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Leserstimmen (31)

Pierce Brown: Red Rising - Im Haus der Feinde (Red-Rising-Trilogie) (2)

Red Rising - Im Haus der Feinde Blick ins Buch

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Paperback, Klappenbroschur ISBN: 978-3-453-53442-1

Erschienen: 13.06.2016
Dieser Titel ist lieferbar.

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Tolle Fortsetzung

Von: thebookpassion Datum : 07.04.2017

thebookpassion.blogspot.de/

Darrow hat der Obersicht den Kampf angesagt und will die Herrschaft der Goldenen endgültig brechen. Dafür schließt Darrow sich dem Widerstand an und wird dafür selbst zu einem Goldenen. Er befindet sich mitten unter seinen Freunden und versucht das System von inneren heraus zu zerstören. Doch Darrow findet unter den Goldenen nicht nur Feinde, sondern auch Freunde und sogar Liebe. Dennoch wartet der Verrat überall…


Der erste Teil der Trilogie konnte mich absolut überzeugen und so war ich umso mehr gespannt, ob es dem Autor gelingt das hohe Level zu halten. Und wie Pierce Brown das Level halten kann! Der zweite Band war eine Achterbahn der Gefühle für mich und hat mich schon nach wenigen Seiten wieder mitgerissen.
In diesem Band nehmen vor allem die SiFi Elemente deutlich zu. Denn Weltenschlachten und das Reisen durch das Universum sind in diesem Band ein zentrales Thema und auch die Raumschiffe werden des Öfteren beschrieben. Dabei wird die Gewalt weder verherrlicht noch heruntergespielt. Pierce Brown schildert die Gewalt und den Tod viel mehr absolut authentisch und im richtigen Maße brutal, rücksichtslos und emotional.
Die Reise von Darrow und seinen Kumpanen ist voller Gefahr, Tod und Gewalt. Aber auch die politischen Intrigen enthalten weiter hin ihren Raum. So verrutscht Darrow mittlerweile einen Bürgerkrieg entstehen zu lassen. Und dabei funktionieren seine Pläne mal mehr oder weniger gut. Doch auch die Pläne seiner Gegner laufen nicht immer reibungslos ab, sodass ich mir nie wirklich sicher war, wer gerade die Oberhand hat und wer nicht. Durch die vielen Intrigen und Auseinandersetzung habe ich noch wesentlich mehr Informationen über das politische System oder die Machtverteilung erhalten. Die Ereignisse häufen sich oft und dies ist absolut positiv gemeint. Ich war so unter Spannung, dass ich einfach immer weiterlesen muss, um zu erfahren, wie es weitergeht und wie sich die Situationen entwickeln.

Manchmal wusste ich wirklich nicht, ob ich die Figuren jetzt Hassen oder doch Lieben soll. Jede Figur Besitz eine ganz eigene Rolle im großen Ganzen. Sie passen sich den Situationen an und verändern sich durch das Erlebte. Oft hätten sie, ehe sie dies alles durchlebt haben, anders verhalten und sich auch anders entschieden, dies macht die Figuren jedoch wesentlich authentischer und verleiht allen eine gewisse Mehrdimensionalität.

Insgesamt ist der zweite Band eine rasante Fortsetzung, die dem ersten Teil in nichts nachsteht. Die Geschichte ist voller überraschenden Wendungen und hat mich das ein oder andere Mal atemlos zurückgelassen. Die gut ausgearbeiteten Figuren und der packende Schreibstil rundet den Roman zu einem grandiosen Abenteuer ab.

Hat mich nicht aus Socken gerissen

Von: Jackie Datum : 05.04.2017

itsabookwormthing.wordpress.com

Ich muss gestehen, dass ich dieses Buch nur zu 40% gelesen. Eigentlich eher quer gelesen. Ich hab vor gefühlten Ewigkeiten den ersten Band gelesen und für mich war der Einstieg sehr, sehr anstrengend und schwer. Normalerweise gibt es ja super nervende Rückblenden, aber bei diesem Buch gab es das diesmal nicht, was ich persönlich etwas schade fand/finde. Die Story fängt ein paar Jahre nach dem Ende des ersten Teils an (Zeitsprung!) und wenn man den ersten Teil noch präsent im Hinterkopf hat, gelingt der Einstieg auch super.
Anders als im ersten Teil, muss man sich hier wirklich richtig stark konzentrieren, da es ziemlich Input gibt. Und dieser Input war für mich nun mal ein Grund, dass Buch nicht ganz zu lesen. ich schließe mich da auch anderen Meinungen an, denn die Spannung hat während der Inputphasen ziemlich gelitten. Kaum war ein Spannungsaufbau da, zack kam eine Information und zack war die Spannung irgendwie futsch.
Bei meinem ganzen Gemecker muss ich sagen, dass pierce Brown sich treu geblieben ist sprachlich. Und was mich wirklich beeindruckt hat war, dass viele Charaktere eine tiefe hatten, die ich bei meisten Autoren vermisse. Auch die Spannung kommt wieder zurück. Und die Story ist auch wieder gut und durchdacht.

Fazit:
Hat mich leider nicht vom Hocker gerissen und ich werde auch nicht warm mit der Reihe. Aber ich denke, dass es auch größtenteils an mir selbst lag, denn dieses Buch ist nicht einfach für den kleinen Snack zwischendurch.
Was ich wahrscheinlich vergessen habe zu erwähnen, macht vor allem Darrow Fortschritte, denn sein Charakter macht eine Entwicklung durch, die a) glaubwürdig ist und b) total viel Sinn macht (bei manchen macht das ja keinen großen Sinn), weil man Darrow mag.

Im Haus der Feinde

Von: Lenas Welt der Bücher Datum : 20.01.2017

www.lenasweltderbuecher.de

Meine Meinung:

Der erste Teil hat mich sehr zwiegespalten zurück gelassen. Ich fand das Buch nicht schlecht, aber richtig vom Hocker reißen konnte es mich auch nicht. Deswegen war ich umso gespannter, wie mir wohl der zweite Teil gefallen wird.

Der Einstieg in die Geschichte fiel mir relativ leicht. Dass ich Teil eins gelesen habe, war noch nicht lange her – zum Glück. Denn Rückblenden gibt es hier keine und so könnte es für den ein oder anderen schwer werden, in die Geschichte zu finden.

Genau wie im ersten Teil ist der Schreibstil von Pierce Brown wieder sehr poetisch und besonders. Er schreibt sehr nüchtern und kalt.

Auch der zweite Teil ist definitiv kein Buch, dass man nebenbei einfach so weg lesen kann. Man muss sich beim lesen schon sehr konzentrieren, denn die Geschichte ist voller Informationen, die auf einen einprasseln. Daher habe ich auch sehr lange für das Buch gebraucht, denn nicht immer hatte ich die nötige Ruhe für die Geschichte, was es leider noch schwerer gemacht hat.

Die Spannung in dem Buch war okay. Dadurch dass es so viele Information gab, leidet die Spannung in meinen Augen. Auf den letzten 150 Seiten wurde es dann richtig spannend und actionreich und ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen.

Darrow der Protagonist, entwickelt sich in diesem Teil weiter. Er wird erwachsener, denkt mehr nach und wird stärker.

Das Ende macht neugierig auf den dritten Teil und damit den Abschluss der Trilogie, ist aber kein riesen Cliffhanger.

Fazit:
“Red Rising – Im Haus der Feinde” ist ein Buch, bei dem man sich wirklich konzentrieren muss und am Ball bleiben muss, da der Schreibstil nicht einfach ist und sehr viele Informationen auf einen treffen. Ich hatte damit leider so meine Probleme, weswegen der zweite Teil der Trilogie 3 Sterne von mir bekommt.

Ganz anders als Band 1

Von: Die fantastische Bücherwelt Datum : 05.01.2017

www.ricas-fantastische-buecherwelt.blogspot.de/

Meine Meinung:

„Im Haus der Feinde“ von Pierce Brown ist der zweite Teil der epischen Red Rising Trilogie, auf den ich so lange sehnsüchtig gewartet habe.

Als ich dieses Buch endlich in Händen hielt, wollte ich eigentlich direkt damit durchstarten, bekam es aber dann mit der typischen Angst zu tun: wird es meinen Erwartungen gerecht werden? Ist es überhaupt möglich, an diesen fulminanten ersten Band anzuknüpfen, der mich bis heute nicht losgelassen hat? So blieb es also erst einmal liegen, so lange bis schon der dritte Band erschienen ist und noch immer zögerte ich. Wieder einige Zeit später überkam es mich dann und ich musste es auf der Stelle lesen und – was soll ich sagen? – meine Ängste waren völlig unbegründet.

„Im Haus der Feinde“ knüpft 5 Jahre nach den Ereignissen aus „Red Rising“ an und wirft uns mitten ins Schlachtengewühl – im All. Auch für mich waren mittlerweile fast 3 Jahre vergangen und so waren die vergangenen Ereignisse natürlich nicht mehr allzu präsent für mich, dennoch fand ich mich erstaunlich schnell in Browns erdachtem Weltentwurf zurecht. Zwar konnte ich einige Figuren bis zum Schluss nur grob zuordnen, aber so wirklich gestört hat das kaum.

Man hat als Leser aber auch kaum Zeit, sich groß Gedanken zu machen, zu sehr überschlagen sich die Ereignisse. Freunde werden zu Feinden – und wieder zu Freunden. Bündnisse werden geknüpft und wieder gelöst; es herrscht Krieg. Fast war es schon zu viel des Guten, der rote Faden war zwischendrin außer Sicht, aber glücklicherweise meist schnell wiedergefunden. Wahrscheinlich habe ich jetzt schon wieder das meiste vergessen, manches ging direkt beim Lesen an mir vorbei, dafür habe ich später umso mehr zu entdecken, wenn ich diese Trilogie eines Tages erneut lesen werde.

Das Lesevergnügen wurde dadurch auch keineswegs geschmälert und darauf kommt es bei Unterhaltungsliteratur ja wohl an. Und auch wenn sich der Kopf mal ausgeklingt hat, war das Herz umso empfänglicher. „Im Haus der Feinde“ ist eine wilde Achterbahnfahrt der Gefühle; Gänsehaut, Herzrasen und vielleicht auch das ein oder andere Tränchen sind bei dieser Reihe einfach nicht wegzudenken.

Trotzdem kann ich nicht leugnen, dass es nicht so war wie Band 1 – aber eben auch nicht schlechter. Man hat das Gefühl, man lese zwei völlig verschiedene Bücher. Was sie, wenn man es genau nimmt, natürlich auch sind, aber Reihen sind oft wie ein sehr großes Buch, das eben in Stücke geteilt wurde und hier passen die Stücke eben nicht ganz zusammen. Ein seltsames Erlebnis.

Alles in allem ist „Im Haus der Feinde“ ein starker zweiter Band, nicht schlechter als sein Vorgänger, aber auch nicht ganz so brillant. Wo mir „Red Rising“ den Atem raubte, bescherte mir die Fortsetzung nur Gänsehaut. Nur sprachlich war es tatsächlich nicht so klar, was vermutlich an dem hohen Erzähltempo lag. Brown schreibt generell fantastisch – schlicht, aber auf hohem Niveau – doch dieses Mal findet man keine hundert Klebezettelchen in meinem Buch, was ein starker Kontrast zum Vorgänger ist, aus dem ich mehr zitieren wollte, als je erlaubt wäre.

Fazit:

Pierce Browns „Im Haus der Feinde“ ist der aufregende zweite Band seiner epischen Red Rising Trilogie. Trotz der langen Wartezeit zwischen dem ersten und zweiten Band fand ich erstaunlich schnell Zugang zur Geschichte, auch wenn ich bis zum Schluss nicht alle Namen richtig zuordnen konnte. In diesem Band passiert so viel, dass ein Feuerwerk an Impressionen vor meinem inneren Auge vorbeizieht, wenn ich daran denke, so verlasse ich mich lieber auf meine Emotionen, die viel stärker ausgeprägt sind. Was das angeht, muss sich dieser zweite Band auch wirklich nicht hinter seinem Vorgänger verstecken – uns Leser zu berühren, hat Brown einfach drauf. Einzige Kritikpunkte: die sprachliche Raffinesse hat ein wenig unter dem hohen Tempo gelitten, ebenso war der rote Faden nicht immer allzu straff gespannt. 4,5/5 Bücher!

Es wird immer BESSER!

Von: Lovely Girl Datum : 12.11.2016

bessis-louisiana.blogspot.de/

Kritik:

Charaktertechnisch ist alles beim Alten geblieben, Wir haben einmal Darrow, jetzt mit dem Nachnamen "au Andromedus", der nun offiziel Mitglied der Herrscherfamilie des Mars ist. Er muss Augustus,dem Oberhaupt,beweisen das er seines Namen würdig ist denn nur so kann er sein eigentliches Ziel erfüllen.
Dann haben wir noch Virginia "Mustang" au Bellona, ehemals Teil der Familie Andromedus und Tochter des Nero au Augustus. Sie befindet sich in einer Liebesbeziehung mit Darrows Erzfeind, Cassius au Bellona, der auf nichts als Rache gesinnt ist. Denn Darrow ist der Mörder seines Bruders und er will um jeden Preis dafür bluten lassen, koste es was es wolle. Wie immer an Darrows Seite ist Sevro alias "Kobold" und seine Heuler. Er steht Darrow immer zu Seite sei es im Krieg oder in einer hitzigen Diskussion mit den Goldenen. Noch immer ist die Beziehung zwischen Sevro und seinem Vater und Darrows erster Lehrer und Unterstützer. Was zuletzt daran lag das ein Geheimnis um Dancer gelüftet wird, von dem Sevro schon länger wusste.

Ich ging mit hoher Erwartung an den zweiten Teil ran, denn der erste Teil war für mich schon wirklich fesselnd und ein absolutes Must Have. Ich habe zufriedenstellend festgestellt, dass auch der zweite Teil perfekt an den Ersten anknüpft und meine Erwartungen sogar übertraf. Was mir persönlich sehr gut gefiel war, dass es diesmal nicht im Institut von statten ging, sondern in der echten Welt, die sehr unbamherzig ist. Das gesamte Kriegsszenario wurde perfekt umgesetzt und ich hatte das Gefühl das hier über ein real stattgefundenen Kampf erzählt wird.

Leider habe ich auch einiges ausszusetzen. Ich weiß das Zwischenmenliche, vor allem die Liebesgeschichte zwischen Darrow und Mustang, sind für die Geschichte sehr wichtig, aber manchmal wurde hier übertrieben und ich kam mir vor, wie in einem kitschigem Teenie Roman. Es passt zum Beispiel überhaupt nicht, dass während eines Kampfes ganze Seiten nur um ihre innige Gespräche handeln. Die Stimmung mitten im Krieg leidet sehr darunter.
Mein zweiter Kritikpunkt sind die kleineren Nebencharaktere. Sie tauchen plötzlich auf und haben wichtige Funktionen. Sie retten Darrow machmal sogar das Leben, aber kaum Hintergrundwissen. Manchmal wird nicht mal ein Familienname, der in ihrer Welt sehr von Bedeutung ist, preisgegeben. Ich würde mir wünschen, dass dies im nächsten Teil anders gehandhabt wird.

