VERLAGSGRUPPE RANDOM HOUSE - BERTELSMANN
Menü
  • facebook
  • google+
  • whatsapp
  • twitter
  • add this

Das Walmesser Ein Färöer-Krimi

Kundenrezensionen (45)

Bestellen Sie mit einem Klick

oder kaufen Sie direkt vor Ort bei Ihrem Buchhändler.

€ 14,99 [D] inkl. MwSt.
€ 15,50 [A] | CHF 20,50*
(* empf. VK-Preis)

Paperback, Klappenbroschur ISBN: 978-3-453-41967-4

Erschienen: 28.12.2016
Dieser Titel ist lieferbar.

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Anmeldung

  • Info

  • Vita

  • Pressestimmen

  • Service

  • Biblio

Fremd auf den Färöern. Blut an den Händen.

Eine kleine Inselgruppe im Nordatlantik. Dreihundert Tage im Jahr Regen. Die Menschen leben von Fischfang, Schafzucht und der Jagd auf Grindwale. Wer freiwillig hierherkommt, ist anderswo vor etwas geflohen. Dass er seine Vergangenheit nicht einfach hinter sich lassen kann, erkennt John Callum erst, als er eines Morgens auf einem Steinklotz im Hafen erwacht - ohne Erinnerung an den letzten Abend, aber mit einem blutigen Messer in seiner Tasche. Und in der färöischen Hauptstadt Tórshavn gibt es an diesem Tag nur ein Gesprächsthema: den Mord.

"Ein rundum gelungener Thriller.“

dpa (Deutsche Presse-Agentur) (03.01.2017)

C. R. Neilson (Autor)

C. R. Neilson arbeitete zwanzig Jahre als Journalist, ehe er sich auf das Schreiben von Krimis und Thrillern verlegte. Er lebt in Schottland.

"Ein rundum gelungener Thriller.“

dpa (Deutsche Presse-Agentur) (03.01.2017)

"Das Buch nimmt einen mit, schon allein, weil man viel über ein raues und fast unbekanntes Stück Europa erfährt."

Stern (05.01.2017)

„Bedrohlich-beklemmender Krimi mit zwielichtigem Protagonisten vor der Kulisse der unwirtlichen Färöer.“

Hörzu (29.12.2017)

"Macht alle Glücklich, die nordisch-kühle Spannung lieben."

Für Sie (30.01.2017)

„Ein schaurig-schöner Insel-Trip.“

Geo Saison (06.02.2017)

mehr anzeigen

DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Aus dem Englischen von Ulrich Thiele
Originalverlag: Simon & Schuster

Paperback, Klappenbroschur, 512 Seiten, 13,5 x 20,6 cm

ISBN: 978-3-453-41967-4

€ 14,99 [D] | € 15,50 [A] | CHF 20,50* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Heyne

Erschienen: 28.12.2016

  • Leserstimmen

  • Buchhändlerstimmen

  • Rezension verfassen

Eine packende Geschichte mit beeindruckender Kulisse und nordisch-rauer Atmosphäre

Von: Büchermonster Datum: 22.06.2017

www.buecher-monster.de

Als erfahrener Leser nordisch-kühler Kriminalromane ist man vermutlich schon weit herumgekommen und kennt Stockholm besser als die eigene Westentasche, hat mit Kult-Ermittlern wie Jo Nesbøs Harry Hole oder Henning Mankells Kurt Wallander vermeintliche Verbrechens-Hochburgen wie Oslo oder das beschauliche schwedische Ystad ein klein wenig sicherer gemacht und vielleicht sogar schon den ein oder anderen literarischen Ausflug in einsame Gegenden wie Lappland oder Island unternommen. Doch selbst für derart reisefreudige Krimi-Leser dürfte das Setting von C.R. Neilsons Roman „Das Walmesser“ Neuland sein, denn dieses düstere und oft schwermütige Buch hat die Färöer zum Schauplatz, eine zu Dänemark gehörende Inselgruppe im Nordatlantik, die bei weitem mehr Schafe als Menschen beheimatet – nicht ohne Grund bedeutet der Landesname wortwörtlich „die Schafsinseln“.

