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Das Wunder Roman

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Gebundenes Buch, Halbleinen ISBN: 978-3-336-54788-3

Erschienen:  13.11.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

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Irland Mitte des 19. Jahrhunderts: In einem kleinen Dorf, dessen Bewohner tief im katholischen Glauben verwurzelt sind, staunt man über ein leibhaftiges Wunder. Seit vier Monaten hat die kleine Anna O'Donnell keine Nahrung zu sich genommen und ist doch durch Gottes Gnade gesund und munter. Die unglaubliche Geschichte lockt viele Gläubige an, aber es gibt auch Zweifler. Schließlich beauftragt man die resolute englische Krankenschwester Lib Wright, das elfjährige Mädchen zu überwachen. Auch ein Journalist reist an, um über den Fall zu berichten. Werden sie Zeugen eines ausgeklügelten Schwindels oder einer Offenbarung göttlicher Macht?

Liebevoll ausgestattete Ausgabe mit Leinenrücken und Lesebändchen. Ihnen gefällt die Ausstattung unserer WUNDERRAUM-Titel? Wollen Sie mehr Geschichten lesen, die vom Kopf direkt ins Herz gehen? Dann laden Sie sich das kostenlose WUNDERRAUM-Leseproben-E-Book „Willkommen im WUNDERRAUM. Unsere neuen Bücher ab August 2017“ (978-3-641-22290-1) auf Ihren E-Book-Reader.

»Bestsellerautorin Donoghue hat einen Roman über den Wahnsinn fundamentalistischen Denkens geschrieben [...], dessen Sog bis zum fulminanten Showdown ich mich nicht mehr entziehen konnte.«

Angela Wittmann in BRIGITTE (14.02.2018)

Emma Donoghue (Autorin)

Emma Donoghue war bereits als Kind von Büchern umgeben. Seit ihrem 23. Lebensjahr schreibt sie Romane, literaturgeschichtliche Werke, Märchen, Kurzgeschichten, Hörspiele, Bühnenstücke und Drehbücher. Mit dem auch verfilmten Roman »Raum« wurde sie zur internationalen Bestsellerautorin. Emma Donoghue lebt mit ihrer Partnerin und ihren beiden Kindern in Kanada.

Weitere Informationen zur Autorin und ihren Werken finden Sie unter emmadonoghue.com

»Bestsellerautorin Donoghue hat einen Roman über den Wahnsinn fundamentalistischen Denkens geschrieben [...], dessen Sog bis zum fulminanten Showdown ich mich nicht mehr entziehen konnte.«

Angela Wittmann in BRIGITTE (14.02.2018)

»Fesselnd – vor allem wegen Donoghues Verweigerung von allem Reißerischen.«

Die Presse SPECTRUM (10.02.2018)

»Es gibt kaum Nebenhandlungen und Abschweifungen, und dennoch bleiben die gut 400 Seiten ohne Spannungsabfall.«

Basler Zeitung (14.11.2017)

»Die Autorin bringt ihre Geschichte unter einen packenden Bogen und erzählt sie mit einer farbigen, sogar humorvollen Sprache.«

Basler Zeitung (14.11.2017)

»Grandios«

BÜCHERmagazin (17.01.2018)

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DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Aus dem Englischen von Thomas Mohr
Originaltitel: The Wonder
Originalverlag: Little, Brown

Gebundenes Buch, Halbleinen, 416 Seiten, 13,5 x 21,5 cm

ISBN: 978-3-336-54788-3

€ 25,00 [D] | € 25,70 [A] | CHF 35,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Wunderraum

Erschienen:  13.11.2017

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Ein außergewöhnlicher Roman mit interessanter und vor allem ungewöhnlicher Thematik, der auch durch die Charaktere besticht.

Von: Pink Anemone Datum: 15.06.2018

www.pinkanemoneblog.wordpress.com

Irland Mitte des 19. Jahrhunderts: In einem kleinen Dorf, dessen Bewohner tief im katholischen Glauben verwurzelt sind, staunt man über ein leibhaftiges Wunder. Seit vier Monaten hat die kleine Anna O'Donnell keine Nahrung zu sich genommen und ist doch durch Gottes Gnade gesund und munter. Die unglaubliche Geschichte lockt viele Gläubige an, aber es gibt auch Zweifler. Schließlich beauftragt man die resolute englische Krankenschwester Lib Wright, das elfjährige Mädchen zu überwachen. Auch ein Journalist reist an, um über den Fall zu berichten. Werden sie Zeugen eines ausgeklügelten Schwindels oder einer Offenbarung göttlicher Macht?...(Klappentext)

