Bad Feminist

Essays

(9)
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Leider liebt sie Rapmusik, das Frauenbild: grauenvoll. Leider liest sie sehr gerne Fashion-Magazine, das Frauenbild: ebenfalls erschreckend. Und ihre Lieblingsfarbe ist leider: pink. In einer Zeit, in der Barack Obama sich als Feminist bezeichnet und sogar Modeimperien den Schriftzug in großer Zahl auf T-Shirts drucken, wahrscheinlich keine gute Idee. Feminismus ist chic geworden und angekommen in der Popkultur. Aber was kann guter Feminismus heute wirklich sein? In ihrem hochgelobten Essayband sprengt Roxane Gay das ideologische Korsett eines guten und starren Feminismus und erklärt sich selbst ironisch zum Bad Feminist – stimmgewaltig, bestechend klug und fern jeder Ideologie unterzieht sie unsere Gegenwart einer kritischen Analyse und zeigt, wie man alles auf einmal sein kann: eine der bedeutendsten Feministinnen der Gegenwart und dabei definitiv nicht perfekt.

»Roxane Gay ist witzig, radikal ehrlich und eine der einflussreichsten Feminst_innen unserer Zeit.«

taz, Fatma Aydemir (16. Juli 2019)

Aus dem Englischen von Anne Spielmann
Originaltitel: Bad Feminist
Originalverlag: Harper
eBook epub (epub), 1 s/w Abbildung
ISBN: 978-3-641-22755-5
Erschienen am  13. Mai 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Essays zum Thema Feminismus und Gleichberechtigung

Von: Rabiata

26.07.2019

Wieder bekam ich ein Buch, dass ich über das Bloggerportal von Randomhouse angefragt habe und mir vom Verlag freundlicherweise zur Verfügung gestellt wurde. Dafür möchte ich mich bedanken und betonen, dass meine Meinung dadurch nicht beeinflusst wurde. Das Thema Feminismus und Gleichberechtigung rückt immer mehr in den Fokus und es gibt mittlerweile viele Bücher, die sich mit dem Thema auseinander setzen. Darum wollte ich dieses Buch auch lesen. Und weil die Autorin fast in meinem Alter ist und ich mich sicher mehr mit ihr identifizieren kann als z. B. mit jüngeren Frauen, die genau so viel zum Thema zu sagen haben. Roxane Gay schreibt für verschiedene Zeitschriften Texte zum Thema Feminismus und hat diese Texte nun in einem Buch zusammen gefasst. Man merkt, dass sie zu verschiedenen Zeiten entstanden, da die Autorin häufig auf aktuelles Zeitgeschehen und gesellschaftsrelevante Themen eingeht. Sie schildert vieles aus ihrer Sicht und lässt auch eigene, häufig auch sehr persönliche und schmerzhafte Erfahrungen dabei in die Essays einfließen. So trifft sie vielleicht nicht die Meinung des Lesers, aber öffnet den Blick auf Frauenthemen auf eine berührende und eindringliche Weise. Mir gefällt ihr Schreibstil, wenn ich auch, besonders anfangs, manches Fremdwort nicht verstanden habe, dass die Literaturprofessorin verwendet. Die meisten Texte sind aber leicht verständlich und flüssig lesbar geschrieben, so dass man keine Probleme hat, den Sinn zu erfassen und ihren Worten zu folgen. Roxane Gay öffnet den Blick hauptsächlich auf die amerikanischen Hintergründe und die Rolle der Frauen, besonders der afroamerikanischen Gesellschaft in den USA. Es ist ein interessantes Buch, dass ich jedem empfehlen möchte, der sich für die Gleichstellung der Geschlechter in der heutigen Zeit interessiert.