Mord auf den Schafsinseln

Mit gerade einmal 50.000 Einwohnern und einer fast nicht existenten Kriminalitätsrate scheinen die Färöer auf den ersten Blick nicht unbedingt die besten Voraussetzungen für einen packenden Krimi zu bieten, für John Callum – C.R. Neilsons Hauptfigur – sind die 18 Inseln jedoch der perfekte Ort, um der eigenen Vergangenheit zu entfliehen und fernab aller früherer Verstrickungen einen Neustart zu wagen. Dass dieser jedoch nicht sonderlich erfolgreich zu verlaufen scheint, wird den Lesern bereits auf den ersten Seiten klar: Callum erwacht nach einer offenbar alkoholgeschwängerten Nacht ohne Kurzzeitgedächtnis, dafür aber mit einem dicken Kater auf einem Steinblock im Hafen Torshavns (der Hauptstadt der Färöer). Noch schlimmer wird es aber bei einem Blick in die eigene Manteltasche, der ein blutbeschmiertes Grindaknívur, das traditionelle und titelgebende Walmesser der Färinger, zu Tage fördert. Als John Callum wenig später erfährt, dass es in der vergangenen Nacht einen Mord gegeben hat, steht der Protagonist nicht nur für den Leser, sondern auch für sich selbst ganz oben auf der Liste der Verdächtigen.

Flucht vor einer düsteren Vergangenheit

Nach diesem blutigen Auftakt dreht der Autor die Zeit aber erst einmal um drei Monate zurück und berichtet in aller Seelenruhe von den ersten Schritten Callums nach seiner Flucht aus dem schottischen Glasgow als nun neuer Bürger der Färöer. Wovor John in seiner Heimat weggelaufen ist, bleibt dabei zunächst ein Geheimnis, man ahnt aber früh, dass der Neu-Färinger bereits dort auf irgendeine Weise mit dem Gesetz in Konflikt gekommen ist. Dabei scheint der Mann in den Mitt-Dreißigern eigentlich gar nicht so ein unsympathischer Zeitgenosse zu sein: vielleicht etwas rau und eher vom Typ einsamer Wolf, trotzdem begegnet Callum seiner neuen Umgebung aufgeschlossen und mit Demut – mit den offenbar dramatischen Ereignissen seiner Vergangenheit im Hinterkopf braucht er nicht viel, um zufrieden zu sein. Ein Dach über dem Kopf, am Tag zumindest eine warme Mahlzeit und ein kleiner Lohn für die Schwerstarbeit in der örtlichen Fischzucht – Callums neue Existenz ist vor allem von Bescheidenheit geprägt.

Kriminalroman und Reiseführer

C.R. Neilson braucht rund 200 der insgesamt 500 Seiten des Buches, um rückblickend die Geschehnisse bis zu jenem bösen Erwachen am Anfang des Romans zu erzählen und für Leser mit kurzem Geduldsfaden dürfte dies vielleicht zu viel sein, um diesem Werk die Wertschätzung entgegenzubringen, die es eigentlich verdient hat. Denn der Autor begegnet dem Schauplatz seiner Geschichte mit viel Ehrfurcht und nutzt die Gegebenheiten, um ein hohes Maß an Authentizität und eine ungemein dichte Atmosphäre zu erzeugen. Gerade in der ersten Hälfte ist „Das Walmesser“ dabei oft mehr Reiseführer als Kriminalroman und auch wenn der Mordfall erst ab der Mitte des Buches wieder zum Thema wird, so ist die Handlung zu keinem Zeitpunkt langweilig – zumindest, wenn man eine gewisse Begeisterung für die Natur und Kultur des hohen Nordens mitbringt. Neilson beschreibt die Sehenswürdigkeiten der Schafsinseln mit beeindruckender Bildhaftigkeit und so anschaulich, dass man die Landschaft und ihre markanten Punkte stets genau vor Augen hat. Auch die Eigenheiten der färingischen Bevölkerung werden vom Autor sehr detailliert eingefangen – mit all ihren Höhen und Tiefen. Zu den Schattenseiten zählt zum Beispiel auch der Grindadrap – der blutige Walfang der Färinger, bei dem innerhalb von wenigen Stunden Dutzende von Meeressäugern regelrecht abgeschlachtet werden. Neilson schildert dies in all seiner Grausamkeit, ohne jedoch die Einwohner der Inseln zu verurteilen und mit der nötigen Achtung vor der Tradition der Färinger – so schockierend und unverständlich diese für Mitteleuropäer in manchen Punkten auch sein mag.

