VERLAGSGRUPPE RANDOM HOUSE - BERTELSMANN
Menü
  • facebook
  • google+
  • whatsapp
  • twitter
  • add this

Die Weiße Rose Wie aus ganz normalen Deutschen Widerstandskämpfer wurden

Bestellen Sie mit einem Klick

oder kaufen Sie direkt vor Ort bei Ihrem Buchhändler.

€ 19,99 [D] inkl. MwSt.
€ 20,60 [A] | CHF 26,90*
(* empf. VK-Preis)

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-421-04730-4

Erschienen: 03.04.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: eBook (epub)

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Anmeldung

  • Info

  • Vita

  • Pressestimmen

  • Termine

  • Service

  • Biblio

Eine neue Geschichte der Weißen Rose

Die Weiße Rose ist eine der bekanntesten Widerstandsgruppen in der deutschen Geschichte, vor allem Sophie Scholl und Hans Scholl werden immer wieder als leuchtende Vorbilder genannt. Doch warum hatten gerade diese Geschwister und ihre Mitstreiter den Mut, sich gegen das nationalsozialistische Unrechtssystem aufzulehnen? Miriam Gebhardt sucht in den Biografien der Aktivisten die individuellen Voraussetzungen des Widerstands und fragt, welche Ressourcen aus Kindheit, Familie, Umfeld und Erfahrung sie gegen den übermächtigen Gruppendruck der „Volksgemeinschaft“ immunisierten. Ihr Buch erzählt eine neue Geschichte der Weißen Rose und zeigt, warum die Botschaft der Widerstandsgruppe heute, 75 Jahre nach ihren ersten Aktionen, immer noch wichtig ist.

»Der Wert von Gebhardts Arbeit liegt weniger darin, bislang unbekannte Quellen ausgewertet zu haben, sondern in deren neuer Einordnung.«

Badische Zeitung (12.05.2017)

Miriam Gebhardt (Autorin)

Miriam Gebhardt ist Journalistin und Historikerin und lehrt als außerplanmäßige Professorin Geschichte an der Universität Konstanz. Neben ihrer journalistischen Arbeit, unter anderem für die Süddeutsche Zeitung, die Zeit und verschiedene Frauenzeitschriften, habilitierte sie sich mit einer Arbeit über Die Angst vor dem kindlichen Tyrannen. Eine Geschichte der Erziehung im 20. Jahrhundert (2009). Sie ist Autorin mehrerer Bücher, darunter Rudolf Steiner. Ein moderner Prophet (2011) sowie Alice im Niemandsland. Wie die deutsche Frauenbewegung die Frauen verlor (2012). Ihr Bestseller Als die Soldaten kamen (2015) über die Vergewaltigung deutscher Frauen am Ende des Zweiten Weltkriegs wurde breit besprochen und in mehrere Sprachen übersetzt. Miriam Gebhardt lebt in Ebenhausen bei München.

»Der Wert von Gebhardts Arbeit liegt weniger darin, bislang unbekannte Quellen ausgewertet zu haben, sondern in deren neuer Einordnung.«

Badische Zeitung (12.05.2017)

»Selten werden historische Personen menschlich so greifbar wie hier.«

Süddeutsche Zeitung (10.07.2017)

»Ein kenntnisreiches Buch voller spannender Details.«

FOCUS Online (03.04.2017)

14.11.2017 | 19:30 Uhr | Ulm

Lesung und Gespräch

  • add this
  • facebook
  • google+
  • whatsapp
  • twitter
  • add this

Mehr Infos

Ulmer Volkshochschule, EinsteinHaus
Kornhausplatz 5
89073 Ulm

07.12.2017 | 19:30 Uhr | Taufkirchen

Lesung und Gespräch

  • add this
  • facebook
  • google+
  • whatsapp
  • twitter
  • add this

Mehr Infos

VHS Taufkirchen
Ahornring 121
82024 Taufkirchen

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 368 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
mit Abbildungen

ISBN: 978-3-421-04730-4

€ 19,99 [D] | € 20,60 [A] | CHF 26,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: DVA Sachbuch

Erschienen: 03.04.2017

  • Leserstimmen

  • Rezension verfassen

Wie Menschen zu Wiederstandskämpfern werden!