Der Schreibstil ist, wie im ersten Teil, ziemlich einfach und vor allem angenehm zu lesen, worauf ich viel Wert lege. Man lernt sogar ein bisschen lateinisch.
Um wieder auf das Latein zurückzugreifen: es werden Fremdwörter ob nun lateinisch oder eine andere Sprache sofort erklärt. Was nicht immer selbstverstänlich ist, wie ich an anderen Büchern gemerkt habe. Je nachdem, in welcher Situation wir uns im Buch befinden, es ist immer passend geschrieben. Fesselnd und immer mitreißeind.

Fazit:
Dieses Buch empfehle ich sehr: es hat es in meine Top 10 geschafft, man sollte dieses Wunderwerk nur lesen, wenn man den ersten Teil gelesen hat. Es ist spannungsgeladen und voller Abenteuer. Also ein MUSS!

Im Haus der Feinde

Von: mariesbookishworld Datum : 03.11.2016

www.mariesbuecher.blogspot.de

Auch im zweiten Teil des Buches ging es um Darrow und um seine Freunde und Verbündete.
Einige Zeit ist vergangen und Darrow arbeitet nun für den Feind - das Haus Augustus. Er ist inzwischen 20 Jahre alt und hat sich in vielerlei Hinsicht weiterentwickelt.

Der Schreibstil von Pierce Brown war auch diesmal sehr gut zu lesen und atmosphärisch dargestellt. Die Personen waren detailliert beschrieben und charakterlich sehr sehr tiefgründig aufgestellt. Jedoch hatte ich Schwierigkeiten mit der Masse der handelnden Personen. Trotz Register am Anfang des Buches fand ich es zu komplex. Teilweise wusste ich nicht mehr wirklich wer denn nun welche Person ist und in welcher Schlacht gegen wen Darrow gerade steckt. Wer ist Feind und wer Freund? Verbündeter oder Gegner?

Ich hatte vor allem im Mittelteil große Schwierigkeiten zurecht zu kommen, was den Lesespaß für mich sehr sehr eingeschränkt hat.

Erst auf den letzte 100-150 Seiten nahm das Buch für mich wieder sehr an Fahrt auf und es wurde wieder sehr spannend. Die letzten Seiten habe ich wirklich genossen uns freue mich jetzt doch auf den dritten Teil.

Das Ende hatte es wirklich in sich.

Ich hoffe, ich werde im letzten Band der Trilogie wieder etwas besser durchblicken können.

Red Rising - aka Braveheart in Space

Von: Mietze's Bücherecke Datum : 28.10.2016

cat-buecher-welt.blogspot.de/

Darrow hat die grausamen Spielchen des Instituts überwunden und lernt nun an der Akademie die Kunst der Kriegsführung. Einige Kameraden sind ihm geblieben, andere wurden in alle Himmelsrichtungen verstreut. Doch Darrow ist nicht unfehlbar und erleidet eine Niederlage, die ihn der Gunst seines Herrn beraubt. Gedemütigt und auf dem besten Wege vogelfrei zu werden, sieht er sich der Familie Bellona ungeschützt gegenüber und muss neue Bündnisse eingehen um zu überleben. Neue Wege tun sich auf, neue Verbündete werden gewonnen und Kameraden brechen mit ihm. Ein Krieg bricht aus, Verrat wird begangen und Darrow muss durch ein Meer aus Blut waten um sein Ziel zu erreichen - die Befreiung der Roten.

Wow was für ein Buch!
Alle Dinge die mich im letzten Band gestört haben waren vergessen, als ich direkt wieder in die Geschichte eingetaucht bin. "Im Haus der Feinde" spielt knapp zwei Jahre nach den Ereignissen im
Institut - der Prolog blickt aber noch einmal ganz kurz auf die letzte Szene aus Band 1 zurück.
Damit fällt der Einstieg denke ich auch nicht schwer, wenn zwischen den Büchern einige Zeit zurück liegt.
Darrow kämpft als angesehener "Student" an der Akademie des Krieges bis er in Ungnade fällt und und nun gezwungen ist, neue und unberechenbare Bündnisse zu schließen.
Ich habe mich gefreut Charaktere aus dem ersten Band wieder zu treffen. Im Laufe des Buches sind mir auch einige der Charaktere endlich richtig ans Herz gewachsen - ganz im Gegensatz zum ersten Band. Besonders Mustang, Sevro und die Heuler haben sich in mein Herz geschlichen, diese Bande von Verrückten ist einfach für alles zu haben und retten Darrow mehr als einmal den Hintern.
Auch Darrow wurde mir in diesem Band sympathischer. Er ist nach wie vor kein typischer Held.
Er vereint dunkle und helle Seiten in sich und gibt nicht auf - zum Wohle seines Volkes.
Dabei muss er auch noch mehr ertragen als man sich vorstellen kann.
So viel Leid, so viel Trauer, so viel Hass und Tod.
Das Buch ist stellenweise sehr emotional und damit hätte ich nicht gerechnet.
Die Geschichte hat mich total mitgerissen, trotz dessen, dass dieser Band stellenweise sehr politisch wurde und einige Intrigen im Vordergrund standen. Das wechselt sich aber ab mit geradezu epischen Schlachten zu Lande und im Weltraum. Da schwirrte mir stellenweise beinahe der Kopf vor lauter Action - Fregatten, Kreuzer, Starshells und allerlei andere Kriegswaffen kommen zum Einsatz beim Kampf um den Mars.
Darrow steht irgendwann an einem Scheidepunkt und muss ich entscheiden wie er den Kampf fortführen will - nur so viel: es gibt einige Plottwists und auch die Söhne des Ares sorgen für ein paar
davon.
Und zwar gab es da Twists bei denen ich dachte: Oh mein Gott ja, so wollte ich das haben.
Und es gab gerade gegen Ende welche nach dem Motto: Das hat der Autor jetzt nicht wirklich getan oder?
Es ist ein Wechselbad der Gefühle bei dem ich doch tatsächlich in einer SciFi-Dystopie wässerige Augen bekommen habe - großes Kino.
Wie sagte in einer amerikanischen Fantasy-Community ein User einmal: Braveheart in Space.
Das trifft es auf den Punkt.
Ich bin super froh, dass alle Teile bereits erschienen sind und ich nach dem furchtbaren Cliffhanger am Ende den dritten und abschließenden Band im November weiterlesen kann.

Eine grandiose Fortsetzung über einen Krieg der Planeten und Häuser, der das Schicksal eines ganzen Volkes entscheiden könnte. Ein Buch über Freundschaft, Verrat, Liebe und Intrigen in dem man sich nie sicher sein kann wer auf welcher Seite steht und ob am nächsten Tag der vermeintliche Freund einem nicht ein Messer in den Rücken rammt. Die Geschichte eines Helden der keiner ist und auch keiner sein will - und doch ist er auf dem besten Weg die Ikone einer Generation von Menschen zu werden die er eigentlich hassen müsste.
Nicht verpassen, trotz ein paar Längen könnte diese Trilogie mein Jahreshighlight werden.

unter Freunden / unter Feinden

Von: M.Schütt / Höhle der Leseratten Datum : 24.10.2016

leserattenhoehle.blogspot.de/

Direkt im Anschluss an den ersten Teil der Trilogie „Red Rising“ habe ich die Fortsetzung
Red Rising – Im Haus der Feinde“ gelesen. Ich musste unbedingt wissen, wie es mit Darrow weitergeht.
Gleich zu Beginn erlebt Darrow, dass sich immer wieder das Sprichwort bewahrheitet, wer hoch steigt, kann tief fallen. Nach einer Niederlage, bei der Darrow sich als schon als Sieger gefühlt hatte, muss er nicht nur damit leben, dass er durch seinen Fehler den Tod von unzähligen Menschen verursacht hat, sondern auch sein Herr Augustus ihn Fallen läßt.
Dies geschieht nicht nur auf Grund seiner Niederlage, sondern diese ist der Abschluss von Intrigen, die Darrow zu Fall bringen sollen. Nach seinem Aufstieg und die Aufnahme in die Gesellschaft der Goldenen ist er diesem politischen Geschäft und den dazugehörigen Intrigen nicht gewachsen. Wie soll er auch, da er ein Krieger ist.
Das wahre Ausmaß der Intrigen und politischen Spiele kommen Schritt für Schritt zum Vorschein. Da Darrow diese unterschätzt hat, ist diesen und damit der Willkür seiner Feinde ausgeliefert.
Die Geschichte entwickelt sich rasant und wurde in seinen Verwicklungen immer spannender, so dass ich nicht mehr aufhören konnte zu lesen.
Die Entwicklungen in der Geschichte folgten Schlag auf Schlag. Das Tempo der Geschichte steigerte sich immer wieder, nach kleinen ruhigeren Phasen. Insgesamt ist dieses Buch sehr actionreich. Diese (Weltraum-)Schlachten bringen Abwechslung in die politischen-gesellschaftlichen Verwicklungen.
In dem Buch erlebt man mit Darrow zusammen, Freundschaft, den Wert von Familien, aber auch Verrat und Intrigen. Immer wieder fragt man sich beim Lesen, wer nun zu wem gehört, wem Darrow wirklich vertrauen kann oder wer ihn eventuell verrät.
Hat mir der Erste Teil gefallen, wurde er von dem zweiten übertroffen. Ging es doch nicht mehr um Auslese, sondern um politische Intrigen, gesellschaftliche Machtspiele, aber auch das Abwägen von Werten und Gesellschaftsordnungen. Dies immer vor der unterschwelligen Frage, was erlaubt ist um ein vermeindlich übergeordnetes Ziel zu erreichen.
Der innere Kampf von Darrow, der dies zeigt, war nachvollziehbar. Doch schafft der Autor es ebenso die Moive von Darrows vermeindlichen Feinden ebenso gut darzustellen und zu zeigen, dass sie nicht immer die Bösen sind, sondern zum Teil ähnlichen Gründen handeln.
„Red Rising – Im Haus der Feinde“ ist eine gelungene Fortsetzung, die nahtlos an den ersten Teil anknüpft. Wobei mir dieses Buch besser gefiel als der erste Teil. Doch auch wenn es ein abgeschlossenes Buch ist, sorgt der Cliffhanger dafür, dass man sich auf den dritten Teil freut. Nötig ist es aber nicht diesen zu lesen.

Intrigen, Machtkämpfe und Verrat - eine wahnsinns-Story!

Von: Nicole W./LilStar Datum : 14.10.2016

www.lilstar.de

Es ist schon über 1 1/2 Jahre her, dass ich den ersten Teil dieser Reihe gelesen habe, die mich damals extrem begeistern konnte. Zwischenzeitlich hatte ich mal Bange, dass der zweite Teil nicht mehr in Deutschland erscheinen würde, aber es wurde glücklicherweise nur der Verlag gewechselt und die Zielgruppe angepasst, denn der erste Teil erschien noch unter dem Label Heyne fliegt und war als Jugendbuch deklariert. Jetzt gibt es alle Bände noch einmal als broschierte Ausgaben bei Heyne und trägt keinen Jugendbuch-Stempel mehr, was auch glücklicherweise so viel besser passt.

Ich war direkt beim Einstieg wieder total von der Handlung gefesselt, denn wir wohnen gleich einem großen Sieg von Darrow bei, der sich allerdings schnell zu seiner größten Niederlage entwickelt.
Leider merkte ich auch, dass es schon sehr lange her war, dass ich den ersten Teil gelesen hatte, denn ich konnte mich an einige Figuren nur noch rudimentär erinnern und brauchte eine ganze Weile um mir wirklich alle Charaktere und Handlungen des ersten Bandes noch einmal ins Gedächtnis zu rufen.

Wie der Anfang führt sich das Buch dann auch fort, ein Sieg jagt die nächste Niederlage, unaufhörlich und unerbittlich. Die Handlung hätte man eigentlich um einige (viele Seiten) kürzen können, aber dennoch war ich zu keiner Zeit gelangweilt, sondern ebenso wie unser Protagonist Darrow, aus dessen Perspektive wir auch alles miterleben, erstaunt über so viele menschliche Abgründe.

Das ganze Buch, die ganze Geschichte handelt eigentlich von unendlichen Intrigen, Politik, Gesellschaftsstrukturen, Freund- und Feindschaften, Verrat und Macht. Es folgt eine Wendung auf die nächste, als Leser bekommt man keine Gelegenheit zu verschnaufen und sich an Konstellationen zu gewöhnen, denn schon verrät wieder jemanden jemand und schon schaut wieder alles ganz anders aus als kurz zuvor noch gedacht.

Vorhersehbar ist dabei kaum etwas. Kaum glaubt man, dass Darrow es endlich geschafft hat, geschieht etwas, was ihn wieder ganz unten landen lässt. Ab und an hatte ich schon den Eindruck, dass er seine eigentliche Intention total vergessen hätte, nur um mir dann kurz darauf wieder das Gegenteil versichern zu lassen.

Pierce Brown erzählt hier keine Geschichte, er zeigt sie! Ich hatte trotz der vielen Seiten und der wenigen tatsächlichen Erzählungen über z.B. die Figuren trotzdem immer ein ganz klares Bild vor Augen, denn die Handlungen die beschrieben werden, das was da in der Geschichte passiert, das vermittelt viel mehr als jegliche Erklärungen es könnten. Das macht Pierce Brown wirklich großartig, schreiben kann er wie kaum ein anderer.

Der Autor hat hier eine irre Gesellschaft erschaffen, die unserer irgendwie sehr ähnlich ist, aber gleichzeitig auch nicht wirklich. Oder doch? Ich bin mir unsicher, aber wünschen würde ich es mir nicht. Es geht auch nicht nur um Gesellschaftsstrukturen, sondern auch besonders um Politik und um Macht. Das macht den Großteil des Buches aus und auch wenn sich das langweilig anhört – das ist es ganz und gar nicht! Ich fand diesen Band auch wieder super spannend und konnte es kaum erwarten zum Ende zu kommen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es enden würde.

Im ersten Band gab es wahnsinnig brutale Szenen. Die gibt es in diesem Band auch noch, aber nicht in der Intensität wie noch beim ersten Band, wobei das auch mein subjektiver Eindruck sein könnte. Vielleicht habe ich das beim ersten auch nur als so extrem gefunden, weil ich diesen Band damals noch mit dem Gedanken im Hinterkopf las, dass es ein Jugendbuch sei.

Fazit

Mit Red Rising: Im Haus der Feinde hat mich Pierce Brown wirklich atemlos durch eine brutale Geschichte voller Intrigen, Machtkämpfe und Verräter gejagt. Immer wenn ich dachte, ich wüsste nun wem zu trauen ist, begegnete ich der nächsten spektakulären Wendung und konnte mich noch einmal neu orientieren. So wurde es einfach nicht langweilig! Ich muss jetzt unbedingt sofort den dritten Teil lesen!

Red Rising Teil 2

Von: Bearnerdette Datum : 23.09.2016

www.bearnerdette.de/

Darrow war nichts als ein Roter, verdammt zu einem Leben in den Minen, das geprägt ist von harter Arbeit. Jetzt ist er ein Goldener, gehört zu der obersten Klasse der Menschheit. Doch einfacher ist sein Leben dadurch nicht geworden...

