Das Wunder

Roman

Hardcover
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Irland Mitte des 19. Jahrhunderts: In einem kleinen Dorf, dessen Bewohner tief im katholischen Glauben verwurzelt sind, staunt man über ein leibhaftiges Wunder. Seit vier Monaten hat die kleine Anna O'Donnell keine Nahrung zu sich genommen und ist doch durch Gottes Gnade gesund und munter. Die unglaubliche Geschichte lockt viele Gläubige an, aber es gibt auch Zweifler. Schließlich beauftragt man die resolute englische Krankenschwester Lib Wright, das elfjährige Mädchen zu überwachen. Auch ein Journalist reist an, um über den Fall zu berichten. Werden sie Zeugen eines ausgeklügelten Schwindels oder einer Offenbarung göttlicher Macht?

Liebevoll ausgestattete Ausgabe mit Leinenrücken und Lesebändchen.

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»Bestsellerautorin Donoghue hat einen Roman über den Wahnsinn fundamentalistischen Denkens geschrieben [...], dessen Sog bis zum fulminanten Showdown ich mich nicht mehr entziehen konnte.«

Angela Wittmann in BRIGITTE (14. Februar 2018)

DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Englischen von Thomas Mohr
Originaltitel: The Wonder
Originalverlag: Little, Brown
Hardcover, Halbleinen, 416 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-336-54788-3
Erschienen am  13. November 2017
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Grandioser Showdown!

Von: monerl

10.07.2019

Meine Meinung Ein sehr außergwöhnliches Buch, das durch sein Aussehen, den Schreibstil sowie den Inhalt besticht! Wir befinden uns in Irland im 19. Jahrhundert. Der Glaube an das kleine Volk, die Feen, ist trotz der tiefen, katholischen Religiosiät nicht gebrochen. Beides existiert nebeneinander. Die Autorin presst sodann Gläubige und die ungläubige englische Krankenschwester Lib auf engstem Raum zusammen. Sie und die Nonne, Schwester Michael, werden beauftragt Wärterinnen zu sein, um festzustellen, ob die kleine 11-jährige Anna auch wirklich keine Nahrung zu sich nimmt. Sie scheint ein Wunder zu sein, das heiliggesprochen werden soll, falls die Umstände es zulassen. Als Leser*in begleitet man Lib auf ihrer Suche nach einer Möglichkeit, wie Anna an Nahrungsmittel kommt, denn sie muss doch von irgend jemandem gefüttert werden oder etwa nicht? Ist es wirklich möglich, dass sich dieses kleine Mädchen nur von himmlischem Manna ernährt, wie sie behauptet? Kann so tiefer Glaube das Körperliche überwinden, den Hunger tilgen und Nahrung obsolet machen? Lib glaubt nicht daran und sucht während ihren Schichten akribisch jeden Winkel ab, wo Essbares versteckt werden könnte. Dabei gibt es viele Gespräche über Gott, seinen Willen, Gebete und frömmiges Gerede, was nicht religiöse Leser*innen zur Verzweiflung bringen könnte. Hierbei kommen sich Lib und Anna immer näher und die abgeklärte und intelligente Krankenschwester findet Gefallen an der kleinen “Hochstaplerin”, denn an Wunder glaubt sie nicht. Die Tatsache, dass sie tagelang nichts findet, bringt Lib an den Punkt, dass es so sein muss, dass das Kind nun seit Tagen wohl nichts mehr gegessen hat. Wenn dem so ist, könnte es sein, dass Anna dann verhungert? Die Autorin reisst nach und nach all den Beteiligten die Masken vom Gesicht und dennoch ändert es nichts an Annas Glauben und Vorsatz. Die Eltern, der Arzt, der Priester und auch die Dorfbewohner wollen an “ihr” Wunder glauben. Die einzige aufgeklärte und noch normal denkende Person scheint der Journalist William Byrne zu sein, denn mit ihm kann Lib die Situation besprechen und sie von außen betrachten. Dabei wird ihr immer mehr und mehr klar, dass hier etwas nicht stimmt. Was viele Autor*innen dann nicht schaffen, gelingt Emma Donoghue mit Leichtigkeit: Ein Showdown der sich sehen lassen kann! Die Story wendet sich plötzlich und man kann kaum glauben, was alles dahinter steckt. Die Protagonisten sind alle durchdacht und spielen ihre Rolle wunderbar. Lib erfährt eine ganz besondere Entwicklung und wurde mir zunehmed sympathischer. Dabei gibt es mehr als ein Geheimnis zu entdecken. Fazit Ein wundervolles Buch, das ganz ohne Effekthascherei seine Genialität ausbreitet. Dabei erfährt man viel über das damalige Irland, die Religiosität im 19. Jhdt als auch über die sich damals entwickelnde Krankenpflege und Schwesternausbildung bei und mit Florence Nightingale. Ein fiktiver Roman, der auf wahren Begebenheiten von damaligen “Fastenmädchen” beruht. Absolute Leseempfehlung!

