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Smoke Sie wissen, was du denkst - Roman

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Taschenbuch, Broschur ISBN: 978-3-328-10279-3

DEMNÄCHST
Erscheint:  11.02.2019

Weitere Ausgaben: Paperback, eBook (epub)

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Stell dir vor, deine dunkelsten Gedanken könnten sichtbar werden ...

England, Ende des 19. Jahrhunderts. Thomas und Charlie sind adeliger Herkunft und besuchen ein Eliteinternat in Oxford. Dort werden sie nicht nur streng erzogen, sondern sollen gleichzeitig von einem düsteren Phänomen geheilt werden, das wie eine Krankheit um sich greift: Jeder unaufrichtige Gedanke, jede Lüge wird durch dunklen Rauch sichtbar, der unkontrolliert dem Körper des Betroffenen entweicht. Als die beiden Schüler es wagen, die Gesetze des Rauchs zu hinterfragen, stoßen sie auf ein Komplott aus Willkür, Macht und Unterdrückung. Und schon bald fürchten die beiden um ihr Leben. Der packende Roman von Dan Vyleta jetzt in neuer Ausstattung.

Dan Vyleta (Autor)

Dan Vyleta wurde 1974 als Sohn tschechischer Einwanderer in Gelsenkirchen geboren. Er studierte in England und Wien Geschichte und promovierte am King’s College in Cambridge. Für seine Romane hat er bereits mehrere Literaturpreise erhalten. »Smoke« begeisterte Kritiker und Leser gleichermaßen und wurde in 15 Länder verkauft. Dan Vyleta lebt in England.

ERSTMALS IM TASCHENBUCH

Aus dem Amerikanischen von Katrin Segerer
Originaltitel: Smoke
Originalverlag: Doubleday, New York 2016

Taschenbuch, Broschur, 624 Seiten, 11,8 x 18,7 cm

ISBN: 978-3-328-10279-3

ca. € 10,00 [D] | ca. € 10,30 [A] | ca. CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Penguin

DEMNÄCHST
Erscheint:  11.02.2019

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Paperback)

„Dank sei dem Rauch“ - Kann Sünde wirklich böse sein?

Von: Buchpfote Datum: 09.05.2018

https://www.buchpfote.de

Allgemein:
„Smoke“ ist ein weiterer Roman des deutsch-kanadischen Autors Dan Vyleta. Nach seinen Erfolgen wie „Pavel und Ich“ oder „Der stumme Zwilling“ erfolgte nun die Veröffentlichung seines neuesten Meisterwerks im März 2016 über den carls´s books – Verlag.
Die Geschichte führt uns in das Großbritannien vor über 100 Jahren. Der Adel herrscht über Arbeiter und Bauern, reich herrscht über arm und der Rauch über alles! Denn jeder Mensch, der lügt, betrügt, leidenschaftlich ist... aus ihm steigt der Rauch. Wer nicht raucht, handelt moralisch und korrekt. Wer nicht raucht ist diszipliniert und gut erzogen. Die Lehre von Rauch und Moral ist wie die Bibel der Menschen.
Das lernen auch die ungleichen Freunde Charlie und Thomas in einem Internat, denn die Gesetze des Rauchs sind komplex! Doch der immerzu rauchende Thomas fängt an, die „Ehrlichkeit“ des Rauchs in Frage zu stellen. Und damit beginnt für die Beiden eine Reise, die unter die Oberfläche des Systems taucht.

