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Straight White Male Roman

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Taschenbuch, Broschur ISBN: 978-3-453-67694-7

Erschienen: 12.10.2015
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Scharfzüngig und wunderbar komisch

Kennedy Marr ist ein Autor der alten Schule. Irisch, zynisch bis zum Anschlag, ein Borderline-Alkoholiker und Sex-Süchtiger. Sein Mantra lautet: hart trinken, gut essen und jede Frau flachlegen, die bei drei nicht auf den Bäumen ist. Mittlerweile als Drehbuchautor in L. A. ansässig, flucht er sich durch die kalifornische Literatur- und Filmszene. Doch sein verschwenderischer Lebensstil bringt ihn an den Rand des Bankrotts, bis sich unverhofft eine Lösung anbietet. In England wird er für einen hoch dotierten Literaturpreis vorgeschlagen. Um an das Geld zu kommen, gilt es allerdings, mehrere konfliktbeladene Auflagen zu erfüllen.

John Niven (Autor)

John Niven, geboren in Ayrshire im Südwesten Schottlands, spielte in den Achtzigern Gitarre bei der Indieband The Wishing Stones, studierte dann Englische Literatur in Glasgow und arbeitete schließlich in den Neunzigern als A&R-Manager einer Plattenfirma, bevor er sich 2002 dem Schreiben zuwandte. 2006 erschien sein erstes Buch, die halbfiktionale Novelle Music from Big Pink über Bob Dylan und The Band in Woodstock; 2008 landete er mit dem Roman Kill Your Friends – einer rabenschwarzen Satire auf die Musikindustrie – einen internationalen Bestseller. Es folgten die Romane Coma, Gott bewahre, Das Gebot der Rache, Straight White Male und Old School. John Niven schreibt außerdem Drehbücher. Er lebt derzeit in Buckinghamshire, England.

ERSTMALS IM TASCHENBUCH

Aus dem Englischen von Stephan Glietsch
Originaltitel: Straight White Male
Originalverlag: Heineman

Taschenbuch, Broschur, 384 Seiten, 11,8 x 18,7 cm

ISBN: 978-3-453-67694-7

€ 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Heyne Hardcore

Erschienen: 12.10.2015

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Hinreißendes Vokabular

Von: Thomas Lawall Datum: 02.01.2017

www.querblatt.com

Wer die Wahl hat, hat die Qual. Welches ist wohl das kleinere Übel, sechs Tage Knast oder, noch schlimmer, eine Therapie vielleicht? Kennedy Marr, erfolgreicher Romanautor aus Irland, wählte den schwierigeren Weg und bereut es immer wieder aufs Neue, sich nicht für das Gefängnis entschieden zu haben. Somit muss er sich mit dem "Seelenklempner" herumschlagen - was durchaus auf Gegenseitigkeit beruht.

Doch das sind bei weitem nicht die einzigen Probleme, die Kennedy Marr plagen, der als Drehbuchautor in Hollywood Fuß fassen konnte. Mit derlei Beschäftigungen lässt sich viel Geld verdienen, zumindest wenn den jeweiligen Aufträgen, die allesamt terminlich gebunden sind, auch nachgekommen wird. Die Zuverlässigkeit des Erfolgsverwöhnten lässt jedoch Wünsche offen, was im Rahmen der vertraglichen Vereinbarungen erhebliche Kosten zu verursachen droht.

Wenn dann noch die Kosten für den Lebenswandel des Autors die Einnahmen bei weitem übertreffen, sind gewisse Komplikationen vorprogrammiert. Doch damit nicht genug, denn private Verpflichtungen, zwei Ex-Frauen der nicht gerade preiswerten Sorte, nagen ebenfalls an seinem sehr bald nicht mehr vorhandenen Vermögen. Nicht zuletzt setzen ihm auch seine zahlreichen Affären zu, und das nicht nur in finanzieller Hinsicht.

John Niven stellt uns die Figur eines Schriftstellers vor, der in seiner eigenen Dekadenz zu scheitern droht. Dies jedenfalls prognostizieren ihm sein Manager, sein Agent sowie Vermögens- und Rechtsberater. Deren pragmatische Erwägungen prallen jedoch zunächst auf eine Mauer aus arroganter Gleichgültigkeit. Schließlich gibt es Wichtigeres im Leben.

