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Rücksichtslos Mein Sohn, der Scientology-Chef

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Gebundenes Buch, Pappband ISBN: 978-3-466-37193-8

NEU
Erschienen: 23.10.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

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Die Wahrheit über Scientologys Nr. 1

Nach über 41 Jahren verließ Ron Miscavige 2012 Scientology. Was er nicht wusste: So einfach wollte man ihn nicht gehen lassen. 2015 berichtete die LA Times von der Festnahme zweier Privatdetektive, die Ron Miscavige über 18 Monate verfolgt hatten. In ihrem Wagen wurden mehrere Schusswaffen, über 2000 Schuss Munition und ein selbstgebauter Schalldämpfer gefunden. Angeblich sollten diese privaten Übungszwecken dienen. Auftraggeber der Privatdetektive: David Miscavige, Oberhaupt von Scientology und Ron Miscaviges Sohn.
Die Angst davor, dass sein Vater Insiderwissen verraten könnte, muss groß gewesen sein.
»Rücksichtslos« ist das einzige Buch, das den Aufstieg des heutigen Scientology-Chefs zeigt. Wie konnte er werden, was er ist? Ron Miscavige schildert die Kindheit seines Sohnes, seinen eigenen Beitritt zu Scientology und die Folgen, die das für seine ganze Familie haben sollte. Ein vernichtender Blick auf das Leben in der Welt der berüchtigten Sekte.

Mit einem Vorwort der deutschen Scientology-Expertin und Politikerin Ursula Caberta.

Ronald T. Miscavige (Autor)

Ron Miscavige, geboren 1936, ist der Vater von David Miscavige, dem heutigen Anführer von Scientology. 1970 traten er und seine Familie Scientology bei. Er arbeitete fast 27 Jahre für die »Sea Organization«, Machtzentrale und paramilitärische Kadertruppe Scientologys, bevor er die Sekte 2012 endgültig verließ. Er ist ehemaliger Marine und Musiker.

Aus dem Englischen von Elisabeth Liebl
Originaltitel: Ruthless
Originalverlag: St. Martin's Press

Gebundenes Buch, Pappband, 304 Seiten, 13,5 x 21,5 cm

ISBN: 978-3-466-37193-8

€ 19,99 [D] | € 20,60 [A] | CHF 26,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Kösel

NEU
Erschienen: 23.10.2017

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Authentischer Blick hinter die Kulissen und in die Persönlichkeit Des „Chefs“.

Von: Michael Lehmann-Pape Datum: 01.12.2017

www.rezensions-seite.de

In den letzten Jahren ist es, öffentlich, ruhiger geworden um Scientology, sieht man von durchgeplanten „Events“ vor allem mit Prominenten und an deren Spitze Tom Cruise ab. Wobei gerade im Fall von Cruise und der Trennung von seiner Frau all die unschönen Vorwürfe gesammelt noch einmal zu Tage traten.

Dieses „wer nicht für uns, ist gegen uns“ samt Versuch, das gemeinsame Kind bei Scientology um fast jeden Preis zu belassen. Sei es der Abbruch aller Beziehungen vor allem zu jenen, die „aussteigen“.

So, wie David Miscavige, Chairman der vermeintlichen „Kirche“ und direkter Nachfolger des verstorbenen Ron L. Hubbard, des Gründers, seine eigene Frau dann irgendwo in einem der Stützpunkte „entsorgt“ hat.

Nun greift der Vater des Scientology-Leiters zur Feder und schildert biographisch und aus dem Inneren der Vereinigung selber heraus (auch er war Teil von Scientology), wie die Vereinigung „von Innen“ her funktioniert, welchen Stil genau sein eigener Sohn dabei entfaltet und geprägt hat und, lebensgeschichtlich, warum vielleicht David Miscavige sich in dieser Richtung entwickelt hat. Und es ist ein erschreckendes Dokument, soviel kann vorweggesagt werden.

Auch wenn Ron Miscavige doch hier und da ins plaudern über sich selbst kommt und dringend noch einmal richtigstellen muss, dass an gewichtigen Vorwürfen gegen ihn wirklich „nichts dran war“, insgesamt gelingt es dem Autor doch, sich auf sein Objekt, den eigenen Sohn, zu konzentrieren. Der von seiner Seite aus, getraue den Scientology Maximen, völlig mit dem Vater gebrochen hat.

Und der, das vor allem, ein Mensch zu sein scheint, den Macht tatsächlich einerseits hochgradig anzieht (er will das Sagen haben), der aber andererseits durch Macht ebenfalls hochgradig „ korrumpiert“ wird und der „seinen Laden“ mit unerbittlicher Hand, häufigen Wutausbrüchen, kühlen „Abkanzelungen anderer“ vor versammelter Mannschaft (und ja, auch sein Vater blieb da nicht außen vor und musste auch in breiter Öffentlichkeit eine gute Stunde Tiraden über sich und seine nichtswürdige Person ergehen lassen).

