Die Tochter der Hexe

Roman

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Bathcomb, England, im Jahr 1628. Fassungslos muss die junge Bess Hawksmith mit ansehen, wie ihre Mutter als Hexe hingerichtet wird. Doch damit nicht genug, die Hexenjäger sind auch hinter ihr selbst her. Verzweifelt vertraut sich Bess dem geheimnisvollen Gideon Masters an, von dem man hinter vorgehaltener Hand munkelt, er sei ein Schwarzmagier. Und tatsächlich zwingt Gideon Bess zu einem dunklen Pakt ... Dorset im Jahr 2007: Bess hat sich in der ruhigen Ortschaft Matravers ein neues Leben aufgebaut. Dank ihrer Kräutermischungen und homöopathischen Heilkünste ist sie bei den Einheimischen hoch angesehen. Keiner ahnt, dass die freundliche, attraktive Frau in Wahrheit eine unsterbliche Hexe ist. Bis Bess eines Tages von den finsteren Mächten ihrer Vergangenheit eingeholt wird.


Aus dem Englischen von Charlotte Lungstrass-Kapfer
Originaltitel: The Witch's Daughter
Originalverlag: Corsair
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-23237-5
Erschienen am  11. Februar 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Ruhig, aber intensiv, eine Lebensgeschichte einer Hexe, die weit zurückreicht

Von: Aleshanee, Weltenwanderer

09.05.2019

Durch das Cover hatte es mich erstmal ehrlich gesagt nicht wirklich angesprochen - die Katze finde ich total unpassend, denn es wirkt dadurch eher wie ein Jugendbuch auf mich, dass zwar magisch angehaucht ist aber eher eine leichte Unterhaltung bietet. Doch das täuscht! Schon zu Beginn erfährt man im Prolog, dass Elizabeth "Bess" flüchten muss. Weshalb kann man sich bei dem Thema Hexen natürlich denken, doch es wird alles noch sehr offen gelassen. Dann kommt ein großer Sprung ins Jahr 2007, in dem Elizabeth mit ihren 384 Jahren in einem Dorf ein Häuschen anmietet. Man spürt, dass sie sich über die Jahrhunderte an ihr Einsiedlerdasein gewöhnt hat und ihr Leben sehr gut anpasst. Trotzdem führt sie ihre Heilkunde fort, indem sie Salben, Öle und Räucherwerk auf den Märkten verkauft, die sie selber aus ihrem Kräutergarten herstellt. Aber man merkt auch, dass sie sich nicht wirklich sicher fühlt, denn etwas oder jemand scheint sie zu verfolgen. Die Ausschnitte in der Gegenwart erlebt man durch Tagebucheinträge von Bess aus der Ich-Perspektive. Sie sind geprägt durch die Jahreszeiten und Gartenarbeiten, denn sie lebt mit den kleinen Riten zu den Feiertagen der Hexen und pflegt ihre Gabe der Heilkunde. Doch das ist nur der Rahmen, der ihrem Leben einen Sinn gibt, denn es entwickelt sich eine Beziehung zu einem anderen Menschen, was sie für sehr lange Zeit aus Angst unterdrückt hatte. Das lässt sie dann auch zurückblicken in drei einschneidende Erlebnisse aus den letzten Jahrhunderten: Zum einen ins Jahr 1627, als alles in dem kleinen Dörfchen Batchcombe seinen Anfang nahm und Bess´ Leben durch zahlreiche Schicksalsschläge für immer verändert wurde. In der nächsten Etappe begleiten wir sie nach London ins Jahr 1888 zur Zeit des Rippers, in der sie einen Weg gefunden hat, ihre Kräfte für die Menschen positiv einzusetzen. Der letzte Rückblick geht ins Jahr 1917 in die Kriegswirren nach Flandern, in dem sie sich bemüht, ihr gutes Werk weiterzuführen. Diesen positiven Aspekt der Magie, die Fähigkeit Gutes zu Wirken und zu Heilen, versucht sie immer wieder auf unterschiedlichem Weg zu realisieren, was gar nicht so einfach ist, wenn er unentdeckt bleiben soll. Dabei wirkt das ganze eher wie ein historischer Roman, denn die magischen Elemente sind anfangs nur wenig spürbar, ziehen sich aber durch die ganze Geschichte und haben eine latente, aber intensive Präsenz. Das Tempo ist dabei eher langsam und mit viel Liebe zum Detail, darauf sollte man sich einstellen, denn dann kann man es so richtig genießen. Auch besticht die Atmosphäre mit einem authentischen Rahmen und einer fesselnden Eindringlichkeit, durch die ich mich der Protagonistin immer sehr nahe gefühlt habe. Was mich auch sehr beeindruckt hat war das Ungewisse: zum einen ist der Ausgang komplett offen, welches Ende es nehmen wird, aber auch die einzelnen Abschnitte haben überrascht durch die verschiedenen Epochen und Schauplätze und welche Begegnungen hier ihr Leben geprägt haben. Insgesamt ein großartiges Leseerlebnis für mich durch den Ausflug in verschiedene Zeitalter und dem geheimen Leben und Wirken einer Hexe, die bis in die heutige Gegenwart andauert. Die Auflösung am Ende ist absolut gelungen - es ist ein Abschluss, auch wenn Möglichkeiten zur Fortsetzung bestehen. Im englischen Original ist ja auch 2016 ein zweiter Teil erschienen, 8 Jahre nach der Erstveröffentlichung. Fazit: 4.5 Sterne

