ICH ist manchmal ein anderer

Mein Leben mit Schizophrenie

(8)
Taschenbuch
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Cordt Winkler war Anfang zwanzig, als die Diagnose sein Leben auf den Kopf stellte: paranoide Schizophrenie. Symptome, die er in frühen Kindertagen schon bei seinem Vater beobachtet hatte, entdeckte er nun plötzlich auch an sich selbst: Das unkontrollierbare Abgleiten von Denken und Wahrnehmung, Panikanfälle, Verfolgungswahn, Ohnmacht, freier Fall. Klinikaufenthalte. Ehrlich und mitreißend lakonisch schildert er die Dynamik der psychotischen Krise und führt den Leser tief hinein in seine, von außen betrachtet, phasenweise verrückte Innenwelt. Ein Martyrium für die Betroffenen, ein Rätsel für Angehörige und Freunde und immer noch ein gesellschaftliches Tabu. Cordt Winkler zeigt, dass es möglich ist, mit der Krankheit zu leben. Gut sogar.

»Ehrlich und mitreißend.«

Women in Business (28. Februar 2019)

ORIGINALAUSGABE
Taschenbuch, Broschur, 240 Seiten, 12,5 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-442-15966-6
Erschienen am  18. Februar 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Einfach toll!

Von: Alina

15.08.2019

ICH ist manchmal ein anderer – Mein Leben mit der Schizophrenie von Cordt Winkler7 Band: Einzelband Seiten: 250 Lesezeit: 3 Std. 40 min. Bewertung: 4.5/5 Meine Bewertung: Ich habe vor ein paar Wochen meinen Praxiseinsatz auf einer (theoretisch fakultativ, praktisch dauerhaft) geschlossenen akut Psychose- Station gemacht. Somit hatte ich viel Kontakt mit Menschen, die unter Schizophrenie leiden und damit umgehen müssen und können. Da auch ich mich zusätzlich mit der Krankheit, vor allem außerhalb der Akutphase beschäftigen wollte, musste ich diesen Erfahrungsbericht einfach lesen. Cordt Winkler zeigt ein absolut umfassendes Wissen und eine Akzeptanz seiner Krankheit, die bewundernswert ist. Zu vergessen ist nicht, wie er allerdings auch selbst anmerkte, das setzt eine bestimmte Intelligenz und Krankheitseinsicht voraus. Es wird allerdings trotzdem deutlich, dass er auch mit umfassender Krankheitseinsicht Fehler begehen kann, wie Tabletten abzusetzen. Nüchtern berichtet er von seinen Wahngedanken und Ängsten, belegt Aussagen mit medizinischen Erklärungen. Ich habe an einigen Stellen gemerkt, dass mein Vorwissen mich das Buch hat anders lesen lassen. Die völlig absurden Wahnideen und –gedanken habe ich so hingenommen, teilweise geschmunzelt und weitergelesen. War aber nicht weiter geschockt o. Ä. Was aber einfach daran liegt, dass ich mehrere Wochen fast täglich 8 Stunden mit solchen Aussagen und Geschichten konfrontiert war. Man gewöhnt sich dran und es wird weniger absurd. Wer also als „Unwissender“ in Hinblick auf diese Krankheit das Buch liest, den wird es noch mehr schockieren. Auch aufgrund des nüchternen und absolut ehrlichen Tonfalls und Schreibstils von Herrn Winkler. Alles in allem ein gut ergänzender Erfahrungsbericht zu meinem Wissen. Was mich allerdings gestört hat: Das genaue Wissen über seine Wahngedanken. Ich bin ein wenig skeptisch, ob er sich tatsächlich haarklein an die beschriebenen Details erinnern kann, möchte es ihm aber definitiv nicht absprechen.

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Lesenswert und authentisch

Von: calista

26.03.2019

Schon während der Schwangerschaft habe ich mich intensiv mit einer Vielzahl an Büchern befasst. Während einige davon sich ausschließlich um Kinder drehten, gab es auch ein Werk, dass sich mit dem Thema Schizophrenie auseinandersetzt. Cordt Winkler war Anfang zwanzig, als die Diagnose sein Leben auf den Kopf stellte: paranoide Schizophrenie. Symptome, die er in frühen Kindertagen schon bei seinem Vater beobachtet hatte, entdeckte er nun plötzlich auch an sich selbst: Das unkontrollierbare Abgleiten von Denken und Wahrnehmung, Panikanfälle, Verfolgungswahn, Ohnmacht, freier Fall. Klinikaufenthalte. Ehrlich und mitreißend lakonisch schildert er die Dynamik der psychotischen Krise und führt den Leser tief hinein in seine, von außen betrachtet, phasenweise verrückte Innenwelt. Ein Martyrium für die Betroffenen, ein Rätsel für Angehörige und Freunde und immer noch ein gesellschaftliches Tabu. Cordt Winkler zeigt, dass es möglich ist, mit der Krankheit zu leben. Gut sogar. Das Buch lässt sich sehr gut lesen, zeigt parallelen zu meiner Diagnose auf und lässt in die Psyche der Menschen blicken. Man lernt Krankheiten dieser Art an einem lebhaften Beispiel kennen, verstehen und realisieren. Leider sind psychische Erkrankungen in der heutigen Gesellschaft noch immer ein Tabu, weshalb es meiner Meinung nach mehr solcher Werke geben sollte! "ICH ist manchmal ein anderer" ist authentisch, lebendig und öffnet die Tür eines gesellschaftlichen Tabus. Definitiv ein lesenswertes Buch, dass viele zum Nachdenken anregen kann und wird!

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Vita

Cordt Winkler, 1980 unweit der holländischen Grenze geboren, studierte Medienwissenschaften und arbeitet in einer Trendforschungsagentur. Er lebt in Berlin.

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14. Jan. 2020

Lesung Cordt Winkler

19:30 Uhr | Grafing | Lesungen
Cordt Winkler
ICH ist manchmal ein anderer

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