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Wie ein Fisch im Baum

Ab 12 Jahren

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€ 13,40 [A] | CHF 18,90*
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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-570-16420-4

Erschienen:  31.10.2016
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: Taschenbuch, eBook (epub)

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Ally ist elf Jahre alt und eine Einzelgängerin. An der Schule ist sie als Freak bekannt und den Lehrern ein Dorn im Auge. Dabei geht es Ally nur um eins: Um jeden Preis ihr Geheimnis zu wahren – sie kann weder lesen noch schreiben. Da kommt ein neuer Lehrer in die Klasse, Mr. Daniels. Im Gegensatz zu seinen Vorgängern beobachtet er Ally genau und findet bald heraus, dass Ally an einer Lese-Rechtschreibschwäche leidet und gleichzeitig hochintelligent ist. Langsam lernt Ally, ihm zu vertrauen und schließt nebenbei Freundschaft mit zwei anderen Außenseitern. Gemeinsam widersetzen sie sich mutig dem Mobbing ...

"Das ernste Thema wurde toll umgesetzt."

RENDSBURGerLEBEN (04.10.2016)

Lynda Mullaly Hunt (Autorin)

Lynda Mullaly Hunt wuchs als jüngste von fünf Geschwistern auf. Sie arbeitete als Lehrerin, bis sie beschloss, das zum Beruf zu machen, was ihr am meisten am Herzen liegt: Lesen, Geschichten erzählen und Kinder. Ihr erstes Kinderbuch Ich hab mich nie so leicht gefühlt schaffte es auf Anhieb auf mehrere Bestenlisten, ihr zweiter Roman Wie ein Fisch im Baum landete auf der New York Times-Bestsellerliste. Sie lebt mit ihrem Mann, ihren zwei Kindern sowie Hund und Katze in Connecticut.

"Das ernste Thema wurde toll umgesetzt."

RENDSBURGerLEBEN (04.10.2016)

»Ein spannender Roman […] mit einer wichtigen Botschaft, die nicht aufdringlich, sondern verpackt in eine wundervolle Geschichte vermittelt wird.«

BLLV Forum Lesen (01.02.2017)

"Die US-amerikanische Autorin [findet] immer wieder neue, beeindruckende Bilder um zu vermitteln, wie es sich anfühlt Legasthenikern zu sein."

Buch&Maus (14.03.2017)

"Hat mich zutiefst bewegt und mir gezeigt, wie ungerecht die Welt auf der einen Seite sein kann, aber wie viel Hoffnung in jedem Menschen steckt!

in-buechern-leben.blogspot.de (04.11.2016)

"Ein Kinder- und Jugendbuch, welches nicht nur eine bezaubernde Story erzählt, sondern auch durch das Lesen zwischen den Zeilen absolut wertvoll ist."

melbuecherwurm.blogspot.de (09.11.2016)

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DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Aus dem Englischen von Renate Weitbrecht
Originaltitel: Fish in a Tree
Originalverlag: Nancy Paulsen Books

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 304 Seiten, 13,5 x 21,5 cm

ISBN: 978-3-570-16420-4

€ 12,99 [D] | € 13,40 [A] | CHF 18,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: cbj Kinderbücher

