Nora und die Novemberrosen

Roman

Taschenbuch
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Der Duft von weißen Rosen, eine alte Gärtnerei und ein schicksalhaftes Erbe …

Als Nora und ihre drei Freunde eine verlassene Gärtnerei in der Mark Brandenburg entdecken, beschließen sie: Sie werden die verkrauteten Beete beackern, die maroden Gewächshäuser bepflanzen und sich hier ihr eigenes Paradies schaffen. Doch die Verwaltung findet das nicht akzeptabel und sperrt die vier aus. Ist der Traum verblüht? Keineswegs: Kurzerhand besetzen Nora und die Novemberrosen die alte Gärtnerei. Plötzlich sprießen Schlagzeilen, die Zahl ihrer Unterstützer wuchert – auch wenn das verwunschene Grundstück das Geheimnis seiner Vergangenheit noch längst nicht preisgegeben hat …


ORIGINALAUSGABE
Taschenbuch, Broschur, 336 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-7341-0242-4
Erschienen am  19. September 2016
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Wunderschöner, bezaubernder Roman mit toller Atmosphäre

Von: Klusi

05.11.2017

Dies ist der dritte Roman, den ich von der Autorin gelesen habe, und was mir an ihren Büchern ausgesprochen gut gefällt, ist die starke Naturverbundenheit. Waren es in den anderen beiden Geschichten Tiere, um die es hauptsächlich ging, so handelt dieser Roman von einer verborgenen, alten Gärtnerei. Nora ist allein erziehende Mutter einer siebenjährigen Tochter, und sie hat liebenswerte Nachbarn, die sich um die kleine Fanny kümmern, während Nora arbeitet. Für ihre Freunde Ellie, Margarete und Udo, alle drei im Rentenalter, ist das Leben in ihrem selbst ernannten „Mehrgenerationenhaus“ ebenfalls eine Bereicherung, denn sie können nicht nur Nora unterstützen, sondern genießen auch die gemeinsame Zeit mit Fanny sehr. Als die Freunde zufällig bei einem Ausflug die alte Gärtnerei entdecken, können sie gar nicht anders, als immer wieder dorthin zurück zu kehren. Der verborgene Garten übt einen ganz eigentümlichen Zauber auf die Besucher aus, dem sie sich nicht entziehen können. Unter einer dichten Decke von Unkraut versteckt haben viele Pflanzen überdauert, die nun ihre Schönheit wieder entfalten können, und es lauert so manches Geheimnis in den grünen Dickicht. Tania Krätschmar hat eine unnachahmlich schöne Art, ihre Charaktere zu zeichnen und die besondere Atmosphäre der Gärtnerei zu beschreiben. Wenn ich zwischendurch die Augen schloss, konnte ich im Geist alles sehr deutlich vor mir sehen und hatte fast den Duft der Natur in der Nase, so lebendig ist alles geschildert. Schön ist, dass Nora auch Gleichgesinnten begegnet, die sie in ihrer großen Gärtner-Leidenschaft bestens verstehen können. Die Dialoge, die sich bei solchen Begegnungen entwickelten, haben mich fasziniert, denn auch ich habe quasi ein „Gärtner-Gen“ von meinen Vorfahren geerbt. Ich habe mich in der ganzen Atmosphäre, die der Roman ausstrahlt, sehr wohl gefühlt und die 334 Seiten richtiggehend verschlungen. Durch ein altes Geheimnis, das die Gärtnerei verbirgt und das in eine dunkle Zeit Deutschlands zurück führt, hat der Roman zusätzlich Tiefe und ist stellenweise sehr berührend. Alles in allem hat „Nora und die Novemberrosen“ für mich das Zeug zum Lieblingsbuch.

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Rosen im November

Von: Allegrias Landhaus

10.03.2017

Kürzlich hat ein schönes Buchcover meine Gärtnerseele gelockt, das Buch dahinter lesen zu wollen. Im Blanvalet-Verlag ist im letzten Herbst das Buch "Nora und die Novemberrosen" der Autorin Tania Krätschmar erschienen. Es ist nicht ihr erstes Buch, aber das Erste, das ich von ihr lese. Die Namensgebung ist oft ähnlich, da gibt es z.B. noch "Eva und die Apfelfrauen". Worum geht es? Die alleinerziehende Nora hat gerade Ihren Job im Gartencenter verloren, der eigentlich nicht das war, was ihr Gärtnerherz wirklich hätte machen wollen. Sie lebt in einer Hausgemeinschaft nicht nur mit ihrer 7-jährigen Tochter Fanny, sondern auch mit den deutlich älteren anderen Wohnparteien Udo (der gerade seine Frau verloren hat), Margarete und Ellie. Und weil es dann noch dicker kommt, versetzt ein Brief des Vermieters an jede der Parteien die Gemeinschaft in Unruhe und Besorgnis. Ihnen schwant Böses! Bei einem gemeinsamen Ausflug von Berlin-Schmargendorf in die Mark Brandenburg entdeckt das Quintett eine völlig verwahrloste ehemalige Gärtnerei. Der Ort erscheint verwunschen und bewirkt bei einigen Menschen im Verlauf der Handlung merkwürdige Erscheinungen, dazu später mehr. Man beschließt, diesen Ort nun öfter aufzusuchen und zu ergründen, wem das Gelände gehört bzw. mal gehört hat. Als diese Nachforschungen einigermaßen im Sande verlaufen wird aus den Besuchen eine Art Besetzung in dem Moment, als schon behördlicher Gegenwind entgegenbläst, an dem eine enttäuschte Verwaltungsangestellte nicht ganz unschuldig ist. Die Protagonisten lassen sich nicht beirren und möbeln das Gelände, teils auch mit fremden Helfern, auf. Als Nora davon zu träumen beginnt, das in der Gärtnerei eventuell ihre Zukunft liegen könnte, taucht der Engländer Liam auf. Den weiteren Verlauf möchte ich nicht vorwegnehmen. Mein Fazit: Gefallen haben mir vor allem die botanischen Diskussionen zwischen Nora und Liam sowie der Gedanke, ein derart brachliegendes Gelände wieder zu aktivieren und mit Leben zu erfüllen. Schön finde ich den Zusammenhalt der Gemeinschaft quer durch die Generationen. Leider erscheint mir die ganze Geschichte ein wenig zu konstruiert. Man ahnt jeweils, was als Nächstes passieren könnte. Etwas zu dick aufgetragen waren mir auch die besonderen Erscheinungen, die einige der handelnden Personen vor Ort haben. Ich kenne wohl an früher hervorgerufene Erinnerungen, die durch besondere Pflanzendüfte ausgelöst werden aber etwas derart Übersinnliches ist mir dann echt zu viel des Guten.

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Vita

Tania Krätschmar wurde 1960 in Berlin geboren. Nach ihrem Germanistikstudium in Berlin, Florida und New York arbeitete sie als Bookscout in Manhattan. Heute ist sie als Texterin, Übersetzerin, Rezensentin und Autorin tätig. Sie hat einen Sohn und lebt in Berlin.

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