Leserstimmen zu
Alles richtig gemacht

Gregor Sander

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Die beiden ungleichen Freunde Thomas und Daniel lernen sich in der Schule in Rostock in den letzten Jahren der DDR kennen. Trotz ihrer unterschiedlichen Herkunft, Thomas stammt aus einer gutbürgerlichen Familie, während Daniel das uneheliche Kind seiner noch sehr jungen Mutter ist, haben die beiden sofort eine Verbindung zueinander. Während sich das Land um sie herum verändert, verändert sich auch ihr Leben. Man begleitet die beiden durch turbulente Zeiten in Berlin, einen Backpacker Urlaub in Irland und schließlich einem Trip nach New York. Viele Frauen kommen und gehen, nur eine bleibt. Die beiden Hauptfiguren sind sehr realistisch gestaltet und auch die anderen Personen, wie Thomas Ehefrau Stephanie oder seine langjährige Freundin Kerstin, sind gut gelungen. Sander flicht in die Geschichte der beiden Freunde gekonnt die gesellschaftlichen Umwälzungen der Zeit ein, egal ob es um das Erstarken der Skinhead Bewegung nach der Wende geht oder um die existenziellen Veränderung für kleine Unternehmen aus der DDR nach der Wende. Es gibt gerade so viel Hintergrundgeschichte, dass sie die Erzählung glaubhaft und real macht, aber eben auch nicht zu viel, so dass Thomas und Daniels Freundschaft und Entwicklung immer der Mittelpunkt des Romans bleibt. Erzählt wird die Geschichte rückblickend von Thomas, der in der Gegenwart ein erfolgreicher Anwalt in Berlin ist. Während der Lektüre habe ich mich keine Minute gelangweilt, sondern wollte immer wissen, wie es weiter geht,. Meiner Meinung nach hat Gregor Sander mit diesem Roman wirklich "Alles richtig gemacht". Ein wirklich mitreißender Coming-of-age Roman. Es wird sicher nicht das letzte Buch sein, dass ich von ihm gelesen habe.

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Freundschaft

Von: Uulika

18.09.2019

Eine Freundschaft über Jahre hinweg in der Zeit der Wende und dem Wandel, aus der Sicht des Erzählers. Die Schreibweise in der Ichform finde ich sehr gelungen. Das Buch liest sich gut, da der Schriftsteller Georg Sander es locker und leicht geschrieben hat.

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Dieser Roman erzählt die Geschichte einer Freundschaft über mehrere Jahrzehnte. In zwei Handlungssträngen wird einmal über die wilde, schillernde Jugend von Thomas und Daniel im Rostock der 80er Jahre und im wiedervereinten Berlin berichtet. Parallel dazu läuft der zweite Handlungsstrang in der Gegenwart, in dem Thomas ein nun bürgerliches Leben führt, während Daniel nie ganz das jugendliche, wilde Leben abgeschlossen hat und plötzlich nach jahrelanger Funkstille bei Thomas auftaucht. Schon nach ein paar Seiten fällt es schwer das Buch wegzulegen. Sowohl die Passagen der Vergangenheit als auch die der Gegenwart reißen einen schnell mit. Als sogenanntes "Wendekind" hat mich besonders die Vergangheit der beiden Freunde im Rostock der DDR bzw. das Erleben der Wiedervereinigung interessiert. Dabei geht es nicht vordergründig um spezifische histrorische Ereignisse, sondern viel mehr erfährt man eine Gesamtstimmung der Menschen im ehemaligen Osten vor und nach der Wende, die exemplarische an den Schicksalen Einzelner geschildert wird. Das Buch zeigt somit wie unterschiedlich Charaktere mit dem Umbruch zurecht kamen bzw. bis heute damit kämpfen. Auf der anderen Seite kann man eine einzigartige Freundschaft miterleben. Obwohl von Anfang an eher unterschiedlich, verbindet Daniel und Thomas eine tiefe, beeindruckende Freundschaft, die trotz mehrerer Funkstillen bis in die Gegenwart andauert. Selbstverständlich wandelt sich diese Freundschaft im Laufe der Jahre und verändert sich mit der Entwicklung Daniels und Thomas. Man bekommt aber den Eindruck, dass beide die Wildheit der Jugend nie ganz abgelegt haben. Die Wandlung der Charaktere spiegelt sich auch in der Sprache wider. So kann man sich einerseits gut das Rostock der 80er und frühen 90er Jahre vorstellen, andererseits auch das heutige Berlin. Sicherlich hilft es einige DDR-spezifische Ausdrücke zu kennen, um sich ein bessseres mentales Bild machen zu können. Ein sehr empfehlenswerter Roman, der auf einzigartige und leicht zugängliche Weise Problematiken der Wiedervereinigung aufgreift. Ebenso wünscht man jedem eine so dicke Freundschaft wie Daniel und Thomas sie verbindet!

