Das letzte Nashorn

Roman

eBook epub
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Ein witzig-hintergründiger Roman über uns und die Letzten ihrer Art

Der Amsterdamer Privatzoo Artis kämpft ums Überleben. Der neue jung-dynamische Direktor Edo Morell will daher aus dem beschaulichen Tierpark ein attraktives „Afrika an der Amstel“ machen, Schwerpunkt bedrohte Nashörner. Dabei soll ihm die südafrikanische Spezialistin Sariah helfen. Die engagierte Tierschützerin weiß, dass diese Tiere sich nur in geschützter Umgebung fortpflanzen. Edo ist zwar auch an Fortpflanzung interessiert – doch er versucht, daraus einen spektakulären Event zu machen. Aus Berlin lässt er den Nashornbullen Albrecht einschweben, den letzten seiner Art. Aber das ganze Unternehmen erweist sich doch als viel komplizierter als gedacht. Nicht nur Albrecht scheint überfordert zu sein.

„Das letzte Nashorn“, leichtfüßiger Roman mit Tiefgang, kommt zur rechten Zeit. Denn die Frage, wie wir mit Tieren umgehen wollen und sollen, treibt uns alle um.

»Ein bunter, trauriger, überraschender, ebenso exotischer wie realistischer Tierabenteuerroman! Große, graue, gutmütige, geradezu nashornige Lesefreude!«

NDR Kultur, Annemarie Stoltenberg (12. April 2016)

Aus dem Niederländischen von Christiane Burkhardt
Originaltitel: Albrecht en wij
Originalverlag: Uitgeverij Cossée BV
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-17226-8
Erschienen am  21. März 2016
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Nur eine Frage der Zeit?

Von: yesterday

06.12.2019

So vieles ist besonders an diesem Buch, dass man gar nicht weiß, wo man anfangen soll. Lodewijk van Oord lässt diese Geschichte abwechselnd von den drei wichtigsten Personen aus ihrer Perspektive erzählen: Edo Morell, Sariah Malan und Frank Rida. Teilweise überschneiden sich die Berichte und man bekommt manche Ereignisse aus verschiedenen Sichtweisen präsentiert, aber manches erfährt man auch speziell nur zu den einzelnen Protagonisten. Edo ist der Direktor eines Amsterdamer Zoos und hat einen ehrgeizigen Plan: er will alles neu strukturieren, den Zoo wieder zu einem richtigen Publikumsmagnet machen und nebenbei auch noch die Nashörner vor dem Aussterben retten. Dabei helfen sollen ihm Frank, der Teil des Zoovorstandes und sein bester Freund ist, und Sariah, eine Südafrikanerin mit Wurzeln in den Niederlanden, die auch die Nashörner retten will, wenn auch mit anderen Mitteln. Ebenso wie Edo ist wohl der Autor ein Visionär, feilt er doch daran, wie Edo seine Pläne erklärt und damit wohl jeden überzeugen könnte, mitzumachen. Doch er beherrscht es nicht nur, flammende Plädoyers für Nashörner und Umbauten zu halten, sondern lässt auch den Zooalltag realistisch einfließen und schafft es nebenbei noch, den Schicksalen der Protagonisten Platz und ihnen somit eine Tiefe zu geben. Eine zu Beginn fast simple Rettungsgeschichte wird dadurch zu einem intensiven Geflecht aus Vertrauen, Liebe, Vergänglichkeit, Hoffnung und Verzweiflung. Die verbliebenen Nashörner gehen zwischen den gutgemeinten Ideen und dem notwendigen Kommerz ein wenig unter und der Leser fiebert mit dem stattlichen Albrecht (der seinen Namen wohl einem berühmten Maler verdankt) bis zum Schluss mit. Ist es nur eine Frage der Zeit – bis entweder alles wie geplant funktioniert oder die letzten Nashörner nicht mehr zu retten sind? Ein wenig abrupt endet die Geschichte und einiges wird nur angedeutet – wohl, damit der Leser sich selbst noch länger mit der Thematik auseinandersetzen kann. Was hätten Sie getan, welche Entscheidungen hätten Sie getroffen? Dafür klärt sich, warum das Nashorn auf dem Cover auf dem Kopf steht.

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Leider allzu nah an der Realität

Von: Katharina

10.11.2017

Veröffentlicht im Blog am 08.03.2017: »Bei Paris wurde ein Nashorn im Zoo wegen seines Horns getötet. Ende 2016 las ich quasi prophezeiend „Das letzte Nashorn“ des Niederländers Lodewijk van Oord. Ich hatte eigentlich gehofft, dass es ein literarisches Thema bleibt. (...) Das Buch empfand ich als nicht schlecht, vor allem, weil extreme Charaktere aufeinander treffen: Der marketing- und umsatzorientierte Zoodirektor Edo Morell, die südafrikanische Tierpflegerin aus Leidenschaft Sariah und der alternde und gutmütige Vorstandsvorsitzende Frank Rida. Edo und Sariah wollen beide die Nashörner schützen, aber beide aus verschiedenen Gründen. Edos Machenschaften gehen bis ins Absurde und er ist blind dafür, was sein Verhalten in anderen Menschen auslöst. Mir stank es gewaltig. Der negative Beigeschmack dieser Person hat mir das Buch leider etwas madig gemacht. Aber das passiert nun mal, wenn man beim Lesen so in die fremden Welten eintaucht – ob Fantasy oder nahe an der Realität. Es wäre schön gewesen, wenn die Realität dann doch noch weiter weg wäre…«

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Vita

Lodewijk van Oord, geboren 1977 in Madrid, ist zwar Holländer, hat aber die meiste Zeit seines Lebens nicht in den Niederlanden gelebt. Er ist Lehrer und unterrichtete u.a. in Wales und Afrika. Zurzeit arbeitet er an einer internationalen Schule in Duino in der Nähe von Triest. „Das letzte Nashorn“ ist sein erster Roman, der von der holländischen Presse begeistert aufgenommen wurde.

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Christiane Burkhardt

Christiane Burkhardt lebt und arbeitet in München. Sie übersetzt Romane und Sachbücher aus dem Italienischen, Niederländischen und Englischen und hat u. a. Werke von Paolo Cognetti, Domenico Starnone, Fabio Geda, Wytske Versteeg, Pieter Webeling, Willam Shaw und Hannah Richell ins Deutsche gebracht. Darüber hinaus unterrichtet sie literarisches Übersetzen.

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Pressestimmen

»Wetten, dass Sie Zoos nach dieser tragikomischen Lektüre mit anderen Augen sehen?«

GRAZIA (31. März 2016)

»Ein ruhiger Roman voller Humor und Gefühl, in dem man viel über die Nashörner und die Menschen erfährt.«

»Lodewijk van Oords Roman 'Das letzte Nashorn' erweist sich als gleichermaßen leichtfüßig wie tiefschürfend.«

Hellweger Anzeiger (30. April 2016)

»Was auf den ersten Blick leichte Kost zu sein scheint, entwickelt mit jedem Kapitel mehr Tiefgang. Ein Buch, das im Gedächtnis bleibt.«

Aachener Zeitung/Aachener Nachrichten (12. Juli 2016)

»Wer Tiere und Zoos liebt, wird dieses Buch verschlingen.«

Nürnberger Zeitung, Ute Wolf (13. Januar 2017)