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Die Erben der Erde

Gekürzte Lesung mit Dietmar Wunder

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€ 17,95 [D]* inkl. MwSt.
(* empf. VK-Preis)

Hörbuch Download (gek.) ISBN: 978-3-8445-3007-0

NEU
Erschienen:  11.06.2018
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Die lange erwartete Fortsetzung des Weltbestsellers "Die Kathedrale des Meeres"

Wir schreiben das Jahr 1387. In Barcelona begegnen wir dem zwölfjährigen Hugo Llor, dem Sohn eines verstorbenen Seemanns. Arnau Estanyol, der beim Bau Kathedrale des Meeres dabei war, ist jetzt Werftbesitzer und kümmert sich um Hugo. Hugos Jugendträume werden mit der unbarmherzigen Realität konfrontiert. Und er wird sich in den Weinbergen neue Arbeit suchen - und so die schöne Nichte des jüdischen Weinbergsbesitzers kennen und lieben lernen. Doch er muss miterleben, wie unerbittlich der Hass auf Volksgruppen sein kann.

Ildefonso Falcones breitet wieder ein großes historisches Panorama aus, das auch eine Liebeserklärung an die Stadt Barcelona ist.

(Laufzeit: 23 h 8)

Ildefonso Falcones (Autor)

Ildefonso Falcones de Sierra, verheiratet und Vater von vier Kindern, arbeitet als Anwalt in Barcelona. Sein Debütroman „Die Kathedrale des Meeres“ war ein überwältigender internationaler Erfolg. Mit weltweit mehr als fünf Millionen verkauften Büchern hat sich Falcones als der bestverkaufte spanische Autor historischer Romane verewigt.


Dietmar Wunder (Sprecher)

Dietmar Wunder verdankt den "James-Bond"-Filmen mit Sean Connery seinen Weg ins Filmgeschäft. Heute ist er als Schauspieler, erfolgreicher Synchron- sowie Hörbuchsprecher und Dialogregisseur tätig. Er ist die deutsche Stimme vom aktuellen "James Bond"-Darsteller Daniel Craig sowie von Adam Sandler, Cuba Gooding Jr., Omar Epps und Sam Rockwell. Wunder wurde für seine Arbeit mehrfach ausgezeichnet, darunter der Deutsche Synchronpreis 2008 für die Dialogregie der TV-Serie Weeds und der Ohrkanus 2011 in der Kategorie „Beste Lesung Kinder/Jugendliche“. Wunder ist aber auch vor der Kamera zu sehen, so u. a. in Uli Edels "Der Baader Meinhof Komplex". Beim Los Angeles Reel Film Festival 2010 erhielt er den Award „Best Supporting Actor“ für seine Rolle im Thriller "Not Worth A Bullet". Im Hörverlag ist Dietmar Wunder u. a. in der Lesung von "Das Lied der Freiheit" von Ildefonso Falcones zu hören.

Übersetzt von Carsten Regling, Michaela Meßner
Originalverlag: C. Bertelsmann

Hörbuch Download (gekürzt), Laufzeit: 1388 Minuten

ISBN: 978-3-8445-3007-0

€ 17,95 [D]* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: der Hörverlag

NEU
Erschienen:  11.06.2018

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Ein großartiges Meisterwerk

Von: Ariettas Bücherwelt Datum: 11.07.2018

https://www.facebook.com/groups/1672928882728858/

Inhaltsangabe:
Die lange erwartete Fortsetzung des Weltbestsellers "Die Kathedrale des Meeres"
Millionen von Lesern waren fasziniert von Arnau Estanyols Geschichte, der beim Bau der Kirche Santa Maria mithalf. Nun erzählt Ildefonso Falcones in seinem neuen aufregenden Sittengemälde wieder von Loyalität und von Rache, aber auch von der Liebe und den Träumen der Menschen.
Wir schreiben das Jahr 1387. In Barcelona begegnen wir dem zwölfjährigen Hugo Llor, dem Sohn eines verstorbenen Seemanns. Aber wir begegnen auch Arnau Estanyol wieder, dem Werftbesitzer, der sich um den Jungen kümmert. Hugos Jugendträume werden mit der unbarmherzigen Realität konfrontiert. Und er wird sich in den Weinbergen neue Arbeit suchen - und so die schöne Nichte des jüdischen Weinbergsbesitzers kennen und lieben lernen. Doch er muss miterleben, wie unerbittlich der Hass auf Volksgruppen sein kann.
Ildefonso Falcones breitet wieder ein großes historisches Panorama aus, das auch eine Liebeserklärung an die Stadt Barcelona ist.