Nicht immer hochspannend, aber mit tollem Schauplatz und packender Atmosphäre

In der zweiten Hälfte wird „Das Walmesser“ dann doch noch zum Kriminalroman, der zwar nicht das ganz hohe Spannungsniveau erreicht, aber doch gekonnt mit der ein oder anderen falschen Fährte spielt und bis zur letzten Seite fesselt – auch, weil der Autor interessante und vielschichtige Charaktere geschaffen hat, die mit ihren Eigenheiten viel zur Faszination dieses Buches beitragen. „Das Walmesser“ ist mit Sicherheit kein Krimi für Jedermann und dürfte für viele Leser zu unspektakulär, zu langsam oder zu schwermütig sein – wer sich aber vor allem aufgrund des ungewöhnlichen und unverbrauchten Settings für C.R. Neilsons Werk interessiert, der bekommt genau das, was die Beschreibung und die damit hervorgerufene Erwartungshaltung verspricht: einen packenden Roman, der das Potenzial seines Schauplatzes voll ausschöpft und mit beeindruckenden Beschreibungen von Natur und Kultur eine düstere und sehr authentische Atmosphäre erzeugt. Auch wenn Neilsons Geschichte sicherlich alles andere als vor Fröhlichkeit und Optimismus strotzt: unterhaltsamere, spannendere und begeisterndere Werbung für die Färöer könnte sich selbst die dortige Tourismusbehörde kaum wünschen und es wäre sicherlich keine Überraschung, wenn es trotz des vielen Regens und der rauen Landschaft in diesem Roman nach Beendigung dieser Lektüre den ein oder anderen Leser zumindest ein klein wenig jucken würde, in den nächsten Flieger in Richtung Schafsinseln zu steigen.

Wenn der Nebel sich lichtet, erkennt man die Zusammenhänge

Von: Kerstin von KeJas BlogBuch Datum: 21.05.2017

kejas-blogbuch.de/

Die Färöer, Inseln inmitten einer unbändigen Natur. Launisch und wechselhaft, wie das Wetter auch die Menschen. Eine eingeschworene Gemeinschaft, in die nun der Schotte John Callum stolpert. Ein Fremder, der nicht zum Urlauben gekommen ist. Sondern geflohen ist, vor seinem Leben und auch sich selbst. Er trägt ein Geheimnis mit sich, eine Art Schuld und es dauert ewig bis man als Leser erfährt um was es geht. Doch auch andere wissen davon. Ist er deswegen zu einem Mörder geworden?

„Ich weiß, wer sie sind. Ich weiß was sie getan haben.“

Diese Geschichte erzählt Callum selbst. Normalerweise mag ich diese Ich-Form, gibt es dadurch viel spürbarere Emotionen, allerdings wurde mir hier dann doch einen touch zu viel „gejammert“. Irgendetwas hatte er angestellt/erlebt, soviel konnte man recht schnell herauslesen, nur was genau das war – zum ins Buch beissen. So etwas muss ich einfach immer wissen und deswegen hat mich dieses „Etwas“ auch durch das Buch getrieben.

