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Die Schneekönigin Roman

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-15277-2

Erschienen: 23.02.2015
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: Gebundenes Buch, Taschenbuch

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In Hans Christian Andersens Märchen »Die Schneekönigin« zerbricht ein Zauberspiegel in tausend Scherben. Trifft ein Splitter einen Menschen im Auge, so sieht er fortan alles um sich herum nur noch hässlich und böse. Wird ein Mensch dagegen im Herzen getroffen, wird es so kalt wie Eis … Michael Cunningham spielt auf brillante Weise, voller Poesie und mit einem guten Schuss Ironie versehen, mit Motiven aus Andersens Märchen. Und während er vor dem Hintergrund eines winterlichen New York eine Welt voll Eis, Schnee und Kälte heraufbeschwört, ist sein Roman in Wahrheit eine Hymne auf den Glauben an die Liebe und das Leben.

Der New Yorker Stadtteil Bushwick liegt jenseits von Brooklyn. In dieser Gegend sind die Mieten noch einigermaßen bezahlbar, die Häuser alt und die Leute nicht ganz so schick. Hier teilen sich die Brüder Tyler und Barrett eine Wohnung mit Tylers großer Liebe Beth, die unheilbar an Krebs erkrankt ist und um die sie sich beide aufopferungsvoll kümmern. Sie sind in den sogenannten besten Jahren und können es noch nicht ganz glauben, dass sich ihre Träume niemals erfüllen werden: Tyler, ein genialer Musiker, steht immer noch ohne Band und ohne Erfolg da. Aber er wird, das nimmt er sich vor und dafür sucht er sich heimlich Inspiration beim Kokain, das ultimative Liebeslied für Beth komponieren, ja, er wird es ihr bei der geplanten Hochzeit vorsingen ... Barrett, fast Literaturwissenschaftler, fast Startup-Unternehmer, fast Lord Byron, verkauft Secondhand-Designerklamotten in Beths Laden und trauert seinem letzten Lover nach, der ihn gerade schnöde per SMS abserviert hat. Als Beth sich wider alle Erwartungen zu erholen scheint, glaubt Tyler umso mehr an die Kraft der Liebe, während der Exkatholik Barrett sich fragt, ob das merkwürdige Licht, das er eines Nachts im Central Park amwinterlichen Himmel sah, nicht doch irgendwie eine göttliche Vision gewesen sein könnte …

"Michael Cunningham ist wieder ein packendes Buch über die Macht der Gefühle gelungen."

Brigitte (18.02.2015)

Michael Cunningham (Autor)

Michael Cunningham wurde 1952 in Cincinnati, Ohio, geboren und wuchs in Pasadena, Kalifornien, auf. Er lebt in New York City, lehrt an der Yale University und hat mehrere Romane und Erzählungen veröffentlicht. Sein Roman "Die Stunden" wurde vielfach preisgekrönt, u. a. mit dem Pulitzerpreis und dem PEN/Faulkner-Award, und wurde in 22 Sprachen übersetzt. Die überaus erfolgreiche Verfilmung "The Hours" mit Meryl Streep, Julianne Moore und Nicole Kidman wurde mit einem Oscar ausgezeichnet.

"Michael Cunningham ist wieder ein packendes Buch über die Macht der Gefühle gelungen."

Brigitte (18.02.2015)

"Michael Cunningham ist ein bemerkenswert unaufgeregter Erzähler von Alltagswundern."

Renée Zucker / rbb Inforadio (19.04.2015)

Aus dem Amerikanischen von Eva Bonné
Originaltitel: The Snow Queen
Originalverlag: Farrar, Straus & Giroux

eBook (epub)

ISBN: 978-3-641-15277-2

€ 9,99 [D] | CHF 12,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Luchterhand Literaturverlag

Erschienen: 23.02.2015

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

vielschichtiger Roman, der zum Nachdenken anregt

Von: Die Vorleser Datum: 22.05.2016

dievorleser.blogspot.de

Das Buch beginnt an einem verschneiten Abend in New York, an dem Barrett eine Erscheinung hat; er sieht das Licht. Es ist ein blasses türkisblaues, transparentes Licht, ein Schleierfetzen, höher als die Sterne. Barrett ist es als wenn das Licht, zu dem er hinaufsieht, auf ihn hinuntersieht. Barrett ist 38 Jahre alt und sieht sich als Figur tragischer Leidenschaft, als Soldat der Liebe. Gerade hat wieder ein Freund mit ihm Schluss gemacht, den er wieder einmal für den Richtigen hielt. Aber nun hat sich der Himmel geöffnet und ein Auge hat ihn betrachtet und sich dann wieder geschlossen. Ist Barrett auserwählt oder hat er sich das Wunder nur eingebildet?