Red Rising - Im Haus der Feinde ist der zweite Teil einer Science Fiction Trilogie um einen Mann, der von der untersten Klasse in die oberste aufsteigt mit dem Wunsch das System von Innen zu revolutionieren. In ferner Zukunft ist das All besiedelt. Rote - die unterste Klasse der Menschheit - schuften auf dem Mars um den höheren Klassen ein angenehmes Leben zu ermöglichen. Nach dem Tod seiner Frau im ersten Teil der Buchreihe wurde Darrow von einer Gruppe Wiederstandskämpfer genetisch verändert und zu einem Goldenen gemacht - zu einem Mitglied der höchsten Klasse. Nun lebt er unter Ihnen, den Reichen und Schönen. Sie ahnen nicht, dass er eigentlich keiner von ihnen ist.

Im zweiten Teil kämpft Darrow für das Haus Augustus und muss sich bei den Menschen anbiedern, die er stürzen will. Doch Darrow weiß inzwischen, dass er mit purem Schwarz-Weiß Denken nicht weiterkommt. Er hat erkannt, dass es auch unter den Goldenen anständige und loyale Menschen gibt; Leute, die er inzwischen als Freunde betrachtet. Nur wird die Freundschaft auch halten, wenn sie irgendwann die Wahrheit erfahren? Er ist hin und hergerissen zwischen dem Wunsch, ehrlich zu seinen Freunden zu sein, und dem Zwang zu lügen um den Plan der Widerstandskämpfer nicht zu gefährden. Als sein neuer Herr Augustus sich den Zorn des Oberhauptes zuzieht und in Gefahr gerät, muss Darrow mit seinen Verbündeten in den Kampf ziehen. Und nicht alle werden diesen überleben.

Die erfolgreiche Triloge Red Rising stammt von Pierce Brown, ein durchaus attraktiver Autor mit einem Gespür für actionreiche Szenen. Der zweite Teil stand an Spannung dem ersten in keinerlei Hisicht nach. Ein bisschen unübersichtlicher ist es geworden - stand im ersten Teil noch die Akademie im Zentrum, ist es jetzt die gesamte Weltengesellschaft in der sich Darrow seinen Platz erkämpft. Das bedeutet: viele Figuren, viele Schauplätze. Politische Intrigen spielen schon wie im ersten Teil eine große Rolle - nicht jeder wird damit etwas anfangen können, mir gefällt das aber, weil es die Geschichte realer wirken lässt.

Die Charaktere sind vielschichtig und interessant - neben Held Darrow strahlt insbesondere Fan-Liebling Sevro, der auch in Band zwei wieder mit seinem losen Mundwerk die ernste Geschichte auflockert. Das Erzähltempo ist wie bereits im ersten Band schnell, die Story reißt den Leser förmlich mit. Wer es spannend mag, Gewalt verkraftet und vor politischen Ränkespielen nicht zurückschreckt wird Spaß haben an Browns mächtigem Weltraumepos. Ich jedenfalls bin schon gespannt auf Teil 3. Mein Dank geht an das Bloggerportal und den Heyne Verlag für das Bereitstellen des Rezensionsexemplares.

Eine fantastische Fortsetzung, doch nach bekannten Muster

Von: Michelle Yolanda Datum : 20.08.2016

hiddenbookparadise.blogspot.de/

Ich liebe dieses Buch, diese Reihe. Ich weine. Ich bin innerlich zerstört.

Oh, wie sehr ich das Buch lesen wollte, als der erste Band vorbei war. Ich war so gespannt, wie es nun mit Darrow weitergeht. Es wurde nicht gleich an die Ereignisse angeschlossen, wie ich es erwartet hatte, sondern die Zeit aus der Akademie wurde übersprungen. Und das passt vollkommen zu dem Charakter des Buches. Auch wenn mich die Zeit interessiert hätte, so hätte sie die Spannung genommen. Pierce Brown wendet des Öfteren kleine zeitliche Sprünge ein, die nicht störend sind. Ganz im Gegenteil. So wird unnötiges Gerede vermieden, doch teilweise einfach die Handlung abgerissen.

Die Fortsetzung der Mission Darrows, war wirklich interessant. Dennoch genoss ich das Buch nicht so sehr wie das erste, was daran lag, dass es dem Muster des ersten Bandes folgte. Aus diesem Grund fehlten die großen Überraschungen, die ich nicht hatte kommen sehen. Eher konnte man recht vieles vorhersagen. Nicht allzu viel, aber ich habe die Art des ersten Buches vermisst. Trotzdem verfolgte ich die Geschichte mit großem Interesse, denn bei Brown kann man sich nie sicher sein, ob es nicht eher eine Irreführung des Lesers ist. Es mag so klingen, als ob dieses Buch folglich kaum Spannung oder Unvorhersehbarkeit hatte, doch dem ist nicht so. Vor allem zum Schluss hin, eigentlich ab der Hälfte, konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen. Mich hat die Geschichte immer verfolgt, mein Herz zum Rasen gebracht. Genau so sollte es sein. Die Welt gibt dafür den perfekten Ausgang.

Denn auch diese hat wieder Neues, das mich Science Fiction mehr lieben lässt und wieder Hoffnung für Dystopien erweckt. Hierbei kommt noch der Schreibstil hinzu. Er ist wundervoll, auch wenn ich nun vielleicht mehr fluche als überhaupt schon und manche Stellen etwas wirr sind. Teils ist die Sprache vulgär, aber gleichzeitig auch sehr intelligent in fachlicher Sprache. Wie es auch wirklich ist. Es ist wundervoll. Auch der Humor.

Dieser kommt durch gewisse Charaktere, die ich liebe und gleichzeitig fast hasse. Eigentlich kann man für jeden Handelnden eine gewisse Sympathie und ein Interesse entwickeln. Sie sind nicht nur durchdacht und in sich anders, sie haben auch eine Wandlung durchgemacht, gezeichnet durch die schrecklichen Ereignisse. Nur leider verschwand ein wichtiger Punkt zu Eo aus Darrows Gedanken, was gar nicht so recht zu ihm passte. Doch waren seine Gedanken vielleicht einfach in keiner Ruhe mehr.

Die Darstellung der Gewalt ist erstaunlich. Nicht übertrieben, sondern passend, grausam, herzzerbrechend. Sie fand auf physischer und vor allem psychischer Ebene statt. Teils schrie alles in mir und vor allem zum Schluss. Diese Intrigen und die Lügen. Es ist Wahnsinn, ergreifend.

Politik, das Spiel der Macht und sogar Poesie wurden in die Handlung hineingeflochten. Nervenaufreibend, hinreißend, phänomenal mit Aussagen zum Nachdenken. Man sollte hinter alles mit Verstand blicken können. Fesselnde Aktion. Komplexität, genial.

Das Buch hat mich wirklich sehr berührt, wegen der Charaktere, der Handlungen, der Welt. Doch auch aufgrund der Wahrheiten, die ausgesprochen werden. Leider sind die Menschen so. Ich möchte mich selbst nicht herausnehmen. Man sollte noch einmal die Worte hinter der Handlung reflektieren, sich hingegen nicht darin verlieren. Es ist ein Grund, weshalb ich unglaublich traurig bin. Nicht nur liegt es an den zerstörten Dingen und Grundsätzen. Ich glaube, der dritte Band, den ich nicht mehr erwarten kann, wird das Herz herausreißen. Wie ich es liebe.

Verwirrend, aber sehr atmosphärisch!

Von: schokigirl1989 Datum : 17.08.2016

https://www.youtube.com/channel/UCZbp5No4O4djh5adFEwCyvg

Vorsicht: SPOILER für Band 1 in der Zusammenfassung!

In „Red Rising 2 – Im Haus der Feinde“ von Pierce Brown geht es weiterhin um Darrow, der mittlerweile im Hause Augustus & damit beim Feind angestellt ist. Um sein Ziel zu erreichen & die Gesellschaft zu verändern, muss er allen Goldenen etwas vorspielen. Doch es gibt Goldene, die ihm zeigen, dass nicht alle gleich sind. Er findet Freundschaft und sogar Liebe, wo er sie nie erwartet hätte. Und das bringt sein Weltbild ins schwanken.


Der Schreibstil ist top. Die Atmosphäre ist dicht & sehr hineinziehend. Man fühlt sich die ganze Zeit, als wäre man mitten drin. Die Geschichte wird dabei aus Darrows Sicht erzählt.
Die Charaktere hatten alle eine Persönlichkeit. Trotz ihres fast gleichen Aussehens waren doch alle sehr verschieden. Allerdings war ich leider heillos überfordert mit den vielen Charakteren. Obwohl am Anfang ein Register enthalten ist, hat mir dieses nicht sehr geholfen. Dort stand leider nur, welche Rolle innerhalb des Hauses bzw der Gesellschaft diese Person inne hat & nicht, ob & woher Darrow denjenigen kennt. Die ganzen ähnlich klingenden lateinischen Namen haben da leider auch nicht geholfen. Irgendwann habe ich es aufgegeben jeden Charakter einordnen zu wollen & hab mich auf die wichtigsten beschränkt. Dies hat auch zum Glück gut geklappt.
Ein ähnliches Problem hatte ich mit den Schauplätzen. Obwohl oft von Planet zu Planet geflogen wird, hatte ich doch nie das Gefühl, dass die Orte sich groß unterschieden haben. Viel spielte nur in Raumschiffen & die Szenen außerhalb hatten meist keine ausführliche Beschreibung der Umgebung. Das fand ich etwas schade, da die Planeten alle so verschieden sind, dass man es schön beschreiben könnte. Aber das hat mich während des Lesens eigentlich nicht groß gestört. Erst im Nachhinein fand ich es schade.
Gegen Ende war die Handlung reich an Action & Schlachten. Auch dort habe ich schnell den Überblick verloren. Besonders nach längeren Lesepausen. Nach einiger Zeit wusste ich manchmal nicht mehr worum es geht & welche Schlacht das nun ist, da viele verschiedene direkt auf einander folgten. Da kam ich jedoch schnell wieder rein. Ansonsten war die Geschichte wirklich spannend. Manche Wendungen waren schwer vorhersehbar & haben mich sehr überrascht. Besonders das Ende war wirklich schockierend. Der Plot war sowohl kriegerisch, als auch politisch. Das Buch ist auf jeden Fall etwas für Leute, die gern mitdenken & immer am Ball bleiben. Seichte Unterhaltung ist es definitiv nicht. Es stecken mehrere verschiedene Botschaften in der Geschichte. Pierce Brown weist auf die Schwächen der Menschheit hin & übt berechtigten Gesellschaftskritik.


Fazit: Das Buch hat seine Stärken definitiv in der starken Atmosphäre, dem komplizierten & politischen Plot und in seiner Gesellschaftskritik. Probleme hatte ich bei den vielen Charakteren und Schlachten. Es war verwirrend, aber hatte viel Gehalt.

Red Rising: Im Haus der Feinde - Pierce Brown

Von: Addicted to Books Datum : 17.08.2016

addictiontoreading.wordpress.com

Inhalt:

Über zwei Jahre ist es her, dass Darrow zu einem Goldenen wurde und sich am Institut beweisen musste. Dort hat er Freunde und Verbündete gewonnen, sich aber auch Feinde gemacht. Nun soll er sich als Lanzenträger des Hauses Augustus eine Flotte verdienen. Doch Darrow droht, in Ungnade zu fallen – will der Patriarch des Hauses Augustus ihm etwa der Familie Bellona zum Fraß vorwerfen, die ihn unbedingt tot sehen will? Eins ist sicher: Darrow wird nicht kampflos aufgeben. Er hat seine eigene Strategie, um auf dem politischen Parkett zu bestehen und seine eigenen Pläne umzusetzen. Und auch die Söhne des Ares haben ihn nicht vergessen…


Eigene Meinung:

Zuallererst muss ich sagen, dass ich mich unglaublich auf den zweiten Teil gefreut habe und endlich wieder in Darrows Welt eintauchen zu können um zu erfahren, wie es mit ihm und den anderen Charakteren weiter geht.

Als Lanzenträger des Hauses Augustus dient er nun Nero au Augustus, dem Mann, der in Darrows altem Leben die Exekution seiner Frau Eo angeordnet hat. Ohne große Rekapitulation der Ereignisse wird man als Leser gleich mitten in die Handlung geworfen, die über zwei Jahre nach Darrows Sieg im Institut beginnt. Er wurde von seinem Haus an die Akademie geschickt und steht nun kurz vor dem Abschluss. Schon auf den ersten Seiten findet eine der vielen entscheidenden Weltraumschlachten statt und von den besagten Weltraumschlachten gibt es einige, aber kommen wir erstmal zu den vielen positiven Seiten des Buches.

Die Geschichte spielt diesmal nicht nur auf dem Mars sondern auch auf einigen anderen Planeten. Einer der wenigen Kritikpunkte am ersten Band für mich war, dass man häufig den Überblick über die vielen Personen und Schauplätze verlor. Dies wurde aber in diesem Band mittels einer im Einband vorhandenen Karten und einem Personenverzeichnis schlau gelöst.

Darrow als Hauptprotagonist hat mich in diesem band mal wieder total umgehauen. Er ist nicht dieser typische perfekt Hauptcharakter sondern hat Ecken und Kanten und macht auch Fehler. Er hat oft Selbstzweifel und steht kurz vor dem aufgeben, bis er wieder an Eos Traum denkt und neuen Mut schöpft. Darrow selbst sorgt oft für die ein oder andere Überraschung beim lesen da er beispielsweise kurz vor dem Verlieren eines Kampfes steht und dann doch noch ein As im Ärmel hat.

Was mich total umgehauen hat waren die vielen actionreichen Höhepunkte und Plot Points, die zahlreich vorhanden waren. Es gibt viele Höhen und Tiefen, besonders für Darrow, skrupellose Intrigen und zahlreiche Hindernisse, die es zu überwinden gilt. Gleichzeitig lernt man als Leser aber auch viel über Zusammenarbeit und Vertrauen und was Gerechtigkeit kosten kann.

Positiv hervorzuheben ist Pierce Browns Schreibstil der, genau wie schon im ersten Teil sehr derb und hart ist, aber auf der anderen Seite wahnsinnig poetisch, was mir wirklich sehr gut gefallen hat. Der Schreibstil ist allerdings aber auch relativ anspruchsvoll in der Mischung mit so einem komplexen Weltensystem nicht immer einfach zu verstehen. Auch habe ich nicht alle politischen Handlungen zu 100% nachvollziehen können, was aber für das Verständnis der Handlung nicht weiter schlimm war.

Der einzige Kritikpunkt für mich war, dass die Handlung zwischenzeitlich etwas einseitig war, weil eine Schlacht der nächsten folgte und es meiner Meinung nach zu wenig Verschnaufpausen gab, um einige Dinge zu sortieren und den Fokus mal wieder auf andere Handlungsstränge zu lenken.

Alles in allem ist „Red Rising: Im Haus der Feinde“ ein sehr gutes Buch. Der Schwerpunkt des Buches liegt klar auf Action, durch die der Leser mitgerissen wird. Mir fiel es allerdings manchmal schwer, das große Ganze im Blick zu halten. Insgesamt konnte mich das Buch mit seinen Schlachten und Intrigen sehr gut unterhalten. Fans von actionreicher, düsterer Sci-Fi sind bei dieser Reihe absolut richtig!

