VERLAGSGRUPPE RANDOM HOUSE - BERTELSMANN
Menü
  • facebook
  • google+
  • whatsapp
  • twitter
  • add this

Ich dreh gleich durch! Tagebuch eines ADHS-Kindes und seiner genervten Leidensgenossen

Bestellen Sie mit einem Klick

oder kaufen Sie direkt vor Ort bei Ihrem Buchhändler.

€ 19,99 [D] inkl. MwSt.
€ 20,60 [A] | CHF 26,90*
(* empf. VK-Preis)

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-579-08633-0

Erschienen: 25.04.2016
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: eBook (epub)

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Anmeldung

  • Info

  • Vita

  • Pressestimmen

  • Video

  • Links

  • Service

  • Biblio

Das besondere ADHS-Buch – klug, witzig, hilfreich

Max tickt anders. Das macht sein Leben kompliziert. Und das seiner Mitmenschen entsetzlich anstrengend. Max hat ADHS: Er ist unüberlegt, impulsiv, unkonzentriert, hibbelig, aufgekratzt, planlos, hört nie zu, verliert und vergisst alles, bringt sich und andere ständig in Gefahr.

In diesem Tagebuch lässt Max sich auf unterhaltsame Weise über all die kleinen und großen Katastrophen aus, die er tagtäglich verursacht. Aber auch seine Mitmenschen schreiben sich ihre liebe Not mit dem Energiebündel von der Seele. So erleben die Leser eine Situation aus zwei Blickwinkeln – und das ist mitunter brüllend komisch.

Anna Maria Sanders Buch erlaubt einen tiefen, aber dennoch humorvollen Einblick in die Seelenwelt von Betroffenen und »Mitleidenden«, der beide Seiten besser verstehen lässt.

  • Das erste Buch, das Einblick in die Gefühlswelt eines ADHS-Kindes gibt

  • Ein Buch, das auch die Perspektive des Umfeldes beleuchtet: Wie wirkt ein ADHS-Kind?

  • Authentisch und humorvoll geschrieben von einer Mutter, die Lösungen hat

  • Ein Muss für Eltern, Großeltern, Geschwister und Pädagogen in Schule und Kindergarten

"Alltagsnah, humorvoll und sehr hilfreich!"

Büchermenschen, Heft 3/2016

Anna Maria Sanders (Autorin)

Anna Maria Sanders, geboren 1961. Nach Abschluss ihres Germanistikstudiums an der Universität Salzburg und dem Erwerb eines "Master of Education" an der University of Utah hat Sanders als Sprachlehrerin gearbeitet. Seit zwölf Jahren beschäftigt sie sich intensiv mit dem Thema ADHS. Sanders ist Mutter von zwei Teenagern, von denen der jüngere ADHS hat, und lebt mit ihrer Familie in Salzburg.

"Alltagsnah, humorvoll und sehr hilfreich!"

Büchermenschen, Heft 3/2016

"Spannende, unterhaltsame und nachdenkliche Eindrücke bleiben zurück. Lesenswert auf jeden Fall!"

Jugendleiter-Blog (16.08.2016)

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 304 Seiten, 13,5 x 21,5 cm

ISBN: 978-3-579-08633-0

€ 19,99 [D] | € 20,60 [A] | CHF 26,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Gütersloher Verlagshaus

Erschienen: 25.04.2016

  • Leserstimmen

  • Rezension verfassen

Guter, wenn auch etwas klischeehafter Einstieg ins Thema

Von: Sandra Datum: 23.03.2017

www.sandras-testblog.de

„Mein Kind hat bestimmt ADHS, auf jeden Fall ist es viel anstrengender als andere Kinder. Aber genau deshalb braucht es auch einen Ausgleich!“ – Ich habe Sätze dieser Art nun schon so oft gehört, dass sie mir einfach zum Halse raushängen und ich allein deshalb schon an der Existenz von ADHS zweifelte und insgeheim eher den Müttern die Schuld in die Schuhe schob. Aber wie soll man manchen Müttern heutzutage erklären, dass ihre Idee, ihr 6jähriges Kind in einem Karateverein anzumelden, sicher nicht der richtige Weg für ein „wildes“ Kind ist? Das es das Kind vermutlich noch mehr anstrengt, wenn es zwar mit anderen, aber trotzdem irgendwie allein immer wieder konzentriert Techniken üben soll?
Ich weiß nicht, ob in all den Jahren, die ich mit vielen verschiedenen Müttern telefoniert habe, tatsächlich ein Kind mit ADHS bei uns trainiert hat. Ich weiß aber, dass meine Skepsis bezüglich ADHS mit all den Jahren stetig wuchs. Und das, obwohl mein 7jähriger auch nicht gerade einfach ist. Um es mit den Worten anderer Mütter zu sagen: „Der hat bestimmt auch ADHS oder so was!“ Aber hat er das wirklich?
Bisher hielt ich es nie für nötig, einen richtigen Ratgeber zu kaufen und wenn „Ich dreh gleich durch!“ nicht so eine lustige Unterhaltung versprochen hätte, dann hätte ich es wohl bis heute nicht gelesen. Allerdings war ich schon neugierig, wie viel von einem ADHSler denn nun tatsächlich in meinem kleinen Wildfang steckt.

