Leserstimmen zu
Die Gabe des Himmels

Daniel Wolf

Die Fleury-Serie (4)

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Ich bin ehrlich, aber ich hab schon lange kein Buch mehr gelesen, welches derart viele Seiten hat. Zu Beginn hat es mich etwas geschockt, dass die Seitenanzahl so "hoch" war: hier kommt meine Rezi: Der 4. Teil der Fleury-Saga:Im Jahr 1346 treffen wir die Familie Fleury in Varennes-Sint-Jacques wieder. Ungefähr zwei Generationen liegen zwischen den Geschehnissen in „Das Gold des Meeres“ und diesem Teil. Varennes hat sich verändert, eine Handvoll reicher Patrizier hat das alleinige Sagen. Die Handwerker und einfachen Leuten werden ausgebeutet und die Juden sehen sich zunehmender Feindlichkeiten ausgesetzt. César Fleury hat es als Kaufmann zu Reichtum gebracht. Doch sein Vater Josselin verschenkt den Großteil des Besitzes an das Kloster und nun steht er praktisch mittellos da. Sein Bruder Adrianus kehrt nach einem Medizinstudium in Montpellier nach Hause zurück, um als Wundarzt zu praktizieren. Bald lernt er die jüdische Heilerin Léa kennen. Als die Pest über Varennes herfällt und erbarmungslos wütet, ändert sich alles. Vorab möchte ich erwähnen, dass ich die anderen Teile nicht kenne und deswegen nicht wusse, was ich von dem Buch erwarte. Ich lese nicht oft historische Romane, doch dieses Buch hat mir zugesagt. Man kann sich regelrecht in die Zeit hineinversetzen und die unterschiedlichen Perspektive der Menschen (Juden, Christen, Kaufmänner usw.) zeigen deutlich, wie die Denkweisen zu der damaligen Zeit gewesen sein mussten. Neben den Hauptcharaktetren César und Adrianus ist Daniel Wolf auch dieses Mal mit der Jüdin Léa eine starke weibliche Hauptfigur gelungen. Ich bin sehr gespannt,ob der Autor uns auch eines Tages wieder in die Welt des Mittelalters entführen wird

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Wieder eintauchen ins Mittelalter

Von: Elisabeth aus Koblenz

29.04.2018

Ich verfolge nun schon seit längerem die Wege der Familie Fleury in Ihren Büchern und hatte mir "Die Gabe des Himmels" in freudiger Erwartung auch schon vorbestellt und muss sagen - ich wurde wieder nicht enttäuscht! Der Autor versteht es perfekt, mir als Leser das Mittelalter näher zu bringen und mich eintauchen zu lassen in eine faszinierende Welt. Leider sind die 945 prall gefüllten Seiten nun schon wieder zu Ende gelesen und ich würde mir eine Fortsetzung wirklich wünschen!

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Die Geschichte der Kaufmannsfamilie Fleury geht endlich weiter! Das mittlerweile 4. Buche der Reihe ist im 14. Jahrhundert angesiedelt und handelt von einem jungen Wundarzt zur Zeit der Pest! Der Autor beschreibt eindrücklich den Stand der damaligen Medizingelehrten und somit den Umgang mit Krankheiten (eine verschreckende Erfahrung), vergisst aber auch nicht das Schicksal der Hauptfiguren Adrién und Lea fesselnd darzustellen vor dem Hintergrund der sozialen und politischen Geschehnissen (Judenhass) jener Zeit. Das ganze historisch korrekt und sehr lehrreich! Man muss einfach weiter und weiterlesen.... Ich habe auch öfters einen Blick in Google bzw. Wikipedia geworfen, um mehr über das eine oder andere historische Detail zu erfahren! Der Autor hat gründlich recherchiert und trennt Fiktion und Realität gut. Die Geschichte vermittelt tiefe Einblicke in die dunkelste Zeit des Mittelalters und dennoch wünscht man sich ab und an dort hin. Trotz der Länge, keine Spur langweilig.... und auch etwas für Neulinge im Mittelalter-Genre. Auch ohne die anderen Bücher der Reihe zu kennen, findem man sich leicht in das Buch rein, aber ich persönlich habe alle 4 Bände hintereinander verschlungen! Meines Erachtens, das stärkste Buch der Reihe! Absolute Leseempfehlung.