Fans von Action, Kampfszenen und hohem Tempo kommen hier voll auf ihre Kosten!

Von: Laura von Skyline Of Books Datum : 08.08.2016

skyline-of-books.blogspot.de/

Klappentext
„Immer war Darrow stolz darauf, als Minenarbeiter auf dem Mars den Planeten zu erschließen. Bis er herausfand, dass die Oberschicht, die Goldenen, längst in Saus und Braus leben und alle anderen ausbeuten. Unter Lebensgefahr schloss er sich dem Widerstand an und ließ sich selbst zum Goldenen verwandeln. Nun lebt er mitten unter seinen Feinden und versucht die ungerechte Gesellschaft aus ihrer Mitte heraus zum Umsturz zu bringen. Doch womit Darrow nicht gerechnet hat: auch unter den Goldenen findet er Freundschaft, Respekt und sogar Liebe. Zumindest so lange ihn niemand verrät. Und der Verrat lauert überall.“

Gestaltung
Nach dem Wechsel der Red Rising-Trilogie zu broschierten Taschenbuch-Ausgaben und dem damit einhergehenden Coverwechsel, muss ich sagen, dass ich nun sehr zufrieden mit den Covern bin. Ich mochte zwar schon das Cover des ersten Bandes in der gebundenen Version, aber nun passen die Covermotive einfach super zur Geschichte. Die Flammen und der goldene Kranz auf dem Cover dieses zweiten Bandes kommen vor dem schwarzen Hintergrund super zur Geltung. Zudem ist dieses Motiv mal etwas anderes und zieht die Blicke auf sich.

Meine Meinung
Nach dem langen Warten auf das Erscheinen von „Red Rising – Im Haus der Feinde“ war ich froh, dieses Buch endlich in meinen Händen halten zu können! So eine lange Wartezeit hatte ich schon lange nicht mehr. Dementsprechend schwer ist mir allerdings der Einstieg in die Geschichte gefallen, da ich mich an vieles aus dem ersten Band nicht mehr erinnern konnte. Da dieser zweite Band zwei Jahre nach den Geschehnissen von „Red Rising“ spielt, konnte ich mich aber bald wieder in die Geschichte einfinden und meine Erinnerungen kehrten Stück für Stück zurück. Ein kleiner wiederholender Überblick wäre zwar nett gewesen, aber ich kam nach den anfänglichen, kleineren Schwierigkeiten auch so gut mit der Geschichte klar.

Was mich an dieser Trilogie von Pierce Brown ganz besonders fasziniert ist der sehr detaillierte Weltentwurf, der einfach nur mitreißend ist und so viel Stoff für die Handlung parat hält. Der Autor schafft es dabei auf den gut 570 Seiten den Leser an die Seiten zu fesseln, stets neue Entdeckungen, Überraschungen, Wendungen und rasante Momente aus dem Hut zu zaubern und mich so komplett in der Geschichte gefangen zu halten.

Während sich die Handlung im ersten Teil größtenteils noch auf einen Planeten fokussierte, weitet sie sich nun auf das gesamte Universum aus. Protagonist Darrow ist im Dienst des Ex-Gouverneurs und sieht so mehr als nur den Mars und die Monde. Somit ist in diesem zweiten Band ein hoher Anteil an Science Fiction vorhanden. Ich lese normalerweise nicht so viele Romane dieses Genres, aber Pierce Brown konnte mich wirklich überzeugen und gefangen nehmen.

Der Autor hat eine sehr komplexe Geschichte entwickelt, die man aufmerksam verfolgen muss, um nichts zu verpassen und einen Überblick zu behalten. Ich habe die Geschehnisse gebannt verfolgt und bin immer noch erstaunt, wie toll der Autor die Komplexität auf die Handlung aufteilt. Es gab Momente, in denen ich mich mehr konzentrieren musste, da sie handlungsweisend und wichtig für das Fortschreiten der Geschichte sind (wie beispielsweise Phasen, in denen Pläne geschmiedet wurden). Genauso gab es aber auch „Erholungsphasen“, in denen ich einfach nur den Ereignissen folgen konnte, mich einfach fallen lassen und von der Geschichte gefangen nehmen lassen konnte (beispielsweise packende Kampfszenen). Diese Mischung aus für die weitere Handlung wichtigen Szenen und gewaltigen Actionszenen hat mir gut gefallen! Zwar konnte ich nicht in allen Details alles behalten, aber ich hatte einen groben Überblick über die wichtigsten Elemente, der ausgereicht hat, um die Geschichte mit ihrem hohen Erzähltempo genießen zu können.

Auch in „Red Rising – Im Haus der Feinde“ versucht Darrow den Bürgerkrieg weiter anzustacheln und die verfeindeten Häuser gegeneinander aufzustacheln. So erhofft er, gemeinsam mit dem Widerstand, sich, dass ein Bürgerkrieg entfacht wird, der das Klassensystem zum Sturz bringt. Dabei kommt es auch zu Schlachten, dramatischen Kämpfen, Todesopfern und vielem mehr. Action ist hier also vorprogrammiert! Richtig toll ist dabei, dass die politischen Belange und Intrigen nicht langweilig, langatmig oder schwer verständlich sind. Trotz all der Details und Komplexität ist die Geschichte absolut verständlich, gut durchdacht und nachvollziehbar.

Allerdings muss ich sagen, dass mir Darrow etwas zu perfekt ist. Er macht das Unmögliche möglich und kommt aus jeder misslichen Lage nahezu unversehrt heraus. Dies ist natürlich nicht verwunderlich, da er der Held der Geschichte ist, aber dennoch fände ich es schön, wenn er etwas „normaler“ wäre und er auch einfach einmal vor einem Hindernis stünde, das er nicht komplett alleine bewältigen kann. Auch Helden können vor nicht überwindbaren Schwierigkeiten stehen, die nicht einfach so zu beseitigen sind. Das hätte die Geschichte vielleicht noch spannender gemacht.

Fazit
Für jeden Leser, der Action- und Kampfszenen mag (und dabei nicht vor brutalen Momenten zurückschreckt) ist die „Red Rising“-Trilogie genau das Richtige. In diesem Zweiten Band spielen die politischen Machtverhältnisse eine noch größere Rolle als zuvor. Dabei weitet sich die Handlung aus und spielt nicht mehr nur auf einem Planeten, sondern im gesamten Universum. Dennoch kann man, wenn man sich konzentriert, einen guten Überblick behalten. Dabei weist auch dieser Band ein hohes Erzähltempo auf, das mir besonders gut gefallen hat. Mein einziger Kritikpunkt ist, dass Protagonist Darrow zu perfekt war und alle Hindernisse überwunden hat, selbst die, die unmöglich waren.
4 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
1. Red Rising
2. Red Rising – Im Haus der Feinde
3. Red Rising – Tag der Entscheidung (12. September 2016)

Science-Fiction vom Feinsten mit Gänsehautfaktor. Mir bliebt beim Lesen oft die Luft weg vor Begeisterung!

Von: Bücherwesen Datum : 08.08.2016

www.buecherwesen.de/2016/08/red-rising-im-haus-der-feinde-von.html


Inhalt:

Darrow war immer Stolz ein Roter zu sein und auf dem Mars den Planeten zu erschließen. Doch als er herausfand, dass sie von der Oberschicht, den Goldenen, nur noch ausgebeutet wurden damit sie in Saus und Braus leben konnten, änderte sich alles für ihn. Durch die Söhne des Ares wurde er einer von ihnen, um die Gesellschaft von innen heraus zum Sturz zu bringen.
Doch womit er nicht gerechnet hat ist, dass er selbst unter den Goldenen Freundschaft und Respekt findet,sogar Liebe. Zumindest solange er nicht verraten wird und der Verrat lauert überall.

Meine Meinung:

Red Rising gehört zu den Büchern meiner Sammlung, die zu den absoluten Spitzentiteln gehören.
Der Vorgänger war für mich schon ein Erlebnis, das mich sehr tief beeindruckt hat, doch dieser Teil hat mich so sehr beeindruckt, dass mir beim Lesen oft die Luft zum Atmen fehlte.
Im Vorgänger hat sich Darrow mit Hilfe der Rebellen, die sich "Die Söhne des Ares" nennen, von einem Roten in einen Goldenen gewandelt.
Sein Leben stand auf Messers Schneide, denn bisher hatte keiner so einen Eingriff überlebt.
An der Akademie hat er sich sehr gut geschlagen und als Gewinner abgeschlossen. Er hatte frei Auswahl was sein Haus betrifft in dem er dienen sollte um seinen weiteren Weg zu gehen. Er entschied sich für das Haus Mars und das obwohl der mächtige Augustus für den Tod seiner Frau Eo verantwortlich ist.
Doch trotzdem ist der zweite Teil anders als der Vorgänger. Während mich der erste Teil von Red Rising, an eine Partie Capture the Flag bei Unreal Tournament erinnert, würde ich den zweiten als eine Partie Schach bezeichnen.
Was jedoch beide gemeinsam haben ist das ausüben der perfekten Kriegskunst.
Zwar spielt Gewalt wieder eine recht große Rolle, doch ist sie nicht mehr so präsent wie im ersten Teil. Der Autor legte hier eher den Fokus auf den Überraschungseffekt.
Deswegen blieb mir beim Lesen auch recht oft die Luft weg.
Im Haus der Feinde wird Darrows Leben im Haus Mars erzählt, doch da geht am Anfang etwas schief und er wird verstoßen. Kann er sich seinen Platz neben Augustus wieder sichern?
Ich habe so etwas bisher noch nicht gelesen und freue mich jetzt schon auf den nächsten Teil.
Es wird zwar schwierig diesen Teil hier nochmal zu toppen, aber das Ende von Teil Zwei lässt auf viele Stunden Lesespaß hoffen.

Meine Meinung:

Science-Fiction vom Feinsten mit Gänsehautfaktor. Mir bliebt beim Lesen oft die Luft weg vor Begeisterung!

Halsbrecherische Aktionen und epische Weltraumschlachten sorgen für puren Nervenkitzel!

Von: Laura Schramm Datum : 05.08.2016

lauras-lesezeiten.blogspot.de/

Vom ersten Band dieser Trilogie war ich absolut begeistert, sodass ich mir auch Band 2 kurz nach dem Erscheinen kaufen musste. Das geschaffene Weltensystem ist für mich noch genauso beeindruckend wie damals und wird auch immer weiter ausgebaut. So spielte die Geschichte diesmal nicht nur auf dem Mars, sondern auch auf anderen Planeten. Ein Kritikpunkt war für mich damals, dass man nicht nachvollziehen konnte, wie viele Farben es gibt und für was sie zuständig sind. Dieses Problem hat Heyne gleich zu Beginn mit der Klappengestaltung gelöst. Hier sieht man eine ausführliche Einteilung der Farben und auch ihre hierarchische Stellung zueinander. Außerdem gibt es ein kleines Personenlexikon.

Der Schreibstil ist wie schon gewohnt extrem anspruchsvoll und rasant. Pierce Brown drückt sich sehr ernüchternd und derb aus, was mich aber diesmal gar nicht gestört hat. Viel mehr konnte ich mich jetzt auch auf seine poetischen und tiefgründigen Vergleiche, Beschreibungen und Zitate konzentrieren, denn diese sind ein wahres Meisterwerk! Ich will nicht behaupten, dass ich immer alle Handlungen und politischen Verzweigungen 100%ig verstanden habe, aber das kann hier auch niemand erwarten. Die Gesellschaft die geschaffen wurde, ist so unglaublich komplex und kompliziert, dass ich eben auch mal Absätze zwei oder drei Mal lesen musste, um weiterhin gut mitzukommen.

Hervorzuheben sind einfach die unglaublich vielen actionreichen Höhepunkte und Plot Points, die kaum in einem anderen Buch in solch einer Anzahl vorkommen. Darrow und seine Freunde erleben so viele Höhen und Tiefen, Intrigen und Hindernisse, dass man als Leser nie zur Ruhe kommt. Ob halsbrecherische Aktionen oder epische Weltraumschlachten man muss einfach weiterlesen! Gleichzeitig werden aber auch andere Facetten gezeigt. Man lernt, wie wichtig Zusammenarbeit und Vertrauen ist und was Gerechtigkeit kosten kann. Der Krieg wird in all seinen Grausamkeiten aufgezeigt und auch Politik, Strategie und Moral spielen eine sehr große Rolle. Oftmals habe ich daran gezweifelt, ob es für diese Gesellschaft überhaupt noch ein Happy End geben kann und auch jetzt nach Beenden des Buches zweifeln ich daran.

Und bei all dem ist Darrow einfach ein fantastischer Hautprotagonist! Er hat Blut an den Händen, macht Fehler und ist eben nicht dieser typische strahlende Held, was ihn mir nur noch sympathischer machte. Man erlebt mit, wie er immer wieder kurz vorm Aufgeben ist und ihn Selbstzweifel plagen, er dann aber an Eo und ihren Traum denken muss. Er behandelt die niederen Farben gut und lässt sich von ihnen helfen, obwohl die Gefahr besteht, dass man so seinem Geheimnis auf die Spur kommt. Als sehr speziell und gelungen empfand ich auch, dass Darrow manchmal Geheimnisse vor dem Leser selbst hat. Ein Kampf scheint gerade verloren, wenn er doch noch ein As aus dem Ärmel sieht und mich so total schockte.
Auch andere Personen aus Band 1 tauchen auf, manche wechseln die Seiten und manche sind ihm immer noch treu ergeben. Neue und undurchschaubare Personen treten ebenfalls aufs Spielfeld und sorgen so für noch mehr Nervenkitzel.


Fazit:
Ein unglaublich nervenaufreibendes Buch vor einer faszinierenden und gut ausgearbeiteten Weltraum-Kulisse. Unzählige Höhepunkte und Wendungen sorgen für Spannung und Action auf höchstem Niveau, weshalb das Buch gerne auch doppelt so viele Seiten haben hätte können. Auch moralische und politische Facetten werden aufgezeigt, sodass dieses Buch meiner Meinung nach fast für jeden Leser etwas ist und von mir eine klare Leseempfehlung bekommt. Undurchschaubare Charaktere und ein poetischer Schreibstil machen die Geschichte perfekt und noch besser als schon in Band 1. Wenn ich hier keine 5 Sterne vergeben würde, könnte ich dies wohl nie tun.

Unglaublich gut!!

Von: Martina Bookaholic Datum : 05.08.2016

https://martinabookaholic.wordpress.com/

Lange habe ich auf dieses Buch warten müssen und ehrlich gesagt, hatte ich etwas Angst davor, weil wir ja alle wissen, dass Brown nicht glimpflich mit seinen Figuren umgeht und diese Welt hier auch keine ist, in der man unbedingt freiwillig leben möchte.��
Trotzdem hat sie auch schöne Seiten und Helden, die heroisch um eine bessere Welt kämpfen, mit allem Einsatz den sie haben. So ein Held ist Darrow, ein geborener Sklave, der operativ umgewandelt wurden und nun kein Roter, sondern ein Goldener ist – und damit in der Hierarchie ganz an der Spitze steht. In dieser Weltanschauung gibt es ein Kastensystem, das in Farben aufgeteilt ist. Die Roten sind die Sklaven, die schuften; Blaue, die durch ihren Intellekt ‚gezüchtet‘ wurden, aber wenig Emotionen zeigen sollen; Pinke, die für das Amüsement zuständig sind usw. – und ganz oben thronen die Goldenen, die sich wie Götter der alten Antike feiern und bedienen lassen. Ihr Wohlstand, ihr Glück und ihr Reichtum sitzt auf den Schultern aller Farben/ Klassen unter ihnen… doch dieses System beginnt zu bröckeln, und Darrow ist ein Teil dieser Verschwörung, da er nun – als Goldener – alles von Innen heraus, direkt im Kern, bekämpfen kann. Puh, soviel dazu, um das einmal zu erklären, und das ist nur die Spitze des Eisbergs, da ist soo viel mehr!

