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Die Magermilchbande

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-18278-6

Erschienen: 21.12.2015
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: Taschenbuch

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Mai 1945: Fünf Kinder auf der Flucht nach Hause.
Frank Baers großer Roman, Vorlage eines erfolgreichen Fernsehfilms

April 1945: Angeführt von Maxe Milch, Spitzname „Magermilch“, irren nach Pilsen verschickte Berliner Schüler in den Wirren des Krieges heimwärts - zwischen geschlagenen Soldaten, Gefangenenkolonnen und Flüchtlingstrecks, querfeldein, durch Wälder und Felder, zu Fuß, in Güterwaggons, auf Lastern, mit Pferdefuhrwerken. Sie sehen die Toten am Wegesrand, begegnen amerikanischen Soldaten und Menschen, die sich in ihren Häusern und Höfen verschanzt haben. Als sie endlich zu Hause sind im zerstörten Berlin, findet dort keiner, was er sich während des langen Weges erträumt hat.

Frank Baer (Autor)

Frank Baer, Jahrgang 1938, wuchs in Würzburg auf, studierte in München Geschichte und Philosophie, absolvierte ein Volontariat bei einer Tageszeitung und arbeitete danach als fester freier Mitarbeiter für verschiedene Redaktionen des Bayrischen Fernsehens. Bereits sein erster Roman "Die Magermilchbande" wurde ein großer Erfolg und im Auftrag des Bayerischen Fernsehens verfilmt. Beim renommierten amerikanischen Verlag Little, Brown erschien 1983 die englische Übersetzung. Nach umfangreichen Recherchen veröffentlichte Frank Baer Ende der 80er Jahren den historischen Roman "Die Brücke von Alcántara", der zu einem Bestseller wurde und vor allem in Spanien bis heute eine große Leserschaft findet.

Der Autor lebt mit seiner Familie in München.

eBook (epub)

ISBN: 978-3-641-18278-6

€ 8,99 [D] | CHF 11,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Knaus

Erschienen: 21.12.2015

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Taschenbuch)

Der geduldige Leser wird mit Einsicht belohnt!

Von: Daughter of Ink and Paper Datum: 26.04.2017

daughterofinkandpaper.blogspot.de/

Meine Meinung: Der Leser merkt, dass sich der Autor Gedanken zu dem Buch gemacht hat. Ich habe bereits einige Kriegsbücher gelesen, allerdings habe ich selten ein so gut recherchiertes Buch zu diesem Thema gelesen. Frank Baer hat über hundert Interviews mit Zeitzeugen geführt und diese Interviews tragen definitiv zu den Charakteren bei, die wie echte Menschen wirken, die sich mit dem Krieg auseinandersetzen müssen. Gleichzeitig sind die Charaktere an einigen Stellen sehr schwierig, da sie oftmals umgangssprachlich sprechen und dies auch so dargestellt wird. Die Dialoge machen anfangs wenig Spaß, aber nach einer Weile gewöhnt man sich daran. Dennoch hätte es zum Lesespaß beigetragen, wenn das Buch leserfreundlicher geschrieben wäre.

Der Autor zeigt die Gefühlswelt von Kindern, die nicht alles verstehen können, womit sie sich konfrontiert sehen und dennoch ihren Weg finden. Man kann nicht anders, als mit den Kindern mitzufiebern und ihnen das Beste zu wünschen. Meisterhaft vermittelt Frank Baer den Schmerz des Krieges, welcher sich durch so viele Ebenen durchzieht, wobei der Autor dies sehr einfühlsam tut und eher das Gefühl des Schmerzes vermittelt. Positiv ist auch, dass er den Leser nicht mit einer Moralkeule erschlägt und ihn seine eigenen Schlüsse ziehen lässt.

Bewertung: Ich weiß nicht genau, was ich von diesem Buch erwartet habe, aber das, was ich bekam, hat mir gefallen. Das Buch wird nicht der gesamten Zielgruppe gefallen, da es an einigen Stellen zäh zu lesen, jedoch wird der geduldige Leser mit Einsicht belohnt.

Eine ganz andere Perspektive auf die Schecken des Krieges

Von: Bücherliebe Datum: 28.03.2017

https://www.youtube.com/channel/UCrkgRfmQv5qKZBPqukQzDLg

Angeführt von Maxe Milch, machen sich Peter, Bille, Adolf und später auch Tilli auf den weiten Weg von Tschechien nach Berlin. Möglich ist das, weil der Krieg in Deutschland gerade verloren wird und es einfach zu viele Kinder gibt um die es sich nach deren Verschickung zu kümmern gilt. Die Erwachsenen sind überfordert mit dem Verlust ihrer Angehörigen, den "Amis", den Russen, dem Hunger, der damit einhergehenden Kriminalität, der Armut und allen Verwirrungen die in der Nachkriegszeit zu bewältigen sind. Für Maxe und seine Altersgenossen beginnt dadurch ein Kampf um das das eigene Überleben und auch um das eigene Kindsein. Der Weg ist weit, es mangelt immerfort an Nahrung und Wärme. Dabei gilt es oft unerwartete Hindernisse zu überwinden und mit Enttäuschungen umzugehen. Für Tränen ist währenddessen genauso wenig Platz wie fürs Lachen.
Das Buch gliedert sich in autobiografische Tagebucheinträge und dem Schreibstil des allwissenden Erzählers. Dabei gelingt es dem Autor Frank Baer, die Perspektive und Sprache der Kinder auszudrücken. Als erwachsener Leser, fiebert man unweigerlich mit und möchte am liebsten permanent schützend eingreifen. Schnell wird deutlich, was es zu dieser Zeit bedeutete ein Kind zu sein. Während der knapp 414 Seiten werden aus den Kindern kleine Erwachsene die auf sich alleine gestellt sind und großen Mut beweisen. Frank Baer verdeutlicht aber ebenso, die traumatischen Aspekte solcher Erlebnisse. So geht jedes Kind und auch jeder Erwachsene anders mit den grauenhaften Erfahrungen um, die im Krieg gemacht werden. Oft ist zwischen den Zeilen eine tiefe Trauer und großer Schmerz spürbar, ohne dass ein Wort darüber geschrieben wird. Das schafft beim Lesen eine Atmosphäre der Verbundenheit und des Mitfühlens.


Bis zur letzten Seite ein mitreißendes Leseerlebnis von kindlicher Hoffnung und schonungsloser Realität.

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