Erschienen:  31.10.2016

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Lies doch einfach

Von: Sabine Kruber Datum: 08.01.2018

www.lies-doch-einfach.de

Vorsicht Spoiler
"Jeder ist auf seine Weise klug. Aber wenn du einen Fisch danach beurteilst, ob er auf einen Baum klettern kann, wird er sein ganzes Leben glauben, er sei dumm." (S.180)
Dieses Zitat trifft sehr genau die Situation der elfjährigen Ally. Genau wie ihr großer Bruder Travis ist Ally Legasthenikerin. Sie kann kaum lesen und schreiben. Dafür schämt sie sich und verbirgt ihre Legasthenie sehr gekonnt. Das führt in der Schule aber häufig zu Konflikten mit den Lehrern, die sie für faul und aufsässig halten. Oft landet sie daher bei der Rektorin, weil ihr Verhalten für die Lehrer einfach nicht mehr tragbar ist. Ihre Klassenkameraden halten Ally hingegen für einen Freak und so kommt es, dass sie auf den sieben Schulen, die sie bisher besucht hat, überall eine Außenseiterin ist. Dabei wünscht sie sich doch so sehr dazuzugehören.
Niemand bekommt mit, welche Schwierigkeiten Ally das Lesen und Schreiben machen. Ihr Vater ist bei der Armee und häufig nicht bei der Familie. Allys Mutter arbeitet als Bedienung in einem Restaurant. Vor nicht allzu langer Zeit starb Allys Opa, der immer an seine Enkelin geglaubt hat. Ally hatte eine engere Beziehung zu ihrem Opa, als zu ihrem Vater, den sie kaum erwähnt. Die Mutter scheint mit der Legasthenie ihrer Kinder überfordert zu sein, jedenfalls thematisiert sie diese nicht, sodass Ally sich wirklich ganz alleine und dumm fühlt. Dabei ist Ally alles andere als dumm. In Mathe ist sie eigentlich gut, wenn es nicht gerade darum geht, Aufgabenstellungen zu lesen. Ihre ganze Leidenschaft gehört aber dem Zeichnen und Ally zeichnet wirklich gut. Mit diesem Talent und mit ihrem Kopfkino schafft sie sich kleine Fluchten aus dem zermürbenden Schulalltag. Ally schämt sich und das ist auch der Grund, warum sie sich nicht traut, jemanden um Hilfe zu bitten, obwohl sie sich so nach Antworten sehnt. In einem Schulaufsatz schreibt sie einmal eine ganze Seite mit dem Wort „warum“ voll – zum Einen, weil sie weiß, wie dieses Wort geschrieben wird, zum Anderen ist es aber auch ein Hilferuf. Nur leider versteht die Lehrerin diesen nicht.
Am liebsten wäre Ally unsichtbar. Das zeigt auch sehr gut das Cover, auf dem sie sich unter einer Wollmütze versteckt. Auf der andern Seite ist Ally aber auch ganz schön tough und nicht gerade auf den Mund gefallen.
Erst als Mr Daniels ihr neuer Klassenlehrer wird, wendet sich das Blatt. Mr Daniels erkennt sehr schnell, dass Ally weder faul noch dumm ist, sondern Legasthenikerin. Mit viel Geduld gewinnt er Allys Vertrauen und beginnt sie schließlich im Lesen und Schreiben zu fördern. Ally erkennt, dass die Schrift für sie kein Buch mit sieben Siegeln bleiben muss und so begreift sie, dass sie es schaffen kann, wenn sie wirklich will. Und so wird aus einem Unmöglich ein Möglich.
Langsam aber sicher beginnt sich ihr ganzes Leben zu verändern und mit einem Mal hat sie auch Freunde – Albert und Keisha. Die beiden sind ebenso wie sie Außenseiter in der Klasse. Aber gemeinsam sind sie stark und schließlich muss auch Shay, eine fiese Mobberin, klein beigeben.
Die Autorin Lynda Mullaly Hunt hat in ihrem fiktiven Jugendroman durchaus eigene Erlebnisse mit einfließen lassen, denn auch sie tat sich in der Schule mit dem Lernen schwer und hatte das Glück auf einen Lehrer wie Mr Daniels zu treffen. Ihr ist es gelungen sehr fesselnde und authentische Charaktere zu schaffen. Wie intelligent Ally ist, erkennt man zum Beispiel unter anderem daran, dass sie ihre Gefühle häufig in sehr kreativen Bildern ausdrückt. Die Geschichte ist sehr auf Ally und ihr direktes Schulumfeld fokussiert. Der Leser erfährt kaum etwas über die Stadt oder das Land, in dem die Geschichte spielt. Das ist aber auch unwichtig, denn überall gibt es Allys und viel zu häufig werden sie mit ihrer Not alleine gelassen. In Deutschland haben 15-20% der Schüler Probleme mit dem Lesen und Schreiben. Insgesamt gibt es bei uns 7,5 Mio. funktionale Analphabeten. Das sind Menschen, die hier alle zur Schule gegangen sind.
Das Buch hat eine durchgehend einfache Lesbarkeit, tendiert aber aufgrund des großen Textumfangs (XXL) zu einer normalen Lesbarkeit. Wenn Leser mit einer einfachen Lesbarkeit schon gut zurechtkommen, sich aber mit dem Umfang noch schwertun, empfehle ich, sich für das Buch eine Lesebegleitung zu suchen, das Buch abwechselnd oder im Tandem zu lesen. Ansonsten – einfach vorlesen lassen, es lohnt sich auf alle Fälle und bringt Betroffenen bestimmt neue Impulse.
Die 51 Kapitel sind meist 5-10 Seiten lang, sodass man zwischendurch auch immer wieder gut pausieren kann. Auch die Serifenschrift ist lesefreundlich – etwas größer und die Zeilen sind noch etwas weiter. Wer Probleme mit der visuellen Wahrnehmung und Verarbeitung hat, kann aber auch zum E-Book greifen.

