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Adieu, mein Kind Roman

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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-442-31437-9

Erschienen:  19.09.2016
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»Nicht nur großes, herzzerreißendes Gefühl, sondern auch große Literatur.« (Lire)

Es ist Weihnachten – doch die 16-jährige Camille wird ihre Geschenke nicht öffnen, denn sie stirbt an einer Infektion, die die Ärzte als Grippe verkennen. Für Camilles Mutter Sophie bricht eine Welt zusammen – ihr einziges Kind, einfach verschwunden. Ein Verschwinden, das kein Ende nimmt und kaum zu ertragen ist. Und so schreibt Sophie ihrer Tochter Briefe. Briefe, die Camilles Überlebenskampf beschreiben, ihre unbändige Stärke, ihre Tapferkeit. Sie berichtet von der Zeit im Krankenhaus, im Bestattungsinstitut, von unfassbarem Schmerz. Vor allem aber schreibt sie von Liebe, Liebe zu diesem einzigartigen Kind, und findet Worte, die mitten ins Herz treffen und Camille unsterblich machen.

Sophie Daull (Autorin)

Sophie Daull wurde im Osten Frankreichs geboren. Sie ist Theaterschauspielerin, lebt in Montreuil und arbeitet im ganzen Land. "Adieu, mein Kind" ist ihr erster Roman und wurde zum französischen Debüt des Jahres gekürt.

DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Aus dem Französischen von Ina Kronenberger
Originaltitel: Camille, mon envolée
Originalverlag: Éditions Philippe Rey

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 224 Seiten, 11,8 x 18,7 cm

ISBN: 978-3-442-31437-9

€ 19,99 [D] | € 20,60 [A] | CHF 28,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Goldmann

Erschienen:  19.09.2016

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Adieu, mein Kind

Von: Miss.mesmerized  aus Mainz Datum: 13.05.2018

https://missmesmerized.wordpress.com/

Am 9. Januar 2014 beginnt Sophie Daull zu schreiben. Eine Woche nachdem sie ihre Tochter mit nur 16 Jahren begraben musste. Sie will die letzten Tage nachzeichnen, die vier Tage im Kampf gegen den Tod und die Tage danach bis zur Beerdigung. Sie wird vier Monate brauchen alle Erinnerungen niederzuschreiben. Von der Annahme einer belanglosen Grippe, ärgerlich so kurz vor Weihnachten, über die zunehmenden Schmerzen, die Abweisung der Ärzte im Krankenhaus bis hin zum dem unvermeidlichen Tod, den Vorbereitungen auf die Beisetzung und das Loch, das folgt, wenn man einen geliebten Menschen verliert.

Sophie Daulls Geschichte ist tatsächlich kein Roman, sondern ein Tatsachenbericht über die letzten Tage mit ihrer Tochter Camille und die ersten Wochen ohne sie. Fassungslos liest man von der Hilflosigkeit der Eltern, die den Kampf der Tochter zu Hause mitansehen müssen und die keinerlei Unterstützung erfahren, sondern mit einem Paracetamol Rezept in der Hand regelrecht aus der Klinik geworfen werden. Die Todesursache bleibt auch nach der Obduktion diffus, vermutlich Bakterien, aber das spielt eigentlich schon keine Rolle mehr.

Sie muss feststellen: „Für uns gibt es keine Bezeichnung. Wir sind weder Verwitwete noch Waisen. Es gibt kein Wort für Eltern, die ihr Kind verloren haben.“ Im Internet findet sie den Vorschlag „Lebender Toter“, der die Leere, die die Eltern empfinden, das geradezu Zombie-hafte Dasein, recht treffend beschreibt, die Tage ganz ohne Erinnerung.

Sophie Daull hat sich all ihre Trauer von der Seele geschrieben. Bemerkenswert daran ist, dass sie schon vorher einmal vom Schicksal schwer getroffen wurde, im Buch wird dies in einem Nebensatz erwähnt: im Februar 1985, als sie 20 Jahre alt war, fand sie ihre Mutter vergewaltigt und mit unzähligen Messerstichen ermordet von ihrem damaligen Lebensgefährten. Diese Erfahrung, sagt die Autorin in einem Interview, habe sie überhaupt nur in die Lage versetzt, den Tod ihrer Tochter zu ertragen. Das Schreiben half ihr nicht nur loszulassen, sondern auch die Erinnerung davor zu bewahren, damit sich nicht alles im Vergessen auflöst.

Ein ungewöhnlicher Bericht einer starken Frau, die diesen ihrer Mutter widmete. Beide Male war es das Theater, das die Schauspielerin rettete und das ihr wieder neuen Mut gab, um weiterzuleben.

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