Flavia de Luce 8 - Mord ist nicht das letzte Wort

Roman

Taschenbuch
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Einer gibt den Löffel ab – und Flavia ermittelt wieder!

Endlich kehrt Flavia vom Internat in Kanada zurück nach Buckshaw, nur um dort zu erfahren, dass ihr Vater im Krankenhaus liegt und keinen Besuch empfangen darf. Um ihren boshaften Schwestern zu entkommen, schwingt Flavia sich auf ihr Fahrrad: Sie soll für die Frau des Pfarrers eine Nachricht an den abgeschieden lebenden Holzbildhauer Mr. Sambridge überbringen. Doch niemand öffnet. Neugierig betritt Flavia die Hütte und ist überrascht, einen Stapel Kinderbücher im Zuhause des ruppigen Junggesellen zu entdecken. Und noch ein unerwarteter Fund steht Flavia bevor – denn an der Schlafzimmertür hängt, kopfüber gekreuzigt, der tote Mr. Sambridge …


ERSTMALS IM TASCHENBUCH
Aus dem Amerikanischen von Gerald Jung, Katharina Orgaß
Originaltitel: Thrice the Brinded Cat Hath Mew'd
Originalverlag: Delacorte, New York 2016
Taschenbuch, Broschur, 352 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-7341-0079-6
Erschienen am  16. Juli 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

„Auf geht’s Glady! Da ist irgendein gewaltiger Schwindel im Gange…“

Von: Erlesene Seiten

17.10.2018

Mittlerweile Flavias achter Fall, und der ist so absonderlich wie kein anderer zuvor. Flavia ist noch keine 24 Stunden aus Kanada zurück, schon entdeckt sie wieder eine Leiche. Sofort ist ihr Spürsinn geweckt und Flavia beginnt in üblicher Manier zu ermitteln. Was soll sie auch anderes tun? Denn auf Buckshaw scheint sich niemand dafür zu interessieren, wann sie kommt oder geht. Seit Flavias Vater mit einer Lungenentzündung im Krankenhaus liegt, leben nur noch ihre beiden Schwestern und ihre Cousine in dem alten Herrenhaus. Feely und Daffy meiden ja schon immer den Kontakt zu Flavia. Doch diesmal kommen sie bis auf ein paar wenige Szenen beim gemeinsamen Essen überhaupt nicht vor. Was schade ist, denn man hat die Hoffnung, dass sich in der Beziehung der drei Schwestern irgendetwas entwickeln sollte. Aber sie gehen einander entweder aus dem Weg oder schweigen sich an. So ist es nur Undine, die kleine Cousine, die ab und an die Stille in Buckshaw aufrüttelt. Der Landsitz und seine Bewohner sind wie erstarrt. Die einzige, die eine deutliche Entwicklung gemacht hat, ist Flavia. Obwohl sie erst 12 Jahre alt ist, wirkt sie plötzlich viel erwachsener. Sie lässt außer Dogger mehr Menschen an sich heran und macht überhaupt den Eindruck, um einiges umgänglicher und verständiger zu sein als in früheren Bänden. Aber sie ist immer noch die Flavia, von der wir alle gern lesen. Ich liebe ja die Sprache, Ausdrücke und bildhaften Vergleiche der De-Luce-Reihe, die auch im achten Band unvergleichlich sind. Morbider Humor und skurrile Gestalten tummeln sich auf den Seiten. Flavias Vorliebe für Chemie wird zwar an manchen Stellen betont und hervorgehoben, aber leider gibt es insgesamt ziemlich wenig Experimente. Der Mordfall steht stark im Vordergrund und seine Auflösung mündet in einer Gänsehaut erregenden Schlussszene auf dem Friedhof. Doch statt den Mittelteil weitschweifend mit Recherche, Vermutungen und Schlussfolgerungen zu füllen, hätte mehr Augenmerk auf die de-Luce-Familie gelenkt werden können. Es sind schließlich nicht nur die Morde und Flavias Detektivarbeit, die die Bücher ausmachen, sondern eben auch die Figuren. Ich hätte mir gewünscht, mehr von Buckshaw zu lesen und zu erfahren, wie es mit den de-Luce-Schwestern weitergeht. Fans der Reihe dürften mit dem Band aber zufrieden sein. Die Verlagerung der Handlung ins Internat nach Kanada wie in „Eine Leiche wirbelt Staub auf“ war für meinen Geschmack nicht das Gelbe vom Ei. Bishop’s Lacey, Buckshaw und Gladys machen doch den Charme der Flavia-de-Luce-Reihe gewaltig mit aus. Die neue Covergestaltung habe ich leider auch betrübt zur Kenntnis genommen. Anfangs war ich mir gar nicht sicher, ob es sich wirklich um einen neuen Band der Reihe handelt. Es ist so ganz anders und reicht überhaupt nicht an die wundervollen Cover der früheren Bände heran.

