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Die Farben des Himmels Roman

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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-442-31415-7

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Erschienen:  14.05.2018
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Die abgeschiedene Farm ihrer Familie in Maine ist die einzige Welt, die Christina Olson kennt. Eine seltene Krankheit schränkt ihren Radius extrem ein und verhindert, dass sie diesen kleinen Kosmos verlassen kann. Als ihre ersehnte Verlobung in die Brüche geht, platzt ihre letzte Hoffnung, der klaustrophobischen Enge ihres Lebens zu entkommen. Doch dank ihres unbeugsamen Willens gelingt es Christina, sich eine ganz eigene Welt zu erschaffen – in deren Mittelpunkt die tiefe Freundschaft mit dem Maler Andrew Wyeth steht. Er zeigt ihr, dass es mehr als eine Art gibt zu lieben, und verewigt sie in einem der berühmtesten amerikanischen Gemälde des 20. Jahrhunderts.

Christina Baker Kline über ihr Buch »Der Zug der Waisen«

Christina Baker Kline (Autorin)

Christina Baker Kline wuchs in England und den USA auf. Sie studierte und unterrichtete Literatur. Nach ihrem großen Erfolgsroman »Der Zug der Waisen« schrieb sie »Die Farben des Himmels«, das literarische Portrait einer Frau, die von dem bedeutenden amerikanischen Maler Andrew Wyeth gemalt wurde.

DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Aus dem Amerikanischen von Anne Fröhlich
Originaltitel: A Piece Of The World
Originalverlag: Harper Collins

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 352 Seiten, 13,5 x 21,5 cm

ISBN: 978-3-442-31415-7

€ 20,00 [D] | € 20,60 [A] | CHF 27,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Goldmann

NEU
Erschienen:  14.05.2018

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Christinas Welt

Von: hasirasi2 Datum: 13.06.2018

nichtohnebuch.blogspot.de/

Maine um die 1900: Welche Farbe hat der Himmel heute? Diese Frage hat sich Christina sicher nicht oft gestellt, als sie noch jünger war. Durch eine unheilbare Krankheit nehmen ihre Muskeln immer mehr ab und sie muss sie beim Gehen stets auf den unmittelbaren Bereich vor ihren Füße schauen, um nicht zu oft hinzufallen. Ihr Körper ist übersäht von frischen Wunden und alten Narben, aber sie ist eine Kämpfernatur. Mit Mitte 30 kann sie nur noch kriechen, ihre Beine haben keine Kraft mehr. Doch zur Not robbt sie auf den Ellenbogen aufs Feld. Es ist ein hartes Leben, Abwechslungen bringen nur die Abenteuergeschichten ihrer Vorfahren, die ihre Mammey (Großmutter) erzählt.
Christina wäre gern Lehrerin geworden. Sie ist sehr intelligent, aber ihre Eltern waren dagegen. In ihren 20ern ist sie 4 Jahre lang verlobt – Walton Hall kommt jeden Sommer und verspricht ihr die Ehe, heiratet am Ende aber eine gesunde Frau. Christina verbittert. Zwei jüngere Brüder fliehen in die Stadt, sobald sie alt genug sind. „Über Dich habe ich mir gar keine Gedanken gemacht.“ „Natürlich nicht. Warum auch? Warum sollte das irgendjemand tun?“ (S. 241) Nur ihr Bruder Alvaro bleibt und kümmert sich mit ihr um die Eltern und das Land.
1939 taucht der Maler Andrew Wyeth das erste Mal bei ihnen auf. Ihn faszinieren das Licht und das Haus. Bald richtet er sein Atelier auf ihrem Dachboden ein. Er bewundert, wie Christina den Alltag meistert. Sie könnte doch sicher Hilfe gebrauchen. „Ich komme schon zurecht ...“ „Das tust du wirklich, Christina, oder? Alle Achtung.“ (S. 156) – endlich mal jemand, der sie versteht und so sieht, wie sie ist.

Ich bin ehrlich, Christina war kein einfacher Charakter, haderte als sie älter wurde mit ihrem Schicksal und lies das an ihrem Bruder Al aus. Trotzdem hatte auch ich beim Lesen auch oft Mitleid mit ihr und hätte in keiner Minute ihres Lebens mit ihr tauschen wollen. Am erschreckendsten fand ich sie Zeit, als sie, um ihre Eltern zu pflegen, auf allen vieren die Treppen in den ersten Stock kriechen musste.

