Leserstimmen zu
Erhebung

Stephen King

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"Erhebung" ist ein Roman von Stephen King uns ist im Heyne Verlag erschienen. Die Geschichte dreht sich um Scott, der immer mehr an Gewicht verliert, jedoch keinen körperlichen Effekte sieht. Was zunächst den über 110 Kilo schweren Mann sehr erfreut, beginnt mit der Zeit ein gefährliches Spiel zu werden, denn der Gewichtsverlust hört niemals auf. Zentral in diesen Buch ist nicht nur der körperliche Zerfall von Scott, sondern auch Vorurteile gegenüber gleichgeschlechtlicher Liebe, denn als Marry und Deirdre nach Castle Rock ziehen um ein mexikanisches Restaurant zu eröffnen, steht ihnen die Stadt nicht so offen gegenüber wie sie eigentlich sollte. Wichtige Themen wie Sexismus, Vorurteile und Abschiednehmen werden in diesen Buch wirklich spannend und zugleich schwer erzählt. In meinen Augen ist dies eines der schwächeren Bücher von Stephen King, trotzdem kein schlechtes Buch in generellen.Leider wurde der Grund warum das alles mit Scott passiert nicht erleuchtet, was mich am Ende sehr enttäuscht hat, da ich mich sehr in die Geschichte fallen habe lassen und mir dies erhofft habe. Nichts desto Trotz war der Schreibstil definitiv Stephen King mäßig gut, man musste einfach immer wissen wie es weiter geht und das trotz nur 143 Seiten. Als sich das Buch langsam zu Ende neigte, wurde es in meinen Augen immer spannender, denn man musste wissen was am Tag 0 passiert und ich muss sagen, dass man hier etwas über das Ziel hinaus geschossen ist. Für meinen Geschmack wollte hier der Autor unbedingt noch ein ergreifendes und trauriges Ende erzwingen, was in für mich persönlich nicht nötig war. Jeder der die letzen 10 Seiten gelesen hat, wird wissen welche Szene ich gemeint habe. Zusammenfassend lässt sich sagen, das dies eine wirklich spannende und einzigartige Handlung mit wichtigen sozialen Themen ist, die am Ende etwas übers Ziel hinaus geschossen ist. Trotzdem ist es für mich ein schönes und rundes Leseerlebnis gewesen, womit es für mich eine 3,5 Sterne Bewertung erhalten hat.

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Dieses Buch ist mit seinen ca. 150 Seiten sehr dünn und lässt sich dementsprechend sehr schnell lesen. King erschafft wieder eine neue, wenn auch kleine, Welt und gibt den verschiedenen Charakteren wie immer sehr viel Tiefe. Das Buch befasst sich allgemein mit der Leichtigkeit des Seins. Wortwörtlich. Denn was würde passieren, wenn man jeden Tag Gewicht verliert und man es nicht aufhalten kann? Was würde passieren, wenn man schließlich bei 0 ankommt? Und wie verbringt man seine restliche Zeit? Diese Fragen kommen in diesem Buch auf und werden super geklärt. Stephen King regt mit diesem Buch sehr stark zum Nachdenken an und verdeutlicht mal wieder, wie schnell sich Dinge ändern können. Gleichzeitig ist dieser King natürlich ganz anders als seine Thriller, trotzdem befasst er sich wieder mit dem Thema des Unmöglichen und des Übernatürlichen. Alles in allem hat dieser Teil von mir 4 Sterne bekommen und die 150 Seiten haben definitiv ausgereicht. Wer mal einen anderen King lesen will, ist hier genau richtig. Für meinen Teil war es eine nette Abwechslung, aber ich bleibe bei meinen Horror-/Thrillerbüchern von ihm!