Die Breitseite gegen den Literaturbetrieb und die Filmindustrie skizziert John Niven mit einer spitzfindigen Lässigkeit, die einem die gelegentlich entstehenden tiefen Sorgenfalten mit ebenso spontanen wie unerwarteten Lachsalven wieder glattbügeln. Herrlich, wie sich seine Hauptfigur, einem Überschuss an Testosteron nicht abgeneigt, in immer neue Affären stürzt. Verwunderlich, dass nicht wenige seiner Angebeteten jeweils immer zu allem bereit waren und sind. Seine Ehefrauen ausgenommen.

Mitunter ergibt sich aus dem Vollzug der Liebschaften urkomische Situationskomik, die der Autor mit hinreißendem Vokabular wahrhaft bildlich in Szene setzt. Als Beispiele seien hier eine zum eigenen Vergnügen veranstaltete Internetsession mit drei geöffneten Fenstern erwähnt, die zu einem ebenso unerwarteten wie hohen Sachschaden führt, oder jener Seitensprung, der auf der ganz und gar falschen Hochzeit stattfindet!

John Niven kann aber auch ganz anders. Das ganz große Theater zaubert er eher in stillen Momenten der Einkehr, dann, wenn Kennedy sein Leben Revue passieren lässt und die Dinge, die ihm verhasst sind, Zuhören oder gar Familienleben, kurz im Licht des Erstrebenswerten aufblitzen. Große Momente entstehen auch, wenn er in Rückblenden die tragische Existenz seiner Schwester "Gerry" Geraldine reflektiert und ganz aktuell beim Gespräch mit seiner im Sterben liegenden Mutter, jenem Besuch, den er nach zahlreichen Absagen endlich wagt.

Man kann diesen literarischen Rundumschlag gegen alles und jeden, auch gegen sich selbst, aber auch gegen falsch verstandene Männlichkeit ganz allgemein, mögen oder man hasst ihn einfach. Herzerfrischender Sarkasmus ist eben nur gut verträglich, wenn man es zulassen kann, mitunter selbst ein paar Federn zu lassen.

Faszinierend, wie sich das Lesetempo mit fortschreitender Lektüre von "Straight White Male" immer mehr verlangsamt und einem wahrhaftigen Genuss weicht, verbunden mit der verzweifelten Hoffnung, dass dieses Buch niemals enden möge! In gewisser Weise geht dieser Wunsch sogar in Erfüllung.

Ambivalent, emotional, dekadent, tränenreich und ein großer Spaß zugleich.

John Niven macht wieder Spaß !!

Von: Mariesbookishworld Datum: 26.07.2016

www.mariesbuecher.blogspot.de

John Niven macht endlich wieder Spaß!!
Mit Straight White Male hat Niven wieder einen Protagonisten erschaffen, den man trotz (oder sogar auf Grund) seiner ganzen schlechten Charaktereigenschaften einfach mag. Ein typischer Antiheld.

Alles was seine bisherigen Bücher ausmachte ist auch hier wieder vorhanden: Ein Protagonist der säuft, sozial inkompetent ist, zynisch und narzisstisch ist, Drogen nimmt, ...und trotzdem hat er damit ein ganz anderes Buch erschaffen, bei dem die Seiten nur so dahin fliegen.

Streich White Male ist sehr unterhaltsam, durchtränkt mit schwarzem Humor, extrem provokant, klug durchdacht, hat teilweise spannende Abschnitte und ist sogar ein wenig gefühlsbetont zum Ende hin.

Leider war es auch das Ende, was mir nicht komplett zugesagt hat.

Trotzdem würde es von mir eine Kaufempfehlung geben:
Wer Bücher wie 'Coma' oder 'Kill your Friends' von John Niven gelesen und geliebt hat, dem wird es mit diesem Buch genauso gehen!

Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Paperback)

Von: Pia Katzenberger aus Schweinfurt Datum: 14.05.2014

Buchhandlung: Buchhandlung Vogel GmbH

Großartig! Am Anfang war ich etwas skeptisch, aber es zieht zwischendurch an und wird richtig, richtig gut. Bin schon fleißig am Empfehlen.

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