Das Gegenteil von Hasen

Roman

Ab 14 Jahren
Hardcover
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Sie sind in derselben Jahrgangsstufe und trotzdem in verschiedenen Welten. Julia, Marlene und Leonard im Zentrum der Aufmerksamkeit, der Rest irgendwo in ihrer Umlaufbahn. Dann geschieht etwas, das alles verändert: Eines Morgens macht plötzlich eine Internetseite die Runde, die bis dato auf privat gestellt war. Darauf zu finden sind Julias ungefilterte Gedanken, Bomben in Wortform, die sich in kürzester Zeit viral verbreiten. Es sind Einträge, die ein ganz anderes Bild des beliebten Mädchens zeigen, das alle zu kennen glauben.

Wer hinter der Aktion steckt, ist zunächst unklar, doch nach und nach kommt heraus: Gründe dafür hätten einige.

»Anne Freytag ist mit ihrem ebenso präzisen wie empathischen Stil am Jugendbuchfirmament ein außergewöhnliches Talent.«

Frankfurter Allgemeine Zeitung, Steffen Gnam (23. November 2020)

Hardcover mit Schutzumschlag, 416 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-453-27280-4
Erschienen am  25. Mai 2020
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Anders als erwartet

Von: Ninas Bücherchaos aus sindelfingen

26.09.2020

Meine Meinung Wer meinen Blog, oder meine Instagram Seite ein bisschen verfolgt, weiß inzwischen, wie sehr ich die Bücher von Anne Freytag schätze.Deswegen, habe ich mich sehr auf "Das Gegenteil von Hasen"gefreut. Das Cover ist schlicht, in Pastellfarben gehalten,trotzdem gefällt es mir sehr gut. Der Klappentext hat mich sehr neugierig gemacht,da man trotzdem nicht genau weiß, was in der Geschichte passiert. In der Geschichte gibt es nicht nur einen Hauptcharakter.Nein,jeder ist wichtig für die Geschichte, jeder ist auf eine Art und Weise ein Hauptcharakter,denn jeder ist ein wichtiger Teil für die Geschichte.Julias ungefiltert Gedanken, waren manchmal ziemlich heftig, direkt und ehrlich, sie sagt genau dass, was wohl viele in der Schule denken,aber sich nicht trauen, es auszusprechen,private Gedanken und Gefühle.Und eigentlich, sollte diese Gedanken auch niemand lesen können, bis ihr Blog plötzlich für jeden öffentlich ist.Doch wer hat sie online gestellt und warum? Jeder über den es einen Beitrag gibt, hätte es sein können. Die Geschichte, wird aus mehreren Perspektiven erzählt, sodass man viele Ansichten und Gründe kennenlernt. Stück für Stück, lernt man die einzelnen Charakter und ihre Beziehungen zueinander kennen, die Teilweise mehr als kompliziert sind. Denn davon gibt es doch mehr, als ich zu Anfang vermutet hätte.Denn bei vielen steckt mehr hinter der angeblich so glücklichen Fassade, als man auf den ersten Blick vermuten könnte von falschen Gefühlen, die einfach praktischer und einfacher sind, als die Wahrheit und echte Gefühle. Wahrheiten, die unangenehm und Schmerzhaft sind. Denn oft entstehen Gerüchte durch Neid oder durch Ängste. Doch was ist, wenn die Person, die dir das Leben zur Hölle gemacht hat plötzlich ganz allein und verzweifelt ist und dann DEINE Hilfe benötigt? Bewertung Mobbing, ein wichtiges Thema, auch mich selbst, hat dieses Thema schon betroffen. Die Geschichte zeigt verschiedene Perspektiven. Auch die, die eigentlich ganz anders gemeint sind.Was wenn, persönliche Gedanken öffentlich werden? Gedanken, die niemand lesen sollte? Eine Art persönliches Tagebuch in dem man sich alle Gedanken, Gefühle und Zweifel von der Seele schreibt. Es zeigt wie wichtig es ist, jemanden zuhaben, mit dem man reden kann, Jemand der einem zuhört und in schlechten Zeilen zu einem steht, egal was andere darüber denken. Ich kann immer noch nicht sagen, wie mir das Buch gefallen hat. Versteh mich nicht falsch, das Buch und seine Geschichte, ist wichtig, aber, das richtige Highlight, hat mir leider gefehlt. Das gewisse etwas, dass ich an den bisherigen Büchern von Anne Freytag so großartig fand,hat mir diesmal leider gefehlt. Ein 3 Sterne Buch.