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Daniel Wolf alias Christoph Lode hat wieder mal einen historischen Roman geschrieben, der mich für ein paar Stunden in eine mittelalterliche Stadt entführt und wo man das hier und jetzt komplett vergisst. Das Cover passt sehr gut zu den vorherigen drei Büchern und macht somit auch optisch etwas her. Sehr schön gestaltet ist der Klappumschlag, vorne findet sich die Karte der Stadt Varennes, hinten ist Europa zur damaligen Zeit mit seinen wichtigen Städten abgebildet. Zu Beginn bekommen wir Leser durch ein Personenverzeichnis einen guten Überblick über die handelnden Personen. Insgesamt gliedert sich der Roman in drei Bücher, wobei man ganz klar sagen muss, dass das dritte Buch das Kürzeste ist. Sehr gut gefallen hat mir, dass wir wieder die Familie Fleury begleiten dürfen und mit ihr einen Einblick in das Leben der Kaufleute, Handwerker und Bürger in einer mittelalterlichen Stadt bekommen. Es sind nicht so sehr die Mächtigen und Reichen, die im Mittelpunkt stehen, sondern die einfachen Menschen. Es geht somit weniger um historische Persönlichkeiten, sondern mehr um den einfachen Mann und die einfache Frau. Herausragend finde ich in diesem Buch die Zeichnung der Figuren und ihre Entwicklung. Gerade Adrianus und Cesar Fleury, die ungleichen Brüder, sind für mich absolute Protagonisten, die ich ins Herz geschlossen habe. Besonders herausheben möchte ich Cesar, der in diesem Roman eine sehr glaubwürdige Wandlung durchlebt und damit zu einem ungemeinen Sympathieträger des Romans wird. Ein großes Thema des Romans sind die Arbeiten des Medicus, des Wundarztes und der Kräuterkundigen. Der Leser erfährt sehr viel Informatives und Interessantes, auch was die Rangordnung in der Gesellschaft, die Ausbildung, das Herstellen von Arzneien angeht. Die Behandlung der Pest stellt allerdings alle Berufsgruppen vor ein Problem und bringt selbst den besten Arzt an seine Grenzen. Ein weiteres Thema des Romans sind die fanatischen Glaubensbruderschaften, in diesem Roman die Flagellanten. Die Gruppen verschafften sich aufgrund von Missständen Gehör und gewannen so immer mehr an Einfluss. Ein Thema welches sich leider öfters durch die Geschichte und damit auch durch Romane zieht ist der Hass auf die Juden. Sie wurden nicht nur wie allgemein bekannt für die Pest verantwortlich gemacht, sondern auch für Armut, Misswirtschaft und viele andere Dinge. Ein Volk was wahrlich genug Hass, Angst und Zorn ertragen muss. Tragen wir heute Verantwortung dafür, dass dies nie mehr geschieht! Der Schreibstil des Autors ist wie immer sehr angenehm und gut zu lesen. Die knapp 1000 Seiten vergehen wie im Fluge und sind ruck-zuck gelesen. Erstaunlich ist auch, dass der Autor es zum Ende seines Romans schafft, alle losen Fäden zusammen zu führen, ohne dass es zu sehr konstruiert wirkt. Der Leser hat zu keiner Zeit das Gefühl dem Autor nicht folgen zu können oder zu sehr im Unklaren gelassen zu werden. Ein durch und durch spannender Roman, der vor allen Dingen von der Empathie des Lesers mit den Protagonisten lebt und der herausragenden Zeichnung der Figuren. Ein wirklich sehr, sehr guter historischer Roman der mich wieder restlos begeistert hat. Ich kann diesen Roman nur empfehlen und wünsche mir, dass die Fleurys noch viele, viele Fans bekommen. Mein Dank geht auch an meine Mitleserinnen der Leserunde bei Büchereule.de und Daniel Wolf, der bereitwillig sich unseren Fragen gestellt hat. Auch bedanke ich mich herzlich bei der Verlagsgruppe Random House, dem Goldmann Verlag und dem Bloggerportal für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

