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Die Erfindung der Flügel Roman

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Taschenbuch, Broschur ISBN: 978-3-442-71467-4

Erschienen: 13.03.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

Bestseller Platz 37
Spiegel Taschenbuch Belletristik

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Die elfjährige Sarah, wohlbehütete Tochter reicher Gutsbesitzer, erhält in Charleston ein ungewöhnliches Geburtstagsgeschenk, versehen mit einer violettfarbenen Schleife – die zehnjährige Hetty »Handful«, die ihr als Dienstmädchen zur Seite stehen soll. Dass Sarah dem schwarzen Mädchen allerdings das Lesen beibringt, hatten ihre Eltern nicht erwartet. Und dass sowohl Sarah als auch Hetty sich befreien wollen aus den Zwängen ihrer Zeit, natürlich auch nicht. Doch Sarah ahnt: Auf sie wartet eine besondere Aufgabe im Leben. Obwohl sie eine Frau ist. Handful ihrerseits sehnt sich nach einem Stück Freiheit. Denn sie weiß aus den märchenhaften Geschichten ihrer Mutter: Einst haben alle Menschen Flügel gehabt …

Sue Monk Kidd (Autorin)

Sue Monk Kidd hatte sich in den USA bereits mit dem Schreiben von Biografien einen Namen gemacht, ehe „Die Bienenhüterin“ erst zum Geheimtipp, dann zum großen internationalen Bestseller wurde, der sich allein in den USA über 6 Millionen Mal verkaufte und in England für den renommierten Orange Prize nominiert war. Auch „Die Meerfrau“ stand monatelang auf den Bestsellerlisten. Ihr lange erwarteter neuer Roman "Die Erfindung der Flügel" sorgte in den USA gleich nach Erscheinen für großes Aufsehen und stieg auf Platz 1 der New-York-Times-Bestsellerliste ein. Die Filmrechte hat sich Oprah Winfrey gesichert. Sue Monk Kidd lebt mit ihrer Familie in South Carolina.

Aus dem Amerikanischen von Astrid Mania
Originaltitel: The Invention of Wings
Originalverlag: Viking

Taschenbuch, Broschur, 496 Seiten, 11,8 x 18,7 cm, 1 s/w Abbildung

ISBN: 978-3-442-71467-4

€ 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: btb

Erschienen: 13.03.2017

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Gelungene Mischung aus Biographie und Fiktion über eine starke Frau, die sich für die Anti-Sklavereibewegung stark gemacht hat.

Von: schnäppchenjägerin Datum: 24.06.2017

erdbeersekt-testet.blogspot.de/

Sarah Grimké, Tochter eines Plantagenbesitzers in den Südstaaten der USA, bekommt zu ihrem elften Geburtstag im Jahr 1803 eine fast gleichaltrige Sklavin als Kammerzofe geschenkt. Sie möchte dieses Privileg gar nicht haben, kann sich aber aufgrund ihres Standes nicht dagegen wehren und beschließt, dieser eines Tages die Freiheit zu schenken. Hetty "Handful" schläft von nun an vor der Tür von Sarahs Zimmer, die ihr verbotenerweise das Lesen und Schreiben beibringt, bis ihr selbst die Bücher aus der Bibliothek des Vaters verboten werden.
Handful ist die Tochter einer Näherin im Haushalt der Grimkés, die mit Tricks klammheimlich gegen das Sklaventum aufbegehrt. Handful lernt von ihrer Mutter und erhält von Sarah Passierscheine, so dass sie den Hof verlassen kann und, nachdem ihre Mutter fliehen konnte, an Treffen von aufständischen Sklaven teilnehmen kann und diese unterstützt.

Sarah träumt seit ihrer Kindheit davon, wie ihr ältere Bruder Thomas Rechtsanwalt zu werden und äußert sich schon früh kritisch gegen die Sklavenhaltung. Gerade von ihrem Vater wird sie für ihr Engagement als Frau nur belächelt. Sie begleitet ihn, als ihm wegen einer Lungenerkrankung ein Aufenthalt im Nordern der USA empfohlen wird.
Als Sarah nach seinem Tod allein auf der Rückreise nach Charleston ist, lernt sie auf dem Schiff den Quäkerprediger Israel kennen. Sie fühlt sich zu dem verheirateten Mann hingezogen, der ihr ein Buch über die Quäkerbewegung schenkt.
Zurück bei ihrer Mutter ist sie erschrocken darüber, wie es Handful ohne sie ergangen ist. Nach einer Bestrafung ist sie körperlich massiv gezeichnet und muss am Stock gehen.
Sarah schafft es lange nicht, in Briefkontakt mit Israel zu treten, fühlt sich aber berufen, selbst Predigerin zu werden.
1827 schreibt sie einen Brief an Handful