Im zweiten Band beginnt es ziemlich Actionreich mit einem Kampf aus Weltraumschiffen und danach hüpft es munter von einem Highlight/ einer Actionszene zur nächsten. Es blieb immer nur kurz Zeit, um Luft zu holen, bevor Brown eine erneute Wendung, einen Tod, etwas Trauriges oder Gewaltiges gezeigt hat. Ich bin einfach nur baff!! *ernsthaft* Total sprachlos!
Und zwischen diesen oppulenten Ereignissen, gab es auch immer wieder diese Stillen, langsamen Momente, wenn Darrow an seine gehängte Frau Eo denkt, an das Leben, für das sie gekämpft hat und er sich auf das große Ganze besinnt: -> Die Ketten zu sprengen und die Völker vor der Tyranei der Goldenen zu befreien. *hach*
Leichter gesagt als getan, denn dieses Unterfangen ist nicht nur schwierig, sondern er hat auch Freunde, sogar eine neue Liebe gefunden – und zwar unter den Goldenen.

Wie ihr seht, alles total vielschichtig, komplex und oh Mann, ich könnte nur schwärmen. Ich knie nieder und bete Browns Genialität an. Hier weiß man wieder, warum die Reihe ein Bestseller ist und das vollkommen verdient. Wirklich unglaublich gut, ein Schreibstil, der so präzise ist, dass man fast eine Gänsehaut bekommt! *irre*“

Obwohl ich auch gestehen muss, dass ich ehrlich gesagt, keine Ahnung, warum ich so geflashed bin, denn eigentlich war hier alles falsch, bzw. mit Sachen bestückt, die ich sonst nicht so gerne mag: es hat keine wirkliche Romanze, es ist teilweise zu brutal und es gab zu viel Kriegstaktik und manchmal zu viel Gemische der verschiedenen Genre/ Geschichten. Dennoch hat es geklappt!
Denn wie gesagt, es hat etwas ganz Besonderes/ Einzigartiges. Das Buch ist so toll geschrieben, mit Sätzen, die so direkt den Punkt treffen, weshalb sie ungebremst ins Herz gehen. Ich weiß nicht, aber ich konnte jedes Mal beinahe heulen, wenn es um Eo oder wenn es um das Sprengen der Ketten ging. Ich fand es top – bitte lest das Buch, damit ich mit jemanden darüber reden kann.��
Ach und ja – BITTE BITTE verfilmt die Reihe. Ich kann mir das alles sooo gut als fetten Blockbuster vorstellen!!! *hammer*

Hollywood mit etwas zu viel Komplexität und zu wenig Rekapitulation

Von: booknator Datum : 03.08.2016

booknaator.blogspot.de/

Meinung: Mit diesem Buch habe ich mich ehrlich gesagt sehr schwer getan. Ich weiß nicht, ob es eher am Buch lag, oder an mir persönlich, deshalb versuche ich das Buch eher objektiver zu bewerten, als meine subjektive Wahrnehmung hier so super stark mit einfließen zu lassen.

Zuerst kann ich sagen, dass ich nach Band 1 natürlich hohe Erwartungen hatte und mir ziemlich sicher war, dass diese auch erfüllt werden würden, denn die Idee ist doch sehr vielversprechend und der Plot definitiv gut.
Darrow versucht in Band 2 Eo's Traum immer weiter in Erfüllung gehen zu lassen und wird dabei von vielen Goldenen und auch anderen Farben unterstützt, wobei er aber bei vielen gar nicht sicher sein kann, ob sie vertrauenswürdig sind oder nicht.
Die Handlung wird immer wieder mit spannenden, nervenaufreibenden und vor allem sehr actionreichen Höhepunkten versehen, während es aber auch immer wieder politisch bzw. strategisch wichtige Gespräche gibt, sodass beim Lesen keine Langweile aufkommen sollte. Müsste ich die Handlung mit einem Wort beschreiben, würde „Hollywood“ wohl am besten passen.

Dabei hervorzuheben ist einfach die von Brown erschaffene Welt und alles, was er sich so ausgedacht hat. Man merkt, wie viel Arbeit hinter dem ganzen Weltensystem stecken muss und auch mit wie viel Mühe dies ausgearbeitet wurde. Ich bin sowohl von den Farben, als auch der politischen Lage und des Settings absolut überzeugt gewesen. Auch hier, hat der Autor eine tolle Arbeit geleistet.

Der Schreibstil von Brown ist gleichbleibend mit dem der aus dem ersten Band: derb, poetisch angehaucht und einfach auf den Punkt. Besonders aufgefallen ist mir, dass man definitiv mit Verstand lesen und mit den Gedanken beim Buch und nicht auf einer anderen Reise sein sollte.

Das ist genau der Punkt, bei dem es bei mir versagte. Ich konnte nicht wirklich in die Geschichte eintauchen und größtenteils liegt es wohl daran, dass ich mich bis auf Darrow, Eo und Sevro, an nicht einen einzigen Charakter oder seine Handlung aus Band 1 erinnern konnte und das, obwohl ich eben diesen erst im März gelesen hatte.
Während ich im Laufe des Buches die wichtigsten Charaktere dann wieder drauf hatte, konnte ich mir andere Charaktere leider nicht zurück ins Gedächtnis rufen. Ich fand es dahingehen sehr schade, da nie direkt auf Band 1 verwiesen und auch nichts wirklich wiederholt wurde.
Hinzukommt, dass die Geschichte unglaublich komplex wird und einfach ein riesiges Geflecht aus Politik, Verrat, Macht und Kampf ist, dem ich dann einfach keine Folge mehr leisten konnte.
Dadurch wurde das in die Geschichte finden sehr erschwert und infolgedessen bin ich durchgängig mit meinen Gedanken abgeschweift, was ich sehr schade finde, denn objektiv betrachtet, ist das Buch gewaltig und phänomenal in all seinen Facetten, die ich aber subjektiv betrachtet einfach nicht richtig genießen konnte.

Glücklicherweise konnte ich die letzten 150 Seiten wieder vollends in die Geschichte finden, das ich einerseits endlich wusste, von wem gesprochen wurde und andererseits die Handlung einfach unglaublich nervenaufreibend und vor allem fesselnd war.
Ich hoffe sehr, dass ich beim dritten Band dieses Erinnerungsproblem nicht mehr haben werde und viel viel schneller in die Geschichte kommen kann, denn sie ist einfach wirklich gut.

Fazit: Alles in allem bin ich bei diesem Buch sehr sehr zwiegespalten. Die Geschichte ist einfach extrem genial und mit viel Köpfchen und Mühe des Autors ausgedacht, sie ist interessant und spannend, aber vor allem sehr actionreich und eben Hollywood-mäßig mit einem tollen Schreibstil, der derb und auf seine eigene Weise poetisch ist, geschrieben.
Dennoch konnte ich, bis auf die letzten 150 Seiten, nicht richtig in die Geschichte eintauchen und es war einfach schwer, die Geschichte vollends zu genießen.

Somit ist es unfair gegenüber anderen Bewertungen, wenn ich diesem Buch 4 Sterne gebe, da ich mich doch eher schwer getan habe. Alleine die letzten 150 Seiten waren so genial und ich bin mir sicher, wenn ich nicht dieses doofe Problem gehabt hätte, dann wäre auch der Rest des Buches mindestens annähernd so toll gewesen.

Von mir gibt's deshalb 3,5 Sterne und ich kann nur sagen, dass ich wirklich in einem inneren Zwiespalt stehe. Mein Tipp: Lest vielleicht Band 1, 2 und eventuell 3 relativ schnell hintereinander und seit mit euren Gedanken beim Buch!

Unbeschreiblich gut. Aber den letzten Stern hebe ich mir für den letzten Band auf :D

Von: Lee-Lou Datum : 01.08.2016

leelouswelt.blogspot.de/

Beschreibung:

Zwei Jahre ist es her, dass Darrow sich am Institut der Goldenen beweisen musste und als Sieger hervorging. Jetzt lebt er mitten unter ihnen, besitzt ein hohes Ansehen und soll sich als Lanzenreiter eine Flotte verdienen.

Während Darrows Freunde zu ihm halten und für ihn auch durch's Feuer gehen würden, wächst die Zahl seiner Feinde, die den Höllentaucher unbedingt tot sehen wollen.

Als die Ereignisse sich überschlagen, ist Darrow sich nicht mehr sicher, ob er sein Ziel erreichen wird und ob seine Freunde noch hinter ihm stehen, wenn sie erst einmal erfahren, dass er gar kein Goldener ist und eigentlich nicht zu ihnen und auch nicht in ihre Welt gehört.

Persönliche Meinung:

Die nächste Runde beginnt:
Der Leser landet direkt in einer Schlacht, die sich dieses Mal aber nicht auf dem Mars und einem Spielfeld, sondern mitten im All auf Kriegsschiffen abspielt.
Während man am Institut noch die Aufgabe hatte, seine Mitstreiter zu versklaven, geht es hier um Leben und Tod. ...

In Band 2 der Red-Rising-Trilogie hat Darrow sich Stück für Stück zu einem meiner absoluten Lieblinge gemausert! Obwohl er von den anderen Figuren fast angehimmelt wird, hat Darrow gute und schlechte Seiten an sich. Auch seine Entscheidungen und Strategien gehen oft nicht so aus, wie er es sich wünscht und ziehen negative Ereignisse nach sich. Darrow verkörpert eine Figur mit viel Gefühl, Zweifel aber auch Grausamkeit. In ihm steckt eine richtige Persönlichkeit.

Während ich im ersten Band von der Protagonistenzahl doch sehr überrollt wurde, gestaltet es sich hier wesentlich übersichtlicher und eine ganze Menge von ihnen gewinnt immer mehr an Farbe und Entwicklung hinzu.

Ich glaube, ich durfte bislang nur einmal in eine Welt abtauchen, die so unglaublich vielschichtig ist wie diese. Eine Welt, in der es vollkommen unklar ist, wer am Ende noch an Darrows Seite steht und wer noch lebt oder stirbt.

Um dem Leser die Verwirrung durch den ersten Band zu nehmen, gibt es in diesem Buch eine Legende, die die Rangordnung und Aufgaben der verschiedenen Farben darstellt. Zusätzlich auch noch eine kleine Zusammenfassung der wichtigsten Figuren.

Ein Roman, der sehr blutig und brutal ist. In dem es fast kein Kapitel gibt, wo es nicht actionreich zur Sache geht!

Der Schreibstil von Pierce Brown ist atemberaubend, unvergleichlich... einfach toll! Sehr flüssig und zugleich anspruchsvoll. Fast schon poetisch und trotzdem beinhaltet er sehr viele Kraftausdrücke, an die man sich aber gewöhnt!
Hin und wieder haben mich die ganzen doch sehr ungewöhnlichen Namen gestört. Die jedoch hervorragend zum gesamten Setting passen.

Ich bin schon so gespannt auf den letzten Band und freue mich sehr darüber, dass er bereits diesen Herbst erscheint!

Eine befriedigende Fortsetzung für all jene, die Darrow schon im ersten Band begleitet haben

Von: Büchersüchtiges Herz³ Datum : 18.07.2016

buechersuechtiges-herz.blogspot.de/

INHALT:

Darrow's Kampf gegen die goldene Oberschicht geht weiter. Nachdem er sich bei dem "Spiel" mit den anderen Häsuern behaupten konnte, und von Nero au Augustus in Obhut genommen worden ist, kann er seinen Feldzug gegen die Goldenen von innen fortführen. Auf einer bedeutenden Gala könnte er der Herrschaft ein Ende setzen. Doch dann entscheidet er sich für einen anderen Weg...

MEINUNG:
Zunächst musste ich mir erstmal im Internet eine Zusammenfassung des ersten Bandes suchen und durchlesen. Ich brauchte dies als Hilfe, da der erste Band bereits sehr umfassend war und ich mich nach einiger Zeit nicht mehr an alles erinnern konnte.
Mit der kurzen Auffrischung konnte es dann aber losgehen.
Mir gelang damit ein guter Einstieg in den zweiten Band, was anderen schwerer fallen dürfte, denn der erste Band wird wirklich so gut wie gar nicht angeschnitten oder wiederholt.
Wie schon im ersten Band hat sich auch hier nichts verändert, der Schreibstil liess sich sicher gut und flüsslig lesen, sodass die Seiten schnell vorbeiflogen.
Neben Darrow kamen auch die bereits aus dem ersten Band bekannten Charaktere, wie der Schakal oder Cassius, wieder vor.
Allerdings holt der Autor zu Beginn des zweiten Bandes wirklich erstmal etwas aus, bis es nach ungefähr 150 Seiten dann etwas spannender wurde. Ich dachte zu dem Zeitpunkt, dass es nun endlich los ginge, aber leider folgten danach wieder sehr langatmige Passagen.
Teilweise wurden die Handlungen und Dialoge im Laufe des Buches immer verstrickter für meinen Geschmack. Da ich jeden Tag nur wenige Seiten schaffe und manchmal tagelang gar nicht zum lesen komme, kostete es mich wirklich mit der Zeit Mühe der Geschichte zu folgen.
Allerdings möchte man als Leser natürlich wissen, wie Darrow im Auftrag der Ares das System stürzt und bleibt deswegen trotzdem am Ball.
Darrow als Protagonist entwickelt sich koninuierlich weiter, ich konnte regelrecht zusehen und merken, wie sein eigenes Denken und Handeln stärker wurde.
Trotzdem handelte es sich im Großen und Ganzen für mich leider nur um eine mittelmäßige Fortsetzung, da das Buch mir einfach zu komplex wurde und mir immer wieder den Lesespaß raubte, wenn ich dem Geschehen nicht mehr richtig folgen konnte.

FAZIT:
Eine befriedigende Fortsetzung für all jene, die Darrow schon im ersten Band begleitet haben und die auch nicht vor der Komplexität der Geschichte zurückschrecken.

Rockt mein Herz mit 3 von 5 Punkten!

Action pur! Besser als sein Vorgänger

Von: Vanessas Bücherecke Datum : 12.07.2016

vanessasbuecherecke.wordpress.com

Klappentext:
Immer war Darrow stolz darauf, als Minenarbeiter auf dem Mars den Planeten zu erschließen. Bis er herausfand, dass die Oberschicht, die Goldenen, längst in Saus und Braus leben und alle anderen ausbeuten. Unter Lebensgefahr schloss er sich dem Widerstand an und ließ sich selbst zum Goldenen verwandeln. Nun lebt er mitten unter seinen Feinden und versucht die ungerechte Gesellschaft aus ihrer Mitte heraus zum Umsturz zu bringen. Doch womit Darrow nicht gerechnet hat: auch unter den Goldenen findet er Freundschaft, Respekt und sogar Liebe. Zumindest so lange ihn niemand verrät. Und der Verrat lauert überall.