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Eines Mal Vorweg, wenn man das Buch gelesen hat muss man wirklich Teil 1 – 3 auch noch lesen, denn es macht große Lust auf mehr. Was ich nicht wusste, dass es schon der vierte Teil der Kaufmannsfamilie Fleury ist. Wir schreiben das 14. Jahrhundert, Adrien Fleury hat einen großen Wunsch er möchte gerne Arzt werden. Der junge Mann springt aus einer guten situierten Kaufmannsfamilie und kann sich aufgrund dessen auch die Universität von Montpellier leisten. Die Stadt blüht auf, Handwerker und das Bürgertum wächst. Eigentlich könnte jeder zufrieden sein, eigentlich aber die ärmeren Bürger der Stadt fühlen sich durch den Rat immer weiterbenachteiligt. Aber die Eifersucht und der Neid gehen noch weiter und man prangert die Juden an, dadurch resultiert sogar der aufsteigende Hass gegen diese Religionsgemeinschaft. Als wäre das nicht schon schlimm genug, kommen erste Gerüchte auf das aus Italien eine große Seuche in die Stadt vordringt. Durch sein Studium der Medizin kann Adrien Fleury seine bisher erworbene Kenntnisse als Wundarzt während der Ausbreitung anwenden. Aber wird sich die Stadt von den Konflikten und der Seuche nochmal erholen können? In der Geschichte von Daniel Wolf geht es in erster Linie um das Thema der Medizin, natürlich hat der Autor die schlimmste Zeit von Europa dazu genutzt um seine Handlung dort spielen zulassen. Wenn man ehrlich ist, interessiert uns doch sehr die Zeit um die Pest um ihrer Ausbreitung, damit hat der Autor schon mal viele Leser in den Bann gezogen. Was ich auch sehr interessant fand ist das hier auch das Thema der Judenverfolgung aufkam, Sie wurden für alles Schlechte der Menschheit verantwortlich gemacht. Das dadurch die Bevölkerung gespalten wurde kann ich mir gut vorstellen, denn der Hass gegen diese Menschen wurde durch den aufkeimenden Wohlstand immer größer. Da man grundsätzlich die Schuld immer bei einem anderen zu dieser Zeit gesucht hat, kamen die Juden der besseren Hälfte der Bevölkerung gerade recht. Ich mochte diese Mischung sehr, der Schriftsteller hat ein Bildgewaltigen Roman geschrieben in dem man sich als Leser schon verlieren kann. Was mir immer besonders wichtig ist, dass ich als Leser mir ein Bild vor Augen zeichnen kann wie es damals ausgesehen hat und das hat Daniel Wolf bei mir geschafft. Deswegen bekommt er von mir 5 von 5 Sternen dafür!

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Historisch

Von: Mysterry

18.04.2018

Die Gabe des Himmels von Daniel Wolf, war für mich das erste Buch aus der Reihe der Familie Fleury. Was hier aber nicht weiter schlimm ist, da man die Bücher nicht zwingend chronologisch lesen muss. Die Handlung im Buch ist im Jahr 1346 angesiedelt und behandelt hier viele Themen die zur damaligen Zeit present waren. Vorsicht Spoiler Adrien de Fleury Sohn einer reichen Kaufmanns Familie aus Varennes kommt nach seinem abgebrochen Studium der Medizin über eine Pilgerreise zurück in seine Heimatstadt. Hier muss er allerdings feststellen das sich viele Dinge verändert haben. Sein Bruder Cesar hat sich mit dem Vater überworfen, da dieser seine Sünden die er als Kaufmann angehäuft hat büßen möchte um nicht sein Seelenheil zu verlieren. Um Buße tun zu können hat sämtlichen weltlichen Besitz einem Kloster vermacht. Dadurch ist die Familie bankrott und Adriens Bruder hat alle Hände voll zu tun das familäre Unternehmen zu retten. Als Adrien dann auch noch beichtet er habe sein Studium abgebrochen und wurde von der Universität verwiesen und möchte nun als "einfacher" wundarzt arbeiten kommt auch zwischen ihm und seinen Bruder zum Streit der sich im Laufe des Buches immer mehr zu spitzt. Adrien ist glücklich in seiner Stadt und arbeitet dort gerne als wundarzt er wird von vielen Bewohnern geschätzt und geachtet. Durch ein Raupenbefall in Kräutergarten wo er seine Medizin anpflanzt und diese durch die Raupen zerstört wird, lernt er die Apothekerstochter Lea kennen. Zwischen beiden entwickelt sich eine Freundschaft und später auch Liebe. Diese Liebe muss viele Höhen und Tiefen durchleben da Lea Jüdin ist und zur damaligen Zeit eine Verbindung mit einem Christ und einer Jüdin mit Folter und teilweise dem Tod bestraft wird. Dadurch sind beide gezwungen ihre Liebe geheim zu halten. Als die Pest in Varennes einzieht wird der Juden Hass immer größer die Menschen damals dachten das Juden das Wasser vergiften usw. Zu allem elend haben sich auch noch fanatische gläubige vor den Stadttoren gesammelt die sich Flagellanten nennen und von Luc angeführt werden, der früher in Varennes als Metzgermeister arbeitete und dann Verband wurde. Die Flagellanten bestärken das Stadtvolk in ihrem Glauben das die Pest nur zu denjenigen kommt die nicht ihren Sünden bereuen und Buße tun und auch das die Juden dran schuld seien. Es ist Gottesstrafe an die Christen. Adrien kämpft gegen die Pest, für seine Liebe und um Varennes. Daniel Wolf schafft 938 Seiten zum Lesen die Spannung im Buch aufrecht zu erhalten. Beim Lesen wurde es mir nie langweilig. Auch dadurch das er zwischen den Protagonisten wechselt und man so auch Einblicke in deren Denken und Handeln bekommt. Versteht man die Geschichte die der Schriftsteller in dem Buch aufbaut mehr. Ich selbst werde mir sicher auch die anderen drei Bücher der Fleury Reihe kaufen.