---

Es geht dabei um Max, einen fast 12jährigen Jungen, der seine Familie und auch seine Lehrer regelmäßig an den Rand des Nervenzusammenbruchs treibt. Seine Eltern sind sich in der Erziehung grundsätzlich einig, wobei die Mutter den strengen und der Vater den eher nachgebenden Part übernimmt. Die restlichen Personen („normaler“ Bruder, genervte Lehrer, unverständige Verwandte) sind schon fast ein wenig zu klischeehaft ausgewählt, jedoch braucht man auch sie, um eine möglichst normale Familiensituation zu beschreiben und den teils nervenaufreibenden Alltag eines Kindes mit ADHS vorzustellen.

Erzählt werden verschiedene Begebenheiten in Tagebuchform – jeweils aus der Sicht von Max, aber auch seiner Eltern und/oder Familie bzw seinen Lehrern. Das mag zwar langatmig sein, verschafft dem Leser jedoch einen grandiosen Rundumblick. So erzählt zum Beispiel Max‘ Vater von einem Angelausflug, bei dem er erst Max‘ Krücke und etwas später ihn komplett trotz Gipsbein aus dem Wasser retten musste. Diese Version allein würde manche Eltern wohl schon in den Wahnsinn treiben, jedoch bekommt die Geschichte eine ganz andere Wendung, als Max an der Reihe ist und alles aus seiner Sicht erzählt. Das tut er in der Regel nämlich so kindlich-unschuldig, dass man ihm eigentlich gar nicht mehr böse sein kann, sondern tatsächlich ein wenig Mitleid mit dem missverstandenen Kind bekommt.
Vor allem ab der zweiten Hälfte des Buches fließen zusätzlich immer wieder Zitate aus Fachbüchern in die Einträge ein, mit denen die Eltern ihr Kind vergleichen. So bekommen die bis dato reinen Erzählungen eine ganz andere Bedeutsamkeit und noch dazu einen medizinisch-wissenschaftlichen Touch. Selbst ich, als vorher absoluter ADHS-Verweigerer fühle mich geläutert und glaube inzwischen wirklich, dass es ganz sicher ADHS gibt. Der Weg dort hin war jedoch ziemlich steinig und dauerte einige Monate.

Vielleicht liegt es daran, dass ich mir schon beim Lesen ganz sicher war, dass mein Kind weder an ADS, noch ADHS leidet. Vielleicht war es auch nur die automatisch aufkommende, leichte Langeweile, wenn man die gleiche Geschichte schon zum dritten Mal liest. Vielleicht auch mein völlig anderes Verständnis von Humor. – Ich weiß es nicht. Egal warum, so habe ich doch für das Lesen des Buches viele Monate gebraucht und es hauptsächlich deshalb fertig gelesen, um eine umfassende Rezension schreiben und endlich ein neues Buch lesen zu können. Auf diesen Drang, das Buch freiwillig zur Hand zu nehmen, um endlich zu wissen, wie es weitergeht, wartete ich hier leider vergeblich.
Kurzgefasst trifft es wohl am besten, dass ich mit den Protagonisten einfach nicht warm wurde. Da half es auch nicht, dass Frau Sanders zu Beginn daran erinnert, dass Max für sein Alter allein schon deshalb so extrem selbstreflektiert sein muss, damit das Buch und seine Geschichten auch einen Nutzen haben. Seine Sicht der Dinge fand ich auch gar nicht schlimm, sondern eher die zwischendurch weichgespülten Worte seiner Eltern. Stellt euch vor, ihr seid so richtig, richtig wütend auf euer Kind und ihr seid allein. Niemand sieht und hört euch. Ihr seid auf 180, tobt und sagt dann so etwas wie „Der kleine Racker …“ Allein diese doch wieder lieben und netten fast-Kosenamen, die Mutter und Vater ihrem Kind immer wieder trotz größter Wut geben, zerstörten bei mir beim Lesen viel an Glaubwürdigkeit. Natürlich wäre es völlig daneben, Max zu beschimpfen – weder im Tagebuch, noch „ich echt“. Jedoch passen viele Dinge für mich überhaupt nicht. Auch sind viele Eigenarten der Personen so klischeehaft gezeichnet und irgendwie alle gleich, dass es auf Dauer für mich einfach langweilig wurde. Wirklich gelacht habe ich zu allem Überfluss auch nicht ein einziges Mal.

