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Du erinnerst mich an morgen Roman

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Paperback, Klappenbroschur ISBN: 978-3-453-29190-4

NEU
Erschienen: 10.04.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: eBook (epub)

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Zoe will gerade die Zukunft mit ihrer großen Liebe Jamie beginnen, als sie ihre Vergangenheit einholt. Kurz vor der Trauung erreicht sie der Hilferuf ihrer Mutter, mit der sie seit Jahren nicht gesprochen hat. Ohne nachzudenken verlässt Zoe die eigene Hochzeit und findet eine veränderte Mutter. Die Neuigkeit trifft sie mit voller Wucht: Gina ist mit gerade mal Anfang fünfzig an Alzheimer erkrankt. Der Alltag wird bedrohlicher, die Versöhnung mit ihrer Tochter immer dringlicher. Zoe will Gina beistehen, ist aber auch damit konfrontiert, dass Jamie sie nach der geplatzten Hochzeit verlassen hat. Ist er bereit, ihr eine zweite Chance zu geben? Und können Mutter und Tochter die Vergangenheit überwinden, jetzt da Gina ihre Erinnerung langsam, aber unaufhaltsam verliert?

Katie Marsh (Autorin)

Bevor ihr sensationelles Debüt "Die Liebe ist ein schlechter Verlierer" erschien, war Katie Marsh im Gesundheitswesen tätig. Der zweite Roman "Du erinnerst mich an morgen" erzählt von der Alzheimer-Krankheit. Ihre Bücher sind inspiriert von der Tapferkeit der Menschen, die ihr bei ihrer Arbeit begegnet sind. Katie lebt mit ihrer Familie in London.

DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Aus dem Englischen von Angelika Naujokat
Originaltitel: A Life Without You
Originalverlag: Hodder & Stoughton

Paperback, Klappenbroschur, 432 Seiten, 13,5 x 20,6 cm

ISBN: 978-3-453-29190-4

€ 12,99 [D] | € 13,40 [A] | CHF 17,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Diana

NEU
Erschienen: 10.04.2017

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Emotionaler Umgang mit einem schwierigen Thema

Von: bookish-heart-dreams Datum: 21.05.2017

bookish-heart-dreams.blogspot.de/

In diesem Buch dreht sich alles um Familie, alte Geheimnisse und der Krankheit Alzheimer. Im Mittelpunkt des Geschehens steht Zoe, die am Tag ihrer Hochzeit ein Hilferuf der besten Freundin ihrer Mutter erhält. Ohne groß darüber nachzudenken, verlässt Zoe ihre eigene Hochzeit und eilt zu ihrer Mutter Gina, obwohl sie mit ihr bereits seit Jahren keinen Kontakt mehr hat. Als sie bei ihrer Mutter ankommt, stellt sie fest, dass sich ihre Mutter vollkommen verändert hat, da sie an Alzheimer erkrankt ist.

Katie Marsh hat einen sehr eindringlichen und emotionalen Schreibstil, der es einem leicht macht das Geschehen zu verfolgen. Man taucht tief in die Gedanken der einzelnen Charaktere ein, wodurch sie real erscheinen. Mit einer stellenweise echt beklemmenden Ehrlichkeit stellt sie die Krankheit Alzheimer und dessen Auswirkungen dar.
Wobei ich gleichzeitig aber auch anmerken muss, dass nicht jede Reaktion so richtig nachvollziehbar ist. Ich konnte beispielsweise bis zum Ende nicht ganz verstehen, warum Zoe plötzlich alles stehen und liegen lässt, um sich plötzlich so aufopferungsvoll um ihre Mutter kümmern zu wollen, wo sie doch seit einem Eklat seit Jahren nicht mehr mit ihr gesprochen und sie auch nicht zu ihrer eigenen Hochzeit eingeladen hat, während ihre Schwester sich komplett hinten anstellt und Zoe dies scheinbar teilnahmslos akzeptiert. Zwar werden nach und nach Geheimnisse gelüftet, die manches in einem anderen Licht erscheinen lassen. Allerdings bleiben dennoch Fragen unbeantwortet.
Die einzelnen Figuren sind generell sehr gut durchdacht und zeigen vor allem durch ihre sehr interessanten Eigenheiten unterschiedliche Sichtweisen auf die Ereignisse. Jede Figur für sich wurde durch die Vergangenheit geprägt und geht daher auf unterschiedliche Art und Weise mit den Ereignissen um. Insbesondere Zoes Vater gleichbleibende militärische Härte fand ich sehr gut dargestellt, so dass man vor allem bei ihm das Gefühl hat, dass er ein Fels in der Brandung sein kann, aber gleichzeitig auch sehr schnell merkt, dass sich hinter der harten Schale auch ein durchaus weicher Kern verbirgt.

Diese Buch lebt vor allen von seinen alten Geheimnissen, die es gilt aufzuarbeiten, damit zum Einen Mutter und Tochter wieder zueinander finden können, aber auch Zoe und Jamie sich wieder versöhnen können. Indem das Buch abwechselnd die Geschehnisse in der Gegenwart erzählt und nach und nach Ginas Briefe, die sie seit dem ersten Geburtstag ihrer Tochter geschrieben hat, wiedergibt, findet sich letztendlich alles zu einem wundervollen Ganzen zusammen.