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Die ersten beiden Bände der Reihe waren großartig, der dritte hat dann meiner Meinung nach etwas nachgelassen und deshalb war ich gespannt, wie wohl der vierte Teil auf mich wirken wird. Mit 960 Seiten ist es schon ein ganz schön dicker Schinken und was soll ich sagen: ich bin nur so durch die Seiten geflogen! Daniel Wolf hat es geschafft, mich von der ersten bis zur letzten Seite absolut zu fesseln und ich konnte das Buch wirklich kaum aus der Hand legen! Mittlerweile sind wir im 14. Jahrhundert angelangt und ich war sehr fasziniert von den vielen Details zur Medizin, dem Handwerk und dem Leben aus dieser Zeit, die der Autor detailliert eingeflochten hat, ohne jedoch mit all dem Wissen zu langweilen. Vielmehr wurde die Geschichte dadurch lebendig und konnte in all ihrer Authenzität beeindrucken. Im Mittelpunkt steht Adrien Fleury, Adrianus genannt, da er als Medizinstudent den lateinischen Namen angenommen hat. Die Ärzte zur damaligen Zeit, also da kann man froh sein dass sich da einiges getan hat, denn die Methoden waren schon ziemlich brachial, um es mal einfach auszudrücken. Der Unterschied des "gelehrten Physicus", der nur sein Fachwissen vom Stapel lässt, entgegen dem Handwerker und "Knochenbrecher", der sich tatsächlich um die Kranken und ihre Symptome kümmert, war sehr eindrucksvoll! Adrianus hat es nicht leicht, aber er geht seinen Weg und macht eine große Entwicklung durch. Wie übrigens alle Figuren, sei es sein geldgieriger Bruder César oder auch die Jüdin Léa, die mit ihrer Familie im Judenviertel der Stadt Varennes lebt. Die Problematik der Juden wurde hier sehr gekonnt aufgegriffen; sei es der Hass und das Unverständnis von den Christen, aber auch die vielen Versuche, die Völker dieser beiden Religionen friedlich zusammenleben zu lassen. Natürlich gibt es auch einen Bösewicht, der ständig für Unruhe sorgt und auch wenn hier manches vorhersehbar war, war ich nie gelangweilt und fühlte mich durchweg gut unterhalten! Dazu trägt auch der flüssige Schreibstil bei, der sich, trotzdem er der damaligen Zeit angepasst ist, super lesen lässt und eine einnehmende Atmosphäre schafft. Die Perspektiven wechseln dabei immer zwischen den Hauptfiguren, was ein übersichtliches Bild aller Ereignisse geschaffen und meine Neugier wie es weitergeht hochgehalten hat. Ich habe absolut nichts auszusetzen und fand es rundum gelungen!

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Auch der vierte Roman rund um St. Jacques-des-Varennes und die Familie Fleury ist eine Wucht. Anschaulich und spannend geht es jetzt im 13. Jahrhundert weiter, man erlebt die Auswirkungen der Pest samt Flagellanten und Antisemitismus ebenso lebendig mit wie den oft haarsträubenden Aberglauben. Fiese Bösewichte und liebenswerte Haudegen sind ebenso mit von der Partie als auch gut eingeflochtene historische Zusammenhänge. Dazu eine gute Geschichte, ein Sofa oder Liegestuhl in der Sonne, und dem Schmökern steht nichts im Weg. Wolf hat gut recherchiert und beschreibt das öffentliche Leben um 1346 in einer mittelalterlichen Stadt hervorragend: wie die Zünfte sich organisierten, wie das Rechtswesen funktionierte, den Unterschied zwischen akademischen Doktor und handwerklichem Chirurg ebenso wie das jüdische Leben im Getto. Hochspannend und kein bisschen langweilig vermengt Wolf seine Zutaten und lässt über 900 Seiten Schmöker entstehen.

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