✽✽✽✽✽✽✽✽✽✽

"Im Hinausgehen warf jeder Besucher ein Almosen hinein.
Das Balg war offenbar eine ebenso erträgliche Attraktion wie Menhire oder Keltenkreuze."
(S. 47)

Es wird hier ausschließlich aus der Sicht der Krankenschwester Lib Wright erzählt.
Lib ist ein Charakter der keineswegs (von Anfang an) sympathisch ist. Ein überhebliches Frauenzimmer aus der Großstadt mit Vorurteilen gegenüber der ländlichen Bevölkerung und den Iren im Allgemeinen. Des Weiteren ist sie eine Nightingale-Schwester und fühlte sich schon an ihrem vorherigen Arbeitsplatz, einem Londoner Krankenhaus, den anderen Schwestern überlegen. Sie wurde aufgrund dessen auch nicht wirklich gemocht. Dementsprechend überqualifiziert fühlt sie sich, als sie erst bei der Ankunft im Dorf erfährt, dass sie einfach nur als Wärterin für ein kleines Mädchen fungieren soll. Diese Arbeit soll sie sich mit einer zweiten Wärterin teilen und diese ist ausgerechnet eine katholische Nonne.
Beide wurden sie von einem Komitee einberufen, um diesen Schwindel, bzw. dieses göttliche Mirakel, aufzudecken. Für Lib ist von Anfang an klar, dass es sich hier nur um lächerlichen und fanatisch katholischen Firlefanz handelt, den sie schnell aus der Welt schaffen würde. Doch das erweist sich wesentlich schwieriger als gedacht.

"Wie kamen sie bloß darauf, ein junges Mädchen zur Heiligen zu erklären, nur weil sie sich einbildeten, es sei über gewöhnliche menschliche Bedürfnisse erhaben?
Der Zirkus erinnerte Lib an Karnevalsumzüge auf dem Kontinent, wo maskierte und kostümierte Statuen durch die stinkenden Gassen paradierten."
(S. 46)

Dieser historische Roman stützt sich auf dokumentierte Fälle der sogenannten "Fasting Girls" (Fastenmädchen). Diese fand man vor allem vom 16. bis 20. Jahrhundert sowohl in Amerika als auch in Europa. Heute würde man es als Anorexie (Magersucht) bezeichnen, doch der Grund dieses Fastens war früher meist von katholischem Fanatismus geprägt. Der Kampf zwischen Agnostikern und Mystikern durchzieht diesen Roman wie einen roten Faden.

Dadurch das man hier in ein erzkatholisch irisches Dorf in der Mitte des 19. Jahrhunderts reist, erhält man tiefe Einblicke in das Leben und die Denkweise der damaligen streng katholischen Bevölkerung. Thematisiert werden hier vor allem Fundamentalismus und Extremismus. Es ist befremdlich und vor allem bedrückend mit anzusehen, wie sich ein 11-jähriges Mädchen diesem Dogma unterwirft und sich dadurch selbst zerstört - unter den Augen der Familie, welche sie auch noch darin unterstützen, da sie selbst diesem Glauben ganz und gar verfallen sind.
Die Auflösung dieses Wunders ist schockierend und überhaupt nicht mehr so "historisch". Dies ist vor allem vom psychologischen Standpunkt her interessant.
Für mich als Krankenschwester war es ebenso interessant in die Sicht-, Denk- und Arbeitsweise einer Schwester der damaligen Zeit und vor allem einer Nightingale zu blicken. Dabei hat es mir nicht selten vor Entsetzen die Haare aufgestellt.

"Es gehörte nicht zu ihren Aufgaben nett zu sein."
(S. 55)

Die Charakterzeichnung ist mehr als nur gelungen und vor allem mit Lib und Anna hat die Autorin zwei äußerst interessante Protagonisten erschaffen. Sympathieträger sucht man hier anfangs vergebens - jeden einzelnen möchte man am liebsten durchschütteln und anbrüllen. Dies macht diesen historischen Roman jedoch umso lesenswerter, da dadurch die Charakterentwicklung der beiden Protagonistinnen etwas ganz besonderes ist und ins Auge sticht.

Der Schreibstil selbst ist flüssig und der Erzählstil passt sich in gewisser Weise der damaligen Zeit an, ohne jedoch vertrocknet und altbacken zu klingen. Im Gegenteil! Dies erhöht die Atmosphäre und man fühlt sich als Leser in das 19. Jahrhundert zurückversetzt.

Es ist durchaus spannend mit der Nightingale-Schwester Lib dieses sogenannte Wunder zu enttarnen. Dabei rollt man gemeinsam mit ihr über so viel heiligen Fanatismus, welcher das gesamte Dorf betrifft, genervt die Augen. Hin und wieder kommt es jedoch zu kleinen langatmigen Stellen, wobei das Meckern auf hohem Niveau ist und dies vermutlich auch meiner Ungeduld geschuldet war dieses Wunder endlich als Humbug aufzulösen und dem Mädchen zu helfen.