Meine Meinung: zum Autor: Ildefonso Falcones, „taucht ganz in den Geist des Mittelalters ein.“, schreibt Diana Gabaldon, das kann man nur bestätigen. Dieser 4. Roman von ihm ist mal wieder ein großes und tiefgründiges Leseerlebnis, mit dem großen historischen Hintergrund Barcelonas. Man merkt beim Lesen, wie er diese Stadt liebt, er setzt ihr damit ein Denkmal. Es ist die Fortsetzung seines 1. Romans „ Die Kathedrale des Meeres. In diesem neuen Roman ist der 12 Jährige Halbwaise Hugo Llor , ein Schützling von Meister Estanyol der Held. Der seinen Meister und Beschützer bewundert, und gerne in dessen Fußstapfen treten möchte. Auch in dieser Geschichte geht es um Religion, ob Juden oder Christentum und den Auswirkungen. Rache, Treue, Liebe spielen eine große Rolle. Seine Recherche über Barcelona und das Umland im 14. Jahrhundert, sind überaus gründlich. Seine Figuren sind sehr real und lebendig, auch deren einzelnen Charaktere sind gut herausgearbeitet. Sin Schreib-und Erzählstil sind wie immer sehr flüssig, klar, bildhaft und kraftvoll. Er versteht es einem mitzureisen und abzutauchen lassen in das Geschehen, man fiebert, hofft und bangt mit den Figuren mit.
Zum Inhalt:
Der 12 jährige Hugo, dessen Traum es ist mal Schiffsbauer zu werden, muss mit ansehen, wie sein Meister und Beschützer, grundlos hingerichtet wird. Hugos Träume zerplatzen wie Seifenblasen, sein Herz ist voll Trauer, und dann heiratet seine Mutter noch einmal. Hugo findet halt bei den Juden, mit dem sein Meister Arnau Estanyol sehr verbunden war. Hier zählen noch Treue und Loyalität. Er findet Arbeit im Weinberg bei seinen jüdischen Freunden, und ausgerechnet verliebt er sich auch noch in die Nichte des Weinbauern. Der Hass auf die Juden ist teilweise sehr groß in der Christlichen Bevölkerung. Hugo gerät selbst in Gefahr, er muss noch viele Bittere, traurige und erschütternde Erfahrungen machen. Man bekam oft selbst Gänsehaut beim Lesen und hätte gerne Hugo in die Arme genommen und Trost gegeben. Wie es mit Hugo weitergeht, nach all den Ausschreitungen der Inquisition, ob seine Träume und Hoffnungen in Erfüllung gehen, jedenfalls liegt noch ein dorniger und sehr steiniger Weg vor Hugo. Ich hoffte beim Lesen das es für ihn in Erfüllung geht und ihm die große Liebe für alles entschädigt. Es war schön in Hugos Welt einzutauchen und ihn auf seinem Weg zu begleiten.

Ein Meisterwerk mit großem historischen Hintergrund ! Ein Lesegenuss !

Zu breit statt episch erzählt

Von: Michael Lehmann-Pape Datum: 10.07.2018

www.rezensions-seite.de

Sein Thema hat Falcones schon längst gefunden. Historische Romane, angesiedelt in Spanien, vor allem um und in Barcelona, die hier wiederum eine Verknüpfung von Sachthemen (in der Fortsetzung von „Die Kathedrale des Meeres“) des Schiffbaus (weniger) und des Weinanbaus und Weinhandels (mehr) im 14. Jahrhundert dem Leser vor Augen führt. Wie immer bei Falcones ist dieser Teil des Buches weitgehend sorgfältig recherchiert und wird dem Leser detailliert nahegebracht.

