Tanz der Klingen

Roman

(9)
Paperback
14,99 [D] inkl. MwSt.
15,50 [A] | CHF 21,90 * (* empf. VK-Preis)

Bestellen Sie mit einem Klick:

Oder kaufen Sie direkt vor Ort bei Ihrem Buchhändler

Von Captain Braylar Killcoin, dem ebenso raubeinigen wie rätselhaften Anführer einer syldoonischen Söldnertruppe, sagt man, er sei hinterhältig, blutrünstig und würde sogar seine eigene Mutter an den Teufel verscherbeln. Eines Tages heuert Killcoin den jungen Chronisten Arki an – er soll die Söldner auf einer geheimen Mission begleiten und ihre Taten schriftlich festhalten. Für Arki beginnt das größte Abenteuer seines Lebens. Ein Abenteuer, das er jedoch erst einmal überleben muss, bevor er es niederschreiben kann ...


DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Amerikanischen von Jürgen Langowski
Originaltitel: Scourge of the Betrayer - Bloodsounder's Arc Book 1
Originalverlag: Night Shade Books
Paperback, Klappenbroschur, 432 Seiten, 13,5 x 20,6 cm
ISBN: 978-3-453-31503-7
Erschienen am  13. Juni 2016
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Mehr eine Reiseerzählung als ein Fantasy Roman

Von: Traumfeder

05.12.2018

Inhalt Gelangweilt von seinem Leben, nimmt der Chronist Arkamondos, kurz Arki, eine Stelle bei dem syldoonischen Captain Braylar Killcoin. Wahrheitsgemäß soll er alle Details der geheimen Mission der Söldnertruppe aufzeichnen, so will es ihr Kaiserhaus. Doch Killcoins Truppe lebt ziemlich gefährlich und Kämpfe scheinen schon beinahe zur Tagesordnung zu gehören. Zwar hat Arki sich schon immer Abenteuer und Ruhm gewünscht, doch an Killcoins Seite lernt er auch die wahre Angst kennen. Ahnungslos zieht er mit dem Captain durch das Land und versucht zu erfassen, was überhaupt vor sich geht, denn obwohl es alles aufschreiben soll, gibt es zu viel, was vor ihm verheimlicht wird. Meine Meinung Chronisten haben eigentlich kein spannendes Leben. Zumeist verfassen sie irgendwelche Briefe oder bekommen den Auftrag die Lebenserfolge irgendwelcher Geschäftsmänner oder Kirchenleute aufzuzeichnen. Arki liebt zwar seine Arbeit, doch keinesfalls will er dieses langweilige Leben haben. Abwechslung verspricht sein neuster Auftrag. Er lässt sich als Chronist des syldoonischen Captain Braylar Killcoin anheuern. Dieser hat einen geheimen Auftrag des syldoonischen Kaiserhauses erhalten, dabei sollen alle Details festgehalten werden. Killcoin verspricht Arki viele Abenteuer, warnt ihn aber auch, dass es sehr gefährlich werden könnte. Um seiner Tätigkeit nachgehen zu können, versucht Arki mehr über den Auftrag zu erfahren. Doch all seine Fragen prallen an einer unüberwindbaren Mauer des Schweigens ab. Kein Mitglied der Söldnertruppe oder auch der Captain selbst, verrät ihm irgendein Detail. Ahnungslos begibt sich der Schreiberling auf die Reise und muss recht schnell feststellen, dass Killcoin nicht übertrieben hat. Schon bald geraten sie von einer gefährlichen Situation in die nächste und Arki muss sich fragen, ob seine Entscheidung richtig war. Obwohl er immer von