Meinung:
Achtung! 2. Teil einer Reihe - Spoilergefahr!
Darrows Mission ist noch nicht zu Ende. Endlich befindet er sich da, wo er seine Feind am besten treffen kann: Im Haus und unter dem Schutz des Mannes, der einst seine Frau Eo hinrichten ließ: Nero au Augustus. Doch Verrat und Täuschung begleiten Darrow auf Schritt und Tritt. Und so muss er mehr als einmal um seine Mission und sein Leben fürchten. Aber Darrow findet nicht nur Lug und Trug, sondern auch echte Freundschaft, Liebe und Vertrauen. Kann er seine Mission zu Ende führen?
Darrow ist nicht mehr der naive Bursche, den wir noch zu Anfang aus Band 1 kennen. Die Erlebnisse und Prüfungen haben ihn reifen lassen, eine größere Weitsicht beschert, aber auch misstrauischer und vorsichtiger werden lassen. Und das aus gutem Grund... Ich mochte die Entwicklung von Darrows Figur sehr, denn trotz aller Härte und Rationalität hat er sich doch seinen gerechten roten Kern beibehalten. Auch über die Hintergründe einiger anderer Protagonisten erfährt man hier mehr und das Weltbild verdichtet sich. Die Charaktere sind gut und komplex ausgearbeitet und erhalten somit die nötige Tiefe, um glaubhaft zu wirken und zu agieren.
Der Einstieg ins Buch gestaltete sich für mich nicht ganz einfach, waren mir doch nicht mehr alle Personen und Namen so präsent und auch trotz Personenglossar brauchte ich ein wenig, um die Figuren zuzuordnen. Dann aber war ich drin im Buch und konnte der Handlung nur noch atemlos folgen, denn nichts, aber auch gar nichts ist in diesem Roman so, wie es auf den ersten Blick scheint. Überall schafft der Autor es, Wendungen in die Handlung einzubauen und die Richtung komplett zu drehen. Das macht das Buch natürlich unheimlich spannend, aber auch unberechenbar. Für zarte Gemüter ist dieses Buch aber nichts, denn die Handlung ist stellenweise äußerst brutal und der Autor schont seine Figuren in keiner Weise. Der Weltenentwurf, der mir schon im ersten Band gut gefallen hat, gewinnt nochmals an Komplexität. Dabei überlädt Pierce Brown die Geschichte nicht mit allzu vielen technischen Details, wie man es in anderen Science Fiction Romanen findet, sondern legt sein Augenmerk auf die Handlung und die Figuren. Und mit den paar technischen Begriffen kommt man als Laie auch gut klar.
Erzählt wird die Geschichte wieder in der Ich-Perspektive aus Darrows Sicht. Die Kapitel haben eine angenehme Länge und sobald man sich ein wenig in den Roman eingelesen hat, möchte man ihn am Liebsten nicht mehr aus der Hand legen. Klar, und absolut nicht unerwartet, endet das Buch mit einem sehr gemeinen Cliffhanger. Aber im September geht es ja schon weiter, so dass ich nicht mehr allzu lange auf die Fortsetzung warten muss.
Vielen Dank an den Heyne Verlag für das Rezensionsexemplar.

Fazit:
Im Haus der Feinde hat mir besser gefallen, als der Vorgänger, der einen relativ langatmigen Einstieg hatte. Nachdem ich erst einmal in diesen Band hineingefunden hatte, hat die Handlung mich schnell eingefangen und Langeweile und Längen kamen keine mehr auf, denn der Autor versteht es, seine Leser mit neuen Wendungen in der Geschichte zu überraschen und bei der Stange zu halten.
Von mir gibt es 4 von 5 Punkten.

Spannende Fortsetzung mit vielen Schlachten und politischem Ränkespiel

Von: Nabura Datum : 10.07.2016

www.buchsichten.de/

Über zwei Jahre ist es her, dass Darrow zu einem Goldenen wurde und sich am Institut beweisen musste. Dort hat er Freunde und Verbündete gewonnen, sich aber auch Feinde gemacht. Nun soll er sich als Lanzenträger des Hauses Augustus eine Flotte verdienen. Doch Darrow droht, in Ungnade zu fallen – will der Patriarch des Hauses Augustus ihm etwa der Familie Bellona zum Fraß vorwerfen, die ihn unbedingt tot sehen will? Eins ist sicher: Darrow wird nicht kampflos aufgeben. Er hat seine eigene Strategie, um auf dem politischen Parkett zu bestehen und seine eigenen Pläne umzusetzen. Und auch die Söhne des Ares haben ihn nicht vergessen…

Nach dem actiongeladenen, düsteren Auftakt der Trilogie habe ich mich sehr auf ihren zweiten Teil gefreut. Wie wird es für den Roten im Körper eines Goldenen weitergehen, nachdem der das Institut hinter sich gelassen hat? Als Lanzenträger des Hauses Augustus dient er nun Nero au Augustus, dem Mann, der in Darrows altem Leben die Exekution seiner Frau Eo angeordnet hat. Ohne große Rekapitulation der Ereignisse wurde ich mitten in die Handlung geworfen, die über zwei Jahre nach Darrows Sieg im Institut beginnt.

Darrow wurde von seinem Haus an die Akademie geschickt, die nun kurz vor dem Abschluss steht. Auf den ersten Seiten wird der Leser gleich Zeuge der entscheidenden Weltraumschlacht. Der Autor fährt gleich schwere Geschütze auf und bietet einen actionreichen, brutalen Kampf, in dem hunderte Leben auf dem Spiel stehen. Was in den zwei Jahren dazwischen passiert ist, erfährt man nur bruchstückhaft. Stattdessen ließ ich mich auf Darrows neue Position ein und folgte ihm auf seinem weiteren Weg nach vorn, ohne zurückzublicken.

Der Autor bleibt seinem Rezept in diesem Buch treu. Er bietet dem Leser eine Menge an Kämpfen auf Leben und Tod, in denen es äußerst brutal zugeht und eine derbe Sprache gesprochen wird. War der erste Teil noch auf das Überleben am Institut beschränkt, geht es nun um Konflikte in der Weltengesellschaft. Darrow muss den politischen Ränkespiel voller Intrigen, Verrätern, Plänen und Gegenplänen seinen eigenen Kopf behalten, seine Freunde beschützen und gleichzeitig an der Verwirklichung seines größeren Plans einer Revolution arbeiten. Das Tempo ist sehr hoch und immer wieder kommt es zu überraschenden Wendungen. Wem kann er wirklich vertrauen? Und wer ist jederzeit bereit, die Seiten zu wechseln?

Viele der Charaktere sind schon aus dem ersten Teil bekannt, sie entwickeln sich in diesem Teil weiter und man lernt sie besser kennen. Dennoch blieben einige von ihnen undurchsichtig und ihre Handlungen schwer einzuschätzen. Das Buch ist erneut aus der Ich-Perspektive Darrows geschildert, sodass ich einen äußerst subjektiven Blick auf das Geschehen erhielt. Er ist ruhelos, immer mitten im Geschehen und gleichzeitig schon bei der Planung des nächsten Schritts.

Manchmal fiel es mir schwer, auf Basis von Darrows Schilderungen den Überblick zu wahren. Hier hätte dem Buch die eine oder andere Verschnaufpause gut getan, um einige Dinge zu sortieren. Dass sich Darrow als Über-Mensch präsentiert, dem immer wieder absolut unmögliches gelingt, muss man einfach akzeptieren. Immerhin muss er dafür auch so manch bitteren Tribut zahlen. So las ich mich durch große Schlachten, entscheidende Zweikämpfe, große Reden und geheime Absprachen bis hin zu einem weiteren großen Knall am Ende, der mich neugierig auf den dritten und letzten Teil der Reihe gemacht hat, der im September 2016 erscheint.
In „Red Rising. Im Haus der Feinde“ muss sich Darrow neuen Herausforderungen stellen, um seinem großen Ziel einer Revolution näher zu kommen. Der Schwerpunkt des Buches liegt klar auf Action, durch die der Leser mitgerissen wird. Mir fiel es allerdings manchmal schwer, das große Ganze im Blick zu halten. Insgesamt konnte mich das Buch mit seinen Schlachten und Intrigen sehr gut unterhalten. Fans von actionreicher, düsterer Sci-Fi sind bei dieser Reihe absolut richtig!

Was für eine Fortsetzung!

Von: theamazingbookblog Datum : 10.07.2016

theamazingbookblog.blogspot.de/

Meine Meinung:

Darrow verfolgt noch immer den Plan, die Goldenen aus ihrer Mitte heraus zu vernichten. Und dadurch, dass sein Meister Nero Au Augustus ist, sitzt er sozusagen an der Quelle. Doch dann kommt es anders, als Darrow es erwartet hat. Er wird fallen gelassen und ein Spiel auf Leben und Tod beginnt für ihn. Andere Häuser jagen ihn, um ihn zu töten, und auch die Söhne des Ares treten wieder auf die Bildfläche…Wie weit wird Darrow gehen, um den Traum einer besseren Welt, den Wunsch seiner hingerichteten Ehefrau, Eo, zu erfüllen?

Ich habe dem Erscheinungsdatum von "Red Rising – Im Haus der Feinde" so sehr herbeigesehnt, nachdem der erste Teil ja mit so einem Cliffhanger geendet hat! Und ich kann euch verraten, dass ich definitiv in keinster Weise enttäuscht wurde.

Gleich der Einstieg fiel mir super einfach. Die Handlung beginnt sofort sehr rasant, sodass man von Anfang an in die Geschichte gesogen wird. Dass schon etwas Zeit zwischen der Beendigung des ersten Teils und dem Beginn des zweiten liegt, merkt man fast überhaupt nicht. – Brown schaffte es nämlich, mir die Geschehnisse aus "Red Rising" wieder in Erinnerung zu rufen.

Den Schreibstil wusste ich dieses Mal sehr viel mehr zu schätzen, als in Teil eins. Dort hatte ich kritisiert, dass mir der Schreibstil zu roh, direkt, vulgär sei. Darf ich nun behaupten, dass ich damals noch naiv in dieser Hinsicht war? – Er passt perfekt zu der Handlung und generell stellt er eine wunderbare Abwechslung dar, im Gegensatz zu den restlichen Jugendbüchern.
Hinsichtlich des Schreibstils hat Brown also voll ins Schwarze getroffen, in meinen Augen.

Geschrieben wurde das Buch – wie auch schon "Red Rising" – aus Darrows Perspektive, wodurch man immer am Puls der Handlung ist und alles aus erster Hand erfährt ☺︎

Über die Spannung kann ich nur sagen: Wow.
Ich konnte das Buch wirklich kaum aus der Hand legen, ohne zu sterben, weil ich einfach wissen musste, wie es weitergeht. Brown beendet beinah jedes Kapitel mit einem kleinen Cliffhanger und so hangelt man sich von Kapitel zu Kapitel zu Kapitel. Das hat der Autor wirklich gekonnt eingefädelt! Aber nicht nur die Enden der Kapitel sind nervenzerreißend. Auch der allgemeine Inhalt ist gespickt mit Spannung und unvorhersehbaren Wendungen, sodass man auch hier das Buch nicht einfach beiseite legen kann.
Jedoch kommt der größte und schlimmste Cliffhanger erst ganz zum Schluss. – Natürlich. Ich wurde von Charakteren hinter's Licht geführt, von denen ich nie erwartet hätte, dass sie das erreichen könnten. Dass sie so hinterhältig sein könnten.

Die Charaktere waren, wie ihr euch vielleicht schon aus dem vorigen Satz ableiten konntet, ganz großes Kino. Den Großteil mochte ich ja bereits in Teil eins, aber hier lernt man die Figuren nochmals von einer vollkommen anderen Seite kennen. Sie machen riesige Wandlungen durch und so kann man an manchen Stellen durchaus davon überrascht sein, wie die Charaktere reagieren oder wie sie handeln.
Neue Bündnisse bilden sich, alte lösen sich auf, Rivalitäten werden aufgewirbelt, Intrigen gesponnen. In dieser Welt gilt wirklich "Fressen oder gefressen werden".

Ich danke dem Heyne Verlag, der mir freundlicherweise ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Zitate:

»Er will, dass ich für ihn siege, aber ich werde für das Mädchen der Roten siegen, dessen Traum größer war, als sie selbst jemals sein konnte. Ich werde siegen, damit er stirbt und sich ihre Botschaft durch die Zeitalter brennt. Eine Kleinigkeit.«
Seite 13

»Und ich dachte, die Goldenen wären gebrochen. Wir sind alle nur verletzte Seelen, die im Dunkeln umhertappen und verzweifelt versuchen, uns wieder zusammenzuflicken, darauf hoffend, die Löcher auszufüllen, die ihre Hiebe in uns hinterlassen haben. Eo hat mich vor einem solchen Ende bewahrt. Ohne sie wäre ich genauso wie die anderen. Verloren. “Es geht nicht darum, ihnen Schmerzen zuzufügen […]”, sage ich. “Es geht darum sie zu besiegen.”«
Seite 104

Fazit:

Was für eine Fortsetzung! Brown konnte mich wirklich mitreißen und von dem, was er geschaffen hat, überzeugen. Die Charaktere, der Plot, die nervenaufreißende Atmosphäre. – Alles war perfekt. Ich habe eigentlich nichts zu bemängeln. Ich kann dieses Buch wirklich jedem empfehlen. Ganz egal, ob Euch der erste Teil gefallen hat oder nicht: Dieses Buch wird glaube ich jedem gefallen.
Ich freue mich schon riesig auf den dritten Teil und bin schon so gespannt, wie es weitergeht. Vor allem nach diesem Ende! Oh Gott, oh Gott, oh Gott.
Ich vergebe 5 von 5 Sternen an Red Rising – Im Haus der Feinde und meine Hochachtung für diesen kreativen Kopf, der sich das alles hat einfallen lassen.

[Buchmeinung] "Red Rising #2. Im Haus der Feine" von Pierce Brown

Von: Lalapeja Datum : 09.07.2016

https://lalapeja.wordpress.com/

Inhalt

(Klappentext von der Verlagsseite)

Immer war Darrow stolz darauf, als Minenarbeiter auf dem Mars den Planeten zu erschließen. Bis er herausfand, dass die Oberschicht, die Goldenen, längst in Saus und Braus leben und alle anderen ausbeuten. Unter Lebensgefahr schloss er sich dem Widerstand an und ließ sich selbst zum Goldenen verwandeln. Nun lebt er mitten unter seinen Feinden und versucht die ungerechte Gesellschaft aus ihrer Mitte heraus zum Umsturz zu bringen. Doch womit Darrow nicht gerechnet hat: auch unter den Goldenen findet er Freundschaft, Respekt und sogar Liebe. Zumindest so lange ihn niemand verrät. Und der Verrat lauert überall.

Meinung

Der erste Teil der Red Rising Trilogie hat mir gut gefallen. Er hatte zwischendrin einige Längen, war aber sehr spannend und packend geschrieben. Auf den zweiten Teil, der glücklicherweise schon bereit lag, da er erst vor kurzem erschienen ist, hatte ich mich also sehr gefreut.