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Mich hat dieses Buch leider nicht abgeholt und mitgerissen. Da ich gerne abends lese, bevorzuge ich leicht geschriebene Bücher, die mich mit ihrem Inhalt überzeugen und die ich einfach durchlesen kann. Bei diesem Buch hatte ich große Probleme mit den ständigen Wechseln in der Zeit und konnte es nicht einfach so herunterlesen, sondern musste mich sehr auf den Inhalt konzentrieren, einige Passagen sogar mehrmals lesen. Das Buch überzeugt jedoch durch seine detaillierten Beschreibungen der Handlungsorte und deren Geschichte. Meiner Ansicht nach ist dieses Buch sehr spannend für alle, die aus dieser Gegend stammen und diese Schauplätze aus eigener Erfahrung kennen. Das tue ich leider nicht. Vorsicht Spoiler!! Leider finde ich auch das offene Ende etwas plötzlich und mir fehlt ein kleiner Ausblick, um mir selbst im Kopf die Geschichte um Thomas und Daniel weiterzudenken. Alles in allem hat mich dieses Buch leider nicht so überzeugt und es hat mir einfach der rote Faden gefehlt, um mich vom Inhalt faszinieren zu lassen.

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Freundschaft auf ewig

Von: Leseratte

15.09.2019

Thomas erzählt seine lebenslange Freundschaft zu Daniel - die mal Nah aber auch in der Ferne weiterbesteht. Sie beginnt in Rostock, zu DDR-Zeiten, erleben die Wende und die neuen Zeiten mit allen Freuden und Problemen. Da nur Thomas als Ich-Erzähler auftaucht, wird natürlich auch nur seine Sicht dargestellt. Der Titel "Alles richtig gemacht" regt die Geschichte letztendlich auch zum nachdenken an. Das Buch ist locker geschrieben, aber es fehlt mir doch etwas Interessantes oder eine gewisse Spannung. Es ist einfach als nette Lektüre für mich zu sehen.

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Alles richtig gemacht? ...

Von: Elle

15.09.2019

In diesem Gregor Sander Roman wird man sofort von dem guten Schreibstil gefangen genommen. Das Buch liest sich leicht, ist gut verständlich. Man fühlt sich sofort inmitten der Handlung. Wie war es vor der Wende, vor der deutsch/deutschen Grenzöffnung. Welche Chancen hatte und hat man. Und wie sieht es jetzt nach der Vereinigung noch in den Familien und Köpfen aus. Man bekommt alles sehr gut beschrieben und ist wirklich rundum dabei. Ein Roman, wo der Titel Programm wird..... Alles richtig gemacht!!!

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Alles richtig gemacht?

Von: Kata Ivan

15.09.2019

Das Leben in Anekdoten. Von der Kindheit und Jugend in der DDR, über die wilden 90er Jahre in Berlin bis hin zum satten Mittelstand eines 50 Jahre alten Anwalts in Berlin, der zum ersten Mal in seinem Leben - wie es scheint, eine Krise hat. Oder zumindest bewusst über diese Krise nachdenkt. In die einzelnen Kapitel eingestreut politische Geschehnisse, Popkultur in Form von Buchtiteln, Musik oder Filmen: diese geben der Leserin/dem Leser einen zeitlichen Anker. Doch warum gehts? Um eben jenen 50-jährigen Thomas, der in der Krise steckt; weil Frau weg, Kinder weg, kleines Bäuchlein und vielleicht ein bisschen Unzufriedenheit im Job. Dann taucht auch noch der seit langer Zeit verschollene beste Freund auf - der vermeintlich komplett anders ist als Thomas. Wild, radikal und unangepasst. Doch sind die beiden tatsächlich so unterschiedlich? Optisch sehen sie aus wie Brüder ... und vielleicht ist es das, worauf der Autor hinaus will. Das Leben entwickelt sich so, wie wir uns entscheiden. Es kann "bürgerlich" oder "radikal" sein. Unbedingt glücklich wird man in keinem Fall. Wesentlich sind die Frauen, mit denen man sich einlässt - denn jeder der beiden Männer ist immer wieder den Entscheidungen und Interessen der Frauen im eigenen Leben gefolgt. Begonnen bei den Müttern, über Chefinnen, Freundinnen, (mögliche) Affären und Ehefrauen. Besonders die Hauptfigur wirkt dadurch oft unerträglich passiv. Die Erzählung beginnt interessant, der Zeitgeist jeder Epoche blitzt in den Kapiteln durch - ohne aufdringlich zu werden. Leider schafft der Roman es (bei mir) nicht, die Figuren nahbar zu machen. Im Laufe des Buches fragt man sich immer mehr, worauf der Autor hinaus will. Auf langsamer erzählte, detaillierte Episoden am Beginn, folgen gehezte Episoden aus der Gegenwart der Figuren. Das Ende kommt dann sehr überstürzt. Als wollte auch der Autor seine Figuren verlassen. Kurzweilige Lektüre, die einen aber etwas unbefriedigt zurück lässt.