Mein Bild:
Das düster, neblige Cover von„Smoke“ hat mich nicht dazu gebracht, das Buch zu lesen. Ich habe mir das Buch zu Gemüte geführt, weil die Thematik wahnsinnig interessant ist: Jede Sünde geht in Rauch auf... Nur, wie wird die Sünde definiert? Mord und Totschlag? Oder nur der Gedanke daran? Der Autor hat sich ein vielschichtiges, religiös und politisch angehauchtes System ausgedacht. Denn Rauch ist nicht nur Rauch, nein, es wird in verschiedene Arten unterteilt, hat seine eigenen Regeln, Bücher, Lehren. Ich gebe zu, dass hatte ich mir glatt einfacher vorgestellt. Aber das Buch macht es einem, auch Dank des Aufbaus, nicht gar zu schwer.
Es gibt 6 riesige Kapitel, die sich wiederum durch Leseabschnitte in verschiedenen Perspektiven präsentieren. Die Geschichte wird sowohl durch einen (personalen) Erzähler, als auch von den Haupt- und Nebendarsteller aus der Ich-Perspektive erzählt. Das macht es sehr abwechslungsreich. Besonders gefällt mir, dass jede Person, die aus der Ich-Perspektive erzählt, ihre eigenen Wortschatz, Dialekt und Intellekt mitbringt. Niemand liest sich identisch. Und wir sprechen hier von vielen Personen, die der Autor zum Leben erweckt.
Schön ist, dass die chronologische Abfolge der Geschichte erhalten bleibt. Es wird also nicht ein und dieselbe Situation aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird.
Als guter Einstieg wurde das Internat der Jungen gewählt, um den Leser mit dem Rauch und den Hautprotagonisten Charlie und Thomas bekannt zu machen. Die bildlichen, tiefgründigen Beschreibungen haben mein Kopfkino und die Emotionen hochfahren lassen und ich bin mir sicher, dass man sich gut im Charlie- oder im Thomas-Team wieder finden kann. Denn unterschiedlicher können die Freunde kaum sein: Der warmherzige und reiche Charlie, ein zukünftiger Earl. Und Thomas, einer vom niedrigen Adel, verarmt und mit viel Wut im Herzen.
Das Internat bleibt nicht der einzige Ort, der besucht wird. Es folgen mehrere typisch britische Stationen, die im Verlauf Antworten geben oder neue Fragen aufwerfen. Themen wie Diskriminierung, Gewalt, der Wunsch nach Veränderung, Freiheit und Liebe sind in dieser geschichtlichen Epoche der entsprechende Zündstoff. Der Autor hat definitiv sein umfassendes Wissen zur britischen Geschichte, Literatur, Architektur und einen Hang zum Thriller einfließen lassen. Denn diese Welt wirkt trotz der Faszination Rauch nicht realitätsfremd. Kurzum: Die Story ist kein leichter Urlaubsschmöker, sondern soll zum Nachdenken anregen. Und ja, die ein oder andere Passage habe ich zweimal gelesen um es vollumfänglich zu verstehen. Das würde ich, aber nicht als Manko einstufen. Nur die letzten 250 Seiten. Diese brachten wenig neue Orte, Rätsel und Meinungen. Teilweise kam es mir wie eine Art Festigung des Themas vor. Das zog das Ende der Geschichte leider künstlich in die Länge.

Fazit:
Wer düstere Fantasy mit britischer Geschichte erleben möchte und sich gern mit komplexen Fragestellungen auseinandersetzt, für den ist „Smoke“ genau das Richtige.

Tolle Welt mit erzähltechnischen Schwächen

Von: Larissa | The Book Hubble Datum: 30.10.2017

https://thebookhubble.wordpress.com

Ich habe eine abenteuerreiche, aber eher kurzweilige Geschichte erwartet, deren Fokus darauf liegt herauszufinden, woher dieser Rauch eigentlich kommt. Smoke ist aber irgendwie ganz anders und es ist vor allem bei weitem kein einfaches Buch. Die Welt, die Dan Vyleta in seinem Roman aufbaut, ist unglaublich komplex und doch realitätsnah. Sehr stark an das viktorianische England angelehnt, das wir kennen, basiert diese Welt doch teilweise auf ganz anderen Regeln. Ich habe wirklich lange gebraucht um es fertig zu lesen, weil die Geschichte zwar mehr oder weniger als Abenteuer einiger Jugendlicher verpackt ist, sich aber hauptsächlich mit sehr schwierigen und umstrittenen Themen wie Moral, Sünde und menschlichen Trieben beschäftigt.

Der Rauch als Symbol für das Böse, das jeder in sich trägt – mag es sich nur in den Gedanken aufhalten oder sogar in Handlungen wiederspiegeln – fand ich einzigartig und sehr gelungen. Ich war von Anfang an fasziniert von diesem Konzept und wollte das Buch genau deswegen lesen. Zwar habe ich mich schon darauf gefreut herauszufinden, mit welchen Grundsatzfragen sich die Geschichte wohl beschäftigen würde, so war ich letztendlich doch wirklich geschockt davon, wie tiefgründig die Geschichte im Ganzen ist, obwohl sie auf den ersten Blick ja eher als spannender Abendteuer-Roman daher kommt.