Der Einstieg fiel mir nicht leicht. Die Charaktere kannte ich zum Großteil, da es bei mir nicht so lange her war, dass ich Teil 1 gelesen hatte. Was schwierig für mich war, ist, dass zwischen Ende von "Red Rising" und Anfang von "Im Haus der Feinde" 4 Jahre liegen. Und man erfährt leider nicht sofort, was in der Zwischenzeit passiert ist. Wieder wirft Pierce Brown den Leser mitten ins Geschehen. Der Mittelteil dieser Trilogie beginnt actionreich und auch im späteren Verlauf der Geschichte nehmen die Gewaltszenen immer mehr zu. Nach und nach erfährt man, wie es Darrow in den 4 Jahren ergangen ist... und dann wiederum auch nicht. Pierce Brown schreibt manchmal ohne Zusammenhänge. Ich hatte das Gefühl, dass zwischen zwei Sätzen noch Dinge passieren, die man nur erraten kann, wenn man "zwischen den Zeilen liest". Aber ich kann nicht zwischen den Zeilen lesen, da steht nix. :D

Darrow kann niemandem mehr vertrauen, der Autor wirft etliche neue Charaktere in die Geschichte, die leider nicht im Personenverzeichnis aufgelistet sind. Apropos: Das Personenverzeichnis! Gute Idee! Aber bitte vollständig im nächsten Teil. ;) Jedenfalls kriegt man das Gefühl, dass Darrow, unser Roter, der sich als Goldener ausgibt, das große Ganze aus den Augen verliert. Nämlich die Rebellion, den Sturz der Goldenen und den Sturz des Oberhauptes der Weltengesellschaft. Irgendwie ging es nur noch um Krieg und Politik. Was ja okay ist, aber bitte nicht in dem Ausmaß. Also das fand ich im Mittelteil sooo zäh und nervig. Ich wollte das Buch fast abbrechen, weil ich mich sicher 300 Seiten lang gequält habe. Von dieser Rebellion bekommt man erst im letzten Drittel etwas zu spüren und auch dann setzt erst die Spannung wieder ein. Ich bin echt ein wenig enttäuscht, weil ich die Idee, die Welt, die Pierce Brown erschaffen hat, total genial fand.

Was auch echt hinderlich beim Lesen war, war dass ich mir so gut wie nichts bildlich vorstellen konnte. Es. Ging. Einfach. Nicht. Es fehlen so viele Beschreibungen, so viele Details, so viele Zusammenhänge! Dafür war "Im Haus der Feinde" völlig überladen mit Tod und Blut, Schlachten und politischen Diskussionen. Schade!

Fazit

Ich habe immer noch Lust auf den finalen dritten Teil, aber den zweiten hätte man gut kürzen können und einfach weniger brutal gestalten können. Ich bin nicht sooo begeistert.

Ich bin unendlich begeistert

Von: CocuriRuby Datum : 05.07.2016

https://www.youtube.com/channel/UCgUQ2jnHE0SnCd7ew7i8z2w

Das Buch beginnt ganze zwei Jahre, nach Ende des ersten Bandes.

Es startet auch schon gleich ziemlich krass – man wird sofort mit Taktik und Kriegsführung konfrontiert, aber auch mit Intrigen: Willkommen in der Welt der Goldenen.

In diesem Teil lernt man die Gesellschaft besser kennen – sowohl über die Schichten, die Machtverteilung und auch etwas mehr über die Bevölkerung der Planeten.

Allerdings sind die SciFi Elemente insgesamt eher am Rande vertreten – sie nehmen keine zentrale Rolle ein. Ich würde sogar sagen, dass man die Handlung auch genauso gut auf der Erde hätte spielen lassen können. Je nachdem ob man sowas mag, kann man das pos. oder neg. sehen.

Mir ist das recht egal. Ich lese diese Reihe nicht wegen ihren SciFi-Elementen, sondern wegen den dystopischen. Also wegen den taktischen Komponenten in Kriegsführung und Politik und wegen den Strukturen der Gesellschaft bzw. der Klassen.

Aber ich finde, dass die SciFi-Elemente die da sind, sich sehr gut ins Bild einfügen und stimmig sind – bis auf die Nuklearraketen bei der Weltraumflotte. Das fand ich komisch, weil die Zerstörungskraft solcher Raketen im All wesentlich geringer sind, als auf der Erde.

Aber sie sind vor allem sonst sehr gut durchdacht und geben dem Ganzen eine gewisse Würze – es ist praktisch das i Tüpfelchen.

Ich mag aber gerade die Gesellschaftskritik in dem Buch und die Ausmaßen von Macht und Krieg, aber auch die von Medien und dem Schein.

Z.B. dass Tötung von oben bestimmt wird, nur durch ein paar Worte und schon werden tausende sterben. Angeblich zugunsten der Allgemeinheit, vermutlich aber eher für die Machterhaltung einiger weniger. Genauso funktioniert Kriegspolitik.

Oder wie wir regiert werden – nämlich durch Angst – damit kontrollieren einige wenige, die große Masse. Erst wenn die Menschen keine Angst mehr haben, wenn die Verzweiflung groß genug ist und sie nichts mehr zu verlieren, dann sind sie nicht mehr zu kontoliieren.

Das Buch nimmt einen spannungsmäßig so unglaublich mit.

Es ist auch recht brutal, aber das passt zu der Situation und zu dieser Welt. Außerdem passiert extrem viel, auf sehr wenigen Seiten – zusätzlich gibt es auch eine unerwartete Wendung nach der anderen.

Allerdings muss man auch sagen, es passiert so viel Schlag auf Schlag, dass das schon etwas auf Kosten der Übersicht geht. Ich kann mich noch an viele Ereignisse und Szenen erinnern (auch noch aus den ersten Band), aber das alles in eine Chronologie bringen mit Details – keine Chance.

Außerdem hat das was geschieht, mit Realismus nicht wirklich mehr viel zu tun – da gibt es nicht nur einen Plan B, sondern einen Plan noch in einen Plan und irgendwie funktioniert es dann und was da alles überleb wird und dann doch noch irgendwas passiert, dass das Blatt wendet…realistisch ist das nicht gerade – aber das macht es episch, insbesondere die Schlachten.

Darrow zweifelt in diesem Teil mehr an sich als vorher – an manchen Stellen badet er auch fast ein wenig in Selbstmitleid – allerdings das auch nicht gerade unberechtigt.

Ich mag Darrow trotzdem sehr. Er ist ein sehr vielschichtiger Charakter, der aber bei weitem nicht unfehlbar ist.

Auch die anderen Figuren sind vielschichtige Charaktere – man wird nicht eine unauthentische Figur in diesem Buch finden oder ohne eine eigene Geschichte. Sowas erweckt erst eine Geschichte richtig zum Leben.

Man glaubt es kaum, aber zwischendurch ist das Buch sogar ziemlich lustig – das meist auf einer etwas derberen, unterschwelligen Ebene, aber lustig.

Das Buch endet aber auch ziemlich fies mit Cliffhanger. Aber jedes Kapitel endet eigentlich mit einem Cliffhanger und es wird einem durchweg sehr viel geboten und nicht erst zum Ende hin – deshalb finde ich, kann man das entschuldigen.

Natürlich auch, weil der letzte Band bereits im Oktober erscheinen wird und ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie sehr ich mich schon darauf freue!



Fazit

Ich bin von diesem Buch unfassbar begeistert und von der Gedankenarbeit und Detailliebe des Autors beeindruckt.

Es gibt praktisch keine Seite die nicht Spannung verspricht und es gibt eine unerwartete Wendung nach der anderen.

Außerdem bietet es noch zusätzlich eine wirklich gute Gesellschaftskritik.

toller Mittelteil, bei dem es nichts auszusetzen gibt......

Von: Lesezauber Datum : 04.07.2016

steffis-und-heikes-lesezauber.blogspot.de

Meinung
Lange und sehnsüchtig habe ich auf diesen zweiten Teil der Red-Rising-Trilogie „Im Haus der Feinde“ gewartet. Sein Vorgänger hat mich ja schon begeistert und nun war ich natürlich neugierig, wie es mit Darrow weiter gehen würde und ob er seine Mission erfolgreich beenden könne. Mit großen Erwartungen ging ich also ans Lesen.

Ja und ich muss sagen, es ging genauso spannend weiter, wie der erste Teil aufgehört hatte. Das Buch begann mit einem Verzeichnis der wichtigsten Häuser und Personen, was mir persönlich beim Lesen schon zu Gute kam, denn die vielen Namen immer sofort gleich zuzuordnen, war gar nicht so einfach und ich konnte schnell zum Anfang blättern und nachschauen.

Danach gings schon richtig los. Nahtlos ging der Plot weiter und ich war sofort wieder mittendrin. Gleich auf den ersten paar Seiten merkte ich schon wieder die ansteigende Spannung und ich kann sagen, es war noch mehr als beim ersten Teil. Diesmal viele unerwartete Wendungen und Ereignisse machten dieses Buch zu einem rasanten Lesevergnügen, ich konnte es einfach nicht mehr aus der Hand legen. Jedes Kapitel endete irgendwie mit einem kleinen Cliffhänger, wodurch ich sofort immer weiter lesen musste.

Es gab zwischen den Darstellern so viele Intrigen und Verrate, dass ich manchmal selbst nicht mehr wusste, wer gut und wer böse war. Auch Darrow hatte manchmal so seine Zweifel, wem er überhaupt noch vertrauen konnte. Diese Zwiespältigkeit und alle Emotionen und Gefühle drum herum wurden vom Autor aufs Äußerste ausgearbeitet und dargestellt. Ich konnte mit den Personen mitfühlen und mich total in sie hinein versetzten. Auch erschienen mir alle irgendwie in ihrer Rolle gewachsenen. Trotz dass sie ja noch sehr jung waren, trafen sie meistens die bestmöglichen Entscheidungen, auch wenn es nicht immer die Richtigen waren.

Am Ende gabs dann auch wieder einen überaus sehr bösen Cliffhänger, mit dem ich so wirklich nicht gerechnet hätte. Teils war ich von einigen Charakteren enttäuscht und viele „Warums“ flogen mir durch den Kopf. Aber genau das war es, das mich jetzt verzweifelt auf den letzten Band „Tag der Entscheidung“ warten lässt, der am 12. September erscheinen soll. Zum Glück dauerts ja nicht soooo lange.

Der Schreibstil von Herrn Brown war wieder absolut beeindruckend, spannend und überaus bildgewaltig. Das Buch selbst wurde in 4 Teile und diese in normal lange Kapitel aufgeteilt. Die Schriftgröße war ok und trotzdem das Buch 576 Seiten hat, hätte ich keine davon missen wollen.

Fazit
Dieser Mittelteil der Trilogie konnte mich noch einen Ticken besser überzeugen als sein Vorgänger. Ich habe diesmal nichts auszusetzen und freue mich schon riesig auf den krönenden Abschluss. Ich vergebe die volle Punktzahl von 5 Sternen und eine klare Leseempfehlung.

Packendes und komplexes Weltraumabenteuer

Von: Mara Datum : 03.07.2016

www.cakesandcolors.de/2016/07/book-review-red-rising-im-haus-der-feinde.html

Den zweiten Band von „Red Rising“ zu bewerten fällt mir zugegebenermaßen etwas schwer. Auf der einen Seite fand ich das Buch von der Machart und dem Aufbau der beschriebenen Welt grandios, andererseits gab es wie schon beim ersten Buch einige Punkte, die mich etwas gestört haben.

Nachdem Darrow den Kampf die Zeit in der Arena überlebt hatte, dachte ich eigentlich, dass Dan Brown nun seine Ausbildung am Institut schildert – diese Zeit wird allerdings komplett übersprungen. So steigt das zweite Buch mit einer Weltraumschlacht ein, die einiges an Action und Zerstörung bietet. Mir fiel der Einstieg dadurch allerdings nicht leicht, da ich anfangs etwas verwirrt war und nicht recht wusste, gegen wen gekämpft wird und was überhaupt der Hintergrund des Ganzen ist. Das klärt sich zwar einigermaßen im Laufe der nächsten Kapitel, trotzdem blieb über einen Großteil des Buches das Gefühl, irgendwas verpasst zu haben. Das mag wohl auch an den zahlreichen Charakteren dienen, die alle eigene Geschichten, Positionen und Motive haben. Einige davon kennt man noch aus dem ersten Band, die meisten sind allerdings neu und werden von Brown nur unzureichend vorgestellt, sodass man sich quasi selbst zusammenreimen muss, in welcher Beziehung sie zu Darrow stehen.

Das grundsätzliche Schema des Buches ist das gleiche wie im ersten Teil: Darrow muss sich von unten hocharbeiten, dabei zahlreiche Kämpfe ausfechten und wird mit Loyalität und Verrat konfrontiert. Mit der Zeit ist das etwas ermüdend, da sich dieses Schema immer wiederholt. Ein paar Seiten weniger hätten mir daher besser gefallen. Das soll jedoch nicht heißen, dass das Buch langweilig wäre – im Gegenteil. Gerade weil immer etwas passiert schafft es Brown, den Spannungsbogen konstant hoch zu halten und dem Leser das Gefühl zu geben, er befände sich in einer einzigen großen Weltraumschlacht mit gigantischem Ausmaß.

Beim ersten Band hatte ich Darrows Charakter kritisiert und muss leider sagen, dass er sich nicht wirklich gebessert hat. Immer noch ist er mir nicht wirklich sympathisch und manche seiner Handlungen und Aussagen haben mich beim Lesen wirklich verrückt gemacht! Die Nebencharaktere waren da eindeutig besser konzipiert, vor allem Mustang ist und bleibt einfach eine tolle Persönlichkeit.

Was mir an „Red Rising“ allerdings am besten gefällt und alle negativen Punkte doppelt aufwiegt, ist die von Brown erschaffene Gesellschaft. Selten habe ich so einen komplexen Weltenentwurf gesehen und es macht einfach Spaß, davon zu lesen. Obwohl das Buch in der Zukunft spielt, die Menschen verschiedene Planeten besiedelt haben und fortschrittliche Technologien nutzen, ähnelt die grundlegende Struktur und Hierarchie der Gesellschaft der der Römer. Es gibt ein Oberhaupt und verschiedene Häuser von Familien, die durch politische Ränkespiele, Intrigen und auch offene Kämpfe versuchen, immer mehr Macht zu erlangen. Lateinische Bezeichnungen finden sich zuhauf, es gibt „Ritter“ und auch die Namen passen dazu. Dieser Kontrast zwischen Science Fiction Abenteuer im Weltraum und der brutalen römischen Welt gefällt mir wahnsinnig gut!

Fazit:
Die Rezension ist jetzt doch sehr lang geworden, deswegen mache ich es kurz: „Red Rising – Im Haus der Feinde“ hat wie sein Vorgänger einige Mängel, überzeugt aber trotzdem auf ganzer Linie durch den ausgefeilten Weltenentwurf und die Verbindung von Science Fiction und dem alten Rom.

Red Rising - Im Haus der Feinde - Mal wieder ein Wahnsinnsbuch!

Von: frauplasma Datum : 01.07.2016

https://inkofbooks.wordpress.com

Eine Fortsetzung von einem Science Fiction Roman, der ALLE von den Socken gehauen hat!

