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Slow Die Entscheidung für ein entschleunigtes Leben

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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-579-08627-9

Erschienen: 25.04.2016
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Der neue ganzheitliche Ansatz des Slow Living

Die Sehnsucht nach Entschleunigung und Langsamkeit ist groß – gerade weil in Beruf und Öffentlichkeit Langsamkeit bei vielen als Schwäche gilt. In einer Welt, in der Millionen Transaktionen in einer Sekunde möglich sind, riecht bedächtiges Handeln nach Faulheit. Langsamkeit in einer von Computern optimierten Berufswelt ist schlicht nicht vorgesehen. Bei der täglichen Hetze bleiben immer mehr Menschen auf der Strecke: Leistungsabfall, Burnout und Depression sind häufig die Folgen. Doch die Erkenntnis setzt sich durch: Ohne innere Ruhe, ohne Muße und Zeit zum Nachdenken sind wir nur Getriebene in einem Hamsterrad. Und aus diesem Hamsterrad kommen wir nur dann heraus, wenn wir es konsequent anhalten.

Winfried Hilles Buch ist eine Fürsprache für die Langsamkeit im Alltag, die Rückbesinnung auf das Wesentliche und die Wiedererlangung unserer menschlichen Würde. Der Autor berichtet von eigenen Erfahrungen und Beobachtungen, liefert vielfältige Beispiele aus der Slow-Praxis und ordnet den neuen Trend gesellschaftlich ein. Er gibt zahlreiche Impulse dafür, wie man sein Leben mit dem Prinzip Langsamkeit wieder neu ausrichten kann.

  • Das Buch für den neuen Zeitgeist

  • Ein Plädoyer und ein Wegweiser zu einer Konzentration auf das Wesentliche

  • Die Motivation für einen bewussten und positiven Neustart

Winfried Hille (Autor)

Winfried Hille, geboren 1956, absolvierte eine Banklehre, studierte Germanistik und Erziehungswissenschaften und war viele Jahre in diversen Verlagen in verantwortlichen Positionen tätig. 1998 gründete er die Zeitschrift "bewusster leben", eine der führenden Zeitschriften für Lebenskunst, die alle zwei Monate in Deutschland, Österreich und der Schweiz erscheint. Seit 2014 publiziert er zusätzlich das Magazin "vegetarisch glücklich". Hille hat drei Töchter und lebt in Freiburg im Breisgau.

www.bewusster-leben.de

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 192 Seiten, 13,5 x 21,5 cm

ISBN: 978-3-579-08627-9

€ 17,99 [D] | € 18,50 [A] | CHF 24,50* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Gütersloher Verlagshaus

Erschienen: 25.04.2016

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Nachlese: Slow (Winfried Hille)

Von: Minimalismus21 Datum: 20.11.2016

minimalismus21.de

Winfried Hille hat keine Zeit. Der Gründer von bewusster leben und Publizist von Vegetarisch glücklich kennt das, was man im Volksmund ein „Leben im Hamsterrad“ nennt. Bevor er seinen Alltag neu gestaltete und sein Leben entschleunigte, war der studierte Germanist und Pädagoge viele Jahre leitend in der Verlagsbranche tätig. Die neue Maxime seines Handelns: Slow, ein kluges Plädoyer für mehr Langsamkeit im täglichen Dasein, ein Aufruf zum Widerstand und zugleich ein Antibuch. Geschrieben als wohltuendes Pendant gegen die üblichen Ratgeberlektüren des 21. Jahrhunderts, die ihre Sinnhaftigkeit im Optimieren von Zeit verstehen. Aber selten darin, wie wir diese qualitativ erleben und empfinden. Kein Wunder also, dass der Autor bereits in der Einleitung den Finger in die Wunde der (meisten) Leser legt. Frei nach dem Motto: Eigentlich „haben Sie gar keine Zeit, sich auf dieses Buch einzulassen“, stimmt’s?