Fazit:
Ein sehr einfühlsamer Roman zum Thema Legasthenie. Besonders ans Herz möchte ich dieses Buch all jenen legen, die die Hoffnung verloren haben, dass aus einem Unmöglich doch ein Möglich werden kann. Damit meine ich nicht nur die Betroffenen selber, sondern auch all die Menschen, die Legastheniker immer noch als dumm und faul abstempeln.

Eine Geschichte, die mich zutiefst bewegt hat!

Von: Beauty Books Datum: 28.07.2017

www.beautybooks.at

Absolute Coverliebe. Ein Cover, dass mehr aussagt als man anfangs denkt. Hat man das Buch erst einmal gelesen, weiß man, warum Wie ein Fisch im Baum dieses Cover bekommen hat. Ich find es absolut passend zum Inhalt dieses Buches und möchte euch nun in einigen Worten erzählen, wie mir das Buch gefallen hat.

Du redest Blödsinn, wenn du sagst, dass ich nicht verstehe, wie es ist, anders zu sein. Aber die Sache ist die... ich bin nur für die Leute anders, die mich mit den falschen Augen sehen. Und es kümmert mich nicht, was solche Leute denken. - Seite 159

In diesem Buch lesen wir über ein doch ernstes Thema, dass unglaublich toll umgesetzt worden ist. Viele Menschen dort draußen können weder lesen noch schreiben und leiden unter Legasthenie, so auch Ally. Man schämt sich dafür und versucht es im Alltag mit viel Druck stets zu verheimlichen. Auch Ally möchte nicht, dass jemand in ihrer Klasse erfährt, dass sie weder lesen noch schreiben kann. Sie mogelt sich durch die ersten Wochen richtig gut durch, bis sie einen neuen Lehrer, Mr. Daniels, bekommt. Er gewinnt Allys Vertrauen ziemlich schnell und stellt fest dass sie hochintelligent ist. Mr. Daniels gibt Ally Nachhilfe und kommt auch so auf ihr kleines Geheimnis. Endlich ein Hoffnungsschimmer für Ally, dass sie nun eine Person hat, der sie sich anvertrauen kann und der ihr hilft, lesen und schreiben zu lernen. In ihrer neuen Klasse hat sie sich ebenfalls schon eingelebt und mit ihren Freunden Keisha und Albert setzt sie schließlich sogar die mobbende Klassenkönigin Shay schachmatt.

Jeder ist auf seine Art klug. Aber wenn du einen Fisch danach beurteilst, ob er auf einen Baum klettern kann, wird er sein ganzes Leben glauben, dass er dumm ist. - Seite 180

Eine absolut warmherzige und berührende Geschichte, die wir hier geliefert bekommen. Ally ist ein Mädchen, dass man sofort in sein Herz schließt. Man kann sich in ihre Ängste und Gefühle sehr gut hineinversetzen, was für mich als Leserin immer sehr sehr wichtig ist. Ich kann mit Protagonisten absolut nichts anfangen, dessen Gefühle und Gedanken ich nicht verstehen kann. Hier hat es die Autorin absolut richtig gemacht. Ein Buch, in dem der Leser auch zu lesen bekommt, wie grausam Schüler sein können. Ist man anders als alle anderen, wird man abgestempelt, verspottet, missachtet oder gemobbt. Das ist die Realität, die mich immer wieder unglaublich traurig macht. Ally konnte gott sei Dank Freunde finden, die sich für sie stark gemacht haben, aber man weiß, dass es sich dort draußen oft nicht so abspielt und wie einsam und allein gelassen man sich in so einer Situation fühlen kann.

Opa sagt immer, dass man mit Wörtern so vorsichtig umgehen muss wie mit Eiern. Bei beiden kann man den einmal angerichteten Schaden nicht mehr rückgängig machen. - Seite 207

Eine Geschichte, die mich zutiefst bewegt hat. Eine bezaubernde Story, die man unbedingt lesen sollte. Toller Schreibstil, tolle Charaktere und eine wahnsinns Thematik, die richtig toll in dieser Geschichte verpackt wurde. Dreihundert Seiten, die mich sehr nachdenklich zurück gelassen haben. Ein einfühlsames Buch, dass realer und authentischer nicht sein hätte können. Lesen, lesen und nochmals lesen!

Wenn man sich mit etwas schwertut, heißt das wohl nicht, dass man es nicht kann. - Seite 221

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