Tyler ist Barretts älterer Bruder, ganz der Musik und Poesie hingegeben. Tyler ist an diesem Abend ein Schneekristall ins Auge geflogen als er das Schlafzimmerfenster schließen will. Natürlich forderte der Kristall in Tylers Auge und der Titel des Buches mich auf, nochmal das Märchen von Hans Christian Andersen zu lesen: Wäre der Schneekristall ein winziger Teil von Andersens zerbrochenen Zauberspiegel, dann sähe Tyler jetzt alles verkehrt oder hätte nur Augen für das, was bei einer Sache verkehrt wäre.




Und tatsächlich ist Tyler kein fröhlicher, positiver Mensch. Er leidet darunter, dass ihm der große musikalische Durchbruch noch nicht gelungen ist. Nun versucht er einen genialen Song für seine krebskranke Freundin Beth zu schreiben. Es soll sein Hochzeitssong werden, ein Song für seine sterbende Braut, ein Song in dem sich seine Brillanz bündelt, seine Hoffnung auf Heilung, seine Liebe zu Beth:
„Frostige Hallen durchwandern in der Nacht
Auf der Suche nach dir auf deinem Thron aus Eis“



Barrett, Tyler und Beth wohnen zusammen in einer Wohnung in einem New Yorker Stadtteil, indem die Mieten erschwinglich und die Menschen noch normal sind. Tyler liebt die Beiden und fühlt sich für sie verantwortlich, will sie gerne in eine schönere Wohnung in einem besten Stadtteil bringen, wenn er den großen Durchbruch als Musiker erst geschafft hat. Er leidet an der Dummheit der Menschen und einer möglichen Wiederwahl Buschs. Nur das Kokain, sein Schnee, bringt ihm die ersehnte Klarheit, die notwendige Lebendigkeit, es erneuert „seine Zugehörigkeit zur Welt“.

Barrett und Tyler, beide sehr begabt und intelligent sind seit ihre Mutter auf dem Golfplatz von einem Blitz getötet wurde, ziellos durchs Lebens gegangen. Barrett als beinahe Literat und Philosoph mit vielen Jobs. Zur Zeit arbeitet er in einem Edel-Vintage Laden, der Beth gehört. Barrett mag die für ihn einfache Tätigkeit des Verkaufens, bei der er Lesen und Denken kann. T-Shirts zusammenlegen hat für ihn fast Zen-Qualität. Und daneben betreibt er seine geheimen und einsamen Studien. Ausgehend von seiner Lieblingsheldin Madame Bovary, die jeden Tag aufs Neue auf das große Erlebnis hofft, arbeitet er an der Suche nach der „Weltformel“. Und er hofft weiter darauf, dass die Liebe ihn findet.
Tyler arbeitet als Barmann, der an einigen Abenden als Musiker auftritt. Doch Beth Krebsdiagnose hat ihn verändert. Beths Pflege hat seinem Leben eine Aufgabe gegeben, „hat einen erfolgreichen Menschen aus ihm gemacht“.

In Andersens Märchen gelingt es der kleinen Gerda ihren Freund Kay aus den Fängen der Schneekönigin zu entreißen und ihre Tränen befreien ihn von seinen Glassplittern. Und tatsächlich scheint auch in Cunninghams Schneekönigin ein Wunder zu geschehen: Beth scheint sich gegen alle Erwartungen wieder zu erholen. War es das Wunder des Lichts oder Tylers Song der Liebe?


Schon vor Jahren habe ich von Michael Cunningham „Die Stunden“ (The Hours) gelesen. Ein tolles Buch, eine Hommage an Virgina Woolf . Verfilmt wurde es mit Meryl Streep, Julianne Moore und Nicole Kidman.

Auch die Anlehnung an Hans Christian Andersen Märchen „Die Schneekönigin“ ist Cunningham hervorragend gelungen. Seine Schneekönigin ist ein anspruchsvoller Roman, da die Personen, ihre Aussagen und Gedanken sehr vielschichtig sind.