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Erwartungen leider zu hoch

Von: Lina Lovegood

28.04.2019

Ich hatte dank des Klappentexts sehr hohe Erwartungen an das Buch, da es sich genau nach meinem Geschmack anhörte. Man wird durch die Tagebucheinträge der fast 400 Jahre alten Elizabeth Hawksmith im Jahr 2007 in die Geschichte eingeführt, als sie die ein junges Mädchen aus dem Dorf kennen lernt. Schnell freunden die beiden sich an, obwohl Bess eigentlich immer auf der Hut ist und keinem Menschen traut, da in ihrer Vergangenheit schlimme Dinge passiert sind. Bis sie aber von diesen Dingen erzählt und der Leser erfährt, wieso sie ist, wie sie ist, vergeht eine ganze Weile in dem Buch, die einfach nur - sorry dafür - sterbenslangweilig war. Bess baut einen Kräutergarten an, fährt auf Märkte, vertraut keiner Seele und so weiter und so fort. Das alles hat aber nicht viel mit der eigentlichen Geschichte zu tun. Als es dann endlich an die Vergangenheit der Hexe geht, wird man auch erst einmal wieder mit Klischeehaftigkeit überschüttet, die einen fast ebenso langweilt. Zudem konnte ich mich absolut nicht mit Bess anfreunden. Ich konnte einfach im gesamten Buch keinen Bezug zu oder gar Sympathie zu ihr entwickeln, da sie für mich selbst auf der letzten Seite noch sehr flach blieb und ich im Grunde nichts über sie wusste, obwohl ich so viel von ihrer Vergangenheit erfahren habe. Aber irgendwie wurden in diesem Buch mit dem Schreibstil der Autorin meine Emotionen nicht angesprochen. Ich habe erwartet, richtig mit Elizabeth mitzufühlen, mich mit ihr zu verlieben, ihre Ängste zu teilen etc, aber leider konnte ich das aufgrund des Schreibstils nicht. Insgesamt waren die einzelnen Epochen in denen die Geschichte spielt, immer nur kleine Fragmente, die größtenteils sehr langatmig waren, dann aber doch abrupt mit dem finalen Showdown endeten. Auch das Ende des Buchs konnte das ganze nicht wieder rausreißen, da man nur von dem hinterbliebenen jungen Mädchen den Ausgang der finalen Schlacht erfährt und auch das nur oberflächlich blieb. Mir hat das Buch leider nicht so zugesagt, da ich mehr Erwartungen in die Geschichte hat. Natürlich ist das nur subjektiv, aber ich erwarte einfach, dass ich mich mit den Charakteren identifizieren kann, was aber leider durch den Schreibstil in meinen Augen nicht wirklich möglich war. Die Geschichte hatte sehr viel Potenzial, das aber nicht voll ausgeschöpft wurde, da die einzelnen Episoden sehr abgehackt rüber kamen. Leider hat mich das Buch sehr enttäuscht. Dennoch möchte ich dem Verlag dafür danken, mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt zu haben.

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Vita

Paula Brackston ist Absolventin des MA-Kurses Creative Writing an der Lancaster University und ist Dozentin an der University of Wales, Newport. Ihre »Witch’s Daughter«-Romane landeten auf der New York Times-Bestsellerliste. Paula Brackston lebt mit ihrer Familie in Wales.

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