Mich und viele viele andere eingeschlossen! In Amerika total im Trend und eine Spin-Off-Reihe zu dieser Trilogie ist schon geplant!

Kann die Fortsetzung genau dasselbe schaffen? Können die Komplexität der Geschichte, der Intrigen, der Kämpfe und der Charaktere aufrecht erhalten werden?

Antwort: JA! DIESES BUCH KANN UNGEFÄHR ALLES!

Kurzinfo:

Autor: Pierce Brown
Genre: Science Fiction
Verlag: Heyne Verlag
Seitenzahl: 558 S.
Kurzbeschreibung:

Immer war Darrow stolz darauf, als Minenarbeiter auf dem Mars den Planeten zu erschließen. Bis er herausfindet, dass die Oberschicht, die Goldenen, längst in Saus und Braus leben und alle anderen ausbeuten. Unter Lebensgefahr schließt er sic dem Widerstand an und lässt sich selbst zum Goldenen verwandeln. Nun lebt er mitten unter seinen Feinden und versucht, die ungerechte Gesellschaft aus ihrer Mitte heraus zum Umsturz zu bringen. Doch womit Darrow nicht gerechnet hat: Auch unter den Goldenen findet er Freundschaft, Respekt und sogar Liebe. Zumindes solange ihn niemand verrät. Und der Verrat lauert überall.

(Diese Beschreibung ist zwar nicht der totale Bullshit, hätte aber um Einiges besser werden können. Behaltet eure Texter im Auge!)

Eigene Meinung:

Erstmal: Vielen Dank für das Rezensionsexemplar an den Heyne Verlag und das Bloggerportal!

Es gibt so viele gute Sachen an dieser Geschichte, dass ich gar nicht recht weiß, wo ich ansetzen soll, aber wir probieren es einfach mal aus:

Diese Welt ist so verdammt KOMPLEX! Alles ist wunderbar ausgearbeitet, jeder Charakter hat seine Bedeutung, seine Rolle und seine Beziehungen zu anderen Charakteren.

Die Science-Fiction Welt, in der alle Planeten des Sonnensystems und ihre Monde bewohnt sind und die Menschheit in verschiedene Farben aufgeteilt ist, die jeweils ihre eigenen Aufgaben und Zuordnungen haben, ist verdammt genial und die Waffen, Strategien und Sonstige Dinge, die in einer Revolution eingesetzt werden, sind durchaus vorhanden und so cool und selbstverständlich eingebaut, dass ich niemals anzweifeln würde, dass es sie tatsächlich gibt.

Die Geschichte an sich ist allerdings auch sehr komplex! Denn die Charaktere und das Beziehungsgeflecht zwischen ihnen sind einfach nur der Wahnsinn! Alles ist bis aufs kleinste Detail ausgearbeitet und super inszeniert, von Verrat über Manipulation bis Überzeugungskräften ist alles vertreten und alles so schön gestaltet, dass der Leser zwar die Komplexität sieht und bewundert, aber dennoch alles versteht.

Etwas, auf das man sich auch in diesem Buch freuen kann, ist die konstant aufrecht erhaltene Spannung, die wirklich wie im Lehrbuch konstant da ist und niemals abreißt. Sie hat auch einen wunderbar gemachten Cliffhanger, der mich zwar wahnsinnig ärgert, aber dramaturgisch perfekt gemacht wurde und so überraschend kam, dass man mit offenem Mund mindestens 10 Minuten da sitzt, nachdem man das Buch beendet hat.

DAMN YOU, PIERCE BROWN! YOU CAN WRITE SO GOOD!

Wie ich gerade schon sagte, sind die Gadgets des Krieges toll gemacht und wirklich schön erdacht, aber nicht nur das, sondern auch die Kampfszenen sind der absolute Wahnsinn, denn sie sind immer plastisch im Kopf. Und zwar auf Knopfdruck. Und das ist ein tolles Kunststück, denn Darrow nutzt wirklich jede verdammte Ausrede, um einen Kampf anzufangen.

Super geschriebene Actionszenen, die niemals redundant sind und die Szenerie wie ein Kino im Kopf des Lesers wirken lassen.

Die Beziehungen zwischen den Charakteren sind auch ein wahres Glanzstück der Geschichte. Obwohl man meinen könnte, dass es sich nur darum dreht, die ganze Welt zu zerstören, sind die Beziehungen zwischen Darrow und seinen Freunden und Feinden so schön und so tiefgründig, dass man sie am liebsten knuddeln, mit ihnen herumalbern, sie küssen oder sie umbringen möchte.

Am besten alles gleichzeitig!

Die tiefe Freundschaft zwischen Darrow und dem Dichter Roque, das ungebrochene Vertrauen und die Leidenschaft in seiner Beziehung zu Sevro und den Heulern, die perfekte Beziehung zwischen Darrow und Mustang, der langsam wachsende Respekt zwischen Ragnar und Darrow, seine Freundschaft zu seinem Mentor Lorn au Arcos und seine Feindschaft zu ungefähr ALLEN anderen sind einfach nur ein komplettes Highlight!

Und wie CocuriRuby schon so schön sagte: Mit Realität ist es hier drin wirklich nicht so doll.

Und das stimmt auch total! Nicht nur sind manche Aktionen und ihr Dimensionen total unrealistisch, sondern auch Reaktion und Verhaltensweisen und Folgen, die daraus hervorgehen.

Allerdings macht das ÜBERHAUPT GAR NIX! Denn in dieser Realitätsferne ist das Buch unglaublich Realitätsnah! Nichts wird einem hier geschenkt und keine hirnrissigen Pläne enden in einem Happy End. Pläne scheitern, Fallen werden mit noch mehr Fallen beantwortet, man hintergeht sich gegenseitig, Freundschaften zerbrechen. Nichts davon sieht man oft in andere junger Literatur. Und deshalb liebe ich Pierce Browns Bücher nur noch mehr!

Genau wegen dieser Fehler wechseln sich auch Hoffnung und Verzweiflung, Freude und Trauer und Liebe und Hass so unglaublich schnell ab, dass man nicht nur in einen Strudel aus Action geschubst wird, sondern ein Tsunami der Gefühle einen gleich noch einmal mitreißt! Wie toll das war, könnt ihr euch gar nicht vorstellen!

Und Darrow darf hier natürlich nicht unerwähnt bleiben: Er ist die Art von Held und Protagonist, die ich mag und die ich verdammt noch mal öfter haben will und brauche!

Er ist groß, alle sehen zu ihm auf, jeder bewundert ihn und liebt ihn, er macht aber trotzdem Fehler, denkt anders, stellt sich gegen seine eigenen Leute, macht sein Ding und fühlt sich nie gut genug. Niemals stellt er seine Motivation infrage oder handelt nicht nach dieser. Er findet sich selbst nicht würdig und ist niemals zufrieden mit sich selbst.

Also ein klassischer Held und Eroberer von Welten! WILL MEHR DAVON!

Im Gegensatz dazu ist Mustang ebenfalls die perfekte Protagonistin, denn ich liebe einfach ihre Art, ihre Intelligenz, ihre Sicht auf die Dinge, ihre Pläne und ihre messerscharfen Kommentare. Gleichzeitig aber auch ihre Loyalität und ihre Aufopferungsbereitschaft. Mustang: Lass dich niemals verändern! Du bist Darrows perfekte Ergänzung!

Und zum Schluss noch ein drecksverdammt wichtiger Punkt: Es macht verdammt viel Spaß, dieses Buch zu lesen! Ich bin nur so durch die Seiten geflogen und ich habe lange nicht mehr so gerne Bücher gelesen!

Fazit:

Dieses Buch ist großartig! Genau die Art von junger Literatur, die ich immer haben möchte. IMMER!

Eine geniale Science Fiction Welt mit komplexem Geschehen und einem wahnsinnig realitätsnahen Krieg und Widerstand, der auch scheitern kann und muss.

Die Charaktere und ihre Beziehungen zueinander sind so tiefgründig und gut gemacht, dass ich sie alle so ins Herz geschlossen habe, obwohl manche ein totales Arschloch sind.

Darrow ist ein perfekter Held, ein klassicher Held, aber ein Held, der ein Anführer ist, sich dessen aber nicht bewusst ist. LOVE IT!

Und Mustang ist einfach der totale Wahnsinn!

Kauft dieses Buch! Lest die Geschichte von Darrow dem Sohn der Roten und Goldenen und ärgert euch mit mir über diesen unfassbar gemeinen Cliffhanger!

5 von 5 Tintenklecksen!

Zwischen Erfolg und Verrat - Spannend von der ersten bis zur letzten Seite!

Von: TinyHedgehog Datum : 01.07.2016

tinyhedgehog.blogspot.de/

ACHTUNG! SPOILER ZUM ERSTEN TEIL SIND NICHT AUSZUSCHLIEßEN!

Nachdem mich der erste Teil der „Red Rising“-Trilogie begeistert hat, war klar, dass ich die Reihe auf jeden Fall weiterlesen werde. Ich wollte unbedingt wissen, wie es mit Darrow weitergeht und ob er mit seiner Mission Erfolg haben wird.

Darrow, der eigentlich in der niedrigsten Farbe (=Kaste) geboren ist, wurde im ersten Teil durch eine Reihe von Ereignissen zu einem Goldenen gemacht, die die mächtigste und stärkste Kaste bilden. Nachdem er am Institut alle überrascht hat, dringt er in diesem Buch immer weiter in die Spitze der Gesellschaft vor und wird mächtiger und einflussreicher. Doch sein Weg ist gespickt von Schwierigkeiten jeder Art – Die größte drohende Gefahr: Verrat.

„Im Haus der Feinde“ beschreibt den weiteren Aufstieg Darrows in der Weltengesellschaft und seine Bemühungen, die Gesellschaft von innen heraus zu untergraben und für eine Revolution vorzubereiten. Er ist ein sehr ehrgeiziger und aufrichtiger Protagonist, der allerdings auch seine (teilweise recht dramatischen) Schwächen hat. Er handelt oft sehr impulsiv und unüberlegt, womit er sich selbst Steine in den Weg legt, aber nichtsdestotrotz hat er damit auch oftmals Erfolg.

Pierce Brown benutzt auch in diesem Buch bekannte Szenarien aus der antiken Geschichte und aus der aktuellen Literatur und Fernsehen. Das ist absolut nicht verwerflich, da es trotzdem neuartig kombiniert ist und eine spannende Handlung bildet. Gerade die Mischung aus der Antike und weit in der Zukunft liegenden Raumfahrt ist außergewöhnlich und faszinierend. Eines der wichtigsten Themen sind jedoch Darrows Beweggründe für sein Handeln und seinen Kampf – Das Streben nach Gerechtigkeit und Gleichheit für alle. Das ist zwar ein altes, aber immer noch sehr aktuelles Thema.

Was mir besonders gut an Pierce Browns Büchern gefällt, sind seine subtilen Cliffhanger zwischen den Kapiteln. Es wird bereits genug angedeutet, was passiert, aber er beendet die Kapitel oft mit einem dramatischen Satz, der für aufgeregtes Herzklopfen sorgt.


Fazit


Wie auch den Vorgänger, kann ich „Im Haus der Feinde“ sehr empfehlen. Der zweite Teil der Trilogie steht dem ersten in nichts nach und konnte mich wieder vollkommen packen.

Ich würde sogar so weit gehen und sagen, dass mir das zweite Buch sogar ein klein wenig mehr gefallen hat, da die Handlung größere Schlachten, Intrigen und Dramen bot. Während das erste Buch eher ein Überlebenskampf war, ist das zweite Buch strategischer und somit auf subtilere, emotionalere Weise dramatisch.

Natürlich habe ich von „Im Haus der Feinde“ erwartet, dass die Handlung auf eine höhere politische und gesellschaftliche Ebene verlagert wird, doch ich hätte eher einen „Zwischenband“ erwartet, der auf den finalen, dritten Band vorbereitet. Doch ich wurde überrascht: Bereits dieses Buch wirkt, als würde sich hier bereits alles entscheiden. Pierce Brown hat aber natürlich noch ein Ass im Ärmel und lässt das Buch mit einem gewaltigen Cliffhanger enden. Deshalb bin ich wahnsinnig gespannt auf den dritten Teil „Tag der Entscheidung“, der am 12. September 2016 erscheint.

Großartige Fortsetzung

Von: Denise Datum : 21.06.2016

leserattespencer.blogspot.de/

Endlich ist es da. Woop. Woop. Es gab kaum ein Buch, dem ich seit Band 1, so entgegen gefiebert habe wie diesem hier. Sein Vorgänger war grandios und ich hatte daher hohe Erwartungen an seinen zweiten Band. Sie wurden erfüllt. Definitiv.
Der zweite Band macht, wie der Erste auch, optisch wieder einiges her. Gefällt mir sehr gut und passt perfekt zum ersten Teil.
Pierce Brown gehört meiner Meinung nach zu den Wortgewandesten Autoren unserer Zeit. Er schreibt Sätze da verspüre ich ein pures Gefühl von Glück. Er schreibt nicht nur eine absolut spannende Geschichte, sondern es gelingt ihm auch wieder seine Leser zum Denken zu animieren.
Das Buch setzt ein paar Jahre nach Band 1 an. Trotz kurzer erzählter Rückblicke und Informationen über die Charaktere war ich etwas verwirrt. Hätte irgendwie gedacht, dass die ganze Geschichte schneller ablaufen würde und nicht dass da so viele Jahre vergehen. Nie ist etwas wie man es erwartet hat. Ständig gibt es überraschende Wendungen. Meistens hat noch Jemand einen Plan E in der Tasche. Man weiß also nie genau wo man dran ist.
Auch dieses Mal geht er mit seinen Protagonisten wieder hart ins Gericht. Freunde? Feinde? Schwer den Überblick zu behalten. Ein Unglück kommt hier selten allein und zwischenzeitlich geht es einigen Charakteren ziemlich überraschend ans Leder. Das hat schon stellenweise GoT-Style und hat mich als Mimose nicht immer glücklich gemacht, aber es gehört einfach dazu. Blut, Mord, fiese Menschen gehören halt in diese düstere Welt. Nach dem ersten Band hätte ich auch nichts anderes erwarten dürfen.
Darrow hat eine ziemliche Entwicklung hinter sich oder besser gesagt: durch gemacht. Er hat sich von ganz unten nach ganz oben gekämpft. Dafür hat er viele Opfer bringen müssen, aber er hat sein Ziel vor Augen nicht verloren. Auch jetzt entwickelt er sich stetig weiter. Er formt sich zu dem Mann, der die Chance verdient das alles wirklich zu ändern. Ich wünsche es mir so sehr für ihn und bin wirklich gespannt was das für ein Ende mit ihm nehmen wird. Okay, ich habe auch ein bisschen Angst vor dem Ende xD
Schön wäre ein besseres Personenregister. Ständig werden Spitznamen benutzt, außer im Personenregister…


Fazit: Fortsetzungsrezensionen sind immer eine Herausforderung xD Die Geschichte geht einem sehr nah. Sie lässt einen auch nicht los, selbst dann nicht wenn man das Buch schon aus der Hand gelegt. Eine großartige Fortsetzung…die sich einen in den Oktober zu Band 3 wünschen lässt.