Franz Alt: Was Jesus wirklich gesagt hat. Die 100 wichtigsten Worte Jesu

Franz Alt: Was Jesus wirklich gesagt hat. Die 100 wichtigsten Worte Jesu.

Petrus der Fels oder Jesus der Fels? (S. 249 ff)

Zwischen Anfang und Mitte Dezember des Jahres 29 – nach den Berechnungen von Günther Schwarz – nahm Jesus seine Jünger Petrus, Jakobus und dessen Bruder Johannes mit auf einen hohen Berg. Vor ihren Augen wurde Jesus verwandelt. »Sein Gesicht leuchtete wie die Sonne, und seine Kleider wurden blendend weiß wie das Licht«, heißt es im Matthäus-Evangelium. Eine Himmelstimme offenbarte ihnen die Einzigartigkeit Jesu:

»Dies ist er, mein Sohn, mein Einzigartiger,
Er, an dem mein Selbst Wohlgefallen hat,
gehorcht ihm! – Denn er ist der Fels.
Auf diesen Felsen
Werde ich meinen Tempel bauen.
Ihn können sie nicht überwältigen,
die Torhüter der Unterwelt.
Ihm werde ich die Schlüssel geben
zur Himmelsherrschaft.
Wem er zuschließen wird –
ihm soll zugeschlossen sein.
Und wem er aufschließen wird –
ihm soll aufgeschlossen sein.«

(Mt 17,1-6 RÜ)

Dieser Text ist für rationalistische Gemüter natürlich eine Zumutung. Umwandlung in Lichtglanz und Himmelsstimme – wo gibt’s denn so etwas? Nur: Neben dem eben zitierten Text gibt es jedoch zwei weitere Textzeugen, die wir nicht einfach beiseiteschieben können, weil uns ihr Bericht nicht behagt. In der aramäischen Rückübersetzung sagt Johannes (1,14): »Wir sahen den Lichtglanz des einzigartigen Sohnes von Abba.« Und im ersten Petrus-Brief steht in der aramäischen Rückübersetzung: »Wir sind Zeugen seines Lichtglanzes geworden ... und diese Stimme haben wir vom Himmel hören können, als wir mit ihm auf dem heiligen Berg waren.« Nach den Erkenntnissen der chinesischen und tibetischen Medizin ist das, was hier »Lichtglanz« heißt, die Aura; seine drei Freunde haben also Jesus in seiner Aura gesehen. Später in der Apostelgeschichte wird dieser Petrus, inspiriert vom Erlebnis mit Jesus auf dem Berg, ein Wort sagen, dessentwegen wir ihn immer ehren und achten sollten. Den Hohepriestern, die ihn ins Gefängnis warfen, hielt er mutig entgegen: »Man soll Gott mehr gehorchen als den Menschen.« Doch Papstgehorsam war in den Kirchen oft wichtiger als Gottesgehorsam.

Beim Abstieg vom Berg fragt Jesus seine drei vertrautesten Schüler: »Wisst ihr nun, wer ich bin?« (Mt 17,9; 16,15-17,20 RÜ).

»Simon antwortete:
Du bist der Sohn Gottes.
Jeschu erwiderte:
Wohl dir! – Simon, Sohn des Jonas.
Denn nicht Fleisch und Blut
hat dir das offenbart, sondern Abba in den Himmeln.
Dann befahl er seinen Schülern:
Ihr dürft die Schauung niemand mitteilen –
außer ich werde am Leben erhalten!«


Damit ist die Frage nach Jesu Selbstverständnis endgültig beantwortet. Er ist nicht Gott, aber Gottes einzigartiger Sohn. Und: Nicht Petrus ist der Fels, auf den Gott seine Kirche bauen will, sondern Jesus ist der »Fels«, auf dem Gott seine Gemeinde errichten möchte. Und schließlich: Den Schlüssel zum Einlass in die Himmelsherrschaft besitzt nicht Petrus, sondern allein Jesus.

In der aramäischen Muttersprache Jesu wird klar, dass das Papsttum in Rom seit 2000 Jahren auf einer raffinierten Übersetzungsfälschung beruht. Dazu liefert Günther Schwarz nach gründlichen Sprachrecherchen in seinem Buch »Hat Christus Stellvertreter?« den Nachweis, »dass im Aramäischen zwei Buchstaben genügen, um ›Er (Jeschu) ist der Fels‹ in ›Du (Petrus) bist der Fels‹ zu verändern«. Das Fels-Wort ist also ein Wort Gottes an Jesus und nicht ein Jesus-Wort an Petrus.

Was Jesus wirklich gesagt hat

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