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Das Mysterium um Scotts stetigen Gewichtsverlust bildet zwar den Ausgangspunkt aller folgenden Ereignisse, doch um die konkreten Auswirkungen geht es in "Erhebung" nicht wirklich. Ähnlich wie in "Sleeping Beauties" ist es der Aufhänger um erlittenes Unrecht zu thematisieren, das hier die Gestalt kackender Hunde und gemobbter lesbischer Nachbarinnen annimmt. Scott will sein Umfeld vor dem scheinbar unvermeidlichen Ende seiner Leichterwerdung in Ordnung bringen und tut tatsächlich gut daran. Umso überraschender ist es, dass nach den knapp 144 Seiten fast alles davon geklappt hat und zwar mit deutlich weniger Hindernissen, als es sie in jedem anderen King-Roman gegeben hätte. An authentischen Figuren mangelt es dem Büchlein keinesfalls, handwerklich ist sein Autor immer noch auf der Höhe. Aber wer ihn kennt und schätzt erwartet vermutlich ein paar mehr Twists oder wenigstens ein erkennbares Ziel, was beides ausbleibt. Stattdessen ist Castle Rock dieses Mal Schauplatz einer Aussöhnung mit verbreiteten Vorurteilen und eine Ermutigung, ohne zuviel Eigennutz einfach mal etwas Gutes zu tun, sein Umfeld wertzuschätzen und zu erkennen, dass Erfolg und Eigentum eben nicht alles sind. Eine schöne Botschaft in einem sonst recht geradlinigen überraschungsfreien Roman. Originaltitel: "Elevation"

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Wer "Erhebung" noch nie in der Realität gesehen hat, wird wohl auf den ersten Blick überrascht sein. Die meisten Bücher von Stephen King sind dicke Wälzer, deren Handlung sich über viele Seiten entwickelt. "Erhebung" hat nicht ganz 150 Seiten, doch natürlich schafft Stephen King es, auch auf dieser begrenzten Länge so viel zu vermitteln und zu transportieren. Nicht von der Handlung, aber vom Hintergrundgefühl erinnert "Erhebung" mich an "Ein Gesicht in der Menge", eine Novelle von King, die vor einigen Jahren erschien. Auch darin ging es weniger um Horror und Spannung und Thrillerhandlung, sondern mehr um "was wäre wenn?" - denn dass es natürlich nicht möglich ist, dass ein Mensch zunehmend an Gewicht verliert, ohne dass es einen ersichtlichen Grund gibt und dass dieser Jemand noch dazu einen unveränderten Umfang behält, liegt auf der Hand. Dennoch kann man das Buch von Anfang an schon nicht aus der Hand legen - zu groß ist die Neugier, warum das alles so passiert und mit dem Fortschreiten der Handlung, wenn das Warum zur Nebensache wird und man hofft, dass Scott genug Zeit bleibt, seine Vorhaben in die Tat umzusetzen, hat man den Kern des Buches erreicht. Es geht um Vorurteile, um Verunglimpfung, um Freundschaft, um menschliches Miteinander und Scott hat es sich zur Aufgabe gemacht, dafür Sorge zu tragen, dass seine Heimatstadt ein wenig besser wird - ein Wettlauf gegen die Zeit, keine Frage. Auf der letzten Seite angekommen, bleibt man - obwohl das Ende mit das Surrealste am ganzen Buch ist - mit einem Seufzer auf den Lippen zurück.

