Die Geschichte einer anständigen Familie

Roman

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Die Geschichte einer anständigen Familie
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Italien in den Achtzigerjahren. Maria wächst in den Gassen der Altstadt von Bari heran – in einer Welt, die noch geprägt ist von Traditionen und den strengen Regeln innerhalb der Familie. Aber Maria hat einen unbändigen Freiheitswillen und lehnt sich auf: gegen den tyrannischen Vater, den groben Bruder, die Rolle als folgsames Mädchen. Ihr einziger Verbündeter ist Michele, Sohn einer verachteten Familie in der Stadt und Außenseiter wie sie. Doch durch ein tragisches Ereignis werden die beiden gezwungen, getrennte Wege zu gehen. Bis sie sich einige Jahre später wiedersehen – und Maria einen kühnen Entschluss fasst ...

  • Eine Freundschaft gegen alle Widerstände. Eine Liebe so tief wie das Meer.

  • In der Altstadt von Bari verläuft das Leben nach strengen Regeln. Doch Maria kämpft für ihre Freiheit und ihr Glück.

  • Der Roman wird für das italienische Fernsehen verfilmt.

»Das italienische Literaturwunder, das die ganze Welt erobert hat.«

Elle

Aus dem Italienischen von Christiane Burkhardt
Originaltitel: Storia di una famiglia perbene
Originalverlag: Newton Compton
Taschenbuch, Klappenbroschur, 352 Seiten, 12,5 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-442-49195-7
Erscheint am 19. Juli 2021

Leserstimmen

Eine schwierige Kindheit im Süditalien der 80er

Von: NerdLounge_at

18.04.2020

Maria de Santis wächst im süditalienischen Bari in den 80ern auf. In einer sehr konservativen, patriarchalisch strukturierten Familie. Ihr Vater hat das Sagen, seine Wutausbrüche sind für die Familie, vor allem Maria, nur schwer auszuhalten. Sie wird „malacarne“ (Teufelsbraten) genannt und hat von Anfang an das Gefühl nicht in diese Familie und nicht in dieses Viertel zu passen. „Und dann war da noch ich, Maria Malacarne. Ich war weder Fleisch noch Fisch - vielleicht war das mit ein Grund, weshalb die anderen mich fürchteten und gleichzeitig hassten. Ich stellte ihre Hackordnung infrage, brachte die Hierarchie völlig durcheinander.“ (S170). Fazit: Das Buch mag etwas an Elena Ferrantes „meine geniale Freundin“ erinnern, mir persönlich hat es aber deutlich besser gefallen. Das Destruktive ist hier die Engstirnigkeit der Gesellschaft, vor allem des Vaters, seine Wut und seine Stimmungsschwankungen, der alle ausgesetzt sind. Ich konnte Maria unglaublich gut verstehen, sie ist eine tolle, wunderbar nicht perfekte Protagonistin auf der Suche nach sich selbst. Die konservative Art der Menschen lässt Anfangs vermuten, wir befinden uns früher in der Zeit, den 60ern vielleicht. Maria ist nicht sehr viel älter als ich, für mich ist die Vorstellung einer solchen Familie und in diesem Viertel aber kaum möglich, davon abgesehen konnte ich mich unglaublich gut mit ihr identifizieren. Der Stil der Autorin gefällt mir, ich hab mich selbst als Teil der Geschichte gefühlt und das Ende hat mich doch etwas überrascht! Allerdings habe ich lange gebraucht, um in die Geschichte reinzukommen, deswegen der Abzug. 3,5/5🌟