„Mein Körper und meine Seele trugen die Narben der Schuld. Nun strömte ihr Gift aufs Neue durch meine Adern.“

Der zweite mir wichtige Punkt war dieser Mord. Die Auswahl der Verdächtigen auf solch kleinem Raum ist begrenzt. Da war es kein Wunder, dass ausgerechnet der Fremde in Verdacht gerät. Er verhält sich aber auch seltsam. Seine nächtlichen Alpträume treiben sogar seine Vermieter dazu ihn rauszuwerfen und in einer kleinen Hütte unterzubringen. Callum hat Zeit auf der Insel und die nutzt er zum Wandern, kreuz und quer über die Insel, durch Wind und Wetter. Dadurch erfährt man alles über dieses Eiland, die kaum bis gar nicht vorhandene Flora und Fauna. Man macht Bekanntschaft mit Vögel die ihre Brut verteidigen und so manche steile Klippe an derem unteren Ende das eiskalte, schäumende Wasser in spitzem Gestein wartet. Weiter kam ich immer noch nicht – ahnungslos in Sachen Callums Vergangenheit und noch ahnungsloser wegen diesem Mord.

„Mit jeder Nacht, die verging, näherte ich mich der Antwort. Ich müsste nur noch lernen, Einbildung von Realität zu unterscheiden.“

Ich muss nochmal auf Callums Träume zu sprechen kommen. Man ‚erlebt‘ sie ja mit – kursiv in kurzen Kapiteln – dass gibt Raum für Interpretationen und so etwas mache ich eh gerne. Die Menschen, denen Callum begegnet sind anfänglich kühl aber doch herzlich. So dauert es nicht lange bis er einen Job findet und die erste weibliche Bekanntschaft macht. Hat sie etwas damit zu tun? Mit diesem Mord? Mit der Nacht an die sich Callum kein Stück erinnern kann und wegen der er sogar im Gefängnis landet? Wer ist eigentlich der Tote? Und – was ist das Motiv für diese Tat?

Neben all diesen Verdächtigungen und Beschuldigungen, den schrägen Blicken der Einheimischen und des fast nie verschwindenen Tageslicht, empfand ich die Sprache im Buch als außergewöhnlich schön. Gerade die Darstellungen dieser Insel und auch der Menschen war sehr authentisch und bildlich gut vorstellbar. Beides zuerst grimmig und auch gefährlich aber auf den zweiten Blick, wenn sich der Nebel verzogen hat und der Regen nachlässt, dann doch wunderschön und herzlich.

Wobei mir sich die Nackenhaare stellten, waren die ausführlichen Beschreibungen zu der Waljagd. Aber es gehört zu diesem Land, ist ein fester Bestandteil und damit hat es einen Anspruch auf seinen Platz im Buch.

„Das Walmesser“ empfand ich beim Lesen fast schon als Drama, weniger als Krimi, auch wenn die grundlegenden Elemente – Mord, Täter/Verdächtiger und Ermittlungsarbeit der Polizei – vorkommen.

Für dieses Buch sollte man sich Zeit nehmen, es ist kein Pageturner, sondern vielmehr ein langsames Heranführen an eine, nein zwei, dramatische Geschichten, in einem rauen und kühlen Land. Man sollte es genießen, denn dann erfährt man auch endlich warum Callum auf diese Insel gekommen ist.

Rezension verfasst von © Kerstin

Von: Angela Bischoff aus Münster Datum: 28.06.2017

Buchhandlung: Hiltruper Buchhandel

Spannend und eindrucksvoll von der ersten bis zur letzten Seite. Und - ich habe das Gefühl, nach dem Lesen schon mal dort gewesen zu sein! Einfach prima!!

Von: Sylvia Sauer aus Trier Datum: 26.08.2016

Buchhandlung: Buchhandlung Im Gegenlicht

Dies ist ein außergewöhnlicher Krimi. Sehr gut geschrieben und sehr spannend.

Voransicht