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Stimmt nachdenklich

Von: NL

11.02.2019

Wer mir Erhebung einen „typischen King“ erwartet, wird wohl enttäuscht werden. Der „König des Horrors“ schlägt mit dieser Kurzgeschichte sehr sanfte Töne an und vermittelt dabei, eine wichtige Botschaft. Der Autor entführt einmal mehr in das kleine Städtchen Castle Rock. Hier lebt Scott der trotz des eigenen Problems, seine Mitmenschen genau wahrnimmt und versucht auf diese positiv einzuwirken. Das kleine konservative Städtchen besticht durch gut bürgerliche Menschen, welche jedoch voller Vorurteile stecken. Gleichgeschlechtliche Liebe wird verpönt und wie bringt man die Hunde des Nachbarn dazu, sich nicht auf seinem Rasen zu entledigen? Der mysteriöse Gewichtsverlust von Scott, seine empfunden Ängste und Zukunftsvisionen geraten zunächst etwas in den Hintergrund. Doch Scott vertraut sich seinem pensionierten Arzt an und findet sich relativ schnell mit dem Mysterium ab. Er möchte nicht zum Stadtgespräch werden oder gar als Versuchsobjekt enden. Aufgrund seiner ausweglosen Situation, nutzt er seine noch verbleibende Zeit und bemüht sich „alt eingefahrene „ Denkmuster zu ändern und die Bewohner von Vorurteilen zu befreien. Ich muss ehrlich gestehen, dass mich die Geschichte anfangs nicht gleich vereinnahmen konnte. Doch je mehr ich eintauchte und mich auf die Figuren einließ, desto intensiver und aufmerksamer verfolgte ich das Geschehen. Dem Autor gelang es, mich Nachdenklich zu stimmen und eigene Verhaltensweisen zu überdenken. Fazit: Mit dem Buch “Erhebung“, hat Stephen King eine unterhaltsame und gleichzeitig mysteriöse Geschichte erschaffen, welche mich gut unterhalten konnte. Er vermittelt dabei eine wichtige Botschaft, die im wesentlichen eine Gesellschaft aufzeigt, in der wir mit einer sturen Geradlinigkeit inne wohnen. Kings authentische Charaktere beweisen gehen einen anderen Weg und regen zum Nachdenken an.

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Inhalt: Scott nimmt rasend schnell ab. Sein korpulentes Aussehen ändert sich trotzdem nicht. Und noch unheimlicher: Wenn er auf die Waage steigt, zeigt sie jeweils das gleiche Gewicht an, egal wie viel er momentan trägt, ob Kleidung oder gar Hanteln. Scott hat Angst, dass man ihn zum medizinischen Versuchskaninchen macht. Aber er muss es jemand erzählen. Zu Dr. Ellis hat er Vertrauen, aber auch der weiß keinen Rat. In seiner netten Wohngegend in der Kleinstadt Castle Rock gerät Scott in einen eskalierenden Kleinkrieg. Der Hund der neuen Nachbarn – zwei Lesben – verrichtet sein Geschäft ständig bei ihm im Vorgarten. Die eine Frau ist eigentlich recht freundlich, die andere aber eiskalt. Die beiden haben gerade ein Restaurant eröffnet, von dem sie sich viel erhoffen. Die Einwohner von Castle Rock wollen aber nichts mit Homopaaren zu tun haben, da ist großer Ärger vorprogrammiert. Als Scott endlich kapiert, was Vorurteile in einer Gemeinschaft anrichten, überwindet er den eigenen Groll und tut sich mit den beiden zusammen. Merkwürdige Allianzen, der jährliche Stadtlauf und Scotts mysteriöses Leiden fördern bei sich und anderen eine Menschlichkeit zutage, die zuvor unter einer herzlosen Bequemlichkeit vergraben lag. Meine Meinung: "Erhebung" von Stephen King ist ein schnell zu lesender Kurzroman, der die Oberflächlichkeit und Vorurteile der Menschheit in den Mittelpunkt rückt und diese mit einer fantasievollen Geschichte kombiniert. Der Schreibstil ist - wie von King gewohnt - sehr flüssig, locker-leicht und angenehm zu lesen. Das Buch lässt sich in einem Rutsch durchlesen, was nicht nur an der vorteilhaften Schreibweise liegt, sondern auch an der Geschichte um Scott, die einen sofort in den Bann zieht. Auf diesen wenigen Seiten kommt wirklich einiges zur Sprache: Scotts seltsame Gewichtsentwicklung, Nachbarschaftsstreitigkeiten, Vorurteile und nicht zu vergessen die üblichen Gewohnheiten in Kleinstädten: Jeder kennt jeden und man muss über alles bescheid wissen. Alles spricht sich schnell herum und kann große Folgen haben. So kommt es dazu, dass man hier nicht nur Scotts Schicksal mitbekommt, sondern auch das von seinen lesbischen Nachbarinnen, die unter dem Gerede der Kleinstadtbewohner zu leiden haben. Allerdings bleibt am Ende dann doch noch einiges offen. Manche Dinge hätte ich mir hier noch geklärt oder angesprochen gewünscht und auch den weiteren Verlauf von einigen Gegebenheiten am Ende hätte ich gerne noch weiter verfolgt. Fazit: "Erhebung" von Stephen King ist ein spannender und zum Denken anregender Roman, der einen von der ersten Sekunde an abholt und sich sehr schnell lesen lässt. Für meinen Geschmack ist am Ende jedoch leider zu viel offen geblieben. Dennoch ist er auf alle Fälle lesenswert.