Über die Kunst, nichts zu tun

Wer sich dennoch auf Slow einlässt, der wird belohnt. Hille zeigt anhand zahlreicher historischer Beispiele, dass die Menschen schon immer eine Beschleunigung ihrer Zeit erfahren haben. Das Paradoxe ist nur: Der moderne Homo sapiens hat mehr technische Hilfsmittel denn je, die ihm den Alltag erleichtern sollten. Dennoch tragen Spülmaschine, Mikrowelle und Co. nicht dazu bei, dass wir uns weniger gehetzt fühlen. Im Gegenteil. Aber woran liegt das? Und vor allem: Was kann jeder Einzelne dagegen tun?
Fest steht, dass Optionsvielfalt und Beschleunigungsdruck zugenommen haben. Multitasking oder Selbstoptimierung sind nur zwei Zauberwörter, an denen wir unser Denken und Handeln heute ausrichten, ja gar ausrichten müssen. Denn wer sich der Muße hingibt, einfach nur aus dem Fenster blickt oder im Schneckentempo Müßiggang betreibt, gilt in unserer modernen Gesellschaft schnell als Faulenzer. Eine Sünde, die beim erschöpften Ich im schlimmsten Fall Schuldgefühle auslöst. Wir behandeln die Zeit wie ein ökonomisches Gut, das es so effektiv wie möglich einzusetzen gilt. Immer mehr im gleichen Zeitraum erledigen, immer schneller, immer gedankenloser singen wir ein Loblied auf das Fast-Life. Dumm nur, wenn wir am Ende feststellen, dass wir gelebt wurden. Dass wir dem Leben zugesehen und es nicht selbst aktiv gestaltet haben. Denn schon bei Michael Endes Momo lassen sich die Figuren um ihre Zeit betrügen, vergessen, im Hier und Jetzt zu leben und entsprechend Widerstand zu leisten.

Slow als Akt der Verweigerung

Genau für diesen Widerstand in allen Lebensbereichen macht sich Hille allerdings stark. Wir verbringen etwa sechs Jahre unseres Lebens im Internet. Im Urlaub haken wir getrieben die Liste von Sehenswürdigkeiten ab, blicken öfter aufs Smartphone anstatt in die Landschaft. Für unsere Kinder spielen wir Entertainer und Beschäftigungstherapeut, anstatt den Nachwuchs als Vorbild zu nehmen: Einfach mal trödeln, bummeln bzw. verträumt in die Gegend schauen kommt uns überhaupt nicht in den Sinn. Wir rennen durch Jahr und Tag. Aus diesem Grund sind selbst die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit längst verschwommen. Wir können nicht mehr abschalten, nicht mal beim Sport, beim Essen oder in der Liebe. Kein Wunder also, dass die Zeit ab einem gewissen Alter gefühlt immer schneller vergeht. Ein Teufelskreislauf, der zur Frust, Depressionen und Burnout führen kann und zu dem beängstigenden Gefühl, ständig etwas zu verpassen. Dafür haben amerikanische Wissenschaftler sogar einen Begriff erfunden: Fomo – Fear of Missing out.

Slow Stopper für Geist und Seele

In kurzen, wohldosierten Kapiteln gibt Slow Handlungsempfehlungen für eine neue „Windstille der Seele“, darunter kleine Rituale für den Alltag. Und die können so einfach und doch so schwer sein, etwa den Computer oder das Smartphone an einigen Abenden der Woche auszuschalten, langsamer zu arbeiten oder sich in der Kunst von Slow Travel und Slow Walking zu üben. „Und: dass wir uns dafür entscheiden, unsere Zeit souverän zu nutzen und sie nicht von anderen benutzen zu lassen. Dass wir aufhören zu funktionieren. […] Wir müssen im digitalen Zeitalter wieder ganz neu lernen, geistig offline zu gehen.“

Fazit:
Locker-leichte Lektüre mit authentischem Tiefgang und Gespür fürs Wesentliche zu einem existentiellen Lebensthema, das der Autor spürbar selbst durchlebt und durchdacht hat.

Immer schön langsam!