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Alles richtig gemacht !?

Von: Tanja G.

12.09.2019

Sowohl der Titel des Buches als auch das Cover des Buches - strahlend goldene Schrift auf schwarzem Untergrund - verspricht doch einiges, so dass ich mit großer Euphorie zu lesen begann. Die Geschichte handelt von 2 Freunden aus der ehemaligen DDR – namens Thomas und Daniel, die sich zwar nicht gesucht, jedoch gefunden haben. Sie sind dem Grunde nach total verschieden, beide lebten zwar in Rostock, kamen jedoch aus unterschiedlichen Elternhäusern. Die Eltern von Thomas hatten eine Drogerie, welche er später auch übernehmen hätte sollen, gutbürgerlich. Die Mutter von Daniel war gerade mal 16 Jahre älter als ihr Sohn, hier das Leben eher modern, einfach. Jedoch sind es wie im richtigen Leben wohl die Gegensätze, die sich anziehen. So wohl auch bei Thomas und seinem Freund Daniel. Sie lernen sich bereits zur Schulzeit kennen und ziehen später auch zusammen. Thomas ist wie so mancher Jugendliche in die Mutter seines Freundes verliebt – Christine. Gemeinsam erleben die beiden Freunde so manches Abenteuer – hier im Buch werden hauptsächlich überraschende Wendungen und die weibliche Bekanntschaften der beiden thematisiert. Nun mit 50 Jahren ist Thomas selbständiger Anwalt in einer Kanzlei in Berlin und Daniel nach wie vor der Hin- und Herreisende, der Lebenskünstler, der auch des Öfteren mit dem Gesetz in Konflikt kommt. Er ist mal da, hier möchte er dass alles so ist wie früher und dann wieder wie vom Erdboden verschluckt. Thomas ist dem Grunde nach bodenständig, verheiratet und hat 2 Töchter. Was jedoch auch sein Problem ist. Auf einmal ohne weitere Vorwarnung ist seine Frau mit den beiden Töchtern verschwunden. Hier beschäftigt den Leser die Frage nach dem Warum. Er versucht anfangs noch nicht einmal was dafür zu tun. Als eine seiner Töchter eines Tages wieder unerwartet und wie selbstverständlich auftaucht, ohne über die Hintergründe sprechen zu wollen, bringt ihn das doch zum Nachdenken, zumal er seine Frau Christine bei Daniel in der Wohnung gesehen hat. Und was hat sie da zu tun? Nach etlichen Erlebnissen, von denen berichtet wird aus Sicht der damals jungen Erwachsenen, die den Mauerfall erlebt haben, vielen verwirrenden Hin und Her – mal hat der eine eine Freundin und der andere nicht, mal ist es ein Austausch, wirkt die Geschichte in die Länge gezogen und etwas verwirrend - es überstürzen sich die Ereignisse. Mir ging es zumindest so und ich verlor nach der anfänglichen Euphorie etwas die Lust am Lesen. Während im Buch selbst die Kapitel ausgeschmückt wurden, steht der Leser am Ende da und fragt sich: Und jetzt? War es das? Daher kann ich nicht mehr wie 3 Sterne vergeben. Ein Buch, das man zwar gut nebenbei lesen kann, was jedoch meiner Meinung nach keinen bleibenden Eindruck hinterlässt. Ob nun der Autor alles richtig gemacht hat, muss jeder Leser für sich selbst entscheiden.

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