Leserstimmen zu
Der Wanderer

Luca D'Andrea

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„Der Wanderer“, das dritte Werk von Luca D'Andrea, und das Erste, das ich von ihm gelesen habe. Es handelt auf 373 Seiten und 82 zumeist sehr kurzen Kapiteln von einer jungen Frau, die mehr über die Hintergründe des Todes ihrer Mutter herausfinden möchte und nicht an die offizielle Version eines Selbstmordes glaubt, sondern von einem Mord ausgeht. Unterstützung erhält sie hierbei von einem Schriftsteller, der zum Zeitpunkt des Geschehens, damals noch junger Journalist, den Bericht darüber für die Lokalzeitung geschrieben hat. Die Story bietet jede Menge Potential, das wird jedoch nicht ausgeschöpft. Die beiden Hauptcharaktere werden über das gesamte Buch recht gut ausgearbeitet, aber die Vielzahl an auftretenden Nebencharakteren lassen manchmal die Übersicht verlieren, da sich auch einige Namen etwas ähneln und ich habe öfter zurückblättern müssen um noch einmal nachzusehen, um welche Person es sich hier gerade handelt. Hinzu kommen viele Sprünge in der Zeit und der Handlung, was mich manchmal die Orientierung verlieren ließ, da es eine Weile dauerte bis ich den Bogen zum Kontext wieder gefunden hatte und wusste, wo und wann man ich mich als Leser gerade befinde. Die Handlung selbst kann etwas Spannung aufbauen, aber nicht übermäßig und lässt auch den roten Faden gelegentlich vermissen. Mal geht es eher in eine mystische Richtung, schwenkt dann um in Richtung Familiendrama, macht einen kleinen Ausflug in Richtung Liebesgeschichte uvm., aber nichts davon wird wirklich richtig ausgearbeitet, es bleibt oft sehr oberflächlich. Bevor die Hintergründe einer Sache wirklich geklärt sind, kommt schon der Sprung zur nächsten. Und auch am Ende wir der Leser mit jeder Menge ungeklärter Fragen einfach stehen gelassen. Zusammengefasst hatte das Buch durchaus seine kleinen Momente und auch einige erheiternde Passagen, aber es war zu wenig um über die oben genannten „technischen Probleme“ hinwegzutäuschen. Es wird für mich wohl in nächster Zeit kein weiteres Buch dieses Schriftstellers geben.

