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Der Fall Kallmann

Gekürzte Lesung mit Dietmar Bär, Oliver Siebeck, Robert Frank, Sinja Dieks, Britta Steffenhagen, Oliver Brod, Simone Kabst

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Hörbuch MP3-CD (gek.) ISBN: 978-3-8445-2831-2

Erschienen:  30.10.2017
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Wer war Dorflehrer Kallmann wirklich?

Wer war Eugen Kallmann? Warum musste der beliebte Gesamtschullehrer in der beschaulichen schwedischen Kleinstadt sterben? War es wirklich nur ein Unglücksfall, wie die Polizei behauptet? Als sein Nachfolger nach der langen Sommerpause seinen Dienst antritt, findet er im Pult unter Kallmanns Sachen eine Reihe von Tagebüchern, die ihn schon bald daran zweifeln lassen, dass sein Vorgänger tatsächlich eines natürlichen Todes gestorben ist. Denn in seinen Einträgen behauptet Kallmann, er könne in den Augen anderer Menschen erkennen, ob sie gemordet haben. Und er scheint in den letzten Monaten seines Lebens einem nie entdeckten Verbrechen auf der Spur gewesen zu sein. Leon Berger will den Fall Kallmann lösen – und seine Ermittlungen erschüttern schließlich die ganze Kleinstadt ...

Gelesen von Dietmar Bär, Oliver Siebeck, Robert Frank, Sinja Dieks, Britta Steffenhagen, Oliver Brod und Simone Kabst.

(1 mp3-CD, Laufzeit: 11h 48)

Håkan Nesser (Autor)

Håkan Nesser, geboren 1950, ist einer der beliebtesten Schriftsteller Schwedens. Für seine Kriminalromane erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, sie sind in über zwanzig Sprachen übersetzt und mehrmals erfolgreich verfilmt worden. Håkan Nesser lebt abwechselnd in Stockholm und auf Gotland.


Sprecher

Dietmar Bär ist mit dem Genre Krimi eng verbunden. Für seine Rolle als Tatort-Ermittler Freddy Schenk erhielt er den Deutschen Fernsehpreis. Als Hörbuchsprecher hat er sich mit seinen Lesungen der Romane von Stieg Larsson und Håkan Nesser einen Namen gemacht.

Seit 1995 ist Schauspieler und Sprecher Oliver Brod für diverse Rundfunkanstalten im Einsatz und arbeitet als Literatur- und Featuresprecher im WDR (Stammsprecher ZeitZeichen). Oliver Brods Stimme ist untrennbar mit den Hörbüchern von Dmitry Glukhovsky verbunden. Zuletzt war er in Peter Swansons Die Gerechte zu hören.

Oliver Siebeck, geboren 1961, ist als Synchronsprecher aus verschiedenen Fernsehserien bekannt. Er lieh schon vielen Figuren in deutschen Fassungen seine Stimme: So spricht er in "Prison Break" (2007-2009) den Agenten Paul Kellerman, in "Alias - Die Agentin" (2003-2005) die Figur Eric Weiss und seit 2004 hört man ihn in "Two and a Half Men" als Dr. Melnick. Siebeck ist auch als Hörbuchsprecher beliebt.

Britta Steffenhagen spielt in verschiedenen Theaterstücken und wirkt als Synchronsprecherin an diversen Filmproduktionen mit. Sie moderiert bei radio eins. Die beliebte Hörbuchsprecherin hat für Random House Audio bereits zahlreichen Hörbüchern ihre Stimme geliehen, darunter auch Kathy Reichs’ Totengeld.

Sinja Dieks, 1986 in Unna geboren, sammelte ihre erste Bühnenerfahrung als Akrobatin im Circus Travados in Unna. Sie studierte Schauspiel an der Hochschule für Film und Fernsehen in Potsdam-Babelsberg und arbeitet seitdem als Schauspielerin für Theater, Fernsehen und Kino. Mit ihrer Hauptrolle im ZDF-Märchenfilm "Die sechs Schwäne" wurde sie einem breiten Publikum bekannt und 2014 für den Deutschen Schauspielerpreis nominiert. Darüber hinaus ist sie in mehreren TV-Serien zu sehen (u.a. "Letzte Spur Berlin", "Bella Block").