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Das Leben ist eines der Härtesten

Von: SimoneD

17.09.2020

Niemand hätte ihr solche Gedanken zugetraut! Mit ihren großen Augen und dem kindlichen Gesicht, sieht Julia aus wie die Unschuld in Person. Doch ihre Blog-Texte, die sind alles andere als unschuldig. Deswegen wollte Julia sie auch nie veröffentlichen. Sie wollte ihre Gedanken doch nur runterschreiben. Sich entgiften. Luft machen. Gedanken sind doch frei! Und dann ist ihr Laptop plötzlich verschwunden. Welch Katastrophe! Als ihre Blog-Einträge nach und nach veröffentlicht werden, bricht nicht nur für Julia die Welt zusammen. Denn ihre Gedanken sind ehrlich. Zerstörerisch. Ihre Worte verletzen. Reißen sorgsam errichtete Fassaden ein und enthüllen das schäbige Fundament sorgsam erbauter Sozialgefüge. Anne Freytags Roman „Das Gegenteil von Hasen“ greift hoch aktuelle, emotional aufgeladene Themen auf: Mobbing, Gruppenzwang, Alltagsprobleme von Jugendlichen mit diversen Lebensherausforderungen (anderes Aussehen, andere Sexualität, andere Vorlieben, anderes Verhalten als das Gro). Auch verschiedenste Beziehungsgeflechte werden thematisiert. Wie geht frau mit dem Ex um? Wie schließt man wirklich mit einer Liebesbeziehung ab? Was bedeutet Freundschaft? Welche Auswirkungen hat die Beziehung zu unseren Eltern auf uns? Wie toxisch sind wir füreinander? Wie heilsam? Die veröffentlichten Tagebucheinträge von Julia stellen all diese Fragen. Und wecken damit die unterschiedlichsten Gefühle. Sowohl bei den betroffenen Mitschülern als auch bei den unbeteiligten. Den Schaulustigen. Viele lästern, laufen mit, genießen das Event. Einige reagieren unerwartet heftig. Oder unerwartet gelassen. Wieder andere kommen ins Grübeln. Hinterfragen die festgefahrenen Strukturen. Öffnen Schubladen. Selbst die Erwachsenen. Die Lehrer. Die Eltern. Niemand kann sich dem Sog der – sehr persönlichen, sehr ehrlichen – Einträge entziehen. Bei jedem lösen sie etwas aus. Egal aus welchem Blickwinkel Frytag uns das Geschehen präsentiert, sie trifft den Ton, das Herz ihrer Charaktere. Haucht ihnen Leben ein. Ihre Ängste, ihre Sorgen fühlen sich echt an. Egal aus welcher Charakter-Perspektive wir auf die Geschichte blicken: Niemand hat es leicht. Jeder ist fehlbar. Dabei können die vermeintlich Schwachen unglaublich stark sein. Andererseits entpuppen sich die Starken als die eigentlich Versehrten. Jeder ist fehlbar. Auch Lehrer und Eltern. Niemand hat die Weisheit mit den Löffeln gefressen. Das Leben eines der Härtesten ist – wie meine Oma gerne sagte. Leider fiel es mir bis zum Schluss schwer, mich zwischen den verschiedenen Protagonisten zu orientieren. Die geleakte Unglücks-Bloggerin Julia und die taffe Linda purzelten in meinem Kopf immer wieder durcheinander. Allerdings dürfte das wirklich ein höchstpersönliches Problem meinerseits sein. Auch fiel es mir als Kölnerin schwer, mich in das weniger bunte, beschaulichere Münchner Leben des Buches einzufühlen. „Das Gegenteil von Hasen“ ist ein ruhiger Jugendroman. Trotz der aufwühlenden Thematik. Mich beeindruckten die echt gezeichneten Charaktere und der intime Blick in ihre Gedanken. Trotz vieler brisanter Themen kommt keines zu kurz. Frytags schnörkelloser, eingängiger Stil liest sich stolperfrei. Nachdem der Vorhang gefallen war, hörte ich mir all die im Buch gehörten Songs an. Und versank noch einmal in der Geschichte. Die Playlist findet Ihr auf der letzten Seite des Buches. 😉

