Der Ruf der Stille

Die Geschichte eines Mannes, der 27 Jahre in den Wäldern verschwand

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Sehnsucht nach Stille - wie Christopher Knight 27 Jahre in der Wildnis lebte.

Im Sommer 1986 begibt sich Christopher Knight auf einen Roadtrip von Massachusetts nach Maine und verschwindet in den Wäldern. 27 Jahre lang bleibt er dort, abgeschieden von der Welt, ohne menschlichen Kontakt, bis er wegen Diebstahls gefasst wird: Er hatte Essen geklaut. In einem einfachen Zelt überlebte Knight die härtesten Winter, weil er klug wie ein Eichhörnchen Vorräte gebunkert und alles darauf ausgerichtet hatte, nicht zu erfrieren. In den nahegelegenen Ferienhäusern versorgte er sich mit Lebensmitteln, Kleidung und Büchern und verstörte als unheimliches Phantom die Bewohner von North Pond. Der Journalist Michael Finkel hat das außergewöhnliche Leben des Chris Knight dokumentiert. Entstanden ist eine fesselnde Story, die den fundamentalen Fragen über ein gutes Leben nachgeht und das tief bewegende Porträt eines Mannes hinterlässt, der sich seinen Traum erfüllte: ein Leben in absoluter Stille.

»ein einfühlsames Porträt eines Menschen, der in keine Schublade und keine Gesellschaft passt«


Aus dem Amerikanischen von Joannis Stefanidis
Originaltitel: The Stranger in the Woods
Originalverlag: Knopf
eBook epub (epub), 2 s/w Abbildungen
ISBN: 978-3-641-16924-4
Erschienen am  25. September 2017
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Ganz interessant!

Von: Gedankenvielfalt

30.07.2018

Ab und an weiche ich von meinem eigentlichen Lieblingsgenres ab und brauche dann einfach mal etwas anderes, etwas neues ... Also griff ich zu diesem Buch, da der Klappentext interessant klang und es eine wahre Geschichte beinhaltet. Hierbei handelt es sich um einen "klassischen" Aussteigerroman, voller Abenteuer und dem typischen Kampf zu überleben. Der Schreibstil ist sachlich und zum Glück recht einfach gehalten. Wenig Fachwörter oder schwierige Begriffe - es war sehr angenehm zu Lesen. Viel erfährt man von dem Mann der dieses Leben geführt hatte nicht, zumindest nicht so viel von der Vergangenheit und von dem "Warum" er dieses Leben gewollt hatte... Als ich mit dem Lesen angefangen habe, habe ich gedacht ich würde hier eine "Offenbarung" erfahren warum der Mensch unbedingt ein "Outsider-Leben" führen wollte, weg vom Konsum und dem Zwang, aber leider habe ich es bis zum Ende hin nicht begreifen oder nachvollziehen können. Vielleicht war ich auch nicht offen genug dafür und konnte daher keine Antworten finden? Ich weiß es nicht, aber wirklich schlauer bin ich nicht geworden. Dafür waren die Beschreibungen wie er sein Aussteigerleben geführt hat umso interessanter. Wie er überleben konnte ohne Luxusartikel, wie er sich das Essen,Batterien etc. beschaffen hat. Das Buch hat wirklich einige interessante Ansätze gezeigt und konnte mich auch wirklich ans Buch fesseln, einfach weil die Geschichte unglaublich spannend und "andersartig" war. Leider merkt man aber auch, dass das Leben eines Aussteigers nicht so besonders aufgregend ist, daher wurden dort auch einige Erzählungen eingebaut die für mich nicht sonderlich interessant waren und zur Geschichte nicht unbedingt viel beigetragen haben... Aber man musste das Buch ja füllen - zumindest macht dies für mich ab und an den Eindruck. Besonders begeistert war ich aber von der Idee mit den Skizzen im Buchumschlag, dort ist u.a. das Lager von ihm abgebildet.

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Eine Reise in die Einsamkeit der Wälder

Von: BuboBubo

08.04.2018

Der zwanzigjährige Christopher Knight hat eine Familie, einen Job und ein neues Auto. Und trotzdem spürt er, dass er nicht wie andere Menschen in die Gesellschaft passt. Es fällt ihm schwer, mit anderen Menschen zu agieren und die gesellschaftlichen Regeln anzuerkennen. Kurzentschlossen steigt der Zwanzigjährige 1986 eines Tages in sein Auto und fährt ziellos los. Als sein das Benzin zur Neige geht lässt er sein Auto stehen und zieht zu Fuß weiter. Am North Pond in Maine schlägt er in einem schwerzugänglichen Waldabschnitt ein kleines Lager auf und kehrt 27 Jahre nicht zurück in die Zivilisation. Doch er kehrt er nicht ganz den Rücken, alles, was er zum Leben braucht, stiehlt Christopher Knight bei nächtlichen Einbruchstouren in den umliegenden Urlaubshütten rund um den See. Dazu zählt auch ein Feriencamp für behinderte Kinder. Durch seine Einbrüche, die sich nur auf das wesentliche beschränken, übersteht er die härtesten Winter in seinem Zelt. Obwohl die nächste Hütte nur drei Minuten von ihm entfernt liegt und innerhalb der 27 Jahre mehrere Einbrüche bei der Polizei gemeldet werden, wird er und sein Lager nie entdeckt – bis 2013, als er bei einem seiner nächtlichen Streifzüge entdeckt wird. Der Autor und Journalist Michael Finkel erfährt durch Medien von dem Emigranten Christopher Knight und nimmt Kontakt zu ihm auf – auf Gesprächen und schriftlicher Korrespondenz basiert diese Biographie, die von einem Mann handelt, der 27 Jahre lang in den Wäldern verschwunden war. Ein Buch mit einer Geschichte die fasziniert. Jeder von uns hat manchmal die Nase voll von der Gesellschaft und möchte vielleicht kurz aus der Zivilisation entfliehen. Was für uns nur ein Gedankengespinst ist, ist für Christopher Knight 27 Jahre lang die Realität gewesen. Nicht nur wie Knight es in seinem Lager ausgehalten hat, sondern auch die Zeit nach seiner Entdeckung schildert der Autor. Ich hatte nicht nur das Gefühl die Geschichte des Emigranten zu erfahren, sondern auch Einblicke in das Leben des Autors zu bekommen, der sich lange mit der Geschichte Knights auseinandergesetzt hat und Kontakt zu ihm gesucht hat – trotz großer räumlicher Distanz. Die Gedanken der Menschen zu dem Leben Knights haben mich teilweise sprachlos zurückgelassen – die von positiv, neutral bis negativ war alles dabei. Dass ein Mensch solange fern von der Zivilisation und doch so nah dran leben konnte ist mir unvorstellbar. Was für ein Mensch ist Knight? Der Autor hat Ansätze geliefert um besser verstehen zu können was einen jungen Mann dazu treibt – aber im Enddefekt wissen wir es nicht und es bleibt das Geheimnis von Knight. Ein kurzweiliges und faszinierendes Buch über eine außergewöhnliche Geschichte von einem außergewöhnlichen Mann. Absolut lesenswert und vielleicht regt es den einen oder anderen an, sich öfter in Wäldern aufzuhalten und den Geheimissen der Natur näher zu kommen – wenn auch nich für 27 Jahre.

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Vita

Michael Finkel ist Journalist und Autor von "True Story - Spiel um Macht", einem Thriller und gleichnamigen Kinofilm (2015). Er schreibt für National Geographic, GQ, Rolling Stone, Esquire, Vanity Fair, The Atlantic und The New York Times Magazine. Finkel lebt mit seiner Familie in Montana.

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Zitate

»Das ist das Atemberaubende an Finkels Buch: diese leise Gewöhnlichkeit des Christopher Knight. Langsam, sacht und behutsam nähert sich der Autor dem stillen Waldmenschen an.«

Volker Weidermann, Der Spiegel (31. März 2018)

»Michael Finkels Buch ›Der Ruf der Stille‹ über den modernen Eremiten ist ein einfühlsames Porträt und steckt voller Überlegungen zum Thema Einsamkeit.«

Kronen Zeitung Stmk (AT) (29. November 2017)

»Eine faszinierende Reportage über das Aussteigerleben von Chris Knight.«

Ratgeber Frau und Familie (21. Oktober 2017)

»Die Geschichte des ›Flüchtlings aus der menschlichen Rasse‹: sie zieht in ihren Bann.«

Galore (30. September 2017)