Und, ebenso wie gewohnt, verknüpft Falcones diesen konkreten Einblick in die spätmittelalterliche (spanische) Welt mit Fragen der religiösen Toleranz (Christentum und, vor allem, die Rolle der Juden in Barcelona um die Jahrhundertwende 1387 und der folgenden Jahre) und der weltlichen Macht (König Pedro stirbt zu Anfang des Werkes, sein Sohn, Juan, folgt ihm rachsüchtig auf den Thron und räumt umgehend umfassend auf. Was in jener Zeit das Rollen adliger Köpfe (und nicht-adliger Feinde, mit denen man noch eine Rechnung offen hat) umgehend zur Folge hat.

Die Feigheit der lokalen Politiker, die Arroganz der Macht, die Zerbrechlichkeit des Lebens, all das fasst Falcones dabei atmosphärisch treffend und durchaus ansprechend zusammen. Wenn Häuser verloren gehen, verwitwete Mütter nur zur Sonntagsmesse ihre Kinder sehen können und ansonsten wie Leibeigene gehalten werden, wenn angesehene Existenzen mit einem knappen Wort zerstört, hingerichtet werden und zurückbleibende Ehefrauen selbst noch die Schuhe abzugeben haben.

Mittendrin der zu Beginn 12jährige Hugo, den es auf den Spuren seines auf See verunglückten und verstorbenen Vaters zunächst in die Werft Barcelonas zieht. Und der dort an der Seite eines inhaftierten genuesischen Schiffbaumeisters (dessen „Fußkettenkugel“ er zu tragen hat) eigentlich getrost in eine Zukunft auf der Werft blickt.

Doch es kommt, natürlich, anders und weitaus verwickelter, oder „schicksalhafter“, als er denkt. Zerschlagen, ernüchtert, heimatlos und voll innerem Grauen über die nun angebrochene Schreckensherrschaft hat er das Glück, das ein (ebenfalls gefährdeter) alter Jude ihn in die „Kunst des Weines“ einführt und Hugo somit beide Welten kennenlernt und miteinander verbinden kann.

Wobei das letzte Element der Falcones Romane (natürlich) hinzutritt, die Liebe. Bei Falcones nicht immer in glücklicher Form. Wie die Hauptfigur des Vorgängerromans, Arnau, wird auch Hugo ein ähnliches Schicksal in der Liebe ereilen. Die wiederum vielfache Wendungen, Belastungen und Irrungen erfahren wird, religiös belastet daherkommt und sich (endlos anmutend) mit sehr wechselhaften Haltungen zueinander, dann in erbitterter Feindschaft, durch die gut 900 Seiten Text zieht.

Was auf eine der Schwächen des Romans bereits hindeutet. Denn zu ähnlich gestrickt ist die Geschichte der Hauptfigur mit der Person des Arnau aus der „Kathedrale der Meere“, zu offenkundig das sehr ähnlich Strickmuster beider Romane, ohne dass Hugo einerseits und der Weinbau andererseits eine ähnliche Zugkraft und innere emotionale Beteiligung beim Leser auslösen können. Wobei sogar (in Teilen) Hugo mit der gleichen Familie in Konflikt gerät, wie Arnau damals.

Die breite Erzählweise Falcones, die hier nicht „episch“ sondern tatsächlich einfach nur breit und langatmig wirkt, bereitet in nicht wenigen Teilen des Romans dem Leser allerdings doch Mühe, die interessanten und lebendig dargestellte Lebensweise jener Zeit in Spanien durchweg zu genießen. Gewürzt mit nicht wenigen einzelnen Schicksalen, einer Prise klarer Erotik, teils brutaler Härte und miteinander im Guten und Bösen verknüpften Lebenslinien.

„Er konnte nichts sehen. Es gelang ihm nicht, die Augen zu öffnen….aber er hörte das Pfeifen der Axt und das knackende Geräusch“.
Was hier nicht von einem zerspaltenem Holz, sondern von einem durchschnittenen Genick herrührt.

Wie gewohnt reich an Details, am Ende aber einfach auch erschlagend, zu breit und langwierig (mitunter auch in komplizierter Sprache) erzählt, zudem zu „provinziell“ (mit zu wenig „Barcelona“) und einfach zu ähnlich dem Vorgänger, um durchgehend zu fesseln.

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