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Aller guten Dinge sind drei, heißt es immer so nett. Aber manchmal funktioniert es eben doch nicht, zumindest was meine Leseerlebnisse den Autoren Luca d´Andrea betreffen. Was habe ich sein erstes Buch gefeiert. „Der Tod so kalt“ - aus meiner damaligen Rezension:. „Es war weniger die Geschichte in diesem Buch die mich so faszinierte, sondern die Sprache und der Ausdruck. Es war das Zischen und das Knistern des Eises, das Flüstern der Bergmasse, das Grollen in der Bergschlucht.“ Auch das zweite Buch „Das Böse es bleibt“ hatte mich komplett gepackt: „Diese Geschichte ist von der Sprache her kristallklar wie ein Bergsee und vom Inhalt her so eisig kalt wie ein Schneesturm. Es ist eine Geschichte voller Kobolde und Märchen, Traditionen und altem Wissen. Eine Reise in Gedanken und Erinnerungen, in Träume und Wahnvorstellungen.“ Nun aber, das dritte Buch hat mich komplett enttäuscht zurück gelassen und nur dank eines gemeinsamen Buddyread habe ich überhaupt bis zum Ende durchgehalten. Was war ich neugierig auf diesen Ort in den Tiroler Bergen und die Geschichte um diese tote Frau. Ich hatte mich gefreut auf diesen sprachlichen Ausdruck und hoffte auf einen ähnlichen Sog, doch was kam war ein Wirrwarr aus allem, nur eben kein Leseerlebnis. "Kreuzwirt ist wie ein altes böses Tier. Eins, das sich nur schwer an Veränderungen gewöhnt." Seite 220 Im Buch folgt man dem Schriftsteller Tony, der mittels gut verkaufter Schmonzetten ein wohliges, wenn auch einsames Leben führt. Sein treuer Begleiter ist Freddy, ein in die Jahre gekommener Hund. Schon auf den ersten Seiten begegnen beide der jungen Sibylle, von allen nur Sib genannt. Die zwanzigjährige ist auf der Suche nach der Wahrheit über den Tod ihrer Mutter und tritt Tony erst einmal ganz gewaltig auf die Füße. Durch ihr forsches Auftreten und der Tatsache, dass er damals am Fundort der Leiche war, ist sein Interesse auch geweckt und so machen beide sich auf, das Rätsel zu entschlüsseln. Ton lernt den Ort Kreuzwirt kennen und so manche der dort lebenden Menschen. Der Ort selbst bleibt dabei im Hintertreffen. Es gibt Gerüchte und Legenden, eine Familie die alles und jeden zu besitzen scheint und eine Menge an sehr verworrenen Hintergründen. Soweit, so gut, dass hätte richtig was werden können, denn es stellt sich heraus, dass es einige weitere ungeklärter Todesfälle gab. Der Ort an sich ist autark, kein Tourismus, keine Anbindung an die Außenwelt und irgendetwas scheint da im Argen zu liegen. Tony und Sib kommen einiger recht mystischer Dinge sehr nahe und nicht einmal das hat mich gestört, sondern, dass kaum eines der Themen komplett durchgezogen wurde, sondern ständig neue dazu kamen. Vieles wurde angerissen um dann wieder in das nächste abzudriften. Irgendwie hat der Autor keinen geraden Weg genommen, sondern etliche Umwege, die gerne auch mal im Nichts landen. Eine Sache hatte mich schon recht früh sehr gestört. Die Nennung einer ganz bestimmten Behandlungsart, die tatsächlich mehr als 10 Jahre nach dem geschilderten Ereignis existierte. Das war entweder sehr schlecht recherchiert, oder unglücklich eingearbeitet. Auch das es unweigerlich zu einer Liebensbeziehung zwischen Tony und Sib kommt hat mich genervt. Und die Tatsache, dass er sie ständig Mädchen nannte. Hallo? Das ist eine Frau! Das ganze Buch trieft von Klischees. Eine superreiche Familie, die über alles bestimmt. Eine Tante hier, die nervt, eine andere Tante da, die perfekte Kontakte hat und mal eben an sämtliche Ermittlungsakten oder notwendige Daten kommt. Der böse Jäger, der dämliche Kioskbesitzer, die verschollene Freundin, die hinterlistige Reporterin, eine nicht existierende Polizei, der dank Drogen durchgeknallte Freund, ein traumhaft schönes Umfeld in dem man aber bitte nie in den See geht, Wälder voller Abenteuer und tollwütiger Füchse. Nicht zu vergessen der Haus- und Leibarzt, der aufgrund einer schlimmen Verunstaltung eingesperrte Mann und natürlich die über alles stehende Schwester desselbigen, Zwillinge übrigens. Und, ganz wichtig, der große auf einmal auftauchende unbekannte Russe. Zig Baustellen, aber keine die endgültig fertiggestellt war. So viele rote Fäden, dass sich alles automatisch miteinander verknotete. Ein einziger hätte mir ja gereicht, so aber konnte ich dieses Durcheinander nicht mehr entwirren. Pluspunkte gibt es von mir aber dennoch. Die Kapitel war übersichtlich und kurz gehalten. Es hat mich schon neugierig gemacht, mehr zu erfahren über diesen Wanderer und ob er nun aus Fleisch und Blut ist oder nur ein Hirngespenst. Bei der sprachlichen Ausdrucksweise war es eher verhalten, im Bezug auf die ersten zwei Bücher. Eher Action lastig, stellenweise flach, voller Flüche und hier und da sehr fragwürdiger Verhaltensweisen. Eine Szene zum Ende hin hat mich erinnert, wie toll der Autor schreiben kann. Es ging um ein besonderes Erlebnis zwischen Vater und Sohn. Diese Schilderung hatte mich besänftigt, aber nur kurzfristig. Sollte es ein viertes Buch des Autoren geben, werde ich es wieder lesen und hoffen, dass es wieder ein besonderes wird. Das Ende war dermaßen überdreht, dass ich mich fragte was das alles letztendlich sollte und wo verdammt ist überhaupt Freddy abgeblieben? Rezension verfasst von © Kerstin

