unterdrücken ihrer Gefühle ist, bzw. eher im Unterdrücken des Auslebens ihrer Gefühle, und sowohl in gesellschaftlichen Situationen als auch im Privaten stets angepasst und vernünftig handelt, lässt Marianne ihren Gefühlen freien Lauf. Psychologisch betrachtet, auch aus heutiger Sicht, finde ich daher auch den Verlauf der Geschichte sehr interessant. Stetes Unterdrücken der Gefühle kann zu Depressionen, Angststörrungen usw. führen und viele Therapiesitzungen beschäftigen sich damit, Patient*innen wieder in Einklang mit ihren Gefühlen zu bringen. Bei Austen jedoch ist es Marianne, die krank wird; krank, weil ihre Gefühle sie sozusagen übermannen. Denn auch wenn Marianne zwar alles nach außen lebt, bleibt natürlich die Frage, ob sie selbst auch einen inneren Zugang dazu hat. Grundsätzlich ist es wahrscheinlich empfehlenswert, einen balancierten Umgang mit den eigenen Gefühlen zu haben – obwohl ich mich eindeutig in Elinor und ihrer Herangehensweise erkennen kann („I am calm. I am mistress of myself.“ – „Ich werde ganz ruhig bleiben, ich werde mich beherrschen.“) Vielen Dank @bloggerportal für das Rezensionsexemplar!

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Vernunft und Gefühl - Jane Austen

Von: bookloverin

13.04.2020

Erst einmal ein Dankeschön an den Penguin Verlag für dieses wunderbare Rezessionsexemplar Zuallererst muss einmal gesagt werden, dass dies das erste Mal ist, dass ich ein Klassiker gelesen habe. Vor ein paar Jahren, als ich ca. 14 oder 15 war, hab ich es bereits einmal mit Stolz und Vorurteil, der gleichnamigen Autorin versucht. Allerdings vermute ich jetzt, dass ich einfach noch nicht wirklich reif und bereit für einen Klassiker war. Mir fehlt die impulsive Spannung. Kurzerhand habe ich vor einer Woche entschieden. Jetzt ist es soweit. Ich bin bereit für einen Klassiker. Dann hab ich mich an Jane Austens Verstand und Gefühl gewagt. Ich kann euch sagen, dies war kein Fehler. Im Gegenteil! Ich bin sogar so begeistert, dass ich gleich wieder ein Klassiker zur Hand nehmen will. Ich kann gleich jeden sagen, man darf bei diesem Buch keine mega krasse Spannung erwartet. Das hat das Buch allerdings auch nicht nötig. Dessen Schlichtheit hat mich überzeugt. Das was die Geschichte ausmacht, sind die wunderbaren Charaktere Marianne und Elinor Dashwood und natürlich ihre Mutter, Colonel Brandon, Edward und vor allem Willoughby. Diese Personen sind einfach so vielschichtig und unterschiedlich. Einfach bezaubernd einzigartig. Im Vordergrund steht die Beziehung zwischen der impulsiven und auch sehr wankelmütigen Marianne, die sich von keinen Höflichkeiten aufhalten lässt und Willoughby, der wie für sie gemacht wirkt. Die Beiden verstehen sich so gut und wirken so glücklich, dass jeder einfach davon ausgeht, sie wären verlobt. Doch das sind sie nicht. Als Willoughby eines Tages total verstört zu den Dashwoods kommt und ihnen mitteilt er muss ihr kleines Örtchen verlassen, bricht für Marianne ihre heile Welt zusammen. Wie es mit den Beiden weitergeht, werde ich euch natürlich nicht verraten. Das müsst ihr schon selbst herausfinden :) Nun zu Elinor, die stets höflich ist und einige s zurücksteckt, um den Schein vor dem Dorf, aber auch vor ihrer Schwester und Mutter zu bewahren. Dann gibt es da noch Edward, der schüchterne. Er ist oft so schüchtern, dass man sich schon aufregt und sich wünscht, er solle jetzt endlich mal Tacheles sprechen.  Für Elinor ist Ed ward allerdings perfekt, wie Willoughby für Marianne gemacht ist, ist es auch bei den Beiden. So viel zu den Liebesgeschichten. Das Buch spielt teilweise in zwei kleinen Orten in Grossbritannien. Die Haupthandlung spielt in London. Der flair der großen Stadt, der im Gegensatz zu den süßen Orten stand, fand ich äußerst überzogen. Bei dem ganzen Gerede von Cottages habe ich fast ein bisschen Fernweh nach Großbritannien bekommen. Doch nicht nur das, auch Fernweh nach der Zeit im 19.Jahrhundert. Denn wer hat sich das nicht schon einmal vorgestellt in eine andere Zeit zu Hüpfen, wie Gwendolyn in Rubinrot. Wie nach dem ganzen Schwärmereien nicht anders zu erwarten gebe ich dem Buch ☆ ☆ ☆ ☆ ☆/ 5 Sterne Allerdings rate ich euch, sich bei diesem Buch echt Zeit zu nehmen, um es zu genießen und es ganz in Ruhe lesen zu können.

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Vita

Jane Austen

Jane Austen (1775-1817) wurde in Steventon, Hampshire, geboren und wuchs im elterlichen Pfarrhaus auf. Nach Meinung ihres Bruders führte sie »ein ereignisloses Leben«. Sie heiratete nie. Ihre literarische Welt war die des englischen Landadels, deren wohl kaschierte Abgründe sie mit feiner Ironie und Satire entlarvte. Psychologisches Feingefühl und eine lebendige Sprache machen ihre scheinbar konventionellen Liebesgeschichten zu einer spannenden Lektüre. Vor einigen Jahren wurde Jane Austen auch vom Kino wiederentdeckt: »Sinn und Sinnlichkeit« mit Emma Thompson und Kate Winslet gewann 1996 den Golden Globe als bester Film des Jahres und den Oscar für das beste Drehbuch; »Stolz und Vorurteil« mit Keira Knightley war 2006 für vier Oscars nominiert. »Emma« wurde 2009 vom BBC als vierteilige Fernsehserie gezeigt und mit einem Emmy ausgezeichnet. »Verstand und Gefühl« wurde 2011 gleich zweimal, 2014 ein weiteres Mal in modernen Adaptionen verfilmt. Im Hörverlag sind von Jane Austen bereits »Stolz und Vorurteil« und zuletzt »Northanger Abbey« erschienen.

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Andrea Ott

Andrea Ott, geboren 1949, hat sich als Übersetzerin englischer und amerikanischer Literatur einen Namen gemacht. Für den Manesse Verlag hat sie Meisterwerke u.a. von Jane Austen, Anthony Trollope, Charlotte Bronte, Elizabeth Gaskell, Henry James, Edith Wharton und Upton Sinclair ins Deutsche gebracht.

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