Auch wenn das Buch einige Schwächen aufweist, überzeugt es vor allem durch seine Emotionalität und dem gefühlvollen Umgang mit Alzheimer. Daher kann ich das Buch wirklich jedem wärmstens empfehlen.

Note: 2-

Warmherzig und dramatisch-traurige Mutter-Tochter-Geschichte

Von: Melanie B. Datum: 19.05.2017

www.am-lesestrand.de

Eine Mutter-Tochter-Geschichte geprägt von der frühen Erkrankung der Mutter an Demenz. Ein sehr interessantes und tragisches Thema, welches mich nicht nur deshalb interessiert, da ich beruflich selbst nicht selten mit dementen Patienten zu tun habe.

Die Geschichte beginnt kurz vor der Hochzeit von Zoe und Jamie. Die Gesellschaft wartet bereits auf das Brautpaar, doch kurz bevor es losgeht, verlässt Zoe den Ort des Geschehens, da sie einen Hilferuf von ihrer Mutter bekommen hat, zu der sie zehn Jahre keinen Kontakt hatte. Gina scheint total verwirrt, sie wird bei der Polizei festgehalten, da sie angeblich etwas geklaut haben soll. Zoe, die ihre Mutter nach langer Zeit wieder gegenüber steht stellt fest, dass diese sehr verwirrt ist. Zoe kümmert sich um ihre Mutter und nimmt sie sogar bei sich auf, da es unmöglich scheint, dass Gina alleine lebt. Gina leidet an einer frühen Form von Alzheimer, was es unmöglich macht, die schwierige Vergangenheit zwischen Mutter und Tochter aufzuarbeiten. Doch später tauchen Briefe auf, Gina hat Zoe fast jedes Jahr an ihrem Geburtstag eine Nachricht geschrieben, anfangs sehr liebevoll während Zoes Kindheit, später auch geprägt von Verzweiflung über das Zerwürfnis der Beiden.

Diese Briefe tauchen im Buch bereits von Anfang an auf. Es gibt immer abwechselnd ein Kapitel aus der Gegenwart und dann wieder einen der Briefe in chronologischer Reihenfolge. Nach und nach habe ich als Leserin erfahren, was zum Streit zwischen Gina und Zoe geführt hat, und welche tiefgreifenden Ereignisse das Leben der beiden Frauen geprägt haben.

Meine Meinung: Für mich war es das erste Buch von Katie Marsh und ihr Schreibstil hat mir gleich gefallen. "Du erinnerst mich an Morgen" ist eine warmherzige Geschichte, die aber auch traurig, dramatisch und ein bisschen lustig daher kommt. Es geht hauptsächlich um das Verhältnis von Zoe zu ihrer Mutter Gina, aber auch um ihre jeweils ganz eigenen Geschichten die zu dem geführt haben, was die beiden Frauen heute sind.

Zoe und Jamie wollen heiraten, doch seit einem traurigen Ereignis, welches eng verknüpft ist mit Dingen, die in Zoes Vergangenheit passiert sind, läuft es in der Beziehung der Beiden nicht mehr rund. So kann es nicht nur Ginas Hilferuf sein, der Zoe dazu bringt, von ihrer eigenen Hochzeit zu fliehen. Zoe liebt Jamie, einerseits kann sie verstehen, dass er nach der geplatzten Hochzeit Distanz will und die Beziehung gescheitert scheint, doch andererseits möchte sie ihn zurück und um ihre Liebe kämpfen.

Während die Probleme von Zoe und Jamie für mich einen Sinn ergeben, kann ich nicht ganz verstehen, dass es zwischen Zoe und ihrer Mutter Gina zehn Jahre lang keinen Kontakt gibt. Ich mag Zoe, aber ihre Haltung Gina gegenüber empfinde ich als extrem stur und kindisch. Dass sie als Jugendliche sauer auf ihre Mutter ist und trotzig reagiert, das kann ich verstehen, aber sie ist inzwischen erwachsen geworden, hat eine eigene Firma auf die Beine gestellt und pflegt guten Kontakt zu ihrer jüngeren Schwester Llly. Ich bin der Meinung, dass sie als erwachsene Frau vernünftiger über das hätte nachdenken müssen, was zu dem Bruch zwischen ihr und Gina geführt hat, es hätte längst eine Versöhnung stattfinden können.

Am Ende der Geschichte überschlagen sich die Ereignisse ein bisschen zu sehr für meinen Geschmack. Es wirkt, als hätte die Autorin den Rest in zu wenig Seiten unterbringen müssen, wodurch ich ein paar Wendungen und Auflösungen nicht wirklich gut nachvollziehen konnte. Mir hat das Ende zwar gefallen, aber auf dem Weg dorthin hatte ich das Gefühl, in einer Art Schnelldurchlauf zu stecken.

Trotz meines leichten Unverständnisses für einen Teil der Geschehnisse hat mir das Buch sehr gut gefallen. Ich kann mir sehr gut vorstellen, weitere Bücher der Autorin Katie Marsh zu lesen.

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