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Die Kurzbeschreibung klang eigentlich wirklich interessant und hatte mich auf das Lesen des Buches gefreut... Aber leider hat es meine Erwartungen dann nicht erfüllt.. :-( Wie gesagt, der Plot klang gut, aber dem Autor ist es nicht gelungen diesen schlüssig und fesselnd zu erzählen... 372 Seiten, aber die erste Hälfte zieht sich leider viel zu sehr in die Länge, vieles scheint überflüssig und legt man es mal aus der Hand verliert man ob der vielen Charaktere, die zunächst eingeführt werden, den Überblick (wer war nochmal? Warum?). Einige Passagen scheinen zudem unlogisch und man fragt sich, warum es so aufgelöst oder erzählt wurde. Ich bin einer Beigabe des Paranormalen normlerweise nicht völlig abgneigt, aber hier war es mir zum einen zuviel und machte für micht nicht immer Sinn, warum der Autor sich dafür entscheiden hat. Ich kenne die Vorgängerbücher nicht, daher kann ich nicht beurteilen, ob dies für den Autor typisch ist - leider hat dieses Buch mch aber nicht neugierig gemacht, sie kennen zu lernen. Am Ende ist dies natürlich subjektiv und anderen mag es durchaus gefallen - aber mein Fazit: interessanter Plot, der aber leider vom Autor nicht wirlich gut (und vor allem zu langatmig) umgesetzt wurde.

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Kein Thriller

Von: Robert

22.10.2019

Meinung / Fazit : Der Autor hat sein eigenen Schreibstil. Durch die Perspektivwechsel und kurzen Kapitel kam trotzdem keine Spannung auf sowie kein Thriller Gefühl. Es war auch teilweise schwierig dem geschehen zufolgen und ganz schlüssig ist die Geschichte auch nicht für mich. Das Buch war langatmig und ich musste mich durch kämpfen das zu beenden.

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Kathi

Von: Kathi

22.10.2019

Für einen echten Thriller leider unspektakulär. Die Geschichte ist sehr langatmig, ohne echten roten Faden und vor allem zu Beginn sehr verwirrend. Es erscheinen immer wieder scheinbar wichtige Personen oder dann doch nicht, bei denen man sehr schnell den Überblick verliert. Zwischen durch wird’s dann richtig spannend, aber so plötzlich wie es einen fesselt lässt es einen auch wieder los. Wenn dann noch übernatürliches ins Spiel kommt ist es für mich leider nicht mehr das richtige Genre.

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Der Wanderer von Luca D´Andreas

Von: ADINA

15.10.2019

Schon der Titel wirft die entscheidende Frage auf: Wer ist der Wanderer? Und weiter muss man fragen: Gibt es ihn wirklich, ist er real oder nur ein Hirngespinst aus Sagen und Mythen? Viele Jahre nach dem Tod ihrer Mutter bekommt Sibylle ein Foto zugespielt, welches zeigt, dass der Tod ihrer Mutter kein Selbstmord, sondern Mord war. Zusammen mit dem Schriftsteller Tony machen sie sich auf Spuren- und Beweissuche, also auf die Suche nach der Wahrheit. Diese versteckt sich im mystischen Tarot-Milieu - ohne, dass dieser Handlungsfaden konsequent zu Ende gesponnen wird. Die Handlung verbleibt immer auf dem Niveau von Andeutungen. Insgesamt gibt es bezogen auf die Spurensuche viele Überraschungen, manchmal aber auch unlogische Wendungen, die die Gesamthandlung auf den Leser holprig und sprunghaft wirken lässt. Alle Fäden laufen bei einer den Ort dominierenden Familie zusammen, die seit Jahrzehnten die Geschicke des Ortes und seiner Einwohner bestimmt. Der Mörder der Mutter und weiterer verschwundener Frauen wird ermittelt, wenn auch das Ergebnis auf mich nicht immer stimmig und logisch gewirkt hat. Die Einordnung in das Genre Thriller ist mir zu weit gefasst, da es mehr verspricht, als die Handlung zu bieten hat. Es passt eher in die Kategorie der Kriminalromane, denn der "richtige" Nervenkitzel, die Spannung und der Drang zum Weiterlesen fehlen hier leider.