Abenteuern geträumt hat, ist er kein Freund von Waffen und Gewalt. Als jedoch immer mehr Feinde auf den Plan treten, bleibt ihm keine andere Wahl als zu lernen sich zu verteidigen. Es ist schon mal sehr ungewöhnlich, dass der Protagonist eines Fantasy Romans kein Krieger oder Zauberer ist, der während seines Abenteuers über sich hinaus wächst. Jeff Salyards hat diese Rolle aber einem Schreiberling zugedacht. Statt ein Schwert zu führen, greift Arki eher zur Feder. Inmitten einer Söldnertruppe, herausgerissen aus seiner Gemütlichkeit, muss er sich nun dem Chaos einer Schlacht stellen und natürlich der wunderbaren, von Flüchen ausgeschmückten, Sprache. Obwohl Arki die ganze Söldnertruppe ins Herz schließen kann, ist er während der Handlung zumeist nur mit Killcoin und dessen Vertrauten Lloi unterwegs. Dabei kann er den Captain besser kennen lernen und erleben, wie dieser seine magische Waffe schwingt. Zwar ist diese überaus nützlich, doch auch mit einem Fluch verbunden. Einzug Lloi scheint Killcoin helfen zu können, wenn er unter der Last dieses zu leiden hat. Damit wird mehr oder weniger die Magie in die Geschichte eingebracht. Es sind ersmal nur kleine Fragmente, doch nach und nach werden auch weitere Aspekte der Magie sowie das Wirken der Götter vorgestellt. Es macht überaus neugierig, allerdings befriedigt der Autor diese Neugier nicht. Diese Fantasy Elemente bleiben eher hintergründig und kratzen nur an der Oberfläche. Ihre volle Stellung in dieser Welt wird nicht wirklich erklärt. Schade ist auch, dass der Großteil des Buches eher eine Reiseerzählung ist mit gelegentlichen Kämpfen. Erst im letzten Drittel, geht die Action richtig los. Wo sich die Handlung erst zäh und langatmig entwickelte, wird sie plötzlich spannend und fesselnd. Endlich wird offenbart, welchen Plan die Syldooner verfolgen, wenn auch erst am Ende die volle Tragweite davon aufgezeigt wird. Ich weiß jetzt nicht ob es daran lag, dass das Buch aus der Perspektive eines Chronisten geschrieben ist oder es eine Eigenart des Autors ist, doch die Beschreibungen waren überaus ausführlich. Sehr detailreich wurden Speisen, die blutigen Kämpfe aber auch die Orte umschrieben. Jeff Salyards hat sich wirklich Mühe gegeben es bildgewaltig zu gestalten, was ihm auch gelungen ist. Nachteilhaft ist dabei nur, dass die Nebencharaktere bei all dem irgendwie blass bleiben. Ihnen wird kaum Persönlichkeit eingeflößt. Es könnte wirklich an Arkis Perspektive liegen, da er sie ja nur wenig kennen lernt, allerdings weiß ich es nicht. Fazit Es ist nicht leicht Arkis und Killcoins Abenteuer zu folgen, da die Erzählung sich recht langatmig entwickelt. Es braucht eine ganze Weile, bis aus der Reiseerzählung eine doch spannende Geschichte wird. Das letzte Drittel des Buches überrascht durch tolle Kämpfe und interessante Wendungen und macht neugierig auf das, was noch kommen könnte. Da auch noch viele Fragen unbeantwortet geblieben sind, darf man darauf hoffen, dass die nächsten Bände der Trilogie Licht ins Dunkel bringen.

