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Die Erfindung der Flügel Roman

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Taschenbuch, Broschur ISBN: 978-3-442-71467-4

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Erscheint: 13.03.2017

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Die elfjährige Sarah, wohlbehütete Tochter reicher Gutsbesitzer, erhält in Charleston ein ungewöhnliches Geburtstagsgeschenk, versehen mit einer violettfarbenen Schleife – die zehnjährige Hetty »Handful«, die ihr als Dienstmädchen zur Seite stehen soll. Dass Sarah dem schwarzen Mädchen allerdings das Lesen beibringt, hatten ihre Eltern nicht erwartet. Und dass sowohl Sarah als auch Hetty sich befreien wollen aus den Zwängen ihrer Zeit, natürlich auch nicht. Doch Sarah ahnt: Auf sie wartet eine besondere Aufgabe im Leben. Obwohl sie eine Frau ist. Handful ihrerseits sehnt sich nach einem Stück Freiheit. Denn sie weiß aus den märchenhaften Geschichten ihrer Mutter: Einst haben alle Menschen Flügel gehabt …

Sue Monk Kidd (Autorin)

Sue Monk Kidd hatte sich in den USA bereits mit dem Schreiben von Biografien einen Namen gemacht, ehe „Die Bienenhüterin“ erst zum Geheimtipp, dann zum großen internationalen Bestseller wurde, der sich allein in den USA über 6 Millionen Mal verkaufte und in England für den renommierten Orange Prize nominiert war. Auch „Die Meerfrau“ stand monatelang auf den Bestsellerlisten. Ihr lange erwarteter neuer Roman "Die Erfindung der Flügel" sorgte in den USA gleich nach Erscheinen für großes Aufsehen und stieg auf Platz 1 der New-York-Times-Bestsellerliste ein. Die Filmrechte hat sich Oprah Winfrey gesichert. Sue Monk Kidd lebt mit ihrer Familie in South Carolina.

Aus dem Amerikanischen von Astrid Mania
Originaltitel: The Invention of Wings
Originalverlag: Viking

Taschenbuch, Broschur, 496 Seiten, 11,8 x 18,7 cm

ISBN: 978-3-442-71467-4

ca. € 9,99 [D] | ca. € 10,30 [A] | ca. CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: btb

DEMNÄCHST
Erscheint: 13.03.2017

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Außergewöhnliches Südstaatenportrait

Von: Fragmentage Datum: 24.01.2016

fragmentage.blogspot.com

Charleston, um 1800: Sarah Grimké wächst als mittlere Tochter eines angesehenen Plantagenbesitzers in einem großen Stadthaushalt auf. Zu ihrem 11. Geburtstag bekommt sie von ihrer Mutter das Sklavenmädchen "Handful" geschenkt, die ihr von nun an als persönliche Zofe dienen soll. Sarah, die seit einem traumatisierenden Erlebnis die Sklaverei strikt ablehnt, rebelliert zunächst gegen das Geschenk und sucht, als das nichts nützt, die Freundschaft zu Handful. Eine schwierige, gefährliche Beziehung entsteht zwischen den beiden und über die Jahre stoßen sie immer wieder an die Grenzen der Gesellschaft in der sie leben. Eine Schlüsselszene ist, als Handful eines Tages feststellt, dass ihr Körper zwar versklavt sei, ihre Gedanken jedoch frei, während es für Sarah genau umgekehrt ist.

“My body might be a slave, but not my mind. For you, it's the other way round.”
― Sue Monk Kidd, The Invention of Wings


Ich kann gar nicht beschreiben, wie sehr mich dieses Buch berührt hat. Auch das frühere Werk der Autorin "Die Bienenhüterin" habe ich verschlungen und mit 5 Sternen bewertet, aber mit diesem hat mich Sue Monk Kidd noch mehr überzeugt. Über ein halbes Jahrhundert spannt sie die Lebensgeschichten von Sarah und Handful, jeweils aus der einen oder anderen Erzählperspektive, die, obwohl sie untrennbar miteinander verwoben sind, nicht unterschiedlicher sein könnten. Mitunter sehr schwer auszuhalten sind die bildhaften Schilderungen der Grauen der Sklaverei, aber die Autorin schafft es, über ihre starken Heldinnen immer ein bisschen Hoffnung zu transportieren. Sehr spannend fand ich auch den historischen Hintergrund zur Person Sarah Grimké. Das machte den Roman für mich noch authentischer und Lust darauf, ihre eigenen Publikationen auch einmal zu lesen. "The Invention of Wings" ist kein romantischer Südstaatenroman - Bälle und Empfänge bleiben außen vor - sondern eine realistische Annäherung daran, wie das Leben von Frauen in dieser Zeit ausgesehen haben könnte.

Bewegend, authenthisch und erschreckend zugleich

Von: Marie Datum: 03.10.2015

buchgedanken.blogspot.de/

Die elfjährige Sarah, wohlbehütete Tochter reicher Gutsbesitzer, erhält in Charleston ein ungewöhnliches Geburtstagsgeschenk – die zehnjährige Hetty »Handful«, die ihr als Dienstmädchen zur Seite stehen soll. Dass Sarah dem schwarzen Mädchen allerdings das Lesen beibringt, hatten ihre Eltern nicht erwartet. Und dass sowohl Sarah als auch Hetty sich befreien wollen aus den Zwängen ihrer Zeit, natürlich auch nicht. Doch Sarah ahnt: Auf sie wartet eine besondere Aufgabe im Leben. Obwohl sie eine Frau ist. Handful ihrerseits sehnt sich nach einem Stück Freiheit. Denn sie weiß aus den märchenhaften Geschichten ihrer Mutter: Einst haben alle Menschen Flügel gehabt …