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Hatte mehr erwartet

Von: DJ-Snoopy

09.10.2019

Kurze Einführung: Zwanzig Jahre, nachdem man Sibylles Mutter tot in einem Bergsee aufgefunden hat, erhält sie ein Foto, dass große Zweifel weckt, dass es sich damals tatsächlich um einen Selbstmord handelte. Gemeinsam mit dem Schriftsteller Tony, der damals über den Fall berichtete, beginnt sie nachzuforschen, doch beide müssen feststellen, dass man sie mit allen, wirklich allen Mitteln davon abhalten möchte rauszubekomme was damals passiert ist. Soweit so gut. Das Buch lässt sich flüssig lesen, Hat eine klare Sprache , aber es hat mich nicht gepackt. Für mich war es ein „einfacher Krimi“, vom Thriller weit entfernt. Es tauchten viel Verdächtige auf , wo ich irgendwann den Faden verloren habe. Das Ende hat mich dann doch überrascht. Darum war es ein Krimi. Nicht mehr aber auch nicht weniger. Es sei hier die beiden Vorgänger vom Autoren zu empfehelen.

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Guter Plot, aber die Ausführung ...

Von: Xirxe

30.09.2019

Zwanzig Jahre, nachdem man Sibylles Mutter tot in einem Bergsee aufgefunden hat, erhält sie ein Foto, dass große Zweifel weckt, dass es sich damals tatsächlich um einen Selbstmord handelte. Gemeinsam mit dem Schriftsteller Tony, der damals über den Fall berichtete, beginnt sie nachzuforschen, doch beide müssen feststellen, dass man sie mit allen, wirklich allen Mitteln davon abhalten möchte. Die Geschichte hat wirklich alle Zutaten, um daraus einen spannenden Thriller zu gestalten: traumhafte Szenerie (die Südtiroler Berge), ein abgelegenes Bergdorf, mysteriöse BewohnerInnen, schlagfertige ProtagonistInnen. Doch leider verheddert sich das Ganze in einem Gestrüpp aus Mystik, Horror, Familiendrama und nicht zuletzt auch noch einer Liebesgeschichte. Dazu ist die Sprache stellenweise unpassend oder sogar sinnwidrig wie beispielsweise hier: "..., aber trotzdem die ausdrückliche Einladung beinhalteten, sich ganz unverzüglich vom Acker zu machen." Oder Tony zu Sibylle: "Geh an einen sicheren Ort, an dem du deine Wunden lecken kannst." Leider kann ich nicht beurteilen, ob dies tatsächlich dem Original entspricht oder dem ÜbersetzerInnenteam, in jedem Fall ist es nicht gelungen. Auch Unlogiken gibt es eine Reihe, beispielsweise wie sich jemand aus einem verschlossenen Zimmer mit einer massiven Tür befreien kann. Oder "... empfahl ihm, den Schaden bei der Versicherung und der Polizei zu melden (Tony hatte es nicht getan, es wäre sinnlos gewesen) ...". Warum? Hat er seine Beiträge nicht bezahlt? Die Auflösung bzw. ein Teil davon wirkt zudem wie das berühmte aus dem Hut gezogene Kaninchen. Nichts, aber wirklich überhaupt nichts hat auch nur in Ansätzen darauf hingewiesen und in keiner Weise mit dem bisher Geschehenen etwas zu tun. Schade drum, da hätte wirklich was draus werden können.

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