Die Telefonistin – Mrs. Dalton hört mit

Roman

Taschenbuch
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USA 1950: Eine Kleinstadt, eine neugierige Telefonistin und ein unerhörtes Gerücht, das ihre ganze Welt verändert

Niemand kennt die Einwohner einer beschaulichen Kleinstadt in Ohio so gut wie Telefonistin Vivian Dalton. Sie verbindet Telefonleitungen und Leben. Zuhören darf sie zwar streng genommen nicht, doch sie tut es trotzdem. Eines Nachts belauscht sie ein Gespräch und erfährt, dass ihr Mann angeblich mit einer weiteren Frau verheiratet sein soll. Empört will Vivian beweisen, dass an diesem Gerücht nichts dran ist – das wäre ja ein Skandal! Schon bald merkt sie aber, dass in einer Kleinstadt immer ein Geheimnis zum nächsten führt …

  • USA 1950: Eine Kleinstadt, eine neugierige Telefonistin und ein unerhörtes Gerücht, das ihre ganze Welt verändert

  • Inspiriert vom Leben ihrer Großmutter schreibt Gretchen Berg einen Roman voll 1950er-Jahre-Flair, Petticoats, knallrotem Lippenstift und pikanter Skandale

  • Für Fans von The Marvelous Mrs. Maisel, Ku´damm 56 und Cable Girls


Aus dem Amerikanischen von Janine Malz
Originaltitel: The Operator
Originalverlag: William Morrow
Taschenbuch, Klappenbroschur, 400 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-453-29235-2
Erschienen am  11. Mai 2020
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Dieses Buch spielt in: Wooster, Ohio, Vereinigte Staaten von Amerika