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Die Kunst des Feminismus' oder: warum ich trotzdem gerne koche

Von: Bücherfluss

17.07.2019

Im Zuge der #metoo-Debatte sprossen die Bücher zum Thema Feminismus beinahe wie Unkraut aus dem Boden. Frauen jedes Alters positionierten sich lautstark zu den unterschiedlichsten Themen des "Frau-Seins", wie zum Beispiel der Frage, ob man sich unter Würde verkaufe, wenn man dann doch irgendwie die Farbe "pink" mag, wie man zu Musik und/oder Literatur stehen solle, in der ein schlechtes Frauenbild dargestellt wird und generell wie man sich in Diskussionen über das Bild der "modernen Frau" zu verhalten habe. Ratgeber waren überall, Streitschriften für die Rechte der Frauen standen in Massen in unserem Buchladen und irgendwie hatte man als Buchhändler das Gefühl, genau diese Bücher auch empfehlen zu müssen, weil man ihn doch sonst nicht richtig unterstützen würde, den laut tobenden Kampf für die Rechte der Frau. Plötzlich war ein jeder Feminist und nur eine falsche Äußerung zog einen Schwall von Beschimpfungen nach sich - es gab schließlich Regeln, an die man sich als guter Feminist halten musste. Roxane Gay tut das allerdings nicht - und gibt sich selbst lautstark den Titel "Bad Feminist". In ihren viel diskutierten Essays gesteht sie frei heraus ihre Vorliebe für schlechte Fashion-Magazine und schreibt über frauenfeindlichen Rap von Musikern, die sie trotz dessen für ihre Musik verehrt. Voller Selbstironie zieht sie die Grenzen des Feminismus' und stellt sich mehr als einmal die Frage: Wann bin ich eine schlechte Feministin - und wieso? Ist es noch gesellschaftlich gestattet, gerne zu kochen? Darf Putzen als Frau überhaupt noch Spaß machen oder ist das schon der Anfang vom Ende? Und wieso zum Teufel muss man plötzlich seine Vorliebe für die Farbe "pink" verleugnen, um dem Bild einer selbstständigen Frau zu entsprechen? Voller Sarkasmus offenbart Gay all jene Dinge, die uns zu schlechten Feministen machen und lockert dabei das starre, festgefahrene Bild vom "echten" Feminismus gehörig auf. Aktuell wie nie zerreißt sie Bücher und Serien, hinterfragt die Handlung von Filmen und liefert in vielen ihrer Essay neue Erkenntnisse. Roxane Gay stellt den Feminismus auf den Kopf und kritisiert nebenbei, so ernst wie nie, Politik, Medien und gesellschaftliche Konventionen. Und so gelangt man am Ende des Buches vor allem zu einer Erkenntnis: das Ganze ein bisschen lockerer zu sehen. Dabei bezieht sich dies keinesfalls auf die Rechte der Frau oder auf Aspekte wie Geschlechtergleichheit - diese vertritt Gay energisch und resolut, sie widerspricht, protestiert und mahnt an. Gleichzeitig fordert sie uns jedoch auf, unseren Fehlern etwas mehr Raum zu geben, all jene kleinen Dinge zu akzeptieren, die uns zu "schlechten" Feministen machen - und trotzdem weiter laut, wild und ungebremst für die Rechte der Frau einzustehen. P.S.: Alle männlichen Endungen schließen die weiblichen Endungen mit ein - Text-Flow und so. Beschwerden über schlechten Feminismus können gerne als Kommentar hinterlassen werden - werden dann allerdings gelöscht.

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Vita

Roxane Gay, geboren 1974, ist Autorin, Professorin für Literatur und eine der wichtigsten gesellschaftspolitischen und literarischen Stimmen ihrer Zeit. Sie schreibt u.a. für die New York Times und den Guardian, ist sie Mitautorin des Marvel-Comics »World of Wakanda«, Vorlage für den hochgelobten Actionfilm Black Panther (2018), dem dritterfolgreichsten Film aller Zeiten in den USA. Roxane Gay ist Gewinnerin des PEN Center USA Freedom to Write Award. Sie lebt in Indiana und Los Angeles.

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