Von: Christoph Fleischer Datum: 07.11.2016

www.der-schwache-glaube.de

Winfried Hille kennt den Stress der Wirtschaft aus eigener Erfahrung. Doch nach einiger Zeit wechselte er vom Management in den Journalismus. Im Verlag Hille Medien erscheinen die Zeitschriften „bewusster-leben“ und „vegetarisch glücklich“. Bereits in der Ausgabe 3/2015 von „bewusster leben“ wurde das Konzept SLOW vorgestellt (siehe Homepage: www.bewusster-leben.de).

Winfried Hille schreibt: „Slow meint: Immer wenn wir bestimmte Zeiten einfach nur für uns, für die reine Verschwendung beanspruchen […], erlangen wir ein Stück unserer menschlichen Würde zurück.“ (S. 58). Von solchen Sätzen, die einfach nur mit dem Wort „Slow“ beginnen, kommen einige im Buch vor, wie z. B.: „Slow heißt deshalb auch, dass wir damit anfangen, unser eigenes Leben zu leben.“ (S. 63). Doch es geht hierbei nicht um eine Philosophie des Egoismus. Es geht schlicht darum, dass uns bei allem Ökonomischen oder allem Ehrgeiz nichts bleibt, wenn die Gesundheit dafür geopfert wird. Winfried Hille sieht die Forderung nach Langsamkeit als Ziel einer neuen Bewegung, die er mit der Öko-Bewegung vergleicht. Diese richtet sich gegen die Kombination aus Ökonomisierung und Digitalisierung. So schreibt er: „Wir müssen im digitalen Zeitalter wieder ganz neu lernen, geistig offline zu gehen.“ (S. 47).

Dabei geht es gar nicht einmal um die digitale Welt an sich, sondern um die Beschleunigung, die sie bewirkt. Es geht keinesfalls um den Ausstieg, sondern darum, sich im Rahmen des Alltags und der Arbeit neue „des zu-sich-selbst-Findens“ zu entdecken.

Erst wenn man die Ökonomie hinter der Beschleunigung entdeckt, findet man heraus, worum es eigentlich geht: „Die Mast der Schweine, die Eignung des Käses stehen genauso unter einem Beschleunigungsdruck wie die Kinder in der Schule oder die Entwicklungsabteilungen der Autofirmen.“ (S. 21).

Interessant ist, dass bei dem Widerstand gegen diese Gestalt der Ökonomisierung kein Klassenkampf hilft, sondern nur, dass wir das für uns selbst beherzigen, was das Motto „Slow“ für jede und jeden Einzelne bedeutet. Wo die oder der Einzelne damit anfängt, ist eigentlich egal, denn eigene Schritte gegen den Zeitdruck im eigenen Leben sollten reichen.

Ich finde, dass man die Lektüre mit dem Schluss des Buches anfangen sollte. Hier ist eine Liste mit konkreten Vorschlägen zur Verhaltensänderung: „Slow-Rituale für ihren Alltag.“ (S.186/187).

Man nehme einfach nur die Vorschläge heraus, die uns sowieso liegen und gestalte sie bewusst. Mir würde z. B. Punkt 7 liegen: „Kommen sie zu Terminen immer ein paar Minuten zu früh. So bekommen Sie gar nicht das Gefühl, im Stress zu sein.“ (S. 187)

Winfried Hille greift am Anfang nicht zufällig das Buch „Momo“ von Michael Ende auf. Dessen Philosophie gegen das „Zeitsparen“ wird im Buch „Slow“ einfach in die Tat umgesetzt, wie es in der letzten Zeit auch von Tim Bendzko gesungen wird: „Ich bin doch keine Maschine; ich bin ein Mensch aus Fleisch und Blut“.

Das Buch SLOW sollte man einfach mal zwischendurch zur Hand nehmen, ganz im Sinn von Frère Roger aus Taizé, sinngemäß zitiert: „Es genügt, wenn jeder das in die Tat umsetzt, was er vom Glauben verstanden hat.“

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