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Das »Volkslaufbuch« von Ingo Froböse bei Südwest

Der Autor ...

Prof. Dr. Ingo Froböse, ehemaliger deutscher Vizemeister im Sprint, ist Universitätsprofessor für Prävention und Rehabilitation an der Deutschen Sporthochschule Köln, wo er auch das Zentrum für Gesundheit leitet. Er ist Sachverständiger des Bundestags in Sachen Prävention, und ist für mehrere Krankenkassen als wissenschaftlicher Berater in Punkto Gesundheitsvorsorge tätig.

... über die Vorteile des Laufens

Prof. Dr. Ingo Froböse
© Random House/Torsten Zimmermann

Frage: Vor wenigen Jahren habe ich über das Laufen noch ganz anders gedacht. Warum sollte ich laufen, wenn ich nach kürzester Zeit Durst, Seitenstechen und schmerzende, schwere Beine bekomme und ich mich deutlich besser fühle, wenn ich nicht laufe? Was soll daran Spaß machen? Warum nicht lieber schwimmen (dabei schwitzt man nicht), reiten (da lenkt die Beschäftigung mit dem Pferd von der Anstrengung ab), Rad fahren (man kommt schneller vorwärts ohne schwere Beine)? Was ist der Vorteil des Laufens verglichen mit anderen Bewegungsarten?

Ingo Froböse: So fragt jemand, der falsche Vorstellungen vom Laufen hat, vielleicht weil er in der Kindheit oder Jugend schlechte Erfahrungen damit gemacht hat. Vielleicht ist er bei ersten Laufversuchen zu schnell gestartet oder hat sich überfordert, was das Seitenstechen und die schweren Beine erklärt. Die angenehmen Seiten des Laufens hat er gar nicht erst kennengelernt.

Laufen ist die natürlichste Form von Aktivsein und Sport. Man kann es ohne großen Aufwand direkt an der Haustür beginnen oder an fast jedem anderen Ort. Das geht weder beim Schwimmen noch beim Reiten. Und beim Radfahren schlage ich mich mit dem Autoverkehr herum und begebe mich nicht selten in große Gefahr. Insofern hat das Laufen eindeutig Vorteile gegenüber vielen anderen Sportarten. Erlernen muss man es (fast) nicht, nur ein wenig darauf achten, dass man nicht zu schnell läuft. Wenn man das beherzigt, kann Laufen ein intensives körperliches Erlebnis sein, das viel Freude schenkt. Ich kann nur jedem raten, dem Laufen eine Chance (vielleicht auch die zweite oder dritte) zu geben. Es lohnt sich bestimmt!

... über den Gesundheitsaspekt beim Laufen

Frage: Alle laufen natürlich, weil es so gesund ist. Aber ich sehe viele Läufer mit Knieproblemen oder auch häufigen Erkältungen. Wie passt das zusammen? Ist Laufen wirklich so gesund oder ist das eine maßlose Übertreibung?

Ingo Froböse: Tatsächlich ist Laufen nicht nur gut für den Körper, sondern auch für Geist und Seele. Wie immer im Leben gibt es allerdings ein Aber. Denn mit dem Laufen ist es wie mit so vielem anderen: Die Dosis macht das Gift! Damit meine ich, mit der richtigen Belastung fördert man seine Gesundheit und tut sich selbst etwas Gutes.

Wer jedoch sehr ehrgeizig ist und zu viel auf einmal will, überlastet sich schnell. Das passiert Anfängern und Wiedereinsteigern dann, wenn sie in kürzester Zeit lange Strecken am Stück laufen wollen. Gerade Sehnen und Gelenke brauchen Zeit, um sich an die neue Belastung anzupassen. Ehrgeizige Fortgeschrittene überfordern sich oft, weil sie sich nach Wettkämpfen nicht genug Regenerationszeit gönnen und zu viele Läufe innerhalb eines Jahres absolvieren. Bei beiden Gruppen sind dann oft Knieprobleme die Folge.

Außerdem kann auch das Immunsystem überlastet werden, denn wegen der vermehrten Atmung beim Laufen und kürzerer Regenerationsphasen kann das Immunsystem seine Arbeit nur mit halber Kraft verrichten. So haben Krankheitserreger leichtes Spiel. Das äußert sich meist in Erkältungen und einer verminderten Leistungsfähigkeit.

Volkslaufbuch Blick ins Buch

Ingo Froböse, Ulrike Schöber

Volkslaufbuch

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