"Mein Körper mag ein Sklave sein, aber nicht mein Geist. Bei dir ist es umgekehrt..." [S. 285]

Manche Geschichten sind die Farbe in einer Welt aus Schwarz und Weiß. "Die Erfindung der Flügel" ist eine von ihnen. Auf einer wahren Begebenheit beruhend erzählt Sue Monk Kidd eine eindringliche wie leidenschaftliche Geschichte über die Sklaverei und die eingeschränkten Verhältnisse der Frau im 19. Jahrhundert aus der Sicht von Sarah Grimké und Hetty, einem weißen wohlbehüteten Mädchen aus gutem Hause und ihrer Sklavin. Zwischen den beiden webt sich langsam das Band einer ungewöhnlichen Freundschaft, die über Hautfarbe, Stand und Entfernung weit hinausgeht, doch es geht nicht hauptsächlich um diese Freundschaft. Vielmehr ist die ganz leicht in den Hintergrund verwebt, immer präsent, aber nie offensichtlich. Vor allen Dingen geht es um Sarahs Kampf um die Gleichberechtigung der Menschen und Hettys Wunsch nach Freiheit. Mit leisen Tönen und viel Gefühl erzählen beiden Figuren ihre Geschichte, in der es nicht immer so läuft, wie man es sich wünschen würde.

Ein besonders prägnantes Merkmal dieses außergewöhnlichen historischen Romans ist die Authentizität und die Atmosphäre, die sich durch das ganze Buch zieht. Zuerst die sehr sklavenfeindliche Stimmung im Süden der Plantagenbesitzer und schließlich Sarahs Reise zu sich selbst, die sie in den Norden und zu den verschiedensten Personen führt. Ohnehin sind die Figuren des Romans allesamt facettenreich und interessant. Da sind einmal die Sklaven, wie Hetty oder Aunt-Sister, Goodis oder Sky und dann sind da die gut betuchten "Weißen", wie Sarahs Mutter - die Missus -, Sarahs Vater, ihre Geschwister und schließlich auch die Männer, die sie kennenlernt und ihr nicht nur einmal das Herz brechen. Protagonistin Sarah ist eine starke Persönlichkeit, auch wenn sie das erst im Laufe der Geschichte richtig zu verstehen weiß. In der Realität ist sie eine der ersten Frauen, die sich für die Frauen- und Sklavenrechte eingesetzt hat. Hetty hingegen ist eine weitesgehend erfundene Figur, die sich aber ebenso sinnvoll in die Geschichte einfügt wie alle anderen Figuren. Sie ist stark, mutig und kämpft um ihre Ideale und Träume. Abwechselnd ist das Buch aus Hettys und Sarahs Sicht geschrieben.

"Im Herzen aller unsäglichen Dinge haust ein abscheuliches Schweigen und auch ich hatte mir dieses zu eigen gemacht." [S. 138]

Die Geschichte hat dann und wann kleine Längen, auch wenn die einfach zu den eher leiseren Tönen des Buches passen. Die Ereignisse entwickeln sich schließlich nur langsam und verfolgen Hetty und Sarah ihr ganzes Leben lang. Der Einblick, den man in das Leben im 19. Jahrhundert werfen kann ist faszinierend wie schockierend, gerade für die Sklaven, aber auch für die Frau, die vor allen Dingen durch moralische Gesetze eingeschränkt wird und sich - ohne diese einzuhalten - kaum bis gar nicht in der Gesellschaft eingliedern kann. Das Ende des Buches ist nicht nur sehr schön, sondern beinhaltet zudem ein paar Anmerkungen der Autorin, in denen sie auf die geschichtliche Figur der Sarah Grimké und ihrer Schwester Angelina (die auch im Buch eine tragende Rolle spielt) eingeht und diese näher beleuchtet. Wie wahnsinnig interessant und traurig es beispielsweise ist, dass die beiden Frauenrechtlerinnen weitesgehend unbekannt sind, obwohl sie einen so großen Beitrag geleistet haben, da die Geschichtsschreibungen Frauenrollen meistens nicht erwähnen oder streichen. Wie schön, dass "Die Erfindung der Flügel" das geändert hat. Ein Roman, der tief berührt, realistisch erzählt ist, Einblicke in die Rolle der Sklaven und der Frau im 19. Jahrhundert gibt und vor allen Dingen eine facettenreiche Geschichte erzählt, die auf wahren Ereignissen beruht.

Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Eigentlich sollte der Titel des Buches lauten: Die Entdeckung der Flügel, denn die Flügel waren immer da. Oft sieht man sie nur nicht.

Von: Heike aus Kölliken Datum: 18.01.2015

Buchhandlung: Suter Erlesen

Sarah und Angelina Grimké lebten tatsächlich und setzten sich vor fast zweihundert Jahren gegen die Sklaverei in Amerika ein.
Dieses Buch zeigt voller Liebe und Wärme, wie Frauen in dieser Zeit ihren Weg machten, wie sie kämpfen, gegen Widersacher in ihrer eigenen Familie antreten und ihre Sache schließlich verfechten, auch wenn sie auf ihr eigenes Lebensglück verzichten mussten.
Beim Lesen musste ich hier und da schon mal eine Träne zerdrücken. Unvorstellbar, was Menschen Menschen antun können!
Von der ersten bis zur letzten Seite ein kraftvolles eindrückliches Leseerlebnis, das ich jedem Leser ans Herz legen kann.

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