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Erneut ein kniffliger Fall für neunmalkluge Hobbydetektivin

Von: Thea

13.08.2018

Flavia kehrt aus Kanada von "Miss Bodycotes Höhere Mädchenschule" zurück und muss erkennen, wie unwichtig sie für ihre Familie geworden ist. Denn anstatt am Southamptoner Hafen gebührlich empfangen zu werden, hat sich nur der treue Dogger dorthin bemüht und das auch noch mit einer schlechten Nachricht im Gepäck. So erfährt sie, dass ihr Vater mit einer schweren Lungenentzündung im Krankenhaus liegt und sie ihn nicht sofort besuchen kann. Deshalb macht sich Flavia am nächsten Morgen zunächst einmal mit dem Fahrrad auf den Weg, um wenigstens der Frau des Pfarrers einen Gefallen zu tun. Doch der Brief, den sie einem Holzbildhauer überbringen soll, gerät in Vergessenheit, als sie den stets etwas merkwürdigen Mann wie eine Spinne im Netz tot an seiner Schlafzimmertür hängen sieht. Bereits zum achten Mal wird die neunmalkluge Flavia de Luce in ein Verbrechen verwickelt, in dem sie zum Leidwesen des verantwortlichen Inspektors Hewitt zu ermitteln beginnt. Mit viel Geschick und einer ordentlichen Portion Intuition geht sie dabei vor und stützt sich gleichzeitig auf ihre unerschöpflichen Kenntnisse in der Chemie. Schließlich hat Flavia von ihrem verstorbenen Onkel Tarquin de Luce ein erstklassig ausgestattetes Labor geerbt, in dem sie nach Herzenslust Experimente durchführen kann. Ein Hobby, das diesmal wenig zum Einsatz kommt, weil Flavia alles dafür tut, um das geheimnisvolle Leben von Mr. Sambridge aufzurollen und damit hinter den Grund für dessen verhängnisvollen Tod zu kommen. Aus der Sicht von Flavia geschildert, die als Icherzählerin in Erscheinung tritt, erlebt der Leser einen handfesten Kriminalfall, dessen Auflösung zwar recht simpel ist, der es aber in sich hat. Dabei wird er dieses Mal mit einer etwas reiferen Hauptfigur überrascht. Denn Flavia ist nun einmal schon 12, und obwohl ihr der Aufenthalt im kanadischen Mädcheninternat wie eine Verbannung vorkam, haben ihr die dort gewonnenen Erfahrungen gut getan. Aber keine Angst. Auf Backshaw läuft alles, wie gewohnt. Flavias Schwestern Felly und Daffy sind genauso boshaft, wie zuvor, Mrs Mullet ist bemüht, alle gut zu versorgen und das Faktotum Dogger ist noch immer die Zuverlässigkeit in Person. Nur Flavias unmögliche Cousine bringt ein wenig Schwung in das altehrwürdige Haus, da sie sich den Gepflogenheiten nicht unterordnen will, was Flavia selbst zunehmend gefällt. Fazit: Mit viel Wortwitz und Humor, einer etwas erwachseneren Flavia, einem kniffligen Fall und erstaunlich wenig Chemie kommt Flavias Rückkehr in die Heimat daher und ist ein unbedingtes Muss für alle Fans der neunmalklugen Hobbydetektivin.

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Vita

Alan Bradley wurde 1938 in der kanadischen Provinz Ontario geboren. Nach einer Laufbahn als Elektrotechniker zog Alan Bradley sich 1994 aus dem aktiven Berufsleben zurück, um sich ganz dem Schreiben zu widmen. »Mord im Gurkenbeet« war sein erster Roman und der viel umjubelte Auftakt zu seiner weltweit erfolgreichen Serie um die außergewöhnliche Detektivin Flavia de Luce. Alan Bradley lebt zusammen mit seiner Frau Shirley auf der Isle of Man.

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