Fairerweise möchte ich aber auch erwähnen, dass es bei Amazon sehr viele positive Stimmen gibt. Sie sind begeistert von der leichten und doch verständlichen Form, in der das Thema ADHS hier nähergebracht wird. Genau das kann ich auch bestätigen und würde es genau deshalb tatsächlich auch weiterempfehlen. Man bekommt einen sehr schönen Überblick, ohne gleich schwierige Fachlektüre wälzen zu müssen und erfährt praktisch nebenbei reichlich Eckpunkte zum Thema. Auf der anderen Seite kann man sich aber auch recht sicher sein, dass das eigene Kind völlig normal ist, wenn man es eben nicht im Buch wiedererkennt. In dem Fall ergeht es euch dann vielleicht wie mir und ihr ändert nach dem Lesen des Buches eure Meinung über ADHS. Das es eben keine von überforderten Müttern ausgedachte Krankheit, sondern ein ernsthaftes und wirklich existierendes Anders-Sein ist. Und wenn ihr dann noch beim nächsten, wilden und nervigen Kind eure Reaktion überdenkt, hat die Autorin alles richtig gemacht.

Guter Einstieg in das Thema ADHS

Von: Schatz, ich will ein Buch von dir! - Bücherblog Datum: 16.12.2016

schatzichwilleinbuchvondir.blogspot.de/

Ich wollte das Buch gerne lesen, um mehr über ADHS zu erfahren, da diese "Störung" ja mittlerweile doch recht viele Kinder betrifft. Ich wollte mich jedoch nicht durch trockene Sachbücher quälen, und genau das soll dieses Buch eben nicht sein. Stattdessen hat die Autorin, die selbst Mutter eines ADHS-Kindes ist, dieses fiktive Tagebuch über den elfjährigen Max verfasst, um dem Leser die Thematik näher zu bringen.

Neben Max kommen jedoch noch andere Menschen in seinem Umfeld zu Wort, und so finden sich neben seinen Einträgen auch Erzählungen seiner Eltern, seines Bruders sowie von Lehrern und Verwandten. So erhält man ein gutes Bild davon, wie ADHS-Kinder von ihrer Umwelt wahrgenommen werden. Meist ist diese Wahrnehmung äußerst negativ: ADHS-Kinder sind laut, wild, tollpatschig und nerven. Hier wird nun versucht, aus Max' Sicht zu zeigen, wieso diese Kinder sich so verhalten und dass sie oft leider einfach nicht anders können. Dass hinter ihrem Fehlverhalten keine Absicht oder gar Boshaftigkeit steht.

Vorbild für den fiktiven Max ist der mittlerweile 14jährige Sohn der Autorin, mit dem sie zusammen das Tagebuch erarbeitet hat, weshalb die Einträge als authentisch angesehen werden können. Die Sprache ist nicht sehr passend für einen Elfjährigen, aber dies wird bereits im Vorwort erwähnt und erklärt: Das Buch soll vorwiegend Jugendliche und Erwachsene ansprechen, dementsprechend sollte die Sprache nicht zu kindlich sein.

Durch die vielen Perspektivenwechsel werden die meisten Begebenheiten mindestens ein- bis zweimal wiederholt, was anfänglich interessant war, nach einiger Zeit dann aber etwas anstrengend, da die Erlebnisse nun nicht sonderlich aufregend sind, sondern eben das Verhalten eines ADHS-Kindes schildern. Deshalb habe ich das Buch öfter weggelegt, da sich die Lektüre etwas gezogen hat. Andererseits ist es halt eben auch kein Roman, den man in einem Rutsch runterliest.

Das Tagebuch umfasst einen Zeitraum von einem halben Jahr. In dieser Zeit fängt Max' Mutter erstmals an, sich genauer mit dem Thema ADHS zu befassen und die Symptome mit seinem Verhalten zu vereinbaren. Hier fließen dann auch öfter Zitate aus Fachbüchern ein. Ansonsten ist das Buch jedoch so geschrieben, dass es Laien auch gut verstehen. Schade finde ich, dass das Buch endet, bevor Max sich mit der Diagnose auseinander setzen kann.

"Ich dreh gleich durch!" ersetzt sicherlich keine Fachliteratur. Das möchte es auch nicht. Für eine Vertiefung bietet die Autorin ein sieben Seiten starkes Literaturverzeichnis und versieht zudem die Zitate aus Fachbüchern mit zahlreichen Anmerkungen in Fußnoten. So bleibt es jedem selbst überlassen, wie intensiv er sich mit dem Thema auseinandersetzen möchte. Das Buch ist meines Erachtens aber ein sehr guter Einstieg für Interessierte und (vielleicht) Betroffene.

Voransicht