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Scott hat ein seltsames Problem: Obwohl seine Wampe äußerlich unverändert ist, wiegt er täglich weniger. Besonders gruselig: Das Gewicht, das die Waage anzeigt, ist das gleiche, egal, ob er nackt darauf steht oder kiloschwere Hanteln in der Hand hat. Zunächst ist er besorgt, aber dann fast heiter. Auch Scotts Nachbarn Deirdre und Missy haben Probleme. Genauer gesagt, haben sie das Problem, das ihre Ehe für die Kleinstadt ein Problem sind. Lesbisch sein, das wäre schon schlimm genug, aber so provokant miteinander verheiratet zu sein - das ist für die meisten in der Kleinstadt einfach zu viel. Das Restaurant der beiden Frauen wird gemieden und sie stehen kurz vor der Pleite. Persönlicher Eindruck Dieser Roman ist von Stephen King. Es ist ein Kurzroman und ich hab es als Hörbuch gehört, Hörzeit etwas über drei Stunden. Dementsprechend wird die Geschichte sehr stringent erzählt. Für mich waren Inhalt und Länge stimmig. Besonders gefallen hat mir, das ungeachtet der Kürze die Geschichte mehrere Bedeutungs- und Deutungsebenen tangiert. Beispielsweise der Titel. Erhebung. Das ist das Gefühl, dass Scott beim Marathonlauf hatte. Er fühlte sich erhaben. Er wuchs über sich hinaus. Der Marathonlauf ist eine der Schlüsselszenen der Geschichte. Auch die Kleinstadt Castle Rock wächst über ihre Vorurteile hinaus. Zu Beginn hat gefühlt jeder in der Kleinstadt ein Problem mit den beiden Frauen. Doch während der Großteil von Castle Rock sind nicht nur daran stört, dass die beiden Lesben sind, sondern, noch schlimmer, verheiratete Lesben, stört das Scott selbst überhaupt nicht, es ist ihm schlichtweg egal. Ihn stört, dass die Hunde der beiden immer auf seinen Rasen koten. Doch als er sie näher kennenlernt und die Ablehnung der Stadt mitbekommt, wird er nachdenklich. Im Lauf der Geschichte nimmt er ihnen - Achtung: Metaphorische Ebene - ein großes Gewicht von den Schultern..