Zusätzlich möchte ich noch die wundervolle und hochqualitative Aufmachung dieses Buches erwähnen. Das Buch verrät eine Liebe zum Detail und ist alleine für sich schon ein Hingucker.

Fazit:
Ein außergewöhnlicher historischer Roman mit interessanter und vor allem ungewöhnlicher Thematik, die sich auf reale Fälle stützt. Zudem kann man die Themen wie Anorexie, Fanatismus und Fundamentalismus auch sehr gut in unsere Zeit übertragen, da sie derzeit aktueller sind denn je sind.
Mich konnte jedoch nicht nur die Thematik begeistern, sondern vor allem auch die Charaktere und deren Entwicklung. Dieses Buch ist der Beweis, dass ein Roman auch ohne (anfängliche) Sympathieträger funktionieren kann. Dies hat dem Roman, meiner Meinung nach, noch die gewisse Würze verliehen. Trotz weniger Längen konnte mich dieser Roman begeistern und ließ mich gleichzeitig auch nachdenklich zurück.
Es ist ein historischer Roman der sich einem einprägt und nicht mehr so schnell loslässt.

© Pink Anemone

Nicht so gut wie der Debütroman, aber dennoch lesenswert!

Von: Janine Gimbel Datum: 22.04.2018

schreiblust-leselust.de/

Irland, Mitte des 19. Jahrhunderts: Die Geschichte eines 11 Jahre alten Mädchens sorgt für Aufsehen. Die kleine Anna O’Donnell hat seit vier Monaten nichts gegessen. Lediglich etwas Wasser nimmt sie zu sich. Die Katholiken im Ort und anderswo glauben sofort an ein Wunder, Pilger kommen in Scharen, um das Mädchen zu sehen. Die Krankenschwester Elizabeth Wright, genannt Lib, wird mit der Ordensschwester Michael dazu engagiert, zwei Wochen Tag und Nacht auf das Kind aufzupassen, um herauszufinden, ob es wirklich seit vier Monaten nichts gegessen hat und wie das möglich sein kann. Lib glaubt natürlich sofort an einen Schwindel. Es sollte doch einfach sein, Anna und ihre Familie innerhalb nur eines Tages zu überführen.

Emma Donoghue sorgte in 2012 mit ihrem fantastischen Roman „Raum“ für Aufsehen. In 2017 wurde dieser sogar verfilmt. Da ist es mehr als Zeit, dass der nächste Roman erscheint. „Das Wunder“ ist allerdings anders als „Raum“, obwohl man zugeben muss, dass auch hier die Handlung im Wesentlichen in einem winzigen Raum stattfindet. Lib lernt Anna als zartes, aber halbwegs gesund aussehendes Kind kennen. Es deutet nichts darauf hin, dass Anna wirklich seit vier Monaten nichts gegessen hat. Es muss ein Schwindel sein, es bleibt nur noch die Frage, wie das Kind an Nahrung kommt. Gut 80% des Romans befassen sich weitgehend eintönig mit diesem Umstand. Es passiert wirklich nicht viel. Und dennoch ist „Das Wunder“ kein schlechter Roman. Denn er ist nett geschrieben und nachdem man nach etwa einem Drittel oder der Hälfte der Geschichte die Eintönigkeit bemerkt, möchte man doch gerne wissen, wie die Geschichte ausgeht.

Eines sollte man bei der Lektüre allerdings nicht scheuen: Bibelzitate, Psalme, Lobsang und immer wieder Verweise auf Wunder des katholischen Glaubens. Die Geschichte ist voll davon und die Zeit, die Anna nicht mit Essen verbringt, kann sie beten und rezitieren. Das passt zur Geschichte, denn Glaube spielt eine sehr wichtige Rolle im Leben der Menschen des kleinen irischen Dorfes. Lib, die Protagonistin, kann damit allerdings wenig anfangen, denn der Glaube hat in ihrem Leben keinen Platz. Sie glaubt an die Medizin, ihre Beobachtungsgabe und ihre Unabhängigkeit. Dennoch lässt sie sich innerhalb der zwei Wochen, die sie Anna besuchen soll, mit etwas anstecken, das Glaube schon nahekommt.

Die Auflösung verläuft dann sehr gradlinig und rasch, es ist fast schade. Man hätte vielleicht mehr aus der Thematik machen können. Letztlich bleibt „Das Wunder“ deutlich hinter dem Erstling der Autorin zurück, ist aber dennoch lesenswert. Aufgemacht ist der Roman übrigens auch wunderschön!

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