Die Autorin Christina Baker Kline hat eine sehr ungewöhnliche Romanbiografie über Christina Olson und den Maler Andrew Wyeth geschrieben. Das Trostlose der Landschaft und von Christinas Leben spiegeln sich in der Sprache wieder. Das Buch ist sehr schwermütig, düster und eindringlich. Es zeigt ungeschönt das Leben im ländlichen Amerika Anfang des 20. Jahrhunderts, geprägt von zwei Weltkriegen und dem Abwandern der Jugend.
Der Fortschritt kommt bei den Olsons nie an, sie haben weder Strom noch eine Wasserleitung. Da Christina nach Ansicht ihrer Eltern sowieso nie einen Mann finden wird, muss sie von früh bis spät im Haus und auf der Farm schuften - heute wäre sie ein Pflegefall. Sie wird ihr Leben lang bemitleidet, erst recht, nachdem ihre Verlobung geplatzt ist. Erst Andrew Wyeth und seine Frau Betsy sehen den Menschen in ihr, nicht den Krüppel. Wyeth setzt ihr mit dem Bild „Christinas Welt“ ein Denkmal. Er hat verstanden, was das Land und das Haus für sie bedeuten – „Mal Zufluchtsstätte, mal Gefängnis, war dieses Haus auf dem Hügel immer mein Zuhause.“ (S. 9)

Porträt einer bemerkenswerten Frau

Von: Lilli333 Datum: 16.05.2018

https://lillisbuchseite.wordpress.com

Christina Olson lebte mit ihrem Bruder in Cushing im US-Bundesstaat Maine. Die abgeschiedene elterliche Farm war ihr kleiner Kosmos, den sie nur selten verlassen konnte, denn Christina war in ihren körperlichen Bewegungen stark eingeschränkt - wahrscheinlich ein Symptom einer neurologischen Erkrankung, des Morbus Charcot-Marie-Tooth. Als sie den Maler Andrew Wyeth kennenlernte, der sich in ihrem Haus ein Atelier einrichtete, diente sie ihm als Muse. Sein berühmtestes Werk mit dem Titel „Christina’s World“ gehört heute zur Sammlung des Museum of Modern Art in New York.

Meine Meinung:
Nicht nur der Maler Andrew Wyeth zeichnet ein Porträt dieser bemerkenswerten, starken Frau, sondern auch die Autorin Christina Baker Kline, nur eben mit den Mitteln einer Schriftstellerin. Die Sprache ist der beschriebenen Zeit angepasst, sodass man sich sehr gut einfühlen kann. 

Christina Olson erzählt in der Ich-Form von ihrem Leben, von ihrer Familie, von ihrer großen Liebe und von ihrem Leiden, von dem sie sich nicht unterkriegen lässt, obwohl es sich ständig verschlechtert und sie große Schwierigkeiten mit den einfachsten Verrichtungen hat. Mit eisernem Willen erledigt sie die ihr zugeteilten Aufgaben im Haushalt und weigert sich meistens Hilfe anzunehmen. Dieser starke Wille hat mich sehr beeindruckt.

Natürlich macht es ihr auch schwer zu schaffen, dass sie nicht wie andere ist, dass sie ihrer Familie und ihren Freunden immer wieder zur Last fällt. Nur der Maler Andrew Wyeth scheint sie mit ganz anderen Augen zu sehen. Gerne hätte ich noch mehr von Christinas Gedanken und Gefühlen gelesen, die in der Erzählung der Ereignisse manchmal etwas zu kurz kommen.

Durch die Rückblenden in Christinas Kindheit und Jugend wird praktisch ein ganzes Leben abgedeckt und die Entwicklung vom kleinen wissenshungrigen Mädchen zur reifen Frau beschrieben. Es sind einige Enttäuschungen, die Christina erleben muss und die sie mal mehr, mal weniger schnell überwinden kann.

Ich fand die Geschichte sehr interessant. Auch wenn es sich bei diesem Buch um einen fiktionalen Roman handelt, so beruht er doch auf wahren Begebenheiten. Im Nachwort geht Christina Baker Kline näher darauf ein.

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