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Vita

Anne Freytag hat International Management studiert und als Grafikdesignerin gearbeitet, bevor sie sich ganz dem Schreiben von Romanen widmete. Für ihre ersten beiden Jugendbücher wurde sie für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert, für ihren dritten Roman »Nicht weg und nicht da« für den Buxtehuder Bullen 2018. Außerdem erhielt sie dafür den Bayerischen Kunstförderpreis in der Sparte Literatur. Zuletzt bei Heyne fliegt erschienen: »Das Gegenteil von Hasen«. Die Autorin lebt mit ihrem Mann in München.

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Pressestimmen

»Anne Freytag hat einen unverwechselbaren Schreibstil ohne große Schnörkel, man kommt schnell in die Geschichte und man hat das Gefühl danach immer etwas klüger zu sein, als zuvor.«

hr1 (Nicole Abraham) (27. Mai 2020)

»Die Autorin hat schon mehrfach gezeigt, dass sie ein Gespür für Themen hat, die junge Menschen beschäftigen und die zugleich problembehaftet sind.«

Süddeutsche Zeitung, Yvonne Poppek (20. August 2020)

»Anne Freytag versteht es meisterlich, über das Erwachsenwerden zu erzählen. Ihre Charaktere sind lebendig, der Schreibstil ist unverwechselbar und auf den erhobenen Zeigefinger verzichtet sie komplett.«

NDR Info (Katja Eßbach) (11. September 2020)

»Welche Möglichkeiten hat ein Buch, besonders zu sein? Einige. Anne Freytag verbindet raffiniert die Geschichten ihrer Charaktere.«

Berliner Morgenpost (22. Juni 2020)

»Die erfolgreiche Jugendbuchautorin erzählt die Geschichte ausgesprochen lesenswert aus unterschiedlichen Perspektiven.«

Göttinger Tageblatt (11. Juli 2020)

»In erster Linie sind es diese absolut unzensierten Gedanken, die so eine totale Sogwirkung haben. Hier wird so richtig Klartext gesprochen.«

WDR Einslive (Simone Sohn) (31. Mai 2020)

»Ein großartiges Buch – für Jugendliche und Erwachsene – das aus verschiedenen Perspektiven einen Blick in die Welt von Teenagern wirft, ohne den rosaroten Filter, den Erwachsene gern darüber Legen.«

Sonntagsexpress Köln (31. Mai 2020)

»Am Ende stellt sich heraus: Auch die scheinbar perfekten Gewächse sind krumme Bäume. Dass das viel aufregender ist als Brettsein, ist die wunderbare Botschaft dieses Buches.«

Berliner Zeitung (13. Juni 2020)

»Das Gegenteil von Hasen ist uneingeschränkt zu empfehlen. Nicht nur sind die Charaktere gut getroffen und vielschichtig, es zeigt sich auch, dass schonungslose Offenheit manchmal besser ist als eine Lüge.«

»Ein großartiger Roman: ein Abbild unserer heutigen Zeit, ein Denkanstoß (...), ein Megafon für die leisen Stimmen.«

Regionalmagazin K. (10. Oktober 2020)

»Welche Möglichkeiten hat ein Buch? Einige. Anne Freytag verbindet raffiniert die Geschichten ihrer Charaktere. Durch Perspektivwechsel nimmt die Geschichte Fahrt auf. Auch viele Jugendprobleme werden thematisiert, darunter Mobbing, die Suche nach der eigenen Sexualität, die Trennung der Eltern und auch eine ungewollte Schwangerschaft.«

Berliner Morgenpost (22. Juni 2020)

»(...) ein wichtiger Roman über (Cyber-)Mobbing, Mitläufer, Selbstdarstellung, Anderssein und Freundschaft. Einfühlsam, aber trotzdem schonungslos ehrlich.«

ERWIN (29. Oktober 2020)

»Ein rührender Coming-of-Age-Roman.«

Scenario (03. August 2020)

»(...) nimmt einen bis zum Schluss mit. Eine sehr interessante Mischung aus Coming-of-Age-Roman, Krimi und Thriller.«

Family Magazin (CH), Finja Wendland (24. September 2020)

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