"Nun drängt es mich, Predigerin bei den Quäkern zu werden. Dies wird mir zumindest einen Weg aufzeigen, das zu tun, was ich an meinem elften Geburtstag versucht habe, als Du mir so grausam übereignet wurdest. Es wird mir gestatten, alle, die es hören wollen, zu sagen, dass ich so etwas nicht hinnehmen kann, dass wir die Sklaverei nicht hinnehmen dürfen, dass sie ein Ende haben muss. Dafür bin ich geboren - nicht für das Amt der Predigerin, auch nicht für das Rechtswesen, sondern für die Abschaffung der Sklaverei."

Als Israels Frau verstorben ist, zieht Sarah in seinen Haushalt, um die Kinder zu unterrichten. Aufgrund Israels Schwester Catherine und der streng gläubigen Gemeinde der Quäker hat ihre Liebe aber trotz der räumlichen Nähe keine Chance. Später lehnt sie einen Heiratsantrag von Israel ab, um sich ganz für ihre Ideale einzusetzen. Zusammen mit ihrer kleinen Schwester Nina engagiert sie sich für die Abschaffung der Sklaverei und geht sogar noch einen Schritt weiter, für die Gleichstellung der Sklaven und der Frauen mit den Männern. Sie nimmt dafür in Kauf, dass sie nie eine eigene Familie gründen kann und auch aus ihrem Heimatort Charleston verstoßen wird. Die Bewegung ist allerdings nicht aufzuhalten. Bei öffentlichen Auftritten, zunächst in Krichen, später unter freiem Himmel, haben die beiden Schwestern bei ihren Reden einen massiven Zulauf von Frauen und dann selbst von Männern.

Der Roman "Die Erfindung der Flügel" handelt von zwei Schwestern, die tatsächlich im 19. Jahrhundert existierten. Die Grimké-Schwestern, Sarah und Nina, lebten in Charleston im Bundesstaat South Carolina und waren die ersten offiziellen Rednerinnen der Anti-Sklaverei-Bewegung und zählten in den USA in den 1830er-Jahren zu den bedeutendsten Frauenrechtlerinnen.

Es ist eine Biographie, die nicht nur die Geschichte von Sarah Grimké im Zeitraum von 1803 bis 1838 erzählt, sondern auch die Situation der schwarzen Sklaven in den Südstaaten der USA und die ungerechte Ausbeutung und Herabwertung vermeintlich minderwertiger Menschen sehr eindrucksvoll verschreibt.

Als Roman werden die Lebensgeschichten von Sarah und Handful verknüpft und jeweils abwechselnd aus deren Sicht erzählt, wobei Handful eine fiktive Figur ist, die die Autorin bewusst gewählt hat, um die Situation der Sklaven noch lebensnaher und brutaler darzustellen.

"Die Erfindung der Flügel" ist eine gelungene Mischung aus Biographie und Fiktion und in Bezug auf die Anti-Sklavereibewegung sehr lehrreich. In dem Buch werden zwei (nimmt man Sarahs zwölf Jahre jüngere Schwester Angelina, "Nina", noch dazu, drei) starke Frauen porträtiert, die sich allen Widrigkeiten zum Trotz für ihre Ideale einsetzen und für ihre persönliche Freiheit, aber auch für eine ganze Freiheitsbewegung einsetzen und Vorbildcharakter haben.

Als (Unterhaltungs-)roman fand ich es schade, dass der Roman bereits im Jahr 1838 endete und nicht noch bis zum Tod von Sarah weitererzählt wurde. Im Gegensatz zu Handful fehlte mir bei ihr ein Abschluss ihrer Geschichte, die dann aber zumindest im Nachwort von Sue Monk Kidd nachzulesen ist

Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Ein Stück Geschichte

Von: Lesefantasie Datum: 06.12.2016

https://lesefantasie.wordpress.com/

Handlung:
Die elfjährige Sarah und die zehnjährige Handful, genannt Hetty, sind zwei
unterschiedliche Mädchen.
Vor allem unterscheiden sie sich in der Hautfarbe.
Und genau das macht die schwarze Handful zur Sklavin.
Und zum allen übel bekommt Sahra Handful an ihren elften Geburtstag geschenkt.
Doch sie hält nichts von der Sklaverei und möchte ihr am liebsten die Freiheit schenken, dagegen sind aber ihre Eltern.
Sarah freundet sich mit Handfull an und um für Handful irgendetwas zu tun, bringt sie ihr das Lesen und Schreiben bei, was ein sehr großes Vergehen in der Zeit damals war.
Denn das war gegen das Gesetz und wurde hart bestraft.
Zu diesem Zeitpunkt träumt Sarah davon etwas zu bewirken, etwas zu verändern.
Deswegen möchte sie auch Anwältin werden und gegen die Sklaverei vorgehen. Doch die Träume werden schnell zerstört, denn als Frau hatte man
in der damaligen Zeit nicht zu sagen.
Und Handful? Sie träumt frei zu sein, frei sein wie die Vögel, denn einst sollen Menschen Flügel gehabt haben.

Meinung:
Das Buch habe ich durch einen Zufall beim stöbern gefunden und durch den Titel wurde ich magisch angezogen. Ich wollte genaueres Wissen und habe mir den Klappentext durchgelesen.
Von da an stand für mich fest, ich muss das Buch lesen.
Weswegen ich den Versuch startete und beim Bloggerportal meine Anfrage sendete.
Und ich hatte Glück, denn das Buch ist ja schon etwas länger auf dem Markt erhältlich.
Ich freue mich immer noch wahnsinnig, dieses Buch gelesen zu haben, denn
es ist einfach nur großartig.
Es erzählt die Geschichte von der Sklavin Handful und Sarah aus der Ich-Perspektive.
So war ich gleich am Anfang in der Geschichte involviert und
war auch ebenso gefesselt von ihr.
Doch an manchen Stellen musste ich schlucken. Denn es geht hier um die Sklaverei und ich weiß das es in der damaligen Zeit nicht einfach war, es aber zu lesen war für mich real geworden. Bis jetzt habe ich mich nicht richtig mit der Geschichte befasst aber seit dem Buch bin ich Neugierig, denn ich habe noch die Anmerkung der Autorin gelesen und einiges ist auf einer wahren Begebenheit. Denn Sahra Grimkè hat es wirklich gegeben.
Es ist aber wie gesagt nur einiges wahr und vieles auch fiktiv, da die Autorin die Geschichte aus ihrer Perspektive schreiben wollte und ich muss sagen es ist gelungen.
Handful und Sarah sind mir Beide sehr sympathisch, ich konnte ihren Standpunkt nachvollziehen und die Mutter von Handful ist mir Seite für Seite immer mehr ans Herz gewachsen. Manchmal musste ich auch Lächeln, denn Charlotte, Handfuls Mutter, hat
es faustdick hinter den Ohren.
Die Veränderung der Hauptprotagonisten, konnte ich Schritt für Schritt verfolgen, dass fand ich auch sehr gut.
Und Nina, die Schwester von Sarah, darf ich auch nicht unerwähnt lassen, denn die Beiden waren ein eingespieltes Team.
Auch muss ich sagen, dass es an manchen Stellen spannend war, denn man wusste nicht was Charlotte wieder ausheckte oder was die Besitzer sich für Strafen ausdachten oder was mit dem Aufstand der Sklaven passiert. Ich habe richtig mitfiebern können während des Lesens und auch ein wenig über die Geschichte der Sklaverei erfahren.

Fazit:
Ich kann nur eines zu dem Buch sagen: Lesen! Denn es ist einfühlsam, spannend und es erzählt ein Stück Geschichte. Ich kann es nur weiterempfehlen.

Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Eigentlich sollte der Titel des Buches lauten: Die Entdeckung der Flügel, denn die Flügel waren immer da. Oft sieht man sie nur nicht.

Von: Heike aus Kölliken Datum: 18.01.2015

Buchhandlung: Suter Erlesen

Sarah und Angelina Grimké lebten tatsächlich und setzten sich vor fast zweihundert Jahren gegen die Sklaverei in Amerika ein.
Dieses Buch zeigt voller Liebe und Wärme, wie Frauen in dieser Zeit ihren Weg machten, wie sie kämpfen, gegen Widersacher in ihrer eigenen Familie antreten und ihre Sache schließlich verfechten, auch wenn sie auf ihr eigenes Lebensglück verzichten mussten.
Beim Lesen musste ich hier und da schon mal eine Träne zerdrücken. Unvorstellbar, was Menschen Menschen antun können!
Von der ersten bis zur letzten Seite ein kraftvolles eindrückliches Leseerlebnis, das ich jedem Leser ans Herz legen kann.

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