Barrett ist meine Lieblingsfigur. Er macht einfach immer weiter, erlebt, sammelt, besteht. Er hat nämlich eine bedeutende Entdeckung gemacht: „Hohe Wellen zu schlagen, eine vielbeachtete Karriere zu machen ist nicht nötig, nicht einmal für jene, die über einen hochbegabten, überdurchschnittlich wendigen Verstand verfügen“.

Neben Barrett, Tyler und Beth gib es noch weitere interessante Personen in Cunnighams Buch wie die Mitbesitzerin des Vintage Geschäftes Liz . Oder Andrew, Liz wesentlich jüngerer Liebhaber. Auf einer Silvesterparty lernen wir auch Ping und seine Begeisterung für Jane Bowles kennen. Ping erklärt Jane Bowles zur Schutzheiligen aller verrückten Ladies. Jane Bowles war mit dem Schriftsteller Paul Bowles zusammen und lebte mit einer Frau in Marokko. Und tatsächlich habe ich in meinem Bücherschrank ein Buch von Paul Bowles, indem er über seine Erlebnisse schreibt (Taufe der Einsamkeit, Reiseberichte 1950-1972). Da ich jetzt wieder Lust bekommen habe seine Reiseberichte noch einmal lesen, werde ich euch demnächst davon mehr berichten.

Die Schneekönigin ist ein anspruchsvoller und auch bewegender Roman, der mir viele Impulse gegeben hat. Seine Vielschichtigkeit und Tiefe regen zum Nachdenken an.

Luchterhand Literaturverlag, 2015; aus dem Amerikanischen von Eva Bonn
Seiten 282, 21,99€

Auf eine spezielle Art großartig

Von: Sabine Schütt Datum: 12.05.2016

mybookishdream.blogspot.com

Das Buch war komplett anders, als ich es erwartet habe. Anfangs mochte ich es tatsächlich überhaupt nicht. Ich habe ständig gesagt, dass mir das Buch nicht gefällt und so weiter. Ich hatte das Gefühl, dass ich bei Seite 50 immer noch dabei war, die Personen kennenzulernen (zu dem Punkt waren es gerade mal zwei). Der Autor hat Anfangs erstaunlich wenig wörtliche Rede verwendet. Dafür beschreibt er aber alles so haargenau wie es nur geht. Später kommt dann viel mehr wörtliche Rede dazu, aber die unglaublich vielen Details bleiben. Gerade da durch gibt es viele wunderschöne Szenen, welche man sich alle gut bildlich vorstellen kann. Das Ganze ist teilweise echt tiefgründig und mit Poesie versetzt. Da ich das Gefühlt hatte, dass der Autor ab und zu mal ziemlich abschweift (gerade am Anfang vermehrt), habe ich den roten Faden des Öfteren verloren. Es geschieht etwas und dann schweift eine Person in den Gedanken ab und nach 3 Seiten ist man wieder beim vorherigen Geschehen… Die Personen sind echt toll ausgearbeitet: Barrett ist einfach zum gern haben. Teilweise hat er mich mit dem, was er sagt verwirrt, aber das kann auch daran liegen, dass das ein bisschen zu “hoch“ für mich war. Tyler war eigentlich ganz okay, aber das mit den Drogen hat irgendwann genervt :) Andrew mochte ich echt gerne. Der Typ ist irgendwie cool drauf gewesen – So verplant und näher an meinem Alter, als der Rest der Personen. Das mit Beth ist meiner Meinung nach alles etwas vorhersehbar, aber dennoch ganz nett zu lesen. Was mir echt gefallen hat ist, dass ein Unterthema, welches immer wieder mal angesprochen wird, die Präsidentenwahl ist. Alle spekulieren darüber, wer der neue Präsident wird, dass Amerika nicht bereit für einen schwarzen Präsidenten (Obama) ist und so weiter. Da wir heute ja wissen, wer Präsident geworden ist, war das ganz amüsant zu lesen. Das mit dem Licht hat mich etwas irritiert. Die Anspielung auf das Märchen von Hans-Christian Andersen ist gelungen, wenn man weiß wie das dort mit dem Spiegel und so abläuft. Aber bis auf den Eiskristall, der ihn im Auge trifft und zum Skeptiker macht, gibt es nur ein paar kleine Anspielungen zu dem Märchen.
Alles in einem würde ich das Buch den Leuten empfehlen, die Drama, Tragik und Poesie mögen. Ich denke nicht, dass ich es in nächster Zukunft noch einmal lesen werde…

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