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Story: Der geschiedene, übergewichtige Designer Scott Carey lebt ein angenehmes, aber einfaches Leben in Castle Rock und hat nur zwei Probleme – die Hunde des neu zugezogenen, gleichgeschlechtlichen Frauenpärchens verrichten ihr Geschäft mit Vorliebe auf seinem Rasen und seit einigen Wochen verliert er unerklärlicherweise an Körpergewicht, ohne dass man ihm eine Änderung ansieht und ohne dass er sich auf Diät gesetzt hat oder vermehrt Sport treibt. Selbst zusätzliche Gewichte haben auf das Ergebnis keinen Einfluss – ob Hanteln oder Münzen: alles, was er bei sich trägt wird scheinbar gewichtslos. Anstatt den Kopf in den Sand zu stecken, beschließt er sein Leben zu genießen und dem Frauenpärchen zu helfen, die bei der konservativen Bevölkerung der Stadt einen schlechten Stand haben. Das ist jedoch nicht einfach, denn die stolze Deidre hält wenig von ihm und macht es ihm nicht leicht, Frieden und Freundschaft zu schließen. Eigene Meinung: Der Kurzroman von Stephen King erinnert ein wenig an „Thinner“, in dem der übergewichtige Protagonist durch einen Fluch ebenfalls Gewicht verliert, wenngleich man ihm die Änderung ansieht. Nichtsdestotrotz hat „Erhebung“ einen ganz anderen Grundtenor, denn der Autor schlägt erstmals überraschend politische Töne an und rückt erstmals queere Figuren in den (positiven) Mittelpunkt. Die Geschichte spielt im konservativen, republikanisch geprägten Castle Rock, das King-Fans nicht unbekannt ist, da dort bereits etliche (Kurz)Romane spielen. Wie zu erwarten ist die Bevölkerung des kleinen Städtchens nicht begeistert, ein lesbisches Pärchen in ihren Reihen zu wissen, insbesondere eines, das verheiratet ist. Dementsprechend schlecht läuft das Restaurant der beiden Frauen, denn sie werden größtenteils gemieden, obwohl das Essen ausgezeichnet ist. Deidre und ihre Frau Missy haben es nicht einfach, beißen sich jedoch durch. Letztendlich beschließt Scott etwas gegen die Engstirnigkeit und Ungerechtigkeit zu unternehmen – insbesondere nachdem er den Tratsch der übrigen Bewohner mitbekommt. Darüber gerät sein eigenes Problem mit dem Gewichtsverlust fast in den Hintergrund – dem Leser ist daher schnell klar, dass Stephen King die Ursachen der Ereignisse nicht aufklärt, sondern offenlässt. Der Autor legt einen sehr gesellschaftskritischen Roman vor, der nicht an Seitenhieben auf die trump‘sche Regierung spart und in dem er sich erstmals für die LGBT-Gemeinschaft einsetzt. Zwar geht zum Ende hin alles ein wenig schnell und das Umdenken der Bewohner von Castle Rocke wirkt nur bedingt nachvollziehbar, doch letztendlich zählt die Botschaft. Die Figuren sind sehr lebendig und gut nachvollziehbar – trotz der Kürze der Geschichte lernt man sie gut kennen. Scott Carey ist ein herzensguter Mensch, der vieles hinter sich lässt, während er immer leichter wird. Letztendlich verliert er mit jedem Kilo seine Scheu und bricht aus seinem lähmenden Trott aus, was der Hauptgrund für seine Entscheidung ist, etwas für das Pärchen zu tun. Er lässt sich nicht unterkriegen, obwohl er weiß, dass sein Ende unausweichlich näher kommt. Deidre und Missy sind sympathisch und grundverschieden – währende Deidre willensstark und stur ist, sich nichts verbieten lässt und offen zu sich und ihrer Frau steht, ist Missy ruhiger und zurückhaltender. Leider bleiben die beiden ein wenig blass, da man die beiden nur am Rande kennenlernt. Auch Scotts Freund Bob und dessen Frau treten nur am Rande in Erscheinung – aber bei einem Kurzroman von knapp 150 Seiten ist das nicht ungewöhnlich. Stilistisch gibt es nichts zu bemängeln – Stephen King hat einen soliden, mitreißenden Schreibstil, der den Leser sofort mitzieht. Man ist schnell in der Geschichte und kann sie nur schwer aus der Hand legen, zumal ein Nachmittag reicht, um „Erhebung“ zu lesen. Seine Beschreibungen sind stimmig und einfühlsam, die Dialoge lebendig und die Figuren nachvollziehbar. Man merkt dem Kurzroman die Erfahrung des Autors an – er weiß, wie man Kritik wohldosiert platziert, wie man ein Happy End strickt ohne ins Kitschige abzurutschen und wie man eine Botschaft so verpackt, dass sie beim Leser ankommt. Fazit: „Erhebung“ ist ein gelungener Kurzroman von Stephen King, der mit einer wichtigen Botschaft daherkommt und diese mit einer interessanten, übernatürlich angehauchten Rahmenhandlung verknüpft. Er erschafft interessante, liebenswerte Figuren und überzeugt mit einem soliden, sehr stimmungsvollen Schreibstil. Wer die Bücher des Autors mag, wird um „Erhebung“ nicht vorbei kommen, ebenso wenig Leser, die Geschichten mit lesbischen Figuren und tiefgängiger Botschaft mögen. Zu empfehlen.

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