Trotz guter Umsetzung der moralischen Ebene, konnte mich Smoke nicht so ganz überzeugen. Die Erzählung ist leider zu großen Teilen unglaublich zäh, was dazu beigetragen hat, dass ich nur sehr langsam vorankam. Es passiert nicht viel, das man als wirklich actionreich bezeichnen könnte und dieser Aspekt hat mir einfach gefehlt. Das Buch ist mit knapp über 600 Seiten auf der dickeren Seite und das macht sich beim Lesen auch bemerkbar.

Jedes zweite Kapitel wechselt zu einem anderen Ich-Erzähler, die restlichen Kapitel folgen den Hauptfiguren Thomas, Charlie und später auch Livia. Den Wechsel zwischen den einzelnen Erzählsichten fand ich manchmal spannend, manchmal aber auch etwas ablenkend und unnötig. Es war interessant mal einen Blick in die Köpfe wichtiger Nebencharaktere zu werfen, jedoch waren manche dieser Erzähler sehr weit vom Hauptfluss der Geschichte entfernt, sodass mich ihre Sichtweise wenig reizen konnte.

Die Charaktere, vor allem Thomas und Livia, waren von Anfang an am interessantesten und ich war gespannt zu sehen, wie sie sich entwickeln würden. Alle drei Hauptcharaktere sind komplett unterschiedlich und haben mit ihren eigenen Lastern zu kämpfen. Ihre Entwicklung wurde schon deutlich, jedoch war sie mir manchmal etwas zu oberflächlich. Bis jetzt weiß ich außerdem nicht so recht, was ich von der Liebesgeschichte – falls man es so nennen kann – halten soll, die sich mit eingewoben hat. Es wird nie richtig darüber gesprochen und das Ende ist etwas seltsam.
Mich hat die ganze Handlung teilweise etwas verwirrt und ich fand es schwierig immer genau zu folgen. Viele Aspekte des Rauchs bleiben unklar. Das Ende fand ich ziemlich unbefriedigend, da ich so auf einen runden Abschluss gehofft hatte, bei dem einige Fragen endlich beantwortet werden. Leider hatte ich zum Schluss noch mehr Fragen als am Anfang.

Das Setting wiederum hat mir sehr gut gefallen. Ich liebe Bücher, die im viktorianischen Zeitalter spielen und dieses hier hat die typische Atmosphäre wirklich sehr gut umgesetzt. Das düstere und geheimnisvolle ländliche England verbunden mit der dreckigen und abstoßenden Darstellung der Großstadt London passt hervorragend zum schweren und komplexen Thema.

Fazit

Leider konnte Smoke mich nicht komplett überzeugen. Es ist ein sehr, sehr tiefgründiges Buch, das zum Denken anregt und mich auf dieser Ebene auch total für sich gewinnen konnte. Das ganze geht aber eher zäh voran und macht nicht immer Freude beim Lesen. Ein abgeschlosseneres Ende hätte die Geschichte für mich um einiges aufgewertet. Wer sich heranwagen möchte sollte bedenken, dass hier Action eindeutig im Hintergrund steht.

Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Paperback)

Von: Jutta Klink aus Stuttgart Datum: 21.03.2017

Buchhandlung: Wissothek

Finde ich wirklich sehr gelungen. Als Fantasy- Steampunk-Geschichte sehr spannend zu lesen. Sehr mutig finde ich die Moralphilosophie die den Background bietet. Auch interessant die fiktiven, aber den historischen Ereignissen sehr gut nachempfundenen Kämpfe zwischen Unterschicht z.B. Untertagebergbau, Armut in den vorindustriellen Städten und der privilegierten meist adligen Familien in England… Genau das Richtige für meine Kundinnen, die nicht nur unterhalten werden wollen, sondern auch gerne etwas „Nachhaltiges“ lesen wollen. Kann ich auch super Erwachsenen empfehlen, die mit einem Buchgeschenk gerne auch „was fürs Leben“ mitvermitteln wollen. Unterhaltung plus (historischer) Gesellschaftsanalyse: super! Auch als Parallele für unsere Zeit.

Von: Marion Liese aus Merzig Datum: 26.01.2017

Buchhandlung: Bock & Seip

Wow - gewaltig, düster und fesselnd! Ein Fantasy-Roman mit philosophischen Zügen. Parallelen zur "His Dark Materials"-Trilogie von Philip Pullman sind definitiv gewollt und als Verbeugung vor einem großen Werk der Fantasy gemeint. Dan Vyleta erschafft eine eigene Welt, die den Leser von der ersten Seite an in ihren Bann zieht.

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