Von: Matthias Breimann Datum: 28.06.2017

https://breimannswelt.wordpress.com

Das Werk „Die Weiße Rose“, erzählt in einem neuen Blickwinkel, die Geschichte der gleichnamigen Widerstandsgruppe und ihrer sechs Hauptfiguren, die sich mit Flugblattaktionen gegen das NS-Regime stellten.
In ihrem Buch wirft die Autorin die Frage auf, wie aus ganz normalen Deutschen, widerstandskämpfer wurden.
Das Buch ist in drei große Teile gegliedert.
Im ersten Teil, wird auf das Leben der sechs Hauptakteure, Sophie Scholl, Hans Scholl, Christoph Probst, Willi Graf, Alexander Schmorell und Kurt Huber und ihr Leben als Kinder und Jugendliche, eingegangen. Sei es ihre familiäre Situation, der Glaube, oder dergleichen.
Keiner der Hauptakteure, zeigt große Gemeinsamkeiten auf. Wobei auch einige der Mitglieder zuvor selbst positiv der Idee des Nationalsozialismus gegenüberstanden.
Im zweiten Teil, wird dann sehr detailreich auf die Pläne, die Entwicklung und die Aktionen selbst eingegangen.
Im dritten und letzten Teil des Werkes, wird dann auf die Verfolgungen, den Verhören, den Prozessen und den Hinrichtingen eingegangen.
Dieses schafft die Autorin so detailliert zu beschreiben, das man sich doch ein wenig in die schreckliche Situation der Mitglieder und deren Angehörigen, einfühlen kann.
Natürlich erfährt man über das gesamte Buch hinweg, viele Details über die Zeit des Nationalsozialismus. Wie die Kinder indoktrinierten wurden zum „Wohle“ für die Gemeinschaft, Feinde des Regimes verfolgt, diskriminiert und zum Schluss ermordet wurden, uvm.
Im Epilog werden dann noch die eher nicht so bekannten Mitglieder der Weißen Rose aufgezählt.
Auch versucht die Autorin, den bis heute so endlos großen Mythos um die Weiße Rose, zu lüften und aber auch, auf alle Mitglieder einzugehen und nicht wie anderen Schriften, nur auf die Geschwister Scholl.
Zusammengefasst: Ein sehr interessantes Buch und empfehlenswertes, wo hervorgeht, dass es in einem System wo die Unmenschlichkeit und Ungerechtigkeit herrscht, es Menschen geben muss, die sich dagegenstellen.

Spannend, erhlich, entmythologisiert

Von: Eva-Maria Obermann Datum: 11.05.2017

buchblog.schreibtrieb.com

Die Weiße Rose ist ein Begriff, der aus der deutschen Geschichte nicht mehr wegzudenken ist. Der Mythos dieser Widerstandsgruppe, die mit Flugblättern das Grauen der nationalsozialistischen Herrschaft aufzudecken versuchte, und gleichzeitig andere zum Mitmachen animieren wollten, ist enorm. Zentral dabei die Geschwister Scholl und vor allem Sophie Scholl. Straße, Schulen, Denkmäler wurden benannt. Erst kürzlich hat der Film über die letzten Tage von Sophie Scholl diesen Mythos weiter befeuert. Dabei war die Weiße Rose weit mehr.
Miriam Gebhard setzt früh an. Sie versucht die unterschiedlichen Theorien zum Grund für den Widerstand aufzuarbeiten. Dabei trifft sie auf ganz unterschiedliche Gründe bei den einzelnen Mitgliedern. So unterschiedlich sind die Vorgeschichten der Münchener Widerstandsgruppe, so vielseitig die Hintergründe. So zeigt das Buch, dass ein gemeinsamer Grund ebenso unglaubwürdig ist, wie ein gemeinsames Ziel. Die Münchener Gruppe wollte viele verschiedene Dinge. Sie war sich allein darin einig, dass die nationalsozialistische Regierung weg musste.
Ich fand es unheimlich spannend, tiefer in diese Materie einzudringen. Dass Miriam Gebhard zu Beginn die Mitglieder der Gruppe einzeln fokussiert, fand ich sehr gut. So wurde nicht nur die unterschiedliche Position der Akteure klar. Gleichzeitig wurden Sophie und Hans Scholl eingeordnet, von dem Podest gehoben, das im gleichen Rahmen auch erklärt wurde. Dieser Blick erzeugte eine gewisse Nähe. Und auch der weitere Verlauf, die Geschichten hinter den Flugblättern, war so interessanter und konnte sehr gut verfolgt werden.
Das Buch ist deshalb so gut, weil es relativiert, Unstimmigkeiten in dem bisherigen Mythos um die Weiße Rose aufzeigt und dann entmythologisiert. Wie aus ganz normalen Deutschen Widerstandskämpfer wurde heißt auch diese „Normalität“ zu zeigen. Die Verbindungen und Abgrenzungen zum Nazi-Regime. Die individuellen Beweggründe und Verläufe. Das große Problem der Aufklärung um die Münchener Gruppe, da gerade die ersten Berichte maßgeblich von der Schwester von Hans und Sophie geleistet wurden. Es ist, was es sein soll. Ein Sachbuch, das nicht wertet. Eines, dann zugibt, wenn es an seine Grenzen kommt.
An die Grenzen kommt es beispielsweise auch, wenn es um den Tag der Verhaftung von Hans und Sophie geht. Weil niemand weiß, warum die beiden sich nicht an das bisherige, sicherere Prozedere hielten, weil niemand weiß, warum sie nicht weggelaufen sind, weil so viele Dinge danach unklar werden. Die Befragungsberichte beispielsweise seien, so das Buch, erst nachträglich aufgeschrieben worden. Verfälschungen also, Unklarheiten, Mutmaßungen und Berichte aus dritter Hand.
Dieses Buch hat die Größe, die Weiße Rose zu betrachten, ohne einen Märtyrermythos zu erzeugen. Großartig schafft es Tiefe und Nähe, ohne zu werten. Die Lücken, die es gibt, werden aufgezeigt, Probleme bei der Historizität zugegeben. Es ist ein ehrliches Buch, das mag ich sehr. Eines, das fesselt, das eine ganz eigene Spannung erzeugt. Eines, das wirklich Geschichte vermittelt, Hintergründe, Argumentationen. Und eines, das nicht bei den Mitgliedern der Münchener Gruppe aufhört. Es verrät auch etwas über die Gegner, den Richter, den Beamten beim Verhört, den Scharfrichter. Dadurch entsteht ein rundes Bild. Lesenswert.

Voransicht

  • Weitere Bücher der Autorin