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Spannend und realistisch, aber nichts für Romantikerinnen

Von: Susanne Martin aus Leinfelden

21.10.2018

Zum Inhalt: In einem kleinen irischen Dorf scheint sich ein Wunder zu ereignen: Anna O’Donnell hat seit dem Tag nach ihrem 11. Geburstag vor 4 Monaten keine Nahrung mehr zu sich genommen. Trotzdem geht es ihr gut und sie ist gesund – durch Gottes Liebe und Gnade glauben die Dorfbewohner. Trotzdem gibt es Menschen, die das gerne beweisen möchten, denn wäre das tatsächlich so, könnte dieses Wunder für die kleine Pfarrgemeinde einen großen Aufschwung bedeuten. Deshalb bildet sich ein Kommittee, das die englische Krankeschwester Lib Wright und eine zur Krankenschwester ausgebildete Nonne beauftragt, das Kind rund um die Uhr zu beobachten, um festzustellen, ob das vermeintliche Wunder wirklich eines ist. Lib hat von Anfang an Zweifel an der Geschichte und notiert in ihren Schichten genau, ob und wie sich das Kind verändert. Und nach einigen Tagen, in denen sie keinerlei Hinweis auf einen Betrug feststellen kann, beginnt Anna sich zu verändern und zu verfallen. Lib erkennt mit Entsetzen, daß das Kind beginnt zu verhungern und daß sie und ihre Kollegin durch ihre Beobachtung die Ursache sein müssen. Emma Donoghue beschreibt das Leben und den strengen Katholizismus im bettelarmen Irland sehr detailliert und intensiv. Lib ist Engländerin, Witwe und nicht gläubig. Durch ihre Perspektive sehen wir das Dorfleben, die Familiengemeinschaft und die Ergebenheit gegenüber der Kirche. Obwohl es irgendwann offensichtlich ist, daß Anna zu sterben droht, unternimmt niemand etwas, das zu verhindern – das ist Gottes Wille. Als Lib beginnt nachzubohren und irgendwann dem Schwindel, der hinter dem vermeintlichen Wunder steckt, auf die Spur kommt, interessiert das niemanden – nicht die Familie und auch nicht das Kommitee, das letztendlich um sein Wunder und die mögliche Heiligsprechung des Mädchens bangt. In einer leidenschaftlichen Diskussion Lib’s mit den Kommitteemitgliedern offenbart sich deren ganze Bigotterie. Und Lib muss sich entscheiden, ob sie ihren Auftrag bis zu seinem bitteren Ende erfüllen will, oder ob sie einen Ausweg findet, das Kind aus dem verhängnisvollen Geflecht aus Loyalität und Glauben zu befreien. Keine Frage, Emma Donoghue kann schreiben und sie nahm mich als Leserin durchaus gefangen, vor allem im letzten Drittel des Romans konnte ich nicht mehr aufhören zu lesen. Man merkt, daß sie sorgfältig recherchiert hat und sich mit dem Phänomen der Fastenmädchen intensiv beschäftigt hat. Vor allem die Beziehung zwischen Lib und Anna, die sich von anfänglicher Distanz immer mehr zu einer vertrauensvollen entwickelt, hat mich zunehmend gefesselt. Allerdings war mir manches doch etwas zu detailliert und langatmig, 50 Seiten weniger hätten dem Roman nicht geschadet und seine Dichte erhöhen können. Trotzdem habe ich die Lektüre nicht bereut, denn der Roman zeigt ein realistisches Bild der Zeit, der Macht der Kirche und der Rolle der Frauen. Mein Fazit: Das ist ein realistischer, spannender historischer Roman, der unter die Haut geht und nachhallt! Wer gerne romantisch verbrämte Historienromane liest, wird davon enttäuscht sein, aber wer sich wirklich für einen ungewöhnlichen Aspekt des irischen Lebens im 19. Jahrhundert interessiert, wird ihn mit Gewinn lesen!

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Vita

Emma Donoghue war bereits als Kind von Büchern umgeben. Seit ihrem 23. Lebensjahr schreibt sie Romane, literaturgeschichtliche Werke, Märchen, Kurzgeschichten, Hörspiele, Bühnenstücke und Drehbücher. Mit dem auch verfilmten Roman »Raum« wurde sie zur internationalen Bestsellerautorin. Emma Donoghue lebt mit ihrer Partnerin und ihren beiden Kindern in Kanada.

Weitere Informationen zur Autorin und ihren Werken finden Sie unter emmadonoghue.com

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Pressestimmen

»Fesselnd – vor allem wegen Donoghues Verweigerung von allem Reißerischen.«

Die Presse SPECTRUM (10. Februar 2018)

»Es gibt kaum Nebenhandlungen und Abschweifungen, und dennoch bleiben die gut 400 Seiten ohne Spannungsabfall.«

Basler Zeitung (14. November 2017)

»Die Autorin bringt ihre Geschichte unter einen packenden Bogen und erzählt sie mit einer farbigen, sogar humorvollen Sprache.«

Basler Zeitung (14. November 2017)

»Grandios«

BÜCHERmagazin (17. Januar 2018)

»Ein unterhaltsamer, eigenwilliger Roman«

BÜCHERmagazin (17. Januar 2018)

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