Wobei „das Loch“, ein Bürogebäude auf einem Gelände von Scientology, dem dann die Krone aufsetzt. Vergitterte Fenster, bewachter Zugang, „Reinigungsort“ für alle, die in den Augen des Chefs Versager sind, Psychoterror täglich und auch handgreifliche, demütigende Handlungen bis hin zum Anspucken jener, die David Miscavige „zum Abschuss“ freigegeben hat.

Gut im Blick hat Ron Miscavage bei all dem Persönlichen über und um seinen Sohn herum auch den Blick für die innere Struktur der „Weltveränderer“ und deren Veränderung im Lauf der Jahre, je mehr sich Hubbard selbst (auf See im Rahmen der „Seaorg“, jahrelang in einem Wohnmobil oder in seinem, nicht vielen bekannten, Appartment) aus der aktiven Leitung zurückzog und je mehr es David Miscavige gelang (vertraut man seinem Vater), strategisch mit aller Macht sämtliche möglichen Konkurrenten um den direkten Zugang zum „Meister“ oder was seine Nachfolge angeht, auszuschalten (bis hin zu Bedrohung, Einbruch, Zerstörung von Münztelefonen etc,).

„Letztlich passte Davids (immer schon stark vorhanden) „Lust am Siegen“ (selbst bei harmlosen Gesellschaftsspielen) genau zu dem, was in der Folge geschah“.

So verbleibt am Ende ein Erschrecken über das, was Menschen bereit sind, mit sich machen zu lassen und eine klare Erkenntnis, das hinter dem Deckmantel einer „Kirche“ (wohl nur so organsiert, um Steuern zu sparen) dem Machtbewusstsein und unbedingten Machtwillen eines körperlich zu klein geratenen Mannes von Jugend an eine Möglichkeit in den Schoß warf. Die dieser nach allen Seiten hin egozentrisch, egoman und für alle anderen destruktiv ausnutzt.

Ein interessanter Blick hinter die Kulissen von Scientology

Von: Fairy-book Datum: 20.11.2017

www.fairy-book.blogspot.de

Über 40 Jahre war Ron Miscavige Mitglied bei Scientology, und hat während dieser Zeit den Aufstieg seines Sohnes David zum Chef der Organisation miterlebt. 2012 entschlossen er und seine zweite Frau sich, Scientology zu verlassen, nichts ahnend, wie weit die Sekte gehen würde um ihn zum Schweigen zu bringen.

Ron Miscavige erzählt in diesem Buch von seinem Leben, wie er zu Scientology kam, und was geschehen musste, um ihm die Augen zu öffnen. Ich habe Ron Miscavige bereits bei einem Interview gesehen, in der TV-Show von Leah Remini. Die Schauspielerin hat es sich nach ihrem eigenen Austieg zur Aufgabe gemacht, der Öffentlichkeit zu zeigen, was mit Menschen geschieht, die die Sekte verlassen möchten, oder diesen Schritt bereits gegangen sind.

Auch wenn Scientology immer wieder alles als Lügen bezeichnet, so denke ich mir, es ist unmöglich, daß all diese Menschen nicht die Wahrheit sagen. Ich habe mich also bereits mit dem Thema beschäftigt und wollte unbedingt die ganze Geschichte von Ron Miscavige lesen. Ich wusste bereits, daß 2015 zwei Privatdetektive verhaftet wurden, die ihn ausspioniert haben, und die auf ihn hätten sterben lassen sollen, als es den Verdacht gab, daß Ron Miscavige einen Herzinfarkt hat.

Was muss passiert sein, daß ein Sohn solch einen Befehl an seine Angestellten gibt?
Ron Miscavige wuchs in einer Arbeiterfamilie auf, und sah Scientology, wie so viele andere auch, als Chance auf ein besseres Leben. Es dauerte Jahre, bis ihm bewusst wurde, daß die Menschen dort in Wirklichkeit wenig wert sind, und es nur darum geht, der Chefetage zu noch mehr Geld und Macht zu verhelfen. Und da es den Mitgliedern verboten ist in Zeitschriften und im Internet Berichte über Scientology nachzulesen, haben viele keinen objektiven Blick auf diese "Kirche", der sie angehören.

Mitglieder werden nach ihrem Ausstieg eingeschüchtert und öffentlich bloßgestellt, meist sogar von der eigenen Familie. Ron Miscavige ist nicht der einzige aus seiner Familie, der die Sekte verlassen hat, doch der Großteil ist noch dort. Den Kontakt haben seine Töchter abgebrochen, er kennt einige seiner Enkel nicht, und wird sie vielleicht nie kennen lernen.

Wie ihm geht es vielen ehemaligen Scientologen, und ich hoffe, daß noch viele mehr ihre Stimme erheben und öffentlich ihre Geschichten erzählen. Ron Miscavige hat hier offen über sein Leben gesprochen, seine Fehler, und seine Familie. Ich hoffe er kann mit diesem negativen Thema irgendwann abschließen.

Meine Bewertung: 5 von 5 Sterne!!!

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