Leserstimmen

Amüsant, charmant, mit viel Zeitkolorit

Von: artWORDising Diana Wieser

14.09.2020

Witzig und mit Retro-Charme: Wir schreiben das Jahr 1952 in der Kleinstadt Wooster in Ohio. In der Kleinstadt geht es recht beschaulich zu, doch über den Klatsch und Tratsch ist eine Person bestens informiert – Vivian Dalton. Als Telefonistin hört sie öfters mal ein Telefongespräch mit an, obwohl dies eigentlich verboten ist. So rühmt sich Vivian einer großen Menschenkenntnis, auch wenn diese hauptsächlich auf Lauschen basiert. Am liebsten würde sie sich in die Telefongespräche verbal einklinken, um Paare zusammenzuführen oder Unstimmigkeiten zu schlichten. Mit ihrem Mann Edward und ihrer 15-jährigen Tochter Charlotte führt sie ein ruhiges Leben. Insgeheim hofft sie sogar auf einen handfesten Skandal in Wooster. Ihr Wunsch geht in Erfüllung. Dumm nur, dass sie selbst Gegenstand des Skandals ist! Die Telefonistin belauscht einen Anruf, in dem angedeutet wird, dass ihr Ehemann bereits mit einer anderen verheiratet sei. Vivian Dalton als Opfer eines Bigamisten? Das kann und darf nicht sein! Nach der ersten Demütigung macht sich Vivian auf, selbst Recherchen anzustellen. Denn eines hat sie durch ihren Beruf gelernt: Wissen ist Macht! Zu dumm, dass sie es bislang nie eingesetzt hat. Neben dem Skandal um Vivian Daltons scheinbar ungültige Ehe, ereignet sich ein weiterer Skandal in Wooster. Flora Parker, Angestellte der örtlichen Kreditanstalt, hat gemeinsam mit ihrem Arbeitskollegen Gilbert Ogden 250.000 Dollar veruntreut und ist mit diesem auf und davon. Woraufhin ihr gehörnter Ehemann mit gezogener Waffe wutentbrannt aus dem Haus gestürmt ist und seitdem nicht mehr gesehen wurde. Plötzlich kommen überall lang gehütete Geheimnisse ans Tageslicht. Fest steht: Wooster ist längst nicht so brav und sauber, wie es den Anschein erweckt. Gretchen Berg hat einen amüsanten Roman mit viel Zeitkolorit geschrieben. Männer spielen in dem Plot eine untergeordnete Rolle. Kommunikation scheint zwischen den Geschlechtern praktisch gar nicht stattzufinden, was mitunter sehr irritiert, da sich manches Missverständnis dadurch leichter hätte aufklären lassen. Doch der Fokus liegt ganz auf den Frauen. So ist der Roman auch ein Roman über die Stellung der Frau in der damaligen Zeit und erste Ausbruchversuche aus alten Rollenklischees. Vivian gerät öfters mit ihrer Tochter Charlotte aneinander, die ihre Nase ständig in Bücher steckt. Sie ist ihrer Mutter, die als mittleres von fünf Kindern nach der Weltwirtschaftskrise die Schule abbrechen musste, intellektuell überlegen. Mrs. Daltons mangelnde Fremdwörterkenntnisse werden zum Running Gag des Buches. So zerreißt Vivian Dalton wutentbrannt eine Schul-Ausgabe von „Der Mythos des Sisyphos“, in der irrigen Annahme, es handele sich dabei um Syphilis und Pornografie! Ernste Reibereien gibt es aber vor allem mit Betty Miller, Bürgermeistertochter und angesehenes Gemeindemitglied, die das Gerücht um Vivians Ehemann lautstark hinausposaunt. Neid spiel hier eine Rolle, ebenso wie bei Vivians älterer Schwester Vera, die stets hinter ihrer schöneren Schwester zurückstecken musste. So macht der Roman auch deutlich, warum die Frauen so gerne mit dem Finger auf andere zeigen und Wooster einem Raubtierkäfig an weiblichen Sticheleien ähnelt. Betty Miller zieht aus dem ständigen Vergleich mit anderen die überhebliche Gewissheit „im Leben alles richtig gemacht zu haben.“ Finanziell abhängig und eingeengt durch strenge Moralvorstellungen sind gutes Aussehen, Mutterschaft sowie ein guter Ruf oft alles, was den Frauen bleibt. Doch es gibt Zeichen des Wandels. Die kluge Flora Parker hat eine ganze Kreditanstalt über den Tisch gezogen. Zum ersten Mal möchte eine Frau als Bürgermeisterin kandidieren. Manche Ehefrau entdeckt, dass es nie zu spät ist, den Highschool Abschluss nachzuholen. Fazit: Die Telefonistin ist ein amüsantes, charmantes Buch über die 50er Jahre mit viel Zeitkolorit, das insbesondere in der zweiten Hälfte auch kriminalistische Züge trägt. Geballte Aktion dürfen Leser hier natürlich nicht erwarten, alles folgt dem Gang, welcher der damaligen Zeit jenseits von Internet und Direktwahltelefon entspricht. Angelehnt ist der Plot an die Geschichte von Gretchen Bergs Großmutter, die einmal als Telefonistin gearbeitet hat. Ihr Roman ist eine Geschichte über Frauen, ihre Wünsche, ihre Macken. Und er gibt Einblick in die Welt eines vergessenen, faszinierenden Berufes. Big Brother is watching you? Von wegen! Es ist die Telefonistin.

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naja

Von: Gudrun Schmitt

10.08.2020

Ich war von diesem Buch sehr enttäuscht ich kam ganz schlecht in die Geschichte rein und statt lustig wie ich es erwartet habe war es für mich nur langweilig die Geschichte zog sich wie ein Kaugummi

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Vita

Gretchen Berg wurde an der Ostküste der USA geboren und wuchs im Mittleren Westen auf. Sie lehrte Englisch in Südkorea und im Nordirak und bereiste alle sieben Kontinente. Heute lebt sie in Chicago, Illinois. Ihr Debutroman »Die Telefonistin. Mrs. Dalton hört mit« ist inspiriert von der Geschichte ihrer Großmutter, die in den 1950er-Jahren in einer Telefonvermittlung arbeitete.

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