Simone Kabst wurde 1973 geboren und studierte an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart. Sie spielte u. a. an der Schaubühne und am Maxim Gorki Theater Berlin, ist als Gastdozentin an der Hamburg Media School tätig und zurzeit am Theater Poetenpack in Potsdam zu sehen. Immer wieder übernimmt Simone Kabst auch Rollen in Film- und Fernsehproduktionen, wie "Rote Rosen", "Claudia, das Mädchen von Kasse 1", "Fürst Pückler" und "Der blinde Fleck – Das Oktoberfestattentat". Darüber hinaus ist sie eine gefragte Sprecherin für Features, Audioguides und Hörspiele, las für den Hörverlag z. B. Cecelia Aherns "Für immer vielleicht" und Janet Evanovichs "Der Beste zum Kuss" sowie die Lucinda-Riley-Romane "Das Orchideenhaus", "Das Mädchen auf den Klippen", "Der Lavendelgarten", "Das italienische Mädchen", "Die Mitternachtsrose", "Der Engelsbaum" und "Helenas Geheimnis".

Robert Frank setzt seine markante Stimme in vielen Bereichen ein: bei Synchronaufnahmen, Hörbuchlesungen, Hörspielen, in Werbung, Computerspielen, Radiofeatures und Dokumentationen. Als Regisseur und Schauspieler ist er an etlichen deutschen Bühnen zu Hause und immer wieder bei TV- und Kinoproduktionen zu sehen.


Paul Berf (Übersetzer)

Paul Berf, geboren 1963 in Frechen bei Köln, lebt nach seinem Skandinavistikstudium als freier Übersetzer in Köln. Er übertrug u. a. Henning Mankell, Kjell Westö, Aris Fioretos und Selma Lagerlöf ins Deutsche. 2005 wurde er mit dem Übersetzerpreis der Schwedischen Akademie ausgezeichnet.

11.10.2018 | Kino

ab 11.10. im Kino: Die Verfilmung von Håkan Nesser "Intrigo"

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Übersetzt von Paul Berf
Originalverlag: btb HC

Bearbeitet von Anke Albrecht

Hörbuch MP3-CD (gekürzt), 1 CD, Laufzeit: 708 Minuten

ISBN: 978-3-8445-2831-2

€ 19,99 [D]* | € 22,50 [A]* | CHF 28,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: der Hörverlag

Erschienen:  30.10.2017

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Der Fall Kallmann

Von: Heidi Datum: 05.12.2017

heidis-seite.blogspot.de/

Zum Inhalt:
Viele kennen Eugen Kallmann von der Bergtunerschule, aber wirklich etwas über ihn wissen, oder gar sagen können ist keinem möglich. Ebenso mysteriös das er vermutlich durch einen Treppensturz stirbt. Aber ist er wirklich von alleine gestürzt oder wurde nachgeholfen ? Und was hat es mit seinen Tagebüchern, die sein Nachfolger an der Schule findet auf sich ? Sie werden von vielen gelesen , aber kaum verstanden. Und hat er wirklich als Kind seine Mutter umgebracht ?
Zu viele ungeklärte und offene Fragen stellen sich. Und so entschließt sich sein Nachfolger Leon Berger mit zwei seiner Kollegen den Fall zu lösen .

Mein Fazit :
Als Papier- Ausgabe hätte ich sicher gerade zu Anfang so meine Probleme gehabt diesem Roman zu folgen. Aber als Hörbuch war es ein wahrer Genuss den verschiedenen Stimmen zu folgen. Dieser Roman ist ein gelungener Krimi, der als Puzzle erzählt wird. In dem sich allerdings nur nach und nach eine Spannung aufbaut. Sie ist viel eher eine Erzählung die sich durch viel Vergangenheit und deren Geheimnisse herantastet und auf diese Weise immer mehr Puzzleteile zu Tage fördert. Die Erzählformen der einzelnen Personen finden in der Ich-Form statt, so das man nach einer Weile genau weis wo man sich im Roman befindet .
Das die Geschichte nur langsam seine Geheimnisse lüftet, steigert die Neugierde ungemein. Wer jetzt einen Thriller oder gar einen Blutrünstigen Mordfall erwartet, der dürfte enttäuscht sein. Diesen Roman würde ich als ein besonderes Fünf-Gänge-Menü mit unerwartetem Ende beschreiben. Die vorlesenden Stimmen passen perfekt zur Geschichte .

Für diesen gelungenen Schweden-Krimi vergebe ich sehr gerne 5 ***** und eine absolute Hörempfehlung

Ein Krimi zum Nachdenken

Von: Ritja Datum: 10.11.2017

buchstabenfestival.blogspot.de/

Hakan Nesser hat es wieder geschafft. Schon seit einigen Jahren lese und höre ich gern seine Geschichten. Es sind nicht immer die einfachsten Geschichten, die er erzählt, doch viele bleiben im Kopf und regen zum Nachdenken und Hinterfragen an.