Lesen Sie weiter

Solider Abenteuerstoff mit Ecken und Kanten

Von: Nerd-Gedanken.de

12.01.2017

Bezahlte Chronisten haben für gewöhnlich kein besonders spannendes Leben, da sie zumeist das Leben derjenigen aufzeichnen, die sich für wichtig halten, es in der Regel aber nicht sind. Da er nicht wie andere Chronisten enden und zum Verfasser der Lebenserfolge von Kaufleuten und Priestern werden möchte, lässt sich der noch nicht sonderlich erfahrene Arki von einer Truppe syldoonischer Söldner als Chronist angeuern, da deren Captain Braylar Killcoin ihm versprochen hat, dass eine Menge gefährlicher Abenteuer auf sie warten. Arkis Aufgabe wird es sein, alle Details einer geheimen Mission wahrheitsgemäß festzuhalten, welche die Söldner im Auftrag des syldoonischen Kaiserhauses durchführen. Bei der Sache gibt es nur einen Haken: syldoonische Söldner leben gefährlich und Arkis Erfahrung mit gefährlichen Situationen sind bestenfalls gering. Gerade da er nicht unbedingt ein großer Freund von Waffen und Gewalt ist, tut er sich in der rauhen Söldnergruppe denkbar schwer. Als dann Feinde auf den Plan treten und auch Arki um sein Leben kämpfen muss, zeigt sich, dass in ihm mehr steckt als nur ein weltfremder Schreiberling… Der Klappentext machte mich auf die sich entwickelnde Fantasy-Story recht neugierig, da es bei Geschichten mit beinharten Söldnern selten der Fall ist, dass auch ein Charakter seinen Eingang findet, der nicht irgendwie ein beinharter Kämpfer oder magischer Unterstützer ist. Ein Chronist, der ausser einer Feder nichts wirklich besonders schwingen kann, ist da dann schon eine ganz andere Hauptfigur und klang wie eine spannende Neuinterpretation. Arki wird dann auch prompt mitten ins gesamte Chaos hinein geworfen und fremdelt gegenüber den fluchenden Söldnern enorm, die sich auch gegenseitig verbal nicht viel schenken. Die edelste Figur in der Gruppe ist zweifelsohne Captain Killcoin, der dank seiner magischen Waffe mit einem Fluch zu leben hat, der ihn prompt einholt und den Leser auf die Art und Weise, wie das Wirken der Götter und der Magie in der Welt angesiedelt ist, sehr neugierig macht. Allerdings lässt Autor Jeff Salyards sehr viele offene Fragen zurück und kratzt während der gesamten Erzählung lediglich ein bisschen an der Oberfläche des Möglichen, um sich lieber auf eine recht langatmig ausfallende Reiseerzählung zu konzentrieren. So nachvollziehbar der Versuch, die langsame Entwicklung Arkis vom unsicheren Anfänger hin zu einem verlässlichen Reisekameraden ausführlich zu beschreiben auch ist, es macht den Spannungsbogen gerade in der Mitte der Erzählung relativ flach und lässt am Ende des Buches ein Gefühl der Unzufriedenheit zurück. Sehr lange bleibt Arki über die Motive seiner Begleiter im Unklaren, was spätestens nach zwei Dritteln der Erzählung auch für den Leser frustrierend wird, weil die sich immer wiederholende Beschreibung von Arkis Unzulänglichkeiten irgendwann einfach ausgelutscht ist. Da ausschließlich aus der Perspektive des Chronisten berichtet ist, sind sowohl seine Ungeduld als auch seine Fragen bezüglich der Söldner sehr verständlich, ebenso seine Überraschung bei der Aufklärung des größten Plot-Twists. Bis auf Arki, Captain Killcoin und die Steppenfrau Lloi bleiben die Leute aus der Söldnergruppe reichlich blass und lassen sich nur an ihren martialischen Namen einigermaßen unterscheiden. Hier wäre schon durch die Vorlieben und Gewohnheiten der Söldner sicherlich ein viel runderes und farbigeres Gesamtbild möglich gewesen, immerhin gehört ein genauerer Blick auf alle Mitglieder der Truppe auch zu Arkis Chronistenauftrag. Es ist ein bisschen schade, wie lange man im Grunde in der Reiseerzählung hängenbleibt, da die wirklich interessanten und dramatischen Entwicklungen sich erst im letzten Drittel des Buches entfalten. Hier hätte ich gerne mehr über die Umgebung und den Zielort der Reise mitsamt des politischen Geflechts erfahren, auch die Informationen über die Welt, in der die Erzählung spielt, werden nur sparsam vergeben, obwohl Arki durch seine Bildung entsprechendes über seine Umgebung wissen könnte. Zudem ist man mit einem offenen Ende der Erzählung konfrontiert, da »Tanz der Klingen« der erste Band einer Trilogie ist, was nur in einem Nebensatz bei der Autorenvorstellung überhaupt erwähnt wird. Die Kampfszenen sind packend und realistisch geschildert, gerade Arkis Überforderung während seiner ersten physischen Konflikte wird gut vermittelt, sodass ich einige Male angesichts der an ihn gestellten Anforderungen und seines unfreiwilligen erotischen »Miterlebnisses« echtes Mitleid mit ihm hatte. Die detailreichen Beschreibungen verschiedener Speisen und Getränke sowie der Schauplätze lassen hoffen, dass Jeff Salyards in kommenden Bänden mehr über seine Welt verraten wird und seiner farbigen Art, die verschiedenen Personen zu schildern, treu bleibt. Denn eigentlich habe ich Captain Killcoin und seinen Haufen trotz der Längen ganz gerne begleitet und wüsste gerne, wie das Abenteuer für die Söldner ausgeht – dass mich der Plottwist überrascht hat, ist für mich ein weiterer Grund, dem Autor noch eine weitere Chance zu geben, da das nicht sonderlich oft passiert. In sofern kann ich nur recht zwiespältig auf dieses Buch zurückblicken und hoffe, dass sich der Autor noch steigern kann und wird. Fazit: Solider Abenteuerstoff mit einigen Längen, Ecken und Kanten. Sechs von zehn möglichen Punkten.

Lesen Sie weiter
Alle anzeigen

Vita

Jeff Salyards wuchs in einem kleinen, verschlafenen Ort nördlich von Chicago auf. Schon früh träumte er sich in laute und chaotische Welten voller unzähmbarer Charaktere. Seine Faszination für die Fantastik hat er niemals verloren. Neben seinem Job bei der American Bar Association widmet er sich dem Schreiben fantastischer Abenteuer. Salyards lebt mit seiner Frau und seinen drei Töchtern in der Nähe von Chicago.

Zur AUTORENSEITE

Weitere Bücher des Autors