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Maria

Von: Kristall86 aus An der Nordseeküste

08.02.2020

Wir befinden uns in den 1980er Jahren in Italien. Maria erlebt ihre Kindheit in der Altstadt von Bari. Die Zeit ist rau, dunkel und schmeckt bitter. Auch Maria spürt das. In ihrer Familie werden die Traditionen groß geschrieben, was ihr Vater und auch ihr Bruder sehr deutlich machen. Maria ist aber eigenwillig und hat einen Freiheitswillen der den beiden Herren bald ein Dorn im Auge sein wird. Ihr Kumpel Michele ist genau wie sie ein Aussenseiter. Wird Maria ihren Drang erfüllen können? Rosa Ventrella hat „Die Geschichte einer anständigen Familie“ verfasst und wer Elena Ferrante gelesen hat, wird sehr schnell feststellen, dass nicht nur der Titel sondern auch das Cover sehr an ihre Geschichte erinnert. Der Verlag wirbt auch mit den Worten „Für alle Leser/-innen von Elena Ferrante“....Tja....was soll ich dazu sagen?! Der Vergleich hinkt gewaltig. Ventrella ist nicht Ferrante und die Story wirkt irgendwie abgekupfert, wie ein billige Kopie was mir keine Lesefreude bereitet hat. Ventrella überfordert den Leser zu Beginn mit unsagbar vielen Personen das einem nur so der Kopf schwirrt. Leider gibt es kein Personenverzeichnis in diesem Buch. Und wenn man sich dann durch den recht verschachtelten Schreibstil der Autorin gewurschtelt hat, merkt man schnell, dass ihre Protagonistin Maria nicht gerade mit viel Gefühl und Emotionen bedacht wurde. Wir dürfen 10 Jahre von Marias Leben lesen aber richtig warm wurde ich mit ihr leider nicht. Die ganzen Geschehnisse und Gegebenheiten erinnern wirklich zu stark an Ferrante und wer die Bücher gelesen hat, merkt schnell, dass Ventrella kein bisschen an die Meisterin der italienischen Gegenwartsliteratur herankommt. Ich muss gestehen, dass mich die vielen Ähnlichkeiten sehr gestört haben, denn man vergleicht immer und immer wieder. Natürlich ist es spannend mit Maria den Kampf ihres Lebens zu erleben. Hier kam wenigstens ein wenig Spannung auf aber dennoch entwickelte die Geschichte für mich keinen Sog. Ventrella versucht bildhaft zu beschreiben, verstrickt sich aber oft in verkrampften Sätzen. Es kommt kein richtiger Lesefluss auf und das macht das lesen nicht gerade leichter. Ich denke Ventrella hat viel Potential aber sie hat sich eine zu große Nummer in der Literatur als Vorbild genommen. Hätte sie ihren eigenen Stiefel geschrieben, wäre dass sicher glanzvoller und eleganter gewesen als diese Geschichte hier. Leider kann ich hier nur 2 von 5 Sternen vergeben.

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Vita

Rosa Ventrella ist im Hauptberuf Lehrerin und lebt mit ihrer Familie in Cremona. Sie stammt ursprünglich aus Bari und ist dort in den Achtzigerjahren aufgewachsen wie die Protagonistin ihres Romans »Die Geschichte einer anständigen Familie«. Weitere Romane der Autorin sind bei Goldmann in Vorbereitung.

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Christiane Burkhardt

Christiane Burkhardt lebt und arbeitet in München. Sie übersetzt aus dem Italienischen, Niederländischen und Englischen und hat neben den Werken von Paolo Cognetti u. a. Romane von Fabio Geda, Domenico Starnone, Wytske Versteeg und Pieter Webeling ins Deutsche gebracht. Darüber hinaus unterrichtet sie literarisches Übersetzen.

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Pressestimmen

»Dass dieser Roman in Italien zum Bestseller wurde, erstaunt nicht.«

freundin (16. Oktober 2019)

»Eindrücklich und poetisch beschreibt Autorin Rosa Ventrella, welche Wirkung enge, traditionelle Denkmuster auf freiheitsliebende Menschen haben.«

DONNA (20. September 2019)

»Ein mitreißendes, ehrliches Epos über den Mut der Frauen, die Macht der Familien und die rettende Kraft der Liebe.«

FÜR SIE (07. Oktober 2019)