Auch in diesem Fall beschreibt Kallmann eine Kleinstadt und seine Einwohner so genau und so realistisch, dass man direkt ein Bild im Kopf hat. Es werden mehrere Handlungsstränge parallel geführt, was anfangs vielleicht etwas verwirrt, aber je weiter die Geschichte voran schreitet, desto mehr verbinden sich die Handlungen. Es entsteht dabei ein Bild, welches überrascht und vielleicht sogar in eine andere Richtung zeigt, als man es selber erwartet hätte. Die Hauptcharaktere werden von verschiedenen Sprechern gesprochen, was die Geschichte noch interessanter werden lässt. Hakan Nesser fängt stets langsam an und bringt nur nach und nach die Wahrheit ans Licht. Bis dahin werden immer mehr Geheimnisse und totgeschwiegene Begebenheiten ausgegraben und offengelegt, was für Unruhe in der Kleinstadt sorgt. Immer wieder legt Hakan Nesser seinen Daumen in die Wunden der (heutigen) Gesellschaft und fordert den Zuhörer zum Nachdenken auf.

Für mich war es eine gelungene und interessante Geschichte. Es ist kein typischer Krimi, obwohl es Leichen gibt, sondern eher ein kritischer Blick auf die Gesellschaft.

Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Gute Krimiunterhaltung ohne viel Blutvergießen

Von: Stephanie Wolff-Rohe aus Aachen Datum: 05.11.2017

Buchhandlung: Buchhandlung am Markt, Aachen

Leon Berger, Gesamtschullehrer in Stockholm, hat seine Frau und seine Tochter bei einem Schiffsunglück vor der afrikanischen Küste verloren. Als er per Zufall Ludmilla, eine Freundin aus Studienzeiten, trifft, die ihm von einer freigewordenen Stelle an ihrer Schule in Nordschweden erzählt, bietet sich für die ihn die Möglichkeit eines Neuanfangs. Er wechselt Wohnort und Arbeitsplatz.

Als er seine neue Stelle antritt, erfährt er, dass sein Vorgänger Eugen Kallmann nicht etwa einfach nur in Rente gegangen ist, sondern dass er unter verdächtigen Umständen ums Leben gekommen ist. Er wurde in einem verlassenen Gebäude, um das sich etliche Gerüchte ranken, am Fuß einer Treppe tot aufgefunden. Obwohl die Polizei keine Anhaltspunkte für ein Gewaltverbrechen finden konnte, sind viele in der Kleinstadt überzeugt, dass Kallmann ermordet wurde.

Leon selbst ist an diesen Gerüchten zunächst nicht besonders interessiert, schließlich kannte er den Lehrer Kallmann nicht. Das ändert sich, als er in seinem Schreibtisch, den er von Kallmann übernommen hat, dessen Tagebücher findet. Sie enthalten überaus kryptische Texte, in denen Kallmann immer wieder behauptet, er könne einen Mörder an dessen Augen erkennen, und tatsächlich sei er einem unaufgeklärten Verbrechen auf die Spur gekommen.

Gemeinsam mit einigen seiner Kollegen macht sich Leon daran, das Geheimnis der Tagebücher und den Tod seines Vorgängers zu ergründen. Auch einige Schüler interessieren sich für die Vorgänge. Gleichzeitig kommt es in der Schule zu mehreren rassistischen Übergriffen. Gibt es hier Zusammenhänge?

In jedem Kapital dieses Krimis wechselt der Erzähler. Mal beschreibt Leon das Geschehen, mal einer seiner Kollegen oder eine Schülerin von Eugen Kallmann. Und hin und wieder kommt auch eine Person aus der Vergangenheit zu Wort und erhellt so die Vorgeschichte. Nach und nach entsteht dadurch das Gesamtbild der Vorgänge. Diese Erzählweise erinnert an ein großes Puzzle, dessen Bild für den Leser nach und nach immer vollständiger wird. Dabei kommt das Buch - für einen skaninavischen Krimi ist das erwähnenswert - völlig ohne übertriebene Gewaltdarstellungen aus. Die Krimihandlung ergibt sich vornehmlich aus der Personenkonstellation und dem unheilvollen Zusammenwirken von Vergangenheit und Gegenwart. Es bleibt bis zum Schluss spannend und endet mit einer lange angelegten aber dennoch überraschenden Wendung.

Gute Krimiunterhaltung ohne viel Blutvergießen.

Ein außergewöhnliches Buch

Von: Annette Wildhage aus Oberursel Datum: 30.10.2017

Buchhandlung: Bücherstube Frank Wildhage GmbH

Ein außergewöhnliches Buch von einem außergewöhnlichen Autor. Viel mehr als nur ein Krimi. Hier treffen sich subtile Spannung und psychologische Raffinesse. Ein sehr klug und einfühlsam komponiertes Buch.

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