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Die Farbe von Winterkirschen Roman

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-17145-2

Erschienen:  13.11.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

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Ein Tag, der alles zerstörte. Eine Mutter, die ihr Kind verlor. Und ihr Wunsch nach Vergebung, der nie verging – eine bewegende Geschichte um Liebe, Reue und Hoffnung.

Sie verlor ihre Tochter an dem Tag, an dem die Bombe fiel. Ama hatte sich mit Yuko verabredet, um mit ihr über den Mann zu sprechen, den Yuko so liebte und Ama gleichermaßen verabscheute. Doch dazu kam es nie. Ama war zu spät – und ihre Tochter und ihr Enkel tot. Ama ließ Nagasaki hinter sich, wanderte nach Amerika aus, aber der Schmerz blieb. Nie konnte sie sich verzeihen, gab sich selbst die Schuld am Tod, ja sogar am Schicksal ihrer Tochter. Sie zog sich immer mehr zurück und lebte in ihrer eigenen Welt voll Trauer und Schmerz – bis ein junger Mann an ihre Tür klopft. Er sagt, er sei Hideo, ihr totgeglaubter Enkel. Zuerst will sie ihm nicht glauben, doch dann öffnet sie ihr Herz und lässt die Hoffnung herein …

Wussten Sie, dass Jackie Copleton eine Zeit lang in einem Garderobenschrank geschrieben hat? Zum Interview

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»Bewegende Familiengeschichte über Verluste, Traditionen, Schuldgefühle und einen Hauch von Hoffnung.«

Schöne Welt (21.03.2018)

Jackie Copleton (Autorin)

Jackie Copleton unterrichtete Englisch in Nagasaki und Sapporo, bevor sie wieder nach England zurückkehrte und als Journalistin arbeitete. »Die Farbe von Winterkirschen« ist ihr erster Roman, der von der Presse hochgelobt wurde. Außerdem wurde er gleich für den Baileys Women’s Prize for Fiction nominiert und von den englischen Lesern von Richard und Judys Buchclub als bestes Buch 2016 auserkoren.

»Bewegende Familiengeschichte über Verluste, Traditionen, Schuldgefühle und einen Hauch von Hoffnung.«

Schöne Welt (21.03.2018)

»Jackie Copleton hat einen echten Pageturner geschaffen, dessen Geschichte wahrhafte Überraschungen parat hat!«

HALLO München (20.12.2017)

»Ein tiefgründiges und bewegendes Buch, das nachdenklich stimmt und wertvolle Denkanstöße liefert.«

Der Bote Lüdenscheid / Stadtanzeiger Hamm / Stadtanzeiger Soest (24.01.2018)

Aus dem Englischen von Andrea Brandl
Originaltitel: A Dictionary of Mutual Understanding
Originalverlag: Hutchinson, London 2015

eBook (epub)

ISBN: 978-3-641-17145-2

€ 9,99 [D] | CHF 12,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Limes

Erschienen:  13.11.2017

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Ein sehr beeindruckendes Buch

Von: friederickes bücherblog Datum: 09.02.2018

buecherblog.friedericke-design.de/

Cover:


Das Cover zeigt die japanische Schneekirsche in voller Blüte auf zartem Hintergrund. Titel und Abbildung laden zusammen mit dem Klappentext ein, wissen zu wollen, was die Geschichte bereithält.


Die Geschichte (Achtung: Spoiler!):


Ameratasu Takahashi hat sich mit ihrer Tochter verabredet, um über den Mann zu reden, den Yoko liebt und den sie als Mutter verachtet. Aber sie kommt zu spät. Es ist der Tag und die Stunde, als die Bombe fällt. Sie verliert dabei ihre Tochter und ihren Enkelsohn und gibt sich selbst die Schuld am Tod ihrer Tochter. Mit ihrem Mann wandert sie nach Amerika aus und vergräbt sich Jahrzehnte in ihrem Kummer. Bis eines Tages ein junger Mann vor ihrer Tür steht und behauptet ihr Enkelsohn zu sein.


Meine Meinung:


Das Buch beginnt mit dem Trauma der Atombombe von Hiroschima. Auch wenn man weiß, was damals passierte, ist die geschichtliche Einbettung in das direkte Leben einer Familie eine andere Empfindung, als die Kenntnisse aus dem Geschichtsbuch. So tauchte ich aus der Perspektive von Ameratasu in die furchtbaren Geschehnisse ein.

Die Figuren sind wunderbar und feinfühlig ausgearbeitet. Alle Charaktere sind glaubhaft und strahlen das aus, was man ihnen zugeschrieben hat. Sie sind authentisch und nehmen die Leser emotional sehr mit.

Der Schreibstil ist gut verständlich, sehr differenziert und präzise schildernd. Die Autorin wahrt etwas Distanz zu den Geschehnissen und erhebt damit jederzeit den Anspruch, die eingearbeitete Zeitgeschichte nicht zu übertreiben. Die Liebesgeschichte ist in die schrecklichen Geschehnisse sehr feinsinnig und ohne Klischees eingearbeitet. Die Schauplätze sind sehr genau beschrieben und lassen es zu, anschaulich nach Japan zu reisen.

Das Buch erwartet beim Lesen volle Aufmerksamkeit, da es nicht nur die Geschichte von Ameratasu und ihrem Enkel erzählt, sondern häufig die Perspektive wechselt und viele zeitliche Sprünge vornimmt. Dabei nutzt die Autorin nicht die Chronologie der Ereignisse, sondern bindet Lebensabschnitt zu Gedanken, oder schildert Vorkommnisse ohne einen zeitlichen Bezug. Das ist aber sehr positiv zu bewerten, weil die Erzählung an Intensität, Spannung und Verständnis gewinnt. Zu Beginn eines Kapitels erfahren wir eine Begrifflichkeit über die japanische Kultur, die gerade in diesem Abschnitt eine Bedeutung hat.

Dieses Familiendrama wird neben den Erinnerungen von Ameratasu, auch aus dem Tagebuch ihrer Tochter Yoko und Briefen von Shige geschildert. Insgesamt entsteht ein ziemlich komplexes Bild, getragen von japanischen Traditionen und Werten, ein Bild das außerdem die Vergangenheit der Protagonisten, die geschichtlichen Ereignisse und die neue Zeit miteinander verbindet. Im Mittelpunkt stehen eine unendlich tragische Familientragödie und die Folgen vom 09. August 1945.

Ein Buch mit hohem Anspruch auf ebenso hohem Niveau. Ein Buch, das einem nach einer schweren Reise durch die Vergangenheit, einen Abschluss präsentiert, der etwas aufatmen lässt. Von mir gibt es eine ausdrückliche Leseempfehlung.

Friedericke von „friederickes Bücherblog“

Die Farbe von Winterkirschen

Von: Ladysmartypants Datum: 17.11.2017

https://ladysmartypants.wordpress.com

Die Vergangenheit mag zwar abgeschlossen sein, das bedeutet aber nicht, dass wir auch mit ihr fertig sind, denn oftmals hat sie einen größeren Einfluss auf unser Leben, als wir denken. Vergangenes spielt definitiv in Jackie Copletons Die Farbe von Winterkirschen eine entscheidende Rolle. Der herzzerreißende Roman ist am 13.11.2017 beim Limes Verlag erschienen und erzählt die Geschichte einer Überlebenden aus Nagasaki, die eines Tages Besuch bekommt. Besuch von einem Mann, der behauptet ihr totgeglaubter Enkel zu sein.

Amaterasu Takahashi und ihr Ehemann Kenzo haben die Atombombe auf Nagasaki überlebt. Leider waren ihre Tochter Yuko und ihr Enkel Hideo nicht so glücklich. Haben die zwei zumindest angenommen, als sie in den Jahren nach der Katastrophe nach Amerika ausgewandert sind, um der Hoffnungslosigkeit zu entkommen. Nun, viele Jahre später, steht ein Fremder vor Amaterasus Tür und behauptet, Hideo zu sein, Beweise habe er außer der Aussagen seiner Adoptiveltern jedoch keine. Er überreicht Amaterasu einen Brief und ein Paket seiner Adoptivmutter, womit eine Reise in die Vergangenheit beginnt.

Und genau von dieser Reise in die Vergangenheit erzählt dieses Buch, aber auch die Geschehnisse der Gegenhart, vor allem Amaterasus Hadern mit der Vergangenheit, werden erzählt. Schon am Anfang wird einem schwer ums Herz, da man von Anfang an weiß, was den meisten Charakteren des Buches widerfahren war. Das macht das Lesen nicht immer einfach, obwohl es eine wirklich schön erzählte, wenn auch tragische, Geschichte ist.

Zu Beginn jedes Kapitels wird ein wichtiger Begriff der japanischen Kultur erklärt, der meist im Kapitel eine gewisse Rolle spielt. Wie schon erwähnt, gibt es in dieser Erzählung mehrere Zeitstufen, die jedoch in keiner bestimmten Reihenfolge erzählt werden. keine Reihenfolge in dem Sinne, dass man nicht mit dem am längsten Vergangenen beginnt und sich dann näher zur Gegenwart vorarbeitet. Die verschiedenen Kapitel sind einmal länger vergangen, manches mal kürzer, willkürlich angeordnet sind sie aber definitiv nicht.

Mit ihrer meisterhaften Anordnung erzielt Copleton eine äußerst effektive Spannung und schafft es, trotz unvermeidlicher Ereignisse, viele Sachverhalte, man könnte auch Geheimnisse dazu sagen, erst gegen Ende des Buches aufzuklären. Dadurch bleibt das Lesen spannend und man sieht bereits Erzähltes häufig in einem anderen Licht, sobald man gewisse Informationen erhält. Und auch wenn man manches erahnt oder befürchtet, hat man die Wahrheit am Ende doch nicht erraten.

Alleine schon wegen des Settings und der Thematik wäre dies eine sehr emotionale Geschichte, gemeinsam mit den Charakteren ist sie deshalb umso bewegender. Die Charaktere und die Orte sind mit viel Liebe zum Detail beschrieben, nur manches Mal wirken die Beschreibungen etwas langatmig und ich persönlich hätte ein direkteres Voranschreiten der Geschichte bevorzugt. Wobei man auch argumentieren könnte, dass eben jene Verzögerung gewollt ist, um den Stillstand in Amaterasus Leben nochmal zu verdeutlichen.

Die Farbe von Winterkirschen ist eine unheimlich bewegende Geschichte, die einen faszinierenden Einblick in die japanische Kultur ermöglicht und die tragischen Folgen des 9. Augusts 1945 nur zu klar darstellt. An diesem Tag wurden viele